Worauf beim Cropping achten? 16 Pixel-Regel

Worauf muss ich achten, wenn ich das (Inputbild) Croppen will?
Wenn ich croppe, muss ich dann links, oben, rechts bzw. unten immer genau ein vielfaches von 16 croppen?

Oder reicht es, wenn die Summe vom ausgeschnittenen Rand links und rechts bzw. oben und unten ein vielfaches von 16 ergibt?
Ist folgende Einstellung erlaubt?:
oben: 3
unten: 13
links: 6
rechts: 10

Oder ist es überhaupt völlig egal wieviel ich vertikal und horizontal wegschneide, weil doch die Outputauflösung und Seitenverhältnis sowieso anders ist?

Oder reicht einfach die Regel: "Die Inputvertikale und Inputhorizontale muss durch 16 (ohne Rest und Komma) teilbar sein.

PS:
Ist es schlimm, wenn das Output-Seitenverhältnis vom Input-Seitenverhältnis abweicht?

Ich habe mal einen Film ohne Croppen codiert und einmal habe ich an allen Seiten den Schwarzen Rand restlos entfernt.
Man sieht wirklich einen Unterschied. Beim 1. sehen die Randpixel total hässlich auch und ich denke, dass dadurch auch viele Bytes verschwendet werden.

Danke für Antworten!

MfG Peter

Hi Peter,

kniffelige Frage . . .
Sagen wir mal: kommt ganz drauf an :wink:

Im Prinizp kannst du croppen wie du willst. Strenggenommen sollte nur die Breite des Endproduktes durch 16 teilbar sein, weil sonst recht viele Player rumzicken.

Ich persönlich hab immer darauf geachtet, das Breite ein vielfaches von 32 und Höhe ein vielfaches von 16 sind. Damit hab ich nie Probleme mit irgendeinem Player gehabt.

Wohlgemerkt: Das gilt nur für das, was hinten rauskommt! Wenn du insgesammt 32 Pixel links und rechts schneiden willst, ist es zunächst mal herzhaft egal, ob du an beiden Seiten je 16 Pixel wegnimmst oder links 9 und rechts 23 - Hauptsache, es kommt was durch 16 teilbares hinten raus.

Und jetzt das aber: wirklich gut funktioniert das nach meinen Erfahrungen nur bei gutem Ausgangsmaterial. Wenn das Videomaterial schon blockig ist, dann legst du bei der Neukodierung die neuen Makroblöcke beim krummen croppen über die Grenze zweier alter Makroblöcke - und dann schaukeln sich die Artefakte sehr schnell auf. Das bekommt man nur mit massivem Einsatz diverser Filter wieder einigermaßen hin, was eine knibbelige Sache bei den Parametern ist und natürlich die Recodierungszeit drastisch in die Höhe schraubt.

Aber bei gutem Material ist das absolut problemlos.

lg, mabuse

Hallo,

Und jetzt das aber: wirklich gut funktioniert das nach meinen
Erfahrungen nur bei gutem Ausgangsmaterial. Wenn das
Videomaterial schon blockig ist, dann legst du bei der
Neukodierung die neuen Makroblöcke beim krummen croppen über
die Grenze zweier alter Makroblöcke - und dann schaukeln sich
die Artefakte sehr schnell auf.

das wäre so, wenn das Ausgangsmaterial schon MPG-kodiert wäre. Sowas croppt man aber am besten gar nicht, oder höchstens blockweise. Falls der Input aber unkomprimiert ist oder z.B. DV-AVI, dann ist es egal.
Wenn man den Film dann nach dem Croppen MPG-kodieren möchte (für ne DVD z.B.), dann sollte man natürlich darauf achten, dass hinterher die Pixelzahlen für Länge und Breite durch 16 teilbar sind.

Olaf

Danke
Danke für eure Antworten.

Und jetzt das aber: wirklich gut funktioniert das nach meinen
Erfahrungen nur bei gutem Ausgangsmaterial.

