An was erkenne ich ob bei mir im Weinanbau Wühlmaus oder Maulwurfhaufen sind? Warum sind wühlmäuse gefährlicher für die Wurzeln als Maulwürfe? Die Haufen werden selbst jetzt im Winter täglich mehr???
Vieln Dank Hans-Jürgen
Hallo,
schau mal in die [FAQ:694]. Die enthält unter "Wühlmaus (Biologie und Schaden, Bekämpfung) einen Link zu www.bio-gärtner.de…, der mir rechthilfreich vorkommt.
Viele Grüße,
Jule
Servus,
An was erkenne ich ob bei mir im Weinanbau Wühlmaus oder
Maulwurfhaufen sind?
Maulwürfe schieben immer senkrecht, Wühlmäuse immer schräg. Das heißt, Maulwurfshaufen bilden regelmäßige Kegel, deren Spitze über der Mitte der Grundfläche liegt, während sie bei den Haufen von Wühlmäusen von der Mitte weg seitlich verschoben ist.
Nicht regelmäßig, aber häufig findet man in Wühlmaushaufen Wurzel- und Pflanzenreste.
Ab Spätherbst ist bei den Haufensystemen von Maulwürfen in der Nähe des Zentrums ein deutlich größerer Haufen, die „Winterburg“, zu erkennen.
Warum sind wühlmäuse gefährlicher für die Wurzeln als Maulwürfe?
Maulwürfe fressen keine Pflanzenwurzeln und reißen höchstens mal beim Schieben kleine Teile ab, wenn sie im Weg sind; im übrigen sind ihnen Wurzeln egal und allenfalls sekundär von Bedeutung, wenn darin Engerlinge und vergleichbare Larven oder Raupen leben. Bei Wühlmäusen zählen Wurzeln besonders von Obstbäumen, aber schon auch von Reben, im Winter zur bevorzugten Nahrung.
Die Haufen werden selbst jetzt im Winter täglich mehr?
Das kann bei beiden sein, insbesondere in einem so warmen Winter wie bisher sind die Regenwürmer nicht sehr tief nach unten abgewandert, und Engerlinge und Konsorten bleiben eh wo sie sind. Der Lebendvorrat von Regenwürmern mit abgebissenen Köpfen, den Maulwürfe anlegen, ist bloß Reserve - wenn sie jagen können, tun sies auch.
Schöne Grüße
Dä Blumepeder
Servus:smile:
Ich bin auch immer unsicher…obwohl ich die Tierchen jetzt seit 30 Jahre beobachte:smile:
Zwei Fragen:
Haben diese Haufensysteme von Maulwürfen „System“ in Form und Anlage?
Weil das mit dem Kegel über der Mitte - da bin ich nicht so sicher, ob das ich in meiner „unruhigen“ Bauernwiese im Obstgarten richtig
erkenne. Meist finde ich das Loch gar nicht, wenn ich die Erde „raube“, um sie weiterzuverwenden, fällