Hallo,
Migrationen - besonders in diesem Umfang - sind immer mit unangenehmen Überraschungen verbunden. Erfahrungsgemäß sind diese meist nicht schnell mit ein paar Mouse-Clicks zu erledigen. Es wäre zunächst erforderlich, das Problem genauer einzugrenzen, da es durchaus verschiedene Ursachen haben kann.
Druckertreiber
An sich hat die Office-Umstellung ja keine direkten Auswirkungen auf die Druckertreiber. Aber: auch wenn keine neuen Drucker zum Einsatz gekommen sind, so wurde ja auch auf eine neue Windows-Version umgestellt, die ihrerseits andere Treiber mit bringt. Um diese Ursache auszuschließen, müsste geprüft werden, ob die Formatierungsunterschiede bereits bei der „normalen“ Bildschirmdarstellung eines Dokumentes auftreten, oder erst in der Seitenansicht und beim Druck. Word greift nämlich erst bei der Anzeige der Seitenansicht bzw. beim Druck auf den jeweiligen Druckertreiber zu. Falls also die Unterschiede in der „normalen“ Bearbeitungsansicht nicht auftreten, sollte versucht werden, einen alter Druckertreiber einzuspielen.
Schriftarten
Falls es das nicht war, sollte weiter geprüft werden, ob die Unterschiede bei allen Schriftarten auftreten, oder nur bei bestimmten. Sind es nur bestimmte, so müsste man versuchen, die alten wieder „einzuspielen“ bzw. auf andere Schriftarten ausweichen. Für eine „Massenkonvertierung“ könnte man eine VBA-Routine schreiben, die im Zyklus Dokumente öffnet, die gewünschten Schriftarten ersetzt und abspeichert.
Vorlagen
In jedem Falle ist das Vorlagen-System zu prüfen. Tödlich ist es nämlich, wenn bestehende Vorlagen aus Word97 nach WordXP übernommen werden. Es ist nämlich so, dass Word zwar die unterschiedlichsten Dokumentformate kennt und durchaus unterscheidet, aber immer nur ein Vorlagenformat. Eine aus Word97 übernommene Vorlage verbleibt demnach im alten Format, was aber das neue Word eigentlich nicht wissen kann. Dabei passieren die merkwürdigsten Effekte. Alle Vorlagen müssen daher in der neuen Version neu angelegt werden und vorhandene Textpassagen, Objekte, Grafiken, Styles, Autotext, Formatierungen… hineinkopiert werden.
Normal.dot
Eine ganz entscheidene Rolle kommt dabei dem Standard-Template „Normal.dot“ zu, auf dem alle Dokumente beruhen. Alle Einstellungen darin (Seiteneinrichtung, Standardschrift, Styles…) müssen manuell mit den alten Einstellungen der Normal.dot aus Word97 abgeglichen werden. Da es eine sehr raffinierte Hierarchie der Formatierungseinstellungen im Word gibt, kann es sich dennoch als erforderlich herausstellen, dass die alten Dokumente komplett konvertiert werden müssen. Denkbar dafür ist ein Programm, welches alte Dokumente im Zyklus öffnet, jeweils ein neues Dokument anlegt und alle Elemente aus dem alten in das neue Dokumente übernimmt und speichert.
MfG I. Kawgan