Wie ist die rechtliche Lage, wenn in einem Mehrfamilienhaus „Damen“ einziehen und ihrem Gewerbe nachgehen ? Können die anderen Mieter oder die Wohnungseigentümer dagegen irgendwas unternehmen ? Andere Gewerbe darf man in der Wohnung ja auch ausüben…
Ist der Ort größer als 20 bzw. 50.000 Einwohner. In vielen Städten gibt es sog. Sperrbezirkregelungen, die bei diesen Ortsgrößen (auch abhängig vom Bundesland) vorhanden sein KÖNNEN.
Wer ist Eigentümer der Wohnung. Hat die „Dame“ gemietet oder gekauft?
Aufgrund der neuen Regelungen, daß Prostitution ein „Beruf“ ist, muß sehr sorgfältig geprüft werden, ob sie rausgeschmissen werden kann.
Sollte eine Eigentümergemeinschaft (bei Wohnungseigentum) bestehen, dann muß sich diese auf die Hinterfüße stellen und dem Wohnungseigentümer auf die Zehen steigen.
Es ist schon lange her, es war in dem Zeitraum zur Einführung des Sperrbezirkes in München (siehe das Lied der Spider Murphy Gang „von der Rosie - in München steht ein Hofbräuhaus“), da hatte ich den Studentenjob, eine große Wohnanlage innerhalb des neuen Sperrbezirkes von den „Damen“ zu säubern. Es war eine nicht ganz ungefährliche Arbeit. Wenn eine kleine Wohnanlage von den „Damen“ entdeckt wurde, dann KANN es zu einer großen Wertminderung sowohl des Hauses als auch des Umfeldes kommen.
Auch sollte der „Dame“ geraten werden, sich einen anderen Wohnort zu suchen. Wenn sie patzig/stur ist, dann sollten alle rechtlichen Mittel eingesetzt werden. Auch sie weiß, daß in einem feindlichem Umfeld schlecht Geschäfte getätig werden kann.
Ich rate also in jedem Fall die Einschaltung sowohl der Gemeinde/Stadt (Ordnungsamt) und eines erfahrenen Anwaltes. Beliebt macht man sich in diesen Kreise aber nicht.
Ein Zuhälter hatte mir mal seinen Schäferhund angedroht. Er hatte eine Hündin; ich einen Schäfer-Rüden. Die Drohung ging schief, mein Hinweis, daß bei ihn, wenn er nicht ab sofort brav ist, die vom Richter und mir bekannte angedrohte Sicherungsverwahrung wirksam wird, hat zu einem einigermaßen vernünftigen Verhalten geführt…
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grundsätzlich muss ein Mieter die Erlaubnis zur gewerblichen Nutzung eienr Wohnung einholen, wenn die gewerbliche Nutzung den Rahmen von Nebentätigkeiten überschreitet. z.B. kann niemand untersagt werden in den eigenen Räumen ein Büro zu unterhalten wenn z.B. hier die Mieter ihren Schriftverkehr erledigen, die tatsächliche Nebenerwerbstätigkeit ausserhalb ( z.B. Avon, Tuper-Ware, ) der Wohnung erfolgt.
Nicht zu verwechseln mit Büros, die nachträglich durch die Baufaufsichtbehörde nur deshalb entstehen können, weil Wohnraum zur gewerblichen Nutzung mit der ausdrücklichen Zustimmung der Bauaufsicht umgewandelt werden darf. Hier muss dann nämlich nach Auflagen der Behörde entweder Parkplatz nachgewiesen werden oder es muss der Behörde eine unmittelbare Haltestelle eiens öffentlichen Verkehrsmittels genannt werden, diverse Städte verlangen auch bei fehlenden Parkplätzen Entschädigungen.
Nun zur Prostitution. Zwar ist Prostitution in er Zwischenzeit anerkannt´. Sie gilt aber weiterhin als „sittenwidrig“. Fällt in größeren Städten die Wohnung unter die „Zweckentfremdungsverordnung“ handelt es sich um einen Verstoss gegen das Zweckentfremdungsverbot. Der Betrieb eines Bordell-ähnlichen Gewerbes in einem Wohnhaus entspricht dem Vertoss.
Entscheidend ob ein Anspruch auf Entfernung besteht richtet sich nach der Art der Belästigungen. Werden andere Hausbewohner oder gar Kinder von Freiern belästigt, haben die Mieter gegen den Vermieter den Anspruch, dass er jegliche weitere Prostitution untersagt. Bei einer WEG wird die Zustimmung der Miteigentümer notwendig werden.
