Womit Bauwagen Blechdach nachträglich abdichten

Grüss euch werte Heimwerkerqueens und -Kings :grin:

ich habe schon einige Jahre einen ausgemusterten Bauwagen aus 1997 BJ in meinem Garten stehen. Gestern habe ich entdeckt, dass das die Nieten, die das gewölbte Belchdach halten, wohl nicht mehr gänzlich dicht halten und es in der Vergangenheit Regenwasser an versch. Stellen eingetreten sein muss.

Nun überlege ich nach einiger Recherche und telefonieren mit der Herstellerfirma, was ich da am besten mache. Das Dach abnehmen und neu, das überschreitet meine Möglichkeiten, Fähigkeiten und überhaupt.

Sikaflex 521 UV wurde mir ans Herz gelegt. Das ist auch möglich was die Nieten betrifft. da sie ja entlang der Längsseiten verlaufen. Aber das Dach besteht aus 3 Blechplatten und ich möchte auch die Verbindungen gleich auch der Länge nach abdichten, da es auch da zumindest geringfügig durchsuppt bei Starkregen.
Das aber geht nicht so einfach, denn man kann nicht auf das gewölbte Blechdach steigen, es überhaupt nicht betreten.
Darum war mein Gedanke, ein entsprechendes Klebeband zu finden und mit Hilfe von einigen Tricks die Klebeflächen an den von Hand nicht erreichbaren Flächen
aufzukleben. Das Sikaflex kann man dort wegen der Umstände nicht auftragen.
Mir wurde ENDM-Band aus der Dachdeckerrei empfohlen. Aber ich vermute mal, das heisst irgendwie anders…? - Ich bin nicht fündig geworden.

  1. Wer weiss wie das Band richtig heisst?
  2. Hat jemand noch andere Emfpehlungen und wenn ja, warum? - Also warum eignet sich … ?
  3. Noch weitere Anregungen?

Ich habe schon vieles gelesen, was man da kaufen kann… aber das ist die Krux.
was ist das beste, richtige, haltbarste - Sonne, Regen, Schnee, Eis… praktisch
Tot und Teufel :thinking:, was da noch alles so kommt.

Für Tips und Tricks recht dankbar bin und allen einen tollen Tag wünsche

Beste Grüsse

Nordische

Hallo!

Da gäbe es sehr viele Möglichkeiten.
Ein „Klebestreifen“ an sich ist schon richtig.
Ich würde ein bituminöses Aludichtband empfehlen. Es klebt sehr gut und dichtet einwandfrei, Oberseite ist silbernes Alu, sollte also auch optisch unauffällig.
So etwas bekommst Du in jedem Baumarkt unter dem Begriff „Reparaturband“ oder falls ein Dachdeckerbetrieb am Ort ist,frage den, auch da kann man Material kaufen und bekäme gleich noch einen Rat dazu.

Das Blech ist nicht betretbar, weil zu dünn ? Es sollte doch unterseitig ein Stützgerippe auf Metall oder Holzrippen haben ?
Wie auch immer, man kann das betreten wenn man die Auflagefläche verteilt, also Bretter oder Holzplatten auflegen,dann kann man darauf z.B. knien um das Band anzubringen.

Ist es großflächig schadhaft, nicht nur Nietreihen wo die Bleche überlappen, dann böte sich eine Komplettdeckung mit Dachbahnen an (Schweißbahn genannt)

Übrigens, das Band soll wohl EPDM (das ist ein Materialkürzel und kein spezielles Dichtband)

MfG
duck313

Grüss dich Duck313,
du kennst dich ja breitgefächert aus wie ich feststelle, super!!!
Wahrscheinlich bist du ein Profi auf allen Ebenen. Egal wie, danke sehr für deine
Informationen und Ratschläge. (Und jedem anderen danke ich freilich ebenfalls.)

