Hallo,
vielleicht hat jemand von Euch eine Idee:
Ich suche ein Wort für „eine Person im Publikum“.
Dachte zuerst an „Zuhörer“ oder „Zuschauer“, aber das würde die Informationsaufnahme ja auf Hören oder Sehen begrenzen. Manchmal macht man ja durchaus beides
Ist man beim Theaterstück nur „Zuschauer“? Oder bei einem Vortrag nur „Zuhörer“ (und sieht den Referenten nicht)? Und bei einer Präsentation?
Dann dachte ich an „Teilnehmer“ - aber das impliziert eine aktive Rolle. Ein „Teilnehmer“ eines Seminares ginge noch, bei einem Vortrag sieht das schon anders aus - und ein „Teilnehmer eines Theaterstücks“ sitzt sicher nicht im Publikum.
Zuletzt fiel mir noch „Rezipient“ ein - aber das klingt doch sehr nach Wissenschafts(fremdwort)deutsch.
Habt Ihr eine Idee? (oder mehrere?)
Danke
und viele Grüße
Frank
Hallo Frank
Habe gerade beim Altmeister Freud gelesen, dass er und Nestroy auch für eine einzige Person im Publicum das Wort „Publicum“ verwendete.
Als bei einem Stück von Nestroy mal nur zwei Leute da waren, linste N. durch den Vorhang und sagte zu seinem Freund: „Den einen Publicum kenn ich, der hat ne Freikarte. Ob der andere auch ne Freikarte hat, weiß ich nicht.“
Gruß,
Branden
Besucher?
Hi, Frank,
Für Theater, Konzert und eventuell Kino sind „Besuch“ und „Besucher“ gängige Ausdrücke - beim Vortrag müsste man dann vermutlich schon schreiben „Besucher eines Vortrags“ - etc.
Nicht die ideale Lösung, aber immerhin…*g*
Lieben Gruß aus Wien, jenny
Hi Frank,
Ich suche ein Wort für „eine Person im Publikum“.
Kommt natürlich auf den Zusammenhang an, aber Gast/Gäste ist für mich auch ein durchaus brauchbarer Begriff.
Gruß,
Anja
Danke Euch!
Hallo,
vielen Dank an Euch für Eure Antworten!
Viele Grüße
Frank
Kontext tut Not…
hi,
die Frage ist doch, wozu Du diese Ansprache benötigst.
Möchtest Du jemanden auf die Bühne bitten? Prinzipiell ist doch jeder erstmal eine „Person“, wenn nicht gar eine Dame oder ein Herr. Die Frage ist ob du jemanden in seiner Funktion als [Besucher/Gast/Teilnehmer] aussuchst, ob du eine unbekanntes Individuum ohne vorherige Auswahl um freiwillige Meldung bittest usw.
Wenn Du auf dem SPD Parteitag bist wäre es eventuell ein Genosse, Genossin. Bei einer Emanzenversammlung fehlt mir die Phantasie, bzw. ich habe zuviel Phantasie als das ich alles niederzuschreiben könnte. Bei einer Benefizgala empfünde ich mich evtl geehrt, als Gönner, Teilnehmer oder Interessierter benannt zu wissen, bei einer Erotikmesse würde ich mich nichtmal als Besucher ertappt und erkannt wissen wollen.
Wenn Du beim 100sten Geburtstag deiner Omi die Jubilarin auf die Bühne bittest mit den Worten: für meinen nächsten Zaubertrick suche ich eine junge Frau erzielst Du auch eine Wirkung…
Wenn Du guerilla-artig Aufmerksamkeit erzielen willst, kannst Du auch erstmal laut „Fic*en!“ rufen, ob das bei dem Jahrestreffen der Sudetendeutschen gut ankommt musst Du selbst beurteilen.
Oder willst Du garnicht persönlich jemanden ansprechen sondern lediglich die Ansprache einer Person beschreiben/dokumentieren?
Mit Deiner Ansprache an eine Person oder Gruppe kannst Du auf alle Fälle eine Wirkung erzielen die davon abhängig sein sollte, was Du bewirken willst (wofür der Zusammenhang eben wichtig wäre).
Gruß
Zaph
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]