Hallo Stephan,
Aber in einer sozialen Marktwirtschaft sollte es doch auch
andere Möglichkeiten geben, derartige „Zustände“ zu
korrigieren.
Welche Zustände? Armut? Sobald eine menschliche Gesellschaft mehr Eigentum kannte, als einen Bogen mit ein paar Pfeilen und eine Hütte, die man in einigen Stunden selber bauen kann, gab es auch Reiche und Arme. Arm war und ist generell immer jemand, der kein nennenswertes Vermögen hat oder nicht in der Lage ist ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften. Der realexistierende Sozialismus wollte ja die Armut abschafen, aber irgendwei war das Ergebnis nicht überzeugend.
Was die Versicherungsbedingungen betrifft, so liegt der Kniff ja darin, dass es kein ALG2-Tarif ist sondern, dass man andersrum ein Angestelltenrabatt hat.
Die Hausfrau, der Pensonär, der vermögende Lebemann, der Student, usw bekommen diesen Rabatt nicht. Ob es für Selbständige und Manager dann andere Rabatte gibt weiss ich nicht.
Aber es gibt ja noch andere Rabatte. Wenn du eine Garage hast, gibt es einen Rabatt. Wenn du den Versicherungsbetrag nur jährlich oder halbjährlich zahlst gibt es einen Rabatt.
Oder anders gesagt, wenn du genug Geld hast, kommst du billiger davon.
Die Marktwirtschaft geht nun davon aus, dass du als Verbraucher die Wahl hast. Wenn du und viele andere mit den bestehenden Anbieter unzufrieden seid, wird bald ein Anbieter auf dem Markt auftauchen, um eure Bedürfnisse (so weit die Theorie).
Du kannst nun folgendes machen:
Option 1) Lasse dir ein Angebot von einem günstigen Online-Anbieter machen, z.B. DA-direkt. Wenn es erkennbar günstiger ist, kündige und wechsle den Anbieter.
Option 2) Rechne dein gegenwärtige Situation durch und trenne dich von deinen Wagen. Ohne Auto eine neue Stelle zu finden ist noch deutlich schwieriger. Aber der Unterhalt eines Autos wird dich vorraussichtlich finanziell überfordern, was bald zu Überschuldung führt.
Und wenn man kein Geld hat sind die Schuldzinsen besonders hoch.
Viel Glück und gute Nerven
Carlos