Also das Dach ist ja so ein ziemlich stark gewölbtes Dach und da ich eine Beule oben hab, in der sich das Regenwasser sammelt und ich diese Stelle auch noch zusätzlich mit Hammerit behandeln muss (da regnet es aber noch nicht durch/rein), bin ich davon ausgegangen, bereten ist nicht so gut - und wegen der grossen Wölbung kann man da ja auch nicht einfach ein Brett drauflegen um das Gewicht zu verteilen. Darunter ist ein Holzgerüst, wie du schon vermutet hast.
Innen is es an die 3 Meter hoch mittig.

Von dem Aludichtband habe ich schon mehrfach gelesen, dem „Braten“ aber nicht getraut ohne Absicherung. Dachdecker hab ich in der Nähe und auch geplant, die zu befragen… Nachdem ich schonmal bissi mehr weiss.
Das mit der Schweissbahn hab ich auch schon gesehen und mich gefragt, was wäre wenn… danke also für den Tip. Kann ja noch kommen, hoffe natürlich, die geplanten Massnahmen sind ausreihend.

Ach, da hast du mir wieder sehr geholfen, ich danke dir. so komme ich viel schneller zu einer Entscheidung, die sich richtig anfühlt. - Ich bin also auf dem richtigen Wege gewesen bislang, das gefällt mir natürlich. Anders wäre es auch in Ordnung, aber so ists schöner.

Vielen Dank und einen tollen Tag noch!

Nordische

zwei vertiefende Fragen:

  • würdest Du Dich als handwerklich begabt einschätzen oder eher zwei linke Daumen?

  • wo liegt preislich Deine Schmerzgrenze?

VG,
max

Hallo maxwww,

also eher begabt, aber meine Gesundheit setzt mir seit 2 Jahren arge Grenzen,
deshalb fällt so manches flach, was ich von der Sache her könnte, mir zutrauen
würde an sich.
Die finanz. Schmerzgrenze ist eher niedrig, zumal ich gerade ein kleines Vermögen in eine neue Terasse mit Dach etc, investieren musste, da ich nicht so viel Eigen-leistung erbringen konnte, wegen eben div Einschränkungen. Und leider geht das was geht, sehr viel langsamer - und der Herbst kommt auf leisen Sohlen.

Ich kann also nicht alles zerlegen und wieder neu …aus div. Gründen.

Aber ich sinniere gerade, ob so eine Schweissbahn nicht einfacher wäre als die vorhandenen 3 probleme mit dem Dach mit 3 versch. Varianten zu lösen.
Übrigens wahrscheinlich sogar günstiger. 100 - 120 Euro wenn man so eine Markenschweissbahn nähme, selbstklebend.

Aber nur zu, schlag mir gerne was vor, mehr als das es nicht möglich ist, kann ja nicht geschehen :wink:

Viele Grüsse
Nordische

Nachfrage zum Thema Schweissbahn - wenn ich den losen Rost in der Beule auf dem Dach entferne, könnte ich darauf dann direkt (natürlich über das gesamte Dach dann) diese Schweissbahn verlegen? Oder müsste ich das Dach zumindest an der Stelle vorbehandeln - mal vom reinigen an sich so oder so abgesehen.

Fragende Grüsse

Nordische

Hallo,

das mit der Schweissbahn klingt gut, bei den Roststellen aufpassen das das unter der Bahn dann nicht weiter arbeitet.

Würde da evtl. eine Behandlung mit einem Hammerite-Produkt helfen? Soweit ich mich erinnere, funktionierte das irgendwie so, dass Rost „umgewandelt“ wurde??

Man müsste das allerdings sorgfältig behandeln:

Warum rostet der Zaun nach kurzer Zeit schon wieder?

Voraussetzung für einen sicheren Korrosionsschutz ist eine Trockenschichtstärke von mindestens 100 μm. Diese Schichtdicke wird beim Auftrag mit Pinsel oder Roller nach 2 – 3 Aufträgen und beim Sprühen nach 3 – 5 Aufträgen erreicht. Beim Unterschreiten dieser Schichtstärke ist der Rostschutz nicht langfristig gegeben. Punktförmiger Rost kann dadurch entstehen, dass der Schleifstaub nicht sorgfältig entfernt wurde.