sollte man nicht eigentlich in Deutschland den Film „World Trade Centre“ boykottieren, da er letztlich doch nicht viel mehr als emotional verpackte politische Propaganda ist, in der ein Krieg (bei dem wir uns glücklicherweise rausgehalten haben) aus falschen Motiven gerechtfertigt werden soll?
Die Vorschau sah ätzend patriotisch aus, und die Kritiken selbst in den USA sind gespalten und durchaus selbstkritisch. Ist es ausserdem gerechtfertigt, dass noch jemand versucht, mit dieser Katastrophe einen kommerziellen Gewinn zu erwirtschaften?
Tille71
sollte man nicht eigentlich in Deutschland den Film „World Trade
Centre“ boykottieren, da er letztlich doch nicht viel mehr als
emotional verpackte politische Propaganda ist, in der ein Krieg
(bei dem wir uns glücklicherweise rausgehalten haben) aus falschen
Motiven gerechtfertigt werden soll?
Also dann hätten wir ja alle auch „Soldat James Ryan“, „Das
Boot“, „Schindlers Liste“ etc. boykottieren sollen oder?
Ich kann mich irren, aber spielen die nicht alle in einem
Krieg, aus dem wir uns NICHT rausgehalten haben?
„Nicht rausgehalten haben“ hört sich in dem Zusammenhang ja auch heiß an! Wir haben ihn ANGEFANGEN!!!
Bezieht „World Trade Center“ überhaupt Stellung zum Krieg gegen den Terror oder geht es hier nur um die Anschläge?
Wieso boykottieren wir nicht einfach alle Filme und sorgen dafür, daß das Geld der 3. Welt u.ä. zugute kommt?
Bezieht „World Trade Center“ überhaupt Stellung zum Krieg
gegen den Terror oder geht es hier nur um die Anschläge?
Das meine ich ja: es gibt direkte Anspielungen und Aussagen in dem Film, die versuchen den immer noch nicht beendeten Krieg zu rechtfertigen, oder geradezu erforderlich zu machen - obwohl bis heute stark gezweifelt werden muss was die tatsaechlichen Motive sind und waren.
Der Film spielt der Regierung, die dies vor fuenf Jahren angezettelt hat direkt in die Haende - ein entscheidender Unterschied zu Filmen z.B. ueber den zweiten Weltkrieg. Deswegen: problematische Propaganda. Klar sind alle amerikanischen Kriegsfilme sehr selbstzentriert und vermitteln wohl immer, dass die Amerikaner quasi im Alleingang den zweiten Weltkrieg gewonnen haben, doch diese Art von Propaganda ist wohl eher noch tolerabel, da schon historisch.
Wer hier im Forum hat denn vor „World Trade Centre“ anzuschauen und was versprecht Ihr Euch davon? Es waere sicherlich gut, dann auch Kritiken zu lesen.
Tille71
Wer hier im Forum hat denn vor „World Trade Centre“
anzuschauen und was versprecht Ihr Euch davon? Es waere
sicherlich gut, dann auch Kritiken zu lesen.
Warum siehst Du Dir den Film nicht erst an, bevor Du ein Urteil abgibst?
Aus Ausschnitten alleine kann man einen ganzen Film wohl kaum beurteilen.
Und nein, ich habe nicht vor mir den Film anzusehen, hat aber nix mit dem Film ansich zu tun, sondern damit, daß mir Kino einfach zu teuer ist und die Filme ohnehin immer schneller auf DVD ins Fernsehen kommen.
sollte man nicht eigentlich in Deutschland den Film „World
Trade Centre“ boykottieren,
man sollte vieles boykottieren, was aus amerika kommt. nicht nur in deutschland
Die Vorschau sah ätzend patriotisch aus,
wie üblich bei amerikanischen katastrophenfilmen oder endzeitszenarien („wir sind amerikaner, und wir können alles und wir sind das beste volk und unser präsident managt alles ganz allein weil er so super ist blablabla“).
Ist es ausserdem gerechtfertigt, dass noch jemand versucht,
mit dieser Katastrophe einen kommerziellen Gewinn zu
erwirtschaften?
ach gott… auf die paar euro kommt’s doch auch nimmer an.
