Wissen und Glauben
Hallo Taju,
erst einmal vielen Dank für deine Antworten, die ich mit großem Interesse gelesen habe.
etwas liegt mir noch am Herzen anzumerken:
Also Deine Frage war nicht wozu ist Religionsunterricht gut, sondern
wozu die Bibel.
es wurde doch bedauernd festgestellt, wie wenig wir heutzutage über die Inhalte der Bibel wissen. Ist nicht der Religionsunterricht nachwievor eine der verbreitesten Möglichkeiten etwas über die Bibel zu erfahren? Meistens nehmen Erwachsene die Bibel erst wieder in die Hand, wenn ihre Kinder Fragen stellen.
Ich wundere mich über Deine Religionsunterrichtserfahrungen
Da habe ich gute und schlechte gemacht. Mir fällt vorallem auf (das gilt für meine Schulzeit aber auch für die meiner Kinder), dass gerade dieser Unterricht höchst unterschiedlich ausfällt, je nach Lehrer und trotz Lehrplan. Das hängt davon ab, wie Raum für Glauben bzw. Wissen geschaffen wird.
um das gleich klarzustellen (da ich den Eindruck habe, daß Du mich
hier in eine Ecke stellen willst, in die ich nicht gehöre): Ich bin
gegen Religionsunterricht an staatlichen Schulen.
Es wäre ein Armutszeugnis von mir Vorurteile gegen dich zu haben. 
Warum bist du gegen Religionsunterricht?
Ich denke an das Buch von Konrad Lorenz, der über die Notwendigkeit von Traditionen für die Gesellschaft schrieb. Du (wie einige andere hier auch) hast für mich sehr nachvollziehbar argumentiert, wie wichtig Bibelwissen für unser Allgemeinwissen ist. Mit dem Religionsunterricht besteht die Chance eben dieses wichtige Wissen zu vermitteln.
Der Religionsunterricht (egal ob ev. oder kath.) ist renovierungsbedürftig aber nicht überflüssig, denn noch nie hat unsere nachkommende Generation soviel Orientierungshilfe gebraucht wie heute. Da könnten bei der Frage woher kommen wir und wo wollen wir hin so manche Stellen aus der Bibel interessant sein. So finde ich.
viele Grüße
grilla