Wortursprung 'Gläubiger'

Hi Leute,

ich muss für ein Kurzreferat wissen, woher das Wort „Gläubiger“ (aus dem juristischen Gebrauch) stammt. Weiß das wer oder wo kann ich das erfahren?

Danke, Timmy

Hallo Timmy,

das Geldverleihwesen beruht auf „Treu und Glauben“. Wer Geld verleiht, glaubt dem Empfänger, dass der es zu den verabredeten Bedingungen zurückzahlen kann/wird. Auch das Fremdwort „Kredit“ kommt von lat. credere „glauben“.

Gruß,
Peter

Hallo, Peter,

damit:

das Geldverleihwesen beruht auf „Treu und Glauben“. Wer Geld
verleiht, glaubt dem Empfänger, dass der es zu den
verabredeten Bedingungen zurückzahlen kann/wird. Auch das
Fremdwort „Kredit“ kommt von lat. credere „glauben“.

hast du den Zusammenhang zwischen Kredit und Glauben, aber nicht die Herkunft des Wortes „glauben“ geklärt.
Darf ich das nachreichen?
Der Kluge sagt dazu:

_ glauben

schwaches Verb Standardwortschatz (8. Jh.), mhd. g(e)louben, ahd. gilouben, as. gilObian Stammwort. Aus g. *(ga-)laubija- „glauben“, auch in gt. galaubjan, ae. geliefan, gelyfan; dazu nur wg. *ga-laub-On m. (mhd. g[e]loube, ahd. giloubo, as. gilObo, ae. gelEafa). Abgeleitet von *ga-lauba- Adj. „vertraut, Vertrauen erweckend“ in gt. galaufs, ahd. giloub, also „vertraut machen“.
Vermutlich gehört dieses Wort zu Laub in der Bedeutung „Laubbüschel als Futter und Lockmittel für das Vieh“ und bedeutet dann ursprünglich „zutraulich, folgsam, handzahm“ (wie das Vieh, dem ein Laubbüschel hingehalten wird). Abstraktum: Glaube; Adjektive: gläubig, glaublich, glaubhaft, glaubwürdig.

Ebenso nndl. geloven, ne. believe; Laub.
Frings, Th. BGDSL-H 91 (1969), 30-32;
Kuhn, H.: Kleine Schriften (Berlin 1978), IV, 309-317;
HWPh 3 (1974), 627-645;
Hinderling, R. FS de Smet (1986), 207-216;
Röhrich 1 (1991), 551f.;
Meid, W.: Aspekte der germanischen und keltischen Religion (Innsbruck 1991), 29-32;
Meid, W. Germanische Religionsgeschichte. Hrsg. H. Beck u.a. (Berlin 1992), 504-507;
Heidermanns (1993), 365;
RGA 12 (1998), 182-186._

Gruß auch an Timmy.
Fritz

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Hallo !

„Gläubiger“ ist die Lehnsübersetzung von lateinisch „Creditor“ und heißt : Jemand, der einem Schuldner gegenüber anspruchsberechtigt ist. (aus dem 15. Jahrhundert).

Gruß max