jedes Mal, wenn mir eines dieser beiden Worte resp. Wörter begegnet, komme ich ins Schleudern: Gibt es wirklich beide Formen oder spielt uns Robert Gernhardt hier einen Streich? Der hat ja den „Wörtersee“ verbrochen, die Worte kennt er aber auch (‚und er sprach die schönen Worte:„Gibt es hinterher noch Torte?“‘). Ja, wie denn nun?
Ein Lexikon enthält die Wörter eine Sprache.
Ein Roman die Worte eines Dichters.
Hallo, Andreas,
Weils Freitag ist, laß ich mich ein
und schick die Antwort Dir als Reim:
Es schrieb ein Mensch einen Roman
und fühlt’ sich schon als Avons Schwan,
zum Mindesten als halber Goethe.
Doch die Kritik war eher spröde.
Der Dichtkunst man nicht jenen zeiht,
der Wörter nur, nicht Worte, reiht.
Als ich an die Türe des Daseins klopfte,
lag ich sehr oft in der Wiege rum und tropfte.
Da war es mein größter Wunsch auf Erden,
eines Tages mal „dichter“ zu werden.
Bedeutet das denn jetzt,
dass H. G. Konsalik
und Hera Lind
Dichter sind?
Wenn einer, der mit Mühe kaum
geklettert ist auf einen Baum,
schon meint, dass er ein Vogel wär,
so hat er wohl einen solchen.
Freierdings zusammengelötet aus Erhardt, Busch und Okinaptz Uglwf
von kw