Wohnungstausch mit Langzeitarbeitslosen in Ballungszentren

Hallo,

wenn jemand aus einem ländlichen Gebiet arbeitslos wird und z. B. in München einen neuen Job findet kann er diesen oft nicht annehmen weil er keinen Wohnraum findet - vor allem weil Vermieter nicht gerne an Menschen vermieten die sich in der Probezeit befinden (was bei einem neuen Job normal ist). Wenn es sich um einen Job handelt bei dem das Entgelt nicht über den Mindestlohn hinaus geht ist die Wohnraumsuche in Ballungszentren sowieso ziemlich sinnlos.

Wäre es nicht sinnvoll, wenn es z. B. zu einem Wohnungstausch kommen würde mit einem Langzeitarbeitslosen aus München? Denkbar wäre als Alternative auch, dass der Staat Wohnraum in ländlichen Regionen zur Verfügung stellt damit Langzeitarbeitslose nicht die Wohnungen in Ballungsräumen blockieren und so bei Bedarf umziehen könnten bzw. müßten.

Was spricht dagegen?

Gruß

Desperado

Dass Du Menschen, die lange Zeit keine Arbeit gefunden haben, nicht nur das Recht auf Teilhabe absprechen möchtest, sondern sie auch noch in die Pampa deportieren möchtest.

Was wäre damit, Wohnraum in der Stadt zu schaffen?

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Während in ländlichen Regionen Leerstand herrscht… bei Dir hört es sich so an als ob Leben in ländlichen Regionen die Hölle wäre.

Das ist dann da, was Du gerne herauslesen möchtest. Was mehr über Deine, hier regelmäßig vorgetragenen Vorurteile sagt, als über meine Ablehnung Deines Vorschlags.

Hast du nicht letztens rumgeheult, dass es Enteignung wäre, wenn man die Pacht für zig Jahre alte Garagen nicht verlängert?

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Möchtest Du jetzt noch über das Wetter reden oder wollen wir lieber beim Thema bleiben? Es geht natürlich um Mietwohnungen und der Wohnungstausch ist selbstverständlich an Voraussetzungen geknüpft. Alternativ zum Tausch kann der Staat auch Wohnraum für Langzeitarbeitslose zur Verfügung stellen wenn die aktuelle Wohnung eines Langzeitarbeitslosen zu gleichen Konditionen an einen Arbeitnehmer vermietet wird.

Wir sind beim Thema. Befristete Pachten for uralte Garagen sind bei dir ‚Enteignung‘. Das einseitige Kündigen von Mietverträgen mit staatlicher Beteiligung ist dagegen kein Problem für dich. Wie geht sich das aus?

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Naja, bei den Wohnungen sind es ja nicht seine. Mit anderen (speziell schlechter gestellten) kann man ja so manches machen, es betrifft einen ja nicht selbst.

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die idee hatte pol pot damals auch. aber vorsicht: bei deportation keine brille tragen.

e.c.

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hi,

dir ist aber schon klar, dass - wenn alle damit einverstanden sind - das durchaus auch jetzt gemacht werden kann, oder?

Die Gesellschaft soll also zunächst mal für Umzugskosten einstehen, die letztlich nur anfallen, damit neue Angestellte zum Mindestlohn eingestellt werden können.
Weiter würden Vermieter gezwungen (?) Wohnungen unter Marktniveau zu vermieten. Vermutlich steht für die Differenz ebenso die Gesellschaft ein.

Was machen wir, wenn jemand einen Arbeitssuchenden einstellt, dieser umzieht, eine günstige Wohnung im Ballungsgebiet erhält und dem AG dann innerhalb der Probezeit absolut rechtskonform kündigt?

Umzugsunternehmen finden den Plan sicherlich erstmal toll.

Warum sollte ein Vermieter sich auf irgendetwas einlassen, wenn in dem Gebiet Wohnungsnot herrscht und er auch beliebig anders zu höheren Preisen vermieten könnte?

Mir scheint, als würde dein Plan sehr viele Zwänge beinhalten, von denen du keinen auch nur Ansatzweise formuliert hast.
Gerade solche Zwänge wären es aber, über die zu Diskutieren wäre.

