Wohnungskatzen rennen zur Tür raus

Hallo Leute,

mein Freund und ich haben seit einigen Wochen zwei Katzen. Da wir direkt an einer Hauptstraße wohnen, haben wir beschlossen, sie als reine Wohnungskatzen zu halten.

Allerdings haben wir ein Problem: Jedesmal, wenn wir aus der Wohnung raus wollen oder wenn einer in die Wohnung kommt, versuchen sie, an einem vorbei nach draußen zu schlüpfen. Dies gelingt ihnen auch des Öfteren, bisher konnten wir sie jedoch immer rechtzeitig wieder einfangen. Wir wohnen zum Glück in einem Mehrfamilienhaus, das heißt sie sind dann erstmal nur im Hausflur, und nicht gleich ganz draußen.

Dennoch ist das Ganze auf Dauer keine Lösung. Uns ist jedoch bisher nichts eingefallen, was wir dagegen tun könnten. Man müsste sie irgendwie davon abhalten, zur Tür herauszurennen. Am Besten wäre natürlich noch eine Zwischentür im Flur, aber dafür ist der Flur zu breit (ca. 1,50m), und außerdem wäre das zu teuer.

Vielleicht kennt ja jemand von euch das Problem und weiß eine Lösung?

Vielen Dank schonmal!
Steffie

Hallo,

laß die Tiere raus. Sie kommen im Hausflur als neues Revier ganz gut zurecht, dann kommt der eventuell vorhandene Garten dran. Unbedingt verhindern müßt ihr das „Entweichen“ auf die Straße, was die Hausbewohner unterstützen sollten (offene Türen etc.). Reden miteinander soll helfen. Ansonsten sollten die Stubentiger lernen sich bemerkbar zu machen, wenn sie reinwollen (Hunger, Toilettendrang). Normalerweise klärt sich das von selbst, hier muß sich Mensch nach Tier richten. Einsperren bringt Unmut auf beiden Seiten. Katzen lernen schnell, auch Verhaltensregeln (der Flur ist kein Klo…).

Gruß
André

Hallo,

laß die Tiere raus. Sie kommen im Hausflur als neues Revier
ganz gut zurecht, dann kommt der eventuell vorhandene Garten
dran. Unbedingt verhindern müßt ihr das „Entweichen“ auf die
Straße, …

In der Theorie vielleicht eine nette Idee, aus meiner Erfahrung
jedoch völlig untauglich. Wie soll dies funktionieren? Wie sagst du
der naturgegebenen Neugierde der Katzen, dass sie am Gartentor bitte
umzudrehen haben.

Katzen, die einmal freie Luft geschnuppert haben, wirst du nie wieder
bändigen können. Und die Reviere der Tiere sind bedeutend größer, als
jeder Garten.

Gruß
Falke

Hi Steffie!

Leider gibt es für Dein Problem keine generelle Lösung, ausser eben besagter Zwischentür!
Ich habe selber einige Katzen durch Autos oder auch durch Nachbarshunde verloren und deshalb dürfen meine drei jetzt auch nicht mehr raus!
Zwei davon sind Schwestern, als mutterlose Babys gefunden und mit der Flasche groß gezogen! Die eine, die von Anfang an bei uns war, war nie draußen und versucht es auch nur ganz selten! Was nicht heißt, daß sie es überhaupt nicht versucht! Die andere lebte eine Zeit lang als „freie“ Katze bei meiner Tochter, die versucht es immer wieder mal, es ist ihr auch schon mal gelungen, bis auf den Hof zu gelangen, dort allerdings saß sie dann völlig verängstigt unter einem Auto und kam wie der Blitz reingefegt, als ich sie rief!
Der dritte, ein kastrierter Kater ist in Freiheit von einer „freien“ Katze geboren und bis zur Selbstständigkeit aufgewachsen! Ich kannte ihn schon längere Zeit in Freiheit und musste ihn dann, aus Gründen, die hier keine Rolle spielen, einfangen!
Seltsamerweise hat er sich in meiner Wohnung sofort eingelebt und bisher nie versucht, ins Freie zu gelangen, ihm gefällts, wo er ist!
Allerdings unterstelle ich kastrierten Katern auch einen gewissen Hang zur Faulheit!
Ich kann dir nur eines sagen, wenn du deine Katzen behalten willst, dann laß sie nicht raus, sonst wirst du sie früher oder später verlieren! Paß auch auf, daß kein Fenster auf „kipp“ steht, darin sind viele freiheitsdurstige Katzen schon elend umgekommen!

