Wohnungskauf... ich will's richtig machen

Hallo,

habe innerhalb der Verwandschaft eine Wohnung angeboten bekommen (Kauf).

Jetzt habe ich die Finanzberaterin damit beauftragt, mir eine Finanzierung aufzustellen, so dass die Wohnung ab 01.12.2011 gekauft bzw. bezogen werden kann.

Aber … es ist das erste Mal und meist stolpert man über irgendwelche Fallen. Das möchte ich vermeiden.

Kann mir jmd sagen, was ich beachten sollte.

Ich habe schon öfter über KFW oder NRWbank-Kredite gehört… kann ich damit nicht die Lasten durch die Zinsen drücken… zwar nur bis 30% des Kaufpreises, aber wenn ich das direkt bei beiden Banken machen würde, käm ich schon auf 60% :wink:

Ist sowas überhaupt zulässig, oder hab ich da nen Anfänger-Denkfehler drin.

Aktuell warte ich auch die Finanzierungsunterlagen.

Wie lange dauert sowas, wenn sich Finanzberater damit beschäftigen. Eigentlich wollte Sie Montag mit den Banken reden… bislang hab ich noch keine Rückmeldung.

Eigentlich ist die Finanz-Beratung (bislang) sehr zuverlässig.

Bitte um Hilfe und Aufklärung, was ich im Anfänger-Modus bei der Finanzierung besser nicht falsch machen sollte :wink:

Danke euch

Hi,

auf jeden Fall sollte man eine Finanzierung mit der Möglichkeit von Sondertilgungen bevorzugen. Wenn man finanziell gut dasteht kann man dann seinen Kredit schneller zurück zahlen was vor allem am Anfang wo sehr viele Zinsen auflaufen sehr praktisch ist.

Nicht die ganzen Nebensächlichkeiten vergessen: Notar und Grunderwerbssteuer.

In welchem Zustand ist die Wohnung? Gleich die Renovierungskosten mit einkalkulieren. Sind nur neue Tapeten nötig oder sollte die gleich die gesamte Elektrik erneuert werden? usw.

MFG

Servus Walter,

geh auf jeden Fall zu verschiedenen Banken. Und laß dir bei jeder sämtliche Kosten inklusive Zinsen und Gebühren ausrechnen. Von Bank zu Bank gibts da wirklich erhebliche Unterschiede. Die Berater werden dann auch ein eventuelles KfW-Darlehen mit einbeziehen.

Und unbegrenzte Sondertilgungen wären auf jeden Fall genial, weil sich dadurch die Zinslast in kürzester zeit erheblich reduzieren würde.

Nur als Beispiel (mir selbst passiert):
Eine Bank: 37 jahre Laufzeit, 1000 EUR Monatsrate.
Andere Bank: 18 Jahre Laufzeit, 800 EUR Monatsrate, Sondertilgungen uneingeschränkt und jederzeit (außer auf das KfW-Darlehen) möglich, allerdings verbunden mit einer intensiven Bonitätsprüfung (was kein Problem war, aber garantierte, daß man sich den Kredit auch wirklich leisten konnte).
Noch Fragen?

Viel Glück!
Manu

Und unbegrenzte Sondertilgungen wären auf jeden Fall genial,
weil sich dadurch die Zinslast in kürzester zeit erheblich
reduzieren würde.

unbegrenzte Sondertilgungen sind heute eher die Ausnahme. Vor allem kosten die extra.

Eine Bank: 37 jahre Laufzeit, 1000 EUR Monatsrate.
Andere Bank: 18 Jahre Laufzeit, 800 EUR Monatsrate,

??? Ein wenig unlogisch, oder nicht???

Da hat euch einer aber einen „Bären“ aufbinden wollen :smile:

Kommt auf das angesetzte Risiko und damit verbunden auf den Zinssatz an. Eine exzellente Bonität kann da sehr viel bewirken.

!!!
hallo,

wenn du die wohnung über die kfw fördern oder von der kfw einen kredit willst, musst du dich von anfang an die kfw wenden, da die kfw nachträglich nichts macht !!!
dazu musst du zu diner hausbank, die machen das…hoffentlich
hoffentlich deswegen, weil anscheinend die meisten abwimmeln, weil die hausbank durch das vermitteln des kfw kredits weniger verdient, als wenn sie selber den kredit gewähren würde !!!

achte auf die notarkosten, grunderwerbssteuer, evtl andere kosten…
und ob du renovieren musst, gut streichen, neuen teppich dies das wirst du denk ich schon…

und wenn es eine altbau wohnung ist,… es gibt ja mittlerweile so einen energiepass, ich glaube bis 2020 müssen immobilien gewisse standards erfüllen…
werden in naher zukunft grössere umbaumaßnahmen anstehen ?

ich habe viele in meinem bekanntenkreis gesehen, die knapp kalkuliert haben…

keine 200-300 € sicherheit im monat, einmal auto kaputt, schon gibts stress…

mein tipp…

kalkuliere nicht so knapp, auch wenn du zahlen könntest, machs nicht, zumindest in festen monatlichen raten…
weil wenn du das irgendwann nicht mehr kannst, kannst du nicht ruhig schlafen…

stattdessen solltest du eine sondertilgungsvereinbarung ausmachen, erwähne dieses sondertilgungsrecht ganz zum schluss !!!
wichtig !!!
z.b. redest du mit der bank über 5% über 15 jahre…
zum schluss sagst du, nachdem du festgestellt hast, dass diese bank die günstigste ist, du sagst dann, okay 5%, 15 jahre, ABER…mit sondertilgungsrecht…

die sondertilgung ist meist 5% der ursprünglichen kreditsumme pro jahr, achte darauf, dass sich das volumen auf die URSPRÜNGLICHE !!! kreditsumme …

und wenn du gewisse rücklagen gebildet hast, kannst du sondertilgen…
es ist bisschen schlechter das geld für die sondertilgung oder für die rücklage zu „horten“, als es von anfang auch zusätzlich für die rate aufzuwenden, aber denke mir, die sicherheit und die „versciherung“ ist billig erkauft !!!