Wie gesagt… freiwillig kann man sowas auch jetzt machen.

grüße
lipi

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Den Vorschlag sollten wir mit einem Experiment begleiten:

Du verpflichtet dich Wohnraum zu beziehen und dort mindestens sechs Monate zu bleiben, den dir die TOP3 dir Antwortenden suchen nach den Kriterien, die Du hier bisher genannt hast.

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Bist Du sicher, dass es vollkommen ausreicht, wenn man die Langzeitarbeitslosen nur aufs Land schickt? Warum nicht gleich in irgendeinen unbewohnten Landstrich in einem anderen Land? Und wenn man gerade schon dabei ist, könnte man dorthin auch die ganzen kriminellen Ausländer umsiedeln, die Dir so auf die Nerven gehen. Ruanda und El Salvador sollen ja ganz zauberhaft sein um diese Jahreszeit.

Wenn ich so darüber nachdenke, wäre so eine Vorgehensweise der erste klare Beleg dafür, dass Deutschland wirklich asozial ist.

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Könnte ich dafür

bitte noch einen Beleg haben, bitte. Danke. Und eine Spezifizierung von „oft“ wäre auch super.

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Das Ganze setzt eine Staatsform voraus, in der die Regierung und sogar bestimmte Behörden über eine extrem hohe Machtfülle verfügen und umgekehrt die Menschen über sehr wenig Rechte verfügen.
Möchtest du das? In deinen Beiträgen in den letzten Jahren klang das ganz entgegengesetzt!
Aber ich könnte mir vorstellen, dass in Nordkorea sowas so oder ähnlich durchführbar wäre.

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Für Dich scheint es also völlig in Ordnung zu sein, wenn mit Deinen Steuergeldern die hohe Miete für eine Wohnung in München bezahlt wird in der ein Langzeitarbeitsloser lebt der berufsbedingt nicht in München leben müßte. Dazu finanzieren wir mit Steuergeldern den Bau von neuen Sozialwohnungen in Ballungszentren damit Arbeitnehmer, die dort dringend gebraucht werden, dort hinziehen können. Währenddessen stehen in anderen Gegenden Wohnungen leer und werden irgendwann abgerissen.

Schon jetzt sind Bezieher von Grundsicherung verpflichtet günstigeren Wohnraum zu suchen - aber warum sollte das auf nur eine Stadt beschränkt sein?

Wirf doch mal einen Blick ins Grundgesetz - Artikel 1 ist ganz interessant. Was Du hier propagierst sind Maßnahmen, die allenfalls in einem totalitären Staat denk- und umsetzbar wären. Menschen sind für einen „normalen“ Staat nicht nur Arbeitnehmer und Steuerzahler.

Unser Grundgesetz besteht aus gutem Grund zu einem großen und letztlich auch dem wichtigsten Teil aus Regelungen, die die Bürger vor dem Staat schützen bzw. dem Staat Grenzen für den Umgang mit seinen Bürgern aufzeigen.

Du unterteilst Bürger gute, die eine Arbeitsleistung erbringen können bzw. sollen, und schlechte, die nutzlos guten Wohnraum belegen und willst diese deshalb aus ihrem sozialen Umfeld entfernen und irgendwo ablegen, wo sie den wirtschaftlichen Interessen des Staates weniger im Weg sind.

So eine Vorgehensweise wäre mit diversen Artikeln des Grundgesetzes nicht vereinbar. Artikel 1, Artikel 2, Artikel 3, Artikel 6, Artikel 11, Artikel 12 und Artikel 13 fielen mir da als erstes ein.

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Ich bin tatsächlich der Meinung, dass der Sozialstaat (siehe Art. 20 GG) Menschen, die sich in einer Notsituation befinden, unterstützt. Und ja, ich habe kein Problem damit, wenn dafür ein Teil meiner Steuergelder aufgewendet wird (Solidaritätsprinzip).

Weil auch Menschen, die deiner Meinung nach keinen „positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten“, Freunde und Familien haben und es hier gewisse Grundrechte (z.B. Art. 8 EMRK oder Art. 16 AEMR) zu beachten gibt.

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Außerdem soll der Staat bei Bremsleitungen alle Autofahrer viel besser schützen…aber Langzeitarbeitslose in Städten verlieren automatisch alle Bürgerrechte!

@Desperado, das passt alles nicht zusammen!

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Na ja @Desperado,

jedenfalls hast Du Deinen persönlichen Sozialdarwinismus mal wieder enttarnt.

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