Naja ist ein 4,7 GB DVDRip gut?

Wenn das
Videomaterial schon blockig ist, dann legst du bei der
Neukodierung die neuen Makroblöcke beim krummen croppen über
die Grenze zweier alter Makroblöcke - und dann schaukeln sich
die Artefakte sehr schnell auf.

Wie groß sind die Markoblöcke? 16x16 Pixel?
Dann muss ich ja auch nur darauf achten, dass ich an jeder Kante immer ein vielfaches von 16 wegschneide.

Aber ist dieses Problem bei einem DVDRip nicht vernachlässigbar? Spätestens bei HDTV/BlueRay Rip sollte es doch egal sein oder?

MfG Peter

Danke für eure Antworten.
Naja ist ein 4,7 GB DVDRip gut?

Normal ja. Natürlich gibt’s auch hier Unterschiede (Blade 2 - die Szene, in der Wesley Snipes die UV-Bombe zündet. Schau dir die mal im Einzelbildbetrieb an. Sieht aus wie ne Reklame für Würfelproduzenten )

Aber ja, was besseres wird man als normaler Mensch nur von einer DV-Kamera runterbekommen.

Wie groß sind die Markoblöcke? 16x16 Pixel?

Vor einigen Monaten hätte ich darauf noch mit einem entschiedenen Ja geantwortet. Mittlerweile musste ich mich belehren lassen, das bei MPEG2 auch andere Größen zulässig wären - nur halt aus Tradition eher selten benutzt werden (und ich kenn ehrlich gesagt auch keinen Encoder, der diesbezügliche Einstellungen anbieten würde).

Dann muss ich ja auch nur darauf achten, dass ich an jeder
Kante immer ein vielfaches von 16 wegschneide.

Wäre richtig.

Aber ist dieses Problem bei einem DVDRip nicht vernachlässigbar?

Ist es - und da spreche ich jetzt aus Erfahrung. Bei meinen „Extrem-Rips“ (Fensehserien) hole ich die horizontale Auflösung immer von 720 auf 704 Pixel runter. Ist immer noch DVD-konform, spart etwas Bitrate und schnibbelt vor allem die überflüssigen Ränder weg.
Bedeutet: ich schneide links und rechts jeweils genau 8 Pixel, also mitten durch die üblicherweise verwendeten Makroblöcke.

Dennoch bekomme ich erstklassige Ergebnisse, obwohl ich bis zu vier Stunden auf einen Single-Layer-Rohling knüppele. Allerdings benuzte ich bei der Recodierung auch Vier-Pass-VBR, was die meisten anderen als hoffnungslos übertrieben bezeichnen würden.

Spätestens bei HDTV/BlueRay Rip sollte es doch egal sein oder?

Da muss ich jetzt passen. Mangels geeignetem Abspielgerätes, interessanter Kopiervorlagen (hüstel) und bezahlbarer Rohlinge hab ich mich damit noch nicht beschäftigt. Ich kann aber keinen Grund sehen, warum es dort anders als auf der DVD sein sollte.

lg, mabuse

Danke für die ausführliche Antwort!

Allerdings benuzte ich bei der Recodierung auch Vier-Pass-VBR,
was die meisten anderen als hoffnungslos übertrieben
bezeichnen würden.

Würde ich auch ^^
Ich habe mal gehört, dass Mehr-Pass Encoding nur sinnvoll ist, wenn man eine bestimmte Zielgröße genau erreichen will.

Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass durch mehrere Pässe die Bitrate auch besser/ intelligenter verteilt wird.
Was meinst du dazu? Lohnt es sich, deswegen 2-Pass zu nehmen, obwohl ich keine bestimmte Größe erreichen will?

Da muss ich jetzt passen. Mangels geeignetem Abspielgerätes,
interessanter Kopiervorlagen (hüstel) und bezahlbarer Rohlinge
hab ich mich damit noch nicht beschäftigt. Ich kann aber
keinen Grund sehen, warum es dort anders als auf der DVD sein
sollte.