Gruss Günter
Wie ist die rechtliche Lage, wenn in einem Mehrfamilienhaus
„Damen“ einziehen und ihrem Gewerbe nachgehen ? Können die
anderen Mieter oder die Wohnungseigentümer dagegen irgendwas
unternehmen ? Andere Gewerbe darf man in der Wohnung ja auch
ausüben…
Ich finde es ungeheuerlich, den Begriff „Dame“ auch noch in Anführungszeichen zu setzen, also abwertend zu gebrauchen. Das sind Menschen wie jeder andere auch, die einem normalen Beruf nachgehen, Dienstleistung erbringen, die jeder schon mal in Anspruch nahm ! Keine Widerrede ! Leugnen zwecklos ! Doppelmoral ist eins der größten Übel unserer Zeit.
Davon abgesehen fände ich den Gedanken an einen Kleinpuff in meinem Hause nicht ganz so prickelnd, wenn laufend Zuhälter mit großen Autos und Pittbullterriern, Drogenkuriere und letztlich die Polizei aus- und eingehen. Aber wenn das im Rahmen bleibt und Nachbarn nicht gestört werden - warum nicht ?
HM
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In Anbetracht der Tatsache, dass mit der männlichen Endung nach hier vielfach erklärtem Gebrauch Frauen mitgemeint sind:
Ich finde es ungeheuerlich, den Begriff „Dame“ auch noch in
Anführungszeichen zu setzen, also abwertend zu gebrauchen. Das
sind Menschen wie jeder andere auch, die einem normalen Beruf
nachgehen, Dienstleistung erbringen, die jeder schon mal in
Anspruch nahm ! Keine Widerrede ! Leugnen zwecklos !
Doppelmoral ist eins der größten Übel unserer Zeit.
Nein, ich habe noch nie die Dienstleistungen einer Prostituierten in Anspruch genommen!
In Anbetracht der Tatsache, dass mit der männlichen Endung
nach hier vielfach erklärtem Gebrauch Frauen mitgemeint sind:
Ich finde es ungeheuerlich, den Begriff „Dame“ auch noch in
Anführungszeichen zu setzen, also abwertend zu gebrauchen. Das
sind Menschen wie jeder
die Menschen ( Mehrzahl ) - der Mensch ( Einzahl )
andere auch, die einem normalen Beruf
nachgehen, Dienstleistung erbringen, die jeder schon mal in
Anspruch nahm ! Keine Widerrede ! Leugnen zwecklos !
Doppelmoral ist eins der größten Übel unserer Zeit.
Nein, ich habe noch nie die Dienstleistungen einer
Prostituierten in Anspruch genommen!
Jede r [Mann], außer vielleicht … naja … *ggg
Viele Frauen haben sich sicherlich schonmal einen Callboy kommen lassen oder Ähnliches. Das zählt da auch mit drunter!
Ich finde es ungeheuerlich, den Begriff „Dame“ auch noch in
Anführungszeichen zu setzen, also abwertend zu gebrauchen. Das
sind Menschen wie jeder andere auch, die einem normalen Beruf
nachgehen, Dienstleistung erbringen, die jeder schon mal in
Anspruch nahm ! Keine Widerrede ! Leugnen zwecklos !
na ja, meinst Du nicht, dass Du doch ein bisschen sehr von Dir auf andere schließt?
Doppelmoral ist eins der größten Übel unserer Zeit.
Übertreib mal bitte nicht…
Davon abgesehen fände ich den Gedanken an einen Kleinpuff in
meinem Hause nicht ganz so prickelnd, wenn laufend Zuhälter
mit großen Autos und Pittbullterriern, Drogenkuriere und
letztlich die Polizei aus- und eingehen. Aber wenn das im
Rahmen bleibt und Nachbarn nicht gestört werden - warum nicht
?
Also als einer, der schon einmal in einem Haus gewohnt hat, in dem sich ein Privatpuff eingenistet hatte, kann ich nur warnen vor dieser Naivität. Wie Du nämlich erreichen willst, dass die Nachbarn nicht gestört werden, ist mir etwas schleierhaft. Und zu warten, bis das Gegenteil der Fall ist, wäre mir zu gefährlich.
