Word2000 Formeleditor & Abspeichern <- Bekrücku

Hallo Community,

ich hab den Fehler zwar grad gefunden, weiss aber noch nicht wie ich ihn behebe. Deshalb schildere ich ganz einfach mal die Situation hier kurz:

Also, geht um Word2000.
Im Text stehen mehrere Formeln.
Aber genau eine (bis jetzt) sorgt dafür, dass ich nicht abspeichern kann. Egal in welches Dokument ich sie einfüge, sie sorgt dafür, das sich dieses nicht speichern lässt.
Verwirrt wird man mit der Fehlermeldung:
Datenträger voll oder zu viele geöffnete Dateien (350 MB frei, eine geöffnete Datei)

Da noch einige Formeln hinzukommen werden, ist das Einfügen der Formeln als Bitmap eine fast nicht mehr akzeptable Lösung.
Weiss jemand von euch, welchen der 20 toll animierten Office-Assistenten ich fragen muss, unter welchem Menüpunkt dieser Bug abzuschalten geht.

Wäre es vieleicht möglich ein Makro zu programmieren, welchen nach dem Öffnen der Datei die Formel an der gewünschten Position eintippt ? Zum Speichern braucht man diese Formel dann nur zu entfernen.

Danke für Tips!
ciao, Christian

PS: Es ist schon ziemlich faszinierend, wie weit einem das Herz in die Hose rutscht, wenn beim Versuch zu speichern erst die Datei auf der Diskette, dann die auf der Platte gelöscht wird. Durch die wahnsinnig originelle Fehlermeldung dacht ich die Datei ist nun zu groß geworden, hab also nochmal auf die Platte versucht. Dateigröße danach jeweils 0 Byte. Hatte auch fast nicht lange gedauert, bis ich rausgekricht hab, dass ohne diese eine Formel das Speichern klappt. Ich liebe MS-Adventures.
Dagegen war Larry so simpel wie mitm Finger in der Nase bohren.

Nachtrag
Ich hab mich grad gefragt, wie die falsche Fehlermeldung wohl zustandekommt. Wahrscheinlich geht Microsoft davon aus, das nur zwei Fehler beim Abschpeichern auftreten können. Entweder ist die Platte zu voll, oder es sind zu viele Dateien geöffnet. Diese Fehler kann der Anwender sehr wohl selbst unterscheiden. Deshalb:

if(Document->Save(Filename)==-1)
MessageBox(„Platte voll oder zu viele geöffnete Dateien“,„Huch“,MB_Abort);

Man spart sich die Fehlerbehandlung, um das Officepaket nicht unnötig aufzublähen…
Der Anwender müsste ja sonst auf die tollen Goodies verzichten!

Ich glaube der Glückspilz des Jahres 2000 ist wohl Bill Gates. Hätte er Teile des Windows-Quellcode offenlegen müssen wäre das wohl die Oberpeinlichkeit in der Softwareentwicklung gewesen.

ciao, Christian

Hi Christian,

das ist mir auch schon häufiger passiert. Meine Lösung bisher war nur immer abwechselnd „Rückgängig“ (Undo) und „Speichern“ anzuklicken, bis das Speichern funktioniert und hinterher die Formel neu einzugeben. Das Problem ist mir auch schon bei anderen „Embedded Objects“ untergekommen. Ich wäre froh, wenn ich die Ursache wüßte um Sie zu umgehen.

MfG

Uwe Probst

Der Tip ist gut!
Der Tip ist gut. Es lässt sich sozusagen ein Algorithmus formulieren:

  1. solange Undo klicken bis Speichern klappt.
  2. einmal Redo klicken -> merken welche Aktion er grad gemacht hat.
  3. solange Redo klicken, bis wieder alles cool ist.
    (Speichern sollte nun nicht gehen)
  4. gemerkte Aktion Rückgängig machen
  5. Speichern - bei Fehler gehe zu 1.

Manchmal ist mir MS-Adventure zu schwer, dann wünscht ich, es gäbe eine Komplettlösung oder einen God-Mode (idkfa? misst, klappt nicht).

Hallo Christian

Nein, ganz so ist es nicht. Diese Fehlermeldung wird ausgegeben, wenn sich die Auslagerungsdatei aus irgend einem Grund nicht mehr ausdehnen kann.

Wobei ich zugegeben muss, dass die Meldung eher verwirrt als dass sie hilft. Die Zusammenhänge können wohl nur von technisch Intressierten durchblickt werden.

Der physische Speicher (also RAM) überläuft eigentlich nie, kann nich überlaufen, weil auch Windows das virtuelle Speicherkonzept anwendet.

Dieses Speicherkonzept sagt im wesentlichen drei Punkte aus.

  1. Jede Task kann den ganzen Speicher benutzen

  2. Der Arbeitsspeicher ist nicht begrenzt durch die Grösse des vorhandenen physischen Speichers, sondern durch die Grösse, welche die Auslagerungsdatei auf der Festpöatte einnehmen kann.

  3. Daten, welche im Arbeitsspeicher keinen Platz mehr finden, werden in die Auslagerungsdatei ausgelagert.

Somit ist der Hinweis, mann soll unnütige Anwendungen schliessen (damit sollte die Auslagerungsdatei kleiner werden) zu mindest nicht falsch. Es hilft aber in sehr vielen Situationen nichts. Wshalb nützt es meistens nichts? Ganz einfach deshalb, weil ein Gefrässiger nich zu stoppen ist. Ist mehr vorhanden, frisst er das halt auch noch. Und Windows ist zu doof um dieses unvernünftige Verhalten zu stoppen/steuern/regulieren.

Das Konzept des virtuellen Speichers wird übrigens bei IBM seit 35 Jahren eingesetzt und arbeitet bei Betriebssystemen für Grosssysteme ausgezeichnet (was man von Windows nicht behaupten kann).

Um konkret zu Ihrem Problem Stellung zu nehmen:

Eine Ursache bei Formel-Objekten (und übrigens auch bei Organigramme) ist bekannt. In diesem Zusammenhang tritt eine Verknappung des Speichers dann auf, wenn sich im Windows-Schrfiten-Ordner viele Schriften tummeln.

Als Fausregel gilt:

  • 150 Schriften ist ideal
  • 450 Schriften ist noch gesund
  • ab 650 Schriften wird es kritisch
  • ab rund 1012 Schriften geht gar nichts mehr.

Gruss
S. Widmer