Vorteil ist: Viel höhere Auflösung und dadurch kann man viel genauer Wegschneiden. 16 Pixel sind im Verhältnis zum ganzen sehr wenig.

MfG Peter

Hallo,

Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass durch mehrere Pässe
die Bitrate auch besser/ intelligenter verteilt wird.

genauso ist es.
Du kannst aber auch beim 1-Pass-Encoding eine bestimmte Größe vorher festlegen. Allerdings ist damit die Bitrate genau bestimmt, weil ja die Länge des Filmes feststeht. Du kannst das auch selbst ausrechnen, bzw. es gibt im Netz auch Bitraten-Rechner.
Beim 2-Pass-Encoding gibst Du eine minimale und eine maximale Bitrate an, und je nach Szene verteilt der Encoder dann die Bitraten. Dafür muss er den gesamten Film eben vorher mal „sehen“, deshalb die 2 Durchläufe.

Was meinst du dazu? Lohnt es sich, deswegen 2-Pass zu nehmen,
obwohl ich keine bestimmte Größe erreichen will?

Wenn die Größe egal ist, gibt es ja keinen Grund, dann kannst Du auch alles mit 8000 kb/s codieren lassen.

Olaf

Beim 2-Pass-Encoding gibst Du eine minimale und eine maximale
Bitrate an, und je nach Szene verteilt der Encoder dann die
Bitraten. Dafür muss er den gesamten Film eben vorher mal
„sehen“, deshalb die 2 Durchläufe.

Aber auch beim 1-Pass gibt es variable Bitrate. Nur da wird die Zielgröße nicht so genau erreicht ± 10%.

Was meinst du dazu? Lohnt es sich, deswegen 2-Pass zu nehmen,
obwohl ich keine bestimmte Größe erreichen will?

Wenn die Größe egal ist, gibt es ja keinen Grund, dann kannst
Du auch alles mit 8000 kb/s codieren lassen.

So egal ist mir das denn doch nicht :smile: Mir ist nur die 700 MB bzw. 1400 MB Grenze schnuppe, da ich die Filme sowieso nicht auf DVD oder CD brenne. Ich strebe immer so Größen von 800 bis 1100 MB an. Je nach Ausgangsmaterial und einer 2. Tonspur variert das.

MfG Peter

Was meinst du dazu? Lohnt es sich, deswegen 2-Pass zu nehmen,
obwohl ich keine bestimmte Größe erreichen will?

Kommt drauf an, inwieweit du die Grenzen ausloten willst.

Wenn ich Serien zusammen stelle, dann geh ich teilweise bis auf 2000 kbps für’s Video herunter. In Extremfällen kann man dann den Unterschied zwischen 2-Pass und 3-Pass erkennen (nicht im laufenden Video, aber wenn man sich einzelne Bilder ansieht).
Und bei der einen oder anderen Sequenz bilde ich mir ein, auch noch einen kleinen Unterschied zwischen 3- und 4-Pass zu erkennen.

Anyway, da ich davon ausgehe, das Serien wie Stargate und Ally McBeal wahrscheinlich nie als HD-Version erscheinen werden, da die Original-Aufnahmen, die ja von vorneherein für’s Fernsehn gemacht wurden, die höhere Auflösung wahrscheinlich gar nicht hergeben, vertrete ich den Standpunkt, mach es so gut wie irgend möglich - einmal ordentlich hält für den Rest des Lebens, über Pfusch ärgert man sich früher oder später nur.

Mal ganz davon abgesehen: Egal, wieviele Passes, es sind immer Rechenzeiten im Stunden-Bereich. Da sitzt ich eh nicht vor, das lass ich über Nacht laufen. Und dann isses auch wieder egal, ob er nun 2 Stunden, vier Stunden oder halt 8 Stunden für 4 Passes braucht.

Schönes Wochenende wünsch ich euch!
mabuse