Wenn Du also in Kauf nehmen kannst, dass Deine Frau/Tochter bzw. Deine weiblichen Gäste von durchgeknallten Freiern angemacht werden, dann warte ruhig ab, wenns Dich mal trifft…
na ja, meinst Du nicht, dass Du doch ein bisschen sehr von Dir
auf andere schließt?
Ich hab kein kein Problem zuzugeben, dass man gewisse Sachen allemal ausprobieren sollte Jeder hat da seine Grenzen, ich weiß. Aber die Statistiken sprechen da wohl für sich. Auch was das Fremdgehen betrifft. Eine Dunkelziffer ist auch noch zu beachten !
Niemand kann mir erzählen, noch nie ein einschlägiges Etablissement betreten zu haben - oder nur mit dem Gedanken gespielt, weil´s Kleingeld fehlt - .
Nicht jede weibl. Person mit HWG ist eine Hure, nimmt sie kein Geld , heißt sie schlicht „Schlampe“
Doppelmoral ist eins der größten Übel unserer Zeit.
Übertreib mal bitte nicht…
Oooooo …
Davon abgesehen fände ich den Gedanken an einen Kleinpuff in
meinem Hause nicht ganz so prickelnd, wenn laufend Zuhälter
mit großen Autos und Pittbullterriern, Drogenkuriere und
letztlich die Polizei aus- und eingehen. Aber wenn das im
Rahmen bleibt und Nachbarn nicht gestört werden - warum nicht
?
Also als einer, der schon einmal in einem Haus gewohnt hat, in
dem sich ein Privatpuff eingenistet hatte, kann ich nur warnen
vor dieser Naivität. Wie Du nämlich erreichen willst, dass die
Nachbarn nicht gestört werden, ist mir etwas schleierhaft. Und
zu warten, bis das Gegenteil der Fall ist, wäre mir zu
gefährlich.
Wenn Du also in Kauf nehmen kannst, dass Deine Frau/Tochter
bzw. Deine weiblichen Gäste von durchgeknallten Freiern
angemacht werden, dann warte ruhig ab, wenns Dich mal
trifft…
Ich wohne allein im Haus. Freundin auch. Tochter ist leider nicht.
Du hast natürlich Recht, Ausuferungen muss man sich nicht bieten lassen. Doch wenn eine so als Nebenerwerbsbumswirtschaft am Tag ein oder zwei Herren empfängt und alles andere an sich im Verborgenen bleibt, naja …
Ich finde es ungeheuerlich, den Begriff „Dame“ auch noch in
Anführungszeichen zu setzen, also abwertend zu gebrauchen. Das
sind Menschen wie jeder andere auch, die einem normalen Beruf
nachgehen, Dienstleistung erbringen, die jeder schon mal in
Anspruch nahm ! Keine Widerrede ! Leugnen zwecklos !
Doppelmoral ist eins der größten Übel unserer Zeit.
Davon abgesehen fände ich den Gedanken an einen Kleinpuff in
meinem Hause nicht ganz so prickelnd, wenn laufend Zuhälter
mit großen Autos und Pittbullterriern, Drogenkuriere und
letztlich die Polizei aus- und eingehen. Aber wenn das im
Rahmen bleibt und Nachbarn nicht gestört werden - warum nicht
?
HM
Meine Anführungsstricherl haben nichts mit Doppelmoral zu tun. Es ist eine gängige Bezeichnung, einiges so zu formulieren, wie es vielleicht Außenstehende nicht kennen.
Nachdem ich genau weiß, welche Wirkungen Prostitution im Wohnbereich hat, kann ich nur dazu raten, den Anfängen zu wehren. Nur in sehr seltenen Fällen arbeiten die „Damen“ diskret, so daß die Mitbewohner nichts mitbekommen. Da aber die Mannsbilder, die solche Dienste in Anspruch nehmen, oft nur im Düsentempo durch die Kinderstube gerast sind, gibt es so nette Begleiterscheinungen, wie
Zigaretten auf dem Hausflur, im Briefkasten des Nachbarn
Pinkeln in die dunklen Ecken, der Druck ist ja groß (vorher - nachher?)
Türenknallen (Auto und Haustüre)
Besoffen um drei in der Früh herumbrüllen
Wenn sich die Zuhälter nicht über die „Eigentumsansprüche“ einigen können - wem gehört nunmal die „Dame“ -, kann es auch mal zu Mord und Totschlag im/vor dem Haus geben.
