ohne jetzt weiter in die technischen Unterschiede zwischen DVB- T und DVB- H auszuschweifen, hier die wesentlichsten Vorteile für den Einsatz von DVB-H im Handheldbetrieb:
Ausgangsbasis der Überlegungen: es werden weniger Daten benötigt (Display des Handys ist wesentlich kleiner als das TV-Gerät zu Hause)
daraus folgt:
1.) weniger Daten müssen übertragen werden
2.) dadurch weiderum mehr Programme auf einem Träger
3.) höhere Fehlertoleranz
4.) Empfänger kann zwischen den Signalen eines TV-Kanals immer abgeschaltet werden (zeitmultiplexte Übertragung der Kanäle auf einer Frequenz) dadurch wird enorm viel Strom gespart
Daraus folgt: DVB-H ist nötig, um mobil mit ausreichender Qualität einige Stunden fern sehen zu können.
Nährere technische Erklärungen siehe Wikipedia, Stichwort „DVB“ und enschlägige Fachpresse.
neben den ganzen schon richtig dargestellten technischen Notwendigkeiten und Rahmenbedingungen ergibt sich zudem (losgelöst von der Frage, welcher der beiden aktuell in Rede stehenden Technik man Vorrang einräumt) auch eine inhaltliche Thematik:
Klassisches Fernsehprogramm eignet sich kaum für die Übertragung auf das Handy. Kaum jemand wird sich einen klassischen Spielfilm so ansehen wollen. Angesichts der kleinen Displays taugen Totalen z.B. bei einem Fußballspiel überhaupt nichts. Das typische Nutzungsverhalten wird bei „kleinen Häppchen“ liegen, also mal eben fünf Minuten an der Bushaltestelle, … D.h. es braucht Programme, die aus entsprechend kurzen Beiträgen bestehen, und deren Bildgestaltung an das Handy angepasst ist. Dementsprechend müssen ohnehin eigene Sender bzw. Kanäle für den mobilen Einsatz eingerichtet werden.
Gruß vom Wiz
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
1.) weniger Daten müssen übertragen werden
2.) dadurch weiderum mehr Programme auf einem Träger
3.) höhere Fehlertoleranz
4.) Empfänger kann zwischen den Signalen eines TV-Kanals immer
abgeschaltet werden (zeitmultiplexte Übertragung der Kanäle
auf einer Frequenz) dadurch wird enorm viel Strom gespart
Daraus folgt: DVB-H ist nötig, um mobil mit ausreichender
Qualität einige Stunden fern sehen zu können.
Leuchtet alles ein, vor allem weil ich jetzt weiß, daß DVB-H nur ein technisch anderes Sendeformat ist, das tatsächlich die DVB-T-Strukturen nutzt, also eigentlich so ist, wie ich mir das dachte. Der -T/-H-Unterschied liegt eigentlich nur in dem Zeitmultiplexing.
Von daher müßte es aber auch möglich sein, ein DVB-H-empfangstaugliches Handy auch für den Empfang von DVB-T-Programmen auszurüsten, der Nutzer hätte dann nur eben nicht den Vorteil der Stromersparnis. Umgekehrt müßte auch der heimische DVB-T-Nutzer das -H-Programm empfangen können (wenn das -H-System sich mal etabliert hat und es dann vielleicht keine reinen -T-Receiver mehr gibt).
Leuchtet alles ein, vor allem weil ich jetzt weiß, daß DVB-H
nur ein technisch anderes Sendeformat ist, das tatsächlich die
DVB-T-Strukturen nutzt, also eigentlich so ist, wie ich mir
das dachte. Der -T/-H-Unterschied liegt eigentlich nur in dem
Zeitmultiplexing.
Naja, so ganz richtig ist das nicht. Auch die Verschlüsselung ist anders (MPEG-2 bei DVB-T und MPEG4 bei DVB-H), ebenso die Fehlerkorrektur.
Von daher müßte es aber auch möglich sein, ein
DVB-H-empfangstaugliches Handy auch für den Empfang von
DVB-T-Programmen auszurüsten,
Wahrscheinlich wird es für DVB-H einen hoch integrierten Chipsatz für Empfänger und Decoder geben. Der wird auf die im Handheldbetrieb nötigen Parameter optimiert. Das heißt die MPEG-4-Decodierung wird von der Hardware übernommen. Eine spätere Umrüstung eines DVB-H-Chipsatzes auf DVB-T erscheint mir nicht oder nur unter erheblichen Aufwand möglich.
Umgekehrt müßte auch der
heimische DVB-T-Nutzer das -H-Programm empfangen können (wenn
das -H-System sich mal etabliert hat und es dann vielleicht
keine reinen -T-Receiver mehr gibt).
Die Chipsätze der derzeitigen DVB-T-Empfänger müßten um die DVB-H-Funktionalität erweitert werden. Nach den Plänen für die Nutzung von DVB-H müßte auch noch ein Rückkanal etabliert werden. Ob das der Nutzer möchte?
Es ist nicht damit zu rechnen, dass DVB-H das bereits etablierte DVB-T ablösen wird. Es wird als zweiter Empfangsweg zur Verfügung stehen für die mobile Nutzung.