Hallo,
ich brauche dringend einen Rat. Meine Mutter (80) ist letzten Sonntag hingefallen und hatte seitdem Scherzen im Rücken. Am Dienstag ist sie zum Arzt gegangen, der hat sie zum Röntgen geschickt (Praxis im Krankenhaus) --> Folge: sie wurde gleich da behalten und muss jetzt im Bett liegen, darf nicht aufstehen und wird mit Schmerzmitteln vollgepumpt. Am ersten Tag durfte sie allerdings noch aufstehen, danach nicht mehr. Man hat ihr gesagt, es bestehe Verdacht auf eine Fraktur in der Wirbelsäule, aber man könnte nicht sagen, ob das eine frische oder alte Verletzung sei. Vorhin habe ich mit dem Arzt gesprochen, der hat gesagt, es sei noch nicht mal 100% sicher, ob überhaupt eine Fraktur vorliegt. Morgen soll ein Knochenscan gemacht werden (Skelettszintigraphie). Ist das die richtige Diagnose-Möglichkeit? Oder wäre ein CT oder MRT besser, also sicherer zum diagnostizieren? Ich hab Angst, dass meine Mutter, weil sie ja „nur“ Kassenpatientin ist, nicht die richtige Behandlung bekommt, und vor allem, dass sie durch das lange Liegen total abbaut. Sie hat sich bisher immer viel bewegt, ist jeden Tag auf ihrem Heimtrainer gefahren und spazieren gegangen. Wenn sie jetzt nur noch liegen muss, obwohl es möglicherweise gar nicht nötig ist, habe ich womöglich nachher einen bettlägerigen Pflegefall zu Hause.
HAllo, also wenn ich recht verstehe
Es besteht Verdacht auf eine WS-Fraktur und statt zum Stilliegen verdonnert zu sein, bis es endgültig geklärt ist ob es nun wirklich eine ist (ja oder nein) hättest du gerne eine Alternative für deine Mutter.
Es bestehen natürlich 2 Moglichkeiten:
1.) es ist eine keine WS-Fraktur und das stillliegen war umsonst und dann mus im Anschluß mit Krankengymnastik und viel Übung die Muskelmasse wieder aufgebaut werden
-genausogut hätte man herumspazieren können und sich die ganze Prozedur bis zur Anti-Rückenschmerz KG sparen können
2.) Es besteht eine WS-Fraktur, dann kann diese sich durch das Stillliegen nicht verschlimmern-Alternative: aufstehen, rumlaufen ein bisschen Bewegung in den Klinikalltag, doch mit Pech wird aus der WS-Fraktur dann eine Querschnittslähmung.
Was wird deiner Mutter wohl lieber sein?
Zur Szintigraphie kann ich nichts sagen, kenn sie nur in anderem Zusammenhang. Die wird selten gemacht, weil sie viel komplizierter ist als einfach mal den Patienten ind ie Röhre zu schieben. Die Strahlenbelastung ist dabei auch ziemlich hoch, das Risiko geht man normalerweise nicht für jeden ein, sondern nur da, wo es absolut notwendig erscheint, weil man sich bessere Ergebnisse erhofft als mit schonenderen Methoden.
Also von Kassenmenthalität kann ich da nix sehen.
Gruß Burli
ich brauche dringend einen Rat. Meine Mutter (80) ist letzten
Sonntag hingefallen und hatte seitdem Scherzen im Rücken. Am
Dienstag ist sie zum Arzt gegangen,:Man hat ihr gesagt, es estehe :Verdacht auf eine Fraktur in
der Wirbelsäule,
Wo denn da? Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule?
aber man könnte nicht sagen, ob das eine
frische oder alte Verletzung sei. Vorhin habe ich mit dem Arzt
gesprochen, der hat gesagt, es sei noch nicht mal 100% sicher,
ob überhaupt eine Fraktur vorliegt.
Das ist verständlich. Die Wirbelkörper von so alten Menschen (insbesondere Frauen) sehen oft so aus, daß man so auf Anhieb manchmal eine korrekte Diagnose nicht stellen kann.
Morgen soll ein
Knochenscan gemacht werden (Skelettszintigraphie). Ist das die
richtige Diagnose-Möglichkeit?
Das ist die Methode der Wahl und ein völlig körrektes Vorgehen. MRT und CT helfen da nicht weiter. Über Strahlenbelastung wie mein werter Vorredner braucht man sich sich da keine Gedanken zu machen.
Ich hab Angst, dass
meine Mutter, weil sie ja „nur“ Kassenpatientin ist, nicht die
richtige Behandlung bekommt,
Das ist Unfug.
und vor allem, dass sie durch das
lange Liegen total abbaut.
So eine Möglichkeit besteht tatsächlich, aber das muß man den behandelnden Ärzten überlassen. man kann dazu nichts sagen - wir wissen ja noch nicht eimal, wo der Bruch sitzen soll!
es soll in der Lendenwirbelsäule sein. Sorry, hatte ich vergessen zu erwähnen.
Naja, danke erstmal für die Antworten. Ich warte dann erstmal ab, was dieser Knochenscan ergibt.
Hallo Anna,
so betrüblich es ist, dass Deine betagte Mutter im Bett liegen muss: Du kannst davon ausgehen, dass eine „Kassenpatientin“ nicht schlechter behandelt wird als eine Privatpatientin; im Gegenteil: bei Privaten wird (ganz selten aber nur) eine Überdiagnostik betrieben, die dann in Ausnahmefällen auch mal schädlich sein kann.
Mit ein wenig Vertrauen hilfst Du Deiner Mutter sicherlich am besten weiter.
Gute Besserung wünscht
synapse