Vielleicht ein Tipp: Füttere Deine Katzen, wenn du nach Hause kommst, oder gib ihnen ein Leckerli, das wird verhindern, daß sie schon an der Tür lauern und raus flitzen, wenn du die Tür auf machst!

Liebe Grüße, Rainer.

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Hallo Steffie,
ich denke, Du hast 2 Möglichkeiten:

  1. Zwischentür
  2. schnell sein.
    Ich glaube nicht, dass Du ihnen das Ausbüxen abgewöhnst. Ich hab auch 2 Ausbrecher-Königinnen zu Hause. Ich habe nur den Vorteil, dass die Hoftür meistens verschlossen ist, d.h. sie kommen nur bis in den Hausflur. Aber da rennen sie dann auch blitzschnell bis in den 5. Stock und lassen sich wieder runtertragen *keuch*
    Grüße
    Almut
    *istmittlerweileschnell*

Hallo,

ob die Tiere nur in der Wohnung sind oder den Flur noch mitnutzen können, ist völlig Schnuppe. Für die Tiere. Für den Menschen kann es in Stress ausarten. Wenn die Katzen erstmal raushaben, dass da noch was ist hinter der Tür, gibt es Heul- und Kratztiraden zu jeder Tages- und Nachtzeit. Wenn Wohnungshaltung, dann richtig.

Man kann jetzt darüber streiten, was davon zu halten ist, sich gesunde Katzen anzuschaffen, die theoretisch rauskönnten, und sie zur Wohnungshaltung zu verdammen, aber das ist ein anderes Thema. Nu sind sie da, und es muss eine Lösung her. Allerdings fällt mir auch nichts dazu ein, außer, dass man die Wohnung für sie interessanter machen muss, damit es sie nicht so nach draußen drängt.

Gruß
Cess

Vielen Dank für die Tipps! Das mit den Leckerli hört sich ganz gut an, ist aber denke ich schlecht wenn man mehrmals pro Tag weggeht und wiederkommt… dann hat man irgendwann zwei kugelrunde Katzen :wink:

Ein Bekannter sagte mir noch ich solle versuchen, Alufolie an die Tür zu kleben, das Material würden sie nicht mögen… wenn das funktiniert könnte ich das auch gleich mal mit meiner Fensterbank ausprobieren, da gehen sie nämlich auch furtchtbar gern drauf und schmeißen Blumen um… und irgendwann sieht unsere Wohnung dann wahrscheinlich aus wie in einem Akte-X-Film *gg*

Was das Rauslassen der Katzen angeht, da denke ich ähnlich wie Rainer. Es kann so viel passieren, sogar wenn man nicht so wie wir an einer Hauptstraße wohnt. Ich habe von meinen Bekannten zum Beispiel schon so oft von irgendwelchen Katzenhassern gehört, die Katzen vergiften oder treten oder sonstiges. Außerdem schlafen Katzen für ihr Leben gern unter Autos, ein Nachbar hat mal ausversehens aus diesem Grund seine eigene umgefahren! Außerdem können sie sich draußen zahlreiche Krankheiten holen,… die Liste lässt sich beliebtig fortsetzen, kurzum: Wir haben uns für die Wohnungshaltung entschieden, weil wir denken, es ist das sichererste für unsere Kleinen.
Wir haben uns im Vorfeld auch gut informiert und wissen, dass wenn man den Katzen ausreichend Spielraum und Abwechslungsmöglichkeiten bietet und ein paar Natur-Situationen simuliert, dass sie dann absolut nichts vermissen. Ich habe auch bis jetzt nicht den Eindruck dass sie das „Draußen“ wirklich vermissen. Dass sie zur Flurtüre raus wollen liegt einfach nur daran dass sie denken, das sei ein neues Zimmer dass sie noch nicht kennen. Sie können ja gar nicht wissen, dass es nach diesem Raum noch eine Tür gibt, die nach Draußen geht.

Nur in den Garten lassen geht, wie Falke schon gesagt hat, nicht so einfach. Erstens kann man Katzen nicht klarmachen: Bis hierhin darfst du, weiter nicht! Und zweitens haben wir nicht mal einen richtigen Garten. Wir haben gerade mal ein Stück Rasen, das aber noch nicht mal irgendwie eingezäunt ist. Und wenn man in die andere Richtung geht… tja, da kommt sofort eine vielbefahrene Hauptstraße.

Also Leute, danke für eure Tipps, wenn euch noch irgend etwas einfallen sollte, freue ich mich natürlich weiterhin über Anregungen :smile: Ansonsten werde ich jetzt mal schauen was ich von den Vorschlägen so verwerten kann *gg*

Liebe Grüße,
Steffie

Hallo,

Ein Bekannter sagte mir noch ich solle versuchen, Alufolie an
die Tür zu kleben, das Material würden sie nicht mögen… wenn
das funktiniert könnte ich das auch gleich mal mit meiner
Fensterbank ausprobieren, da gehen sie nämlich auch furtchtbar
gern drauf und schmeißen Blumen um… und irgendwann sieht
unsere Wohnung dann wahrscheinlich aus wie in einem
Akte-X-Film *gg*

ihr haltet also die Katzen nur drinnen und lasst sie nichtmal auf die Fensterbank?

Was das Rauslassen der Katzen angeht, da denke ich ähnlich wie
Rainer. Es kann so viel passieren, sogar wenn man nicht so wie
wir an einer Hauptstraße wohnt.

Passieren kann immer was. Ich habe auch ständig Bammel, dass meinen was passiert - das ist aber erstmal mein ganz eigenes Problem, dass ich nicht egoistisch an meinen Tieren auslassen sollte. Ich bin immer noch der Meinung: Wenn man die Tiere nicht rauslassen kann, soll man sich keine anschaffen bzw. nur solche, die ohnehin nicht rauskönnen (gibts ja genug von).

Klar ist es für die Katze nicht schön, angefahren, vergiftet etc. zu werden - aber wenn sie bis dahin ein schönes Leben hatte, ist das imho mehr wert, als ein Leben in „Gefangenschaft“ zu fristen. Was sie nicht kennt, vermisst sie nicht? Entschuldige, aber der Spruch lässt mich Wände hochgehen - Tier haben Instinkte und angeborene Verhaltensweisen, gegen die sie nicht ankönnen, die man höchstens unterdrücken kann bis zu einem gewissen Grad. Meistens äußert sich das früher oder später in einer Verhaltensstörung. Wenigstens auf die Fensterbank sollten sie schon dürfen - dann stell da eben keine Blumen hin.

Wenn du dir Tiere anschaffst, musst du dich bis zu einem gewissen Grad ihren Bedürfnissen anpassen, sie sind schließlich keine Topfpflanzen, die man in die Ecke stellt, weil sie so schön sind.

Sorry, sollte kein Sermon werden, aber dieses „wir haben uns Tiere angeschafft, weil wir es wollten, und jetzt gucken wir mal, wie wir sie in unser Leben pressen“ geht mir auf den Keks (vielleicht u.a. deswegen, weil ich auch mal so drauf war).

Gruß
Cess

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Hi Cess,

Sorry, sollte kein Sermon werden, aber dieses „wir haben uns
Tiere angeschafft, weil wir es wollten, und jetzt gucken wir
mal, wie wir sie in unser Leben pressen“ geht mir auf den Keks
(vielleicht u.a. deswegen, weil ich auch mal so drauf war).

kann dich verstehen, war auch so drauf, als ich meine Katze vor einem Jahr geholt habe, aber ich habe nicht den Eindruck, dass dies bei der Fragestellerin so der Fall ist. Sie schreibt ja, dass sie die Wohnung schon katzengerecht eingerichtet hat und wenn sie in einem Haus wohnt, haben sie bestimmt auch viel Platz zum Toben.

Direkt an einer Hauptstraße würde ich meine auch nie rauslassen, da hätte sie wohl nicht lange Spaß!

Liebe Grüße,
Liz

(die sich von ihrer Katze vorschreiben lässt, in welche Wohnung sie zu ziehen hat *g*)

ihr haltet also die Katzen nur drinnen und lasst sie nichtmal
auf die Fensterbank?