Ja dann würde ich doch mal sagen fangt IHR doch schonmal an alles was aus Amerika kommt oder an dem amerikanische Unternehmen beteidigt sind zu boykotieren, ich gebe euch dann aber den guten Rat, zieht aufs Land, macht altertümlichen Ackerbau und sucht euch alte Hunde die Ihr zu Seife kochen könnt, denn mitlerweile fällt mir kein Unternehmen in Deutschland ein das nicht irgendwie mit der USA verbunden ist, angefangen beim Reiskorn, über jegliches Putz/Körperepflegemittel bis hin zur Medizin. Also viel Spaß beim boykott, ach ja lasst euch die kleinen runzeligen Kartoffeln schmecken, denn ne ne nicht düngen, kommt aus den USA der Dünger, oder gehört zu Procter…
wir könnten auch öl aus dem iran boykotieren
weil von dort auch viel proaganda kommt, nur
dann müßten wir ja alle mit dem fahrrad fahren
und zwar ohne reifen, denn die sind auch aus öl
gruß
ad
Ich boykottiere doch den Film nicht, nur weil er aus Amerika kommt.
Im Gegenteil, ich verstehe nicht so recht, warum nur aufgrund dessen einen Film ablehnt.
ich bin erstaunt darüber, wie sehr wir hier vom Thema abweichen.
Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen Amerika, so dass man alles ablehnen müßte was von dort kommt.
Es geht im Originalposting darum daß ein scheinbar oder angeblich unterhaltender spezifischer Kinofilm recht offensichtlich für politische Zwecke benutzt und mißbraucht wird - was allerdings in der Vorschau oder in der Beschreibung des Films nicht unbedingt klar wird (da wird suggeriert es gehe nur um das bewegende Schicksal zweier Helden, fast „Leute wie Du und ich“).
Wenn also viele Leute hineingehen um den Film zu sehen wird dennoch der momentanen amerikanischen Regierung sozusagen Recht gegeben, daß alles so nun richtig war was sie getan haben seit dem Ereignis. Und das ist wohl ganz offensichtlich nicht so.
Da ich offensichtlich im Ausland lebe muß ich nochmal sagen, daß das Faktum, daß Deutschland sich militärisch aus dem Geschehen rausgehalten hat eine wichtige Aussage war, die manchme Deutschen vielleicht in der Tragweite gar nicht ganz bewußt geworden ist. Die Engländer zum Beispiel bereuen es mittlerweile ganz mächtig, einfach mit auf den (Kreuz-) Zug der USA gesprungen zu sein.
Tille71
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ich bin erstaunt darüber, wie sehr wir hier vom Thema abweichen.
Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen Amerika, so dass man alles ablehnen müßte was von dort kommt.
Es geht im Originalposting darum daß ein scheinbar oder angeblich unterhaltender spezifischer Kinofilm über ein spezifisches Ereignis recht offensichtlich für politische Zwecke benutzt und mißbraucht wird - was allerdings in der Vorschau oder in der Beschreibung des Films nicht unbedingt klar wird (da wird suggeriert es gehe nur um das bewegende Schicksal zweier Helden, fast „Leute wie Du und ich“).
Wenn also viele Leute hineingehen um den Film zu sehen wird dennoch der momentanen amerikanischen Regierung sozusagen Recht gegeben, daß alles so nun richtig war was sie getan haben seit dem Ereignis. Und das ist wohl ganz offensichtlich nicht so. Ich bin überzeugt, daß man den Film entweder ohne eine ausgesprochene politische Aussage hätte machen können (dennoch würde da durch die Bilder allein suggeriert daß ein völlig unschuldiges Volk angegriffen wurde und unschuldige Opfer heldenhaft starben), oder zumindest ein bißchen Reflektion mit hätte reinbringen können, z.B. „könnte es auch sein, daß es Gründe für andere Nationen gibt uns zu hassen“ usw. Das beste wäre wohl gewesen, einfach noch 10 Jahre zu warten, bevor man einen solchen Film macht, da eine wirkliche Analyse erst im Rückblick und nach Bush möglich sein wird.
Da ich offensichtlich im Ausland lebe muß ich wohl auch nochmal sagen, daß das Faktum, daß Deutschland sich militärisch aus dem Geschehen rausgehalten hat eine wichtige Aussage war, die manchme Deutschen vielleicht in der Tragweite gar nicht ganz bewußt geworden ist. Die Engländer zum Beispiel bereuen es mittlerweile ganz mächtig, einfach mit auf den (Kreuz-) Zug der USA gesprungen zu sein.
Tille71
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Es geht im Originalposting darum daß ein scheinbar oder
angeblich unterhaltender spezifischer Kinofilm recht
offensichtlich für politische Zwecke benutzt und mißbraucht
wird - was allerdings in der Vorschau oder in der Beschreibung
des Films nicht unbedingt klar wird (da wird suggeriert es
gehe nur um das bewegende Schicksal zweier Helden, fast „Leute
wie Du und ich“).
Hm, also ich weiß ja nicht, welche Ankündigungen Du über diesen Film gesehen habe, aber ich hatte aufgrund der Ankündigungen nicht den Eindruck, daß es ein Film ist, der nur von 2 Helden handelt, sondern daß es sich durchaus auch um „Propaganda“ handelt.