nachts lässt sich viel besser schlafen…

wenn du deine angebote hast, kannst du gerne hier posten, mit kokreten zahlen…
kann auch mal durchrechnen und kannst dann fragen stellen…

bis dahin viel glück

mfG

Dipl. Volkswirt
Konca, Hakan

Hmmmm,

Zinssatz = Geldpreis + Risikoprämie + Preis für zusätzliche Optionen

Sondertilgungrechte sind Bankenseitig Risikorelevant, insofern die Refinanzierung der Darlehensmittel betroffen ist. Soll heissen: was hat die Option vorzeitig Gelder an die Bank zurück zahlen zu dürfen mit einem Kreditrisiko zu tun?

Abstrakt könnte es nur die interne Margengestaltung der Bank (kalkulierte Risikoprämie) die durch Sondertilgungen natürlich in reine Überschüsse gewandelt wird.
Aber hier ist bei guter Bonität zumindest keine maßgebliche Risikoprämie vorhanden, die irgendwie „erspart“ werden würde.

Und die Darstellung „niedrigere Rate und gleichzeitig kürzere Laufzeit“ sind in den Zahlen hier nur durch völlig aus dem Zusammenhang gerissene oder komplett unsinnige Annahmen zu vertreten.
(z.B. Zinsvergleich 4,5% +1% zu 0%Zins +5,5% Tilgung)

Servus, Ralf,

ich geh leider nicht jeden Tag ins Netz. Aber ich erklär dir gern, wie das bei mir gelaufen ist:

Die billigere Bank hat mir einen SF-Kredit gewährt, mit Stop-Loss-Option und Umstieg auf EUR-Finanzierung (das war 2004).
Die andere Bank gab zu, so etwas aufgrund des für sie hohen Aufwands erst ab einer Kreditsumme von 750 000 EUR zu machen.

Anfangs konnte ich mehrfach Kursgewinne mitnehmen - womit ich gleich Sondertilgungen geleistet habe - und hatte einen Zinssatz von 2,3 %.
In der Krise bin ich aus dem Franken ausgestiegen und habe jetzt einen EUR-Zinssatz von 3,6 %. (bei 6 anderen Banken wären es 4,9 % gewesen)
Hinzu kommt, daß diese Bank (keine deutsche) nur eine einmalige Bearbeitungsgebühr berechnete.
Allerdings mußte ich zur Prüfung des Kreditantrags jede noch so kleine monatliche oder jährliche Fixausgabe angeben, während die anderen Banken sich mit meinem Gehaltszettel begnügt hätten.
Heute bedaure ich, zur Risikominimierung auch ein KfW-Darlehen beansprucht zu haben, weil es da bei einem Zinssatz von 4,5 % zunächst keine Sondertilgungen gab.
Übrigens, Rechenbeispiel der teuersten Bank (die mit den 1000 EUR Monatsraten): 150 000 EUR Kredit auf 37 Jahre, alles in allem Zinsen, Zinseszins und Gebühren: 143 000 EUR. Da wäre ich dann lieber auf Miete geblieben.

Übrigens, bisher bin ich mit meiner Bank sehr zufrieden, und die Laufzeit hat sich durch Sondertilgungen auch bereits verkürzt.

LG Manu

Hallo, laß Dir auch die Protokolle der letzten Versammlungen,
sowie die Jahresabschlüsse und den Rücklagenstand zeigen… Gruß

… Glückwunsch! Gut gemacht!

Da ist mir natürlich die verstärkte Bonitätsprüfung klar! Bei spekulativen Darlehen ist das auch dann ein „Muss“.

Aber Dir ist schon klar, das Du Dein Fremdwährungsdarlehen nicht mit der herkömmlichen Finanzierung vergleichen kannst, oder?

Es gibt derzeit genug Darlehensnehmer die Ihren Entschluß so zu finanzieren momentan bitter bereuen. So sind z.B. aus 100.000 € Darlehen schnell mal 140.000 € geworden. Da ganze ist die Frage wo bin ich eingestiegen. Und hättest Du nicht das Glück von Kursgewinnen gehabt, sondern direkt Verluste geschrieben hättest Du auch verloren.

Ist und bleibt immer Zockerei. Aber heute(!) würde ich auch in Fremdwährung finanzieren wollen. Z.Zt. herrschen wieder beste Voraussetzungen.

Dazu werden Fremdwährungsdarlehen kaum noch angeboten. Du wohnst nicht zufällig im Süden Deutschlands???

Servus, Ralf,

erstmal herzlichen Dank!

Du hast Recht, ich wohne in Bayern, und eine Bank aus dem sehr dicht benachbarten Ausland hat hier ne Zweigstelle.
Das Risiko war mir schon klar, deswegen hatte ich ja weiche Knie und habe mich zu einem Drittel mit dem KfW-Darlehen abgesichert.

Aber das Stop-Loss hat mich beruhigt, und die Bank ist dann auch ganz selbstständig (und vereinbarungsgemäß) ausgestiegen, als ich urlaubsbedingt nicht erreichbar war.

Klar war das keine alltägliche Finanzierung, aber auch mit Kursverlusten wäre ich immer noch besser gefahren als bei meiner früheren „Hausbank“ (das teurste Angebot).

LG Manu