Natürlich dürfen sie auf die Fensterbänke. Nur auf einer stehen Blumen und da wäre es mir lieber wenn sie nicht drauf gehen würden. Alle anderen Fensterbänke stehen ihnen zur freien Verfügung, wir haben sogar extra Fensterbankbretter gekauft, damit sie es auch schön gemütlich haben :smile:

Passieren kann immer was. Ich habe auch ständig Bammel, dass
meinen was passiert - das ist aber erstmal mein ganz eigenes
Problem, dass ich nicht egoistisch an meinen Tieren auslassen
sollte. Ich bin immer noch der Meinung: Wenn man die Tiere
nicht rauslassen kann, soll man sich keine anschaffen bzw. nur
solche, die ohnehin nicht rauskönnen (gibts ja genug von).

Klar ist es für die Katze nicht schön, angefahren, vergiftet
etc. zu werden - aber wenn sie bis dahin ein schönes Leben
hatte, ist das imho mehr wert, als ein Leben in
„Gefangenschaft“ zu fristen. Was sie nicht kennt, vermisst sie
nicht? Entschuldige, aber der Spruch lässt mich Wände
hochgehen - Tier haben Instinkte und angeborene
Verhaltensweisen, gegen die sie nicht ankönnen, die man
höchstens unterdrücken kann bis zu einem gewissen Grad.
Meistens äußert sich das früher oder später in einer
Verhaltensstörung. Wenigstens auf die Fensterbank sollten sie
schon dürfen - dann stell da eben keine Blumen hin.

Die Katzen haben in der Wohnung genau so ein schönes Leben wie draußen. Es gibt zwar immer mal wieder Wohnungskatzen-Gegner die gern was anderes behaupten, aber wie gesagt, wir haben uns ausgiebig informiert bevor wir uns dazu entschieden haben. Was die Instinkte der Tiere angeht, die können genau so gut in der Wohnung erfüllt werden, man muss sich nur genügend Zeit nehmen und die Wohnung entsprechend gestalten, siehe mein vorheriger Post.

Falls wir irgendwann mal an einem sichereren Ort wohnen entscheiden wir uns vielleicht auch noch um und lassen sie raus. Aber hier würden sich zu hundert Prozent überfahren werden. Wie gesagt, wir wohnen direkt an der Hauptstraße in einer Stadt, wo ununterbrochen Autos langdonnern. Mein Vater wohnt auch an einer Hauptstraße und lässt seine Katzen trotzdem raus, was dazu führt, dass er jedes Jahr ein bis zwei von ihnen beerdigen muss.

Wenn du dir Tiere anschaffst, musst du dich bis zu einem
gewissen Grad ihren Bedürfnissen anpassen, sie sind
schließlich keine Topfpflanzen, die man in die Ecke stellt,
weil sie so schön sind.
Sorry, sollte kein Sermon werden, aber dieses „wir haben uns
Tiere angeschafft, weil wir es wollten, und jetzt gucken wir
mal, wie wir sie in unser Leben pressen“ geht mir auf den Keks
(vielleicht u.a. deswegen, weil ich auch mal so drauf war).

Ich glaube da hast du mich falsch verstanden. Ich liebe mein Katzen und lasse ihnen auch vieles durchgehen, von dem ich vorher dachte, dass es überhaupt nicht akzeptabel wäre. Wenn ich ihnen das Blumen-Umschmeißen nicht abgewöhnen kann, dann werde ich mir einfach Plastikpflanzen holen, die können sie dann wegen mir umschmeißen. Ich wollte vorher nur wenigstens mal versuchen, ob es nicht auch anders geht.

So, abschließend gesagt, ich denke mal, wir haben da beide einfach unterschiedliche Standpunkte. Aber eigentlich wollte ich mit der Eröffnung des Threads auch nicht über die Wohnungshaltung der Katzen disskutieren, da diese Tatsache jetzt nun mal besteht und, zumindest solange wir hier wohnen, auch nicht zu ändern ist, sondern einfach nur eine Antwort auf die Frage haben, wie ich die Katzen davon abhalten kann, auszubüchsen :smile:

Gruß, Steffie

Hallo,

unsere Nachbarn haben immer an der Wohnungstüre einen Behälter mit Wasser und Spritzdüse bereit gehalten, die man sonst für Blumen benutzt. Wenn die Katzen aus der Wohnung rennen wollen einfach mit dem Wasser besprühen. Dann sind sie meistens nicht sehr begeistert und ziehen sich zuürck.