Wenn die „Dame“ nicht genügend angeschafft hat, dann gibt es auch in der Wohnung etwas lautstärkere Unterhaltungen, garniert mit Prügeln.
Kurzum, mein lieber Herr Meyer, Nutten im Haus - oh Graus!
Kannst Du deshalb verstehen, warum - nicht nur ich - die Städte das horizontale Gewerbe in das Gewerbe- bzw. Industriegebiet verbannen (wollen) oder lizensierte Bordelle bevorzugen? Weit weg von reinen Wohngebieten mit Kirche, Kindergarten und kleinbürgerlicher Moralansicht?
nicht immer gleich von sich auf andere schließen, es gibt da sicherlich genug Männer, die nicht auf Leihfrauen stehen Wenn ich mir vorstelle, wer da schon alles drin gewesen ist, ach nö, das wäre meiner Potenz sicherlich abträglich
Aber um zum Kern der Sache zu kommen: Wohnungsprostitution die nicht auffällt ist kein Thema, weil sie eben nicht auffällt. Nur ist dies vermutlich eine verschwindend geringe Zahl von Fällen. Der Normalfall sieht anders aus. Die Klientel der Damen mag zwar durchaus gemischt sein, aber es werden sicherlich immer auch genug dabei sein, die für Ärger sorgen, und wenn ich mir ansehe, was eine Kollegin da immer für Haus und Grund an Fällen zum Thema hat, dann wird mir ganz anders. Da gehen dann ganze bis eben noch wunderbar an problemlose Mieter vermietete Wohnblöcke in ganz kurzer Zeit vollkommen vor die Hunde. Beschädigungen sind an der Tagesordnung, übrige Mieter werden von Freiern und Zuhältern auf übelste Art und Weise verbal und teilweise auch körperlich angegangen und ziehen aus, die Polizei wird zum Dauergast und eine eben noch als Alterssicherung dienende Immobilie ist hin und das oft jahrzehnte alte Verhältnis mit lieben netten Mietern endet vor Gericht, weil diese dann keine Miete mehr zahlen und ggf. sogar noch Umzugskosten erstattet haben wollen.
Mal ganz abgesehen davon stimmt deine Einschätzung der „Damen“ auch nur zum Teil. Mit anerkanntem Beruf und Steuern zahlen, etc. ist es leider gerade im Bereich der Wohnungsprostitution oft nicht weit her. Vielmehr hat man es da eher mal mit illegalen Geschmuggelten zu tun, die so natürlich viel besser verdeckt (zumindest bis die Sache auffliegt) arbeiten können, als in offiziell betriebenen Bordellen.
Von meiner Kollegin höre ich daher immer häufiger, dass Mitmieter und Vermieter die Sache inzwischen oft sehr offensiv und erfolgreich dadurch bereinigen, indem sie sofort bei den ersten Anzeichen Polizei, Ordnungs- und Finanzamt verständigen, sich Freiern offen in den Weg stellen, Kennzeichen notieren, … und so den „Damen“ das Geschäft vermiesen. Wie gesagt, es geht hier um Fälle, in denen es schon zu Auffälligkeiten gekommen ist! Von den anderen wissen Mitmieter und Vermieter ja üblicherweise gar nichts.
Gruß vom Wiz
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Da dies ein Brett über Recht ist halte ich es wenig sinnvoll, dass eine Diskussion über Wert oder Unwert oder/und Moral hier geführt wird. Streitet Euch doch im Brett Religion übe rdie ethischen Fragen. Hier ist das Problem einzig udn allein aus rechtlicher Sicht zu bewreten.
Die Geschichte hat sich inzwischen in positiver und negativer Weise fortgesetzt:
Die Hausverwaltung hat nach einer Eigentümerversammlung den entsprechenden Mietern mit Kündigung gedroht, der Eigentümer fiel aus allen Wolken, es gab unangekündigte Kontrollen und es stellte sich heraus, daß die jungen Frauen mit polnischem Akzent, die da wohnen, völlig harmlos sind, die „Dame“ wohnte vorübergehend zur Untermiete bei jemand ganz anderem.
Unbegründete Gerüchte, Unterstellungen, Vorurteile und der Ruf ist hin.
Zur übrigen Debatte möchte ich nur anmerken, daß man kein einfaches Urteil fällen kann. Prostitution gibt es - wie alles - in jedem Niveau.