Hallo Kai,
erstmal ganz lieben Dank für Deine ausführliche Email.
Naja, gestern bei der OP ist es doch etwas anders verlaufen
als geplant, da der Zahnarzt nicht wußte, von welchem Zahn der
Hubbel nun kommt- vom 5er oder 6er, hat er eine
Alternativlösung angeboten: Mit Laser (kostete leider extra
30€,aber das war es mir schon wert.) hat er den Knubbel
entfernt, aber die Wurzel nicht behandelt, da er sagte, dass
das ein Eingriff ist, der eben „nicht ohne“ ist- und falls er
die falsche Wurzel behandelt hätte, dann wäre das mehr als
ärgerlich.
. . . . und das ist das understatement des Jahres 
So lassen wollte er es allerdings auch nicht.
Ja also hat er mit dem Laser dann das Teil umkreist und das
„Ding“ entfernt. So ist er nicht bis zum Knochen vorgestoßen,
sondern eher an der Oberfläche geblieben.
Hat er bei der Gelegenheit auch mal erklärt, WARUM er das macht?
Hat er den entnommenen ‚Knubbel‘ wenigstens zur Untersuchung gegeben?
Da hätte ich zwei Zitate aus dem bayerisch/österreichischen Sprachraum:
„Bevor I mi so wundert, glaab i’s liaba ned“ (Valentin)
„I waas ned, wo i hifoahr, dafür bin i schneller da“ (Gerhard Bronner)
- oder anders ausgedrückt: wenn eine Entzündung um die Zahnwurzel herum dahintersteckt, ist der ‚Knubbel‘ ein Symptom, aber nicht die Krankheit. Dieser Knubbel wurde jetzt für 3o Evrones weggekocht. Wenn die Krankheit aber (wider Erwarten ??) weiterbestehen sollte, sie sich also vom Laser nicht hat erschrecken lassen, dann, ja dann muß der Doc (hoffentlich) herausfinden, welchem Zahn er die Gnade seiner heilenden Hände dann zuteil werden läßt. Weil er ja sonst (würfeln wäre nicht high-tech genug) einen Zufallsgenerator befragen kann, ob er sich für den 5er, oder den 6er entschließt. Man kann ja auch gleich beide . . . ., oder den einen mit dem Skalpell und den anderen erst mal mit dem Laser (sind ja nochmal 30 €), und erst . . . .
Vielleicht noch ein Zitat, diesmal von mir:
„Gnädige Frau, sie brauchen eine Hüftgelenkprothese, das geht aber nur unter Narkose. Deshalb bieten wir Ihnen, zum Aktionspreis, eine Ayurveda Massage durch unsere fortgebildete Rezeptionshelferin an“
. . . . schnipp . . .
Wenn ich aber nun Pech habe und es doch von einer Wurzel
ausging… dann geht das ganze nochmal los- diesmal aber
wirklich Wurzelspitzenresektion
((
Ich HOFFE NICHT!!!
(((
Welche Wurzel dann, s.o. ? (BTW: der 6er hat mindestens 3 -, der 5er nicht selten 2 Wurzeln.
Habe aber noch eine Frage an Dich:
Der Wundverband, der Jodstreifen, ist noch da drauf, die
Schiene habe ich schon mehrfach zum vorsichtigen Zähenputzen
abgenommen.
Der ZA meinte, es wäre nicht schlimm, wenn der Streifen noch
bis Montag (!) darauf bleiben sollte.
Ich könnte ihn aber auch schon entfernen, wenn ich wollte und
dann die Schiene tragen.
Tja- was ist nun besser?
Darauf lassen- oder soll ich da ran?
Habe bisschen Bammel, einerseits, dass der Streifen dann sich
dort festklebt, zuwächst, etc…
Gott sei Dank kleben die Streifen im Mund nicht so ekelhaft, wie in anderen Wunden - eher ‚kleben‘ sie zu wenig. Nachdem der Laser ja verschorfte-, und damit geschlossene Blutgefäße hinterläßt, ist die Infektionsgefahr nicht so groß. Ich würde mir eine rezeptfreie Bepanthen-Salbe kaufen, und würde immer wenn die Schiene sowieso rauskommt, eine erbsengroße Portion davon auf die Schiene applizieren, da wo die Wunde ist. Den Streifen nimm raus, das schaffst Du schon.
Andererseits dann fehlender Schutz, wenn ich ihn abnehme
(schaffe ich das überhaupt?).
Du mußt etwas anderes schaffen: Du mußt einen Doc finden, der sich ernsthaft um Diagnose und evtl. Therapie der verdächtigen Zähne kümmert. Vom jetzigen würde ich mir nur noch den histologischen (feingeweblich-mikroskopischen) Befund geben lassen, wenn es denn einen gibt.
Danke Dir!!!
Viele Grüße,
Spotvolta
Berichtest Du mal wieder?
Gute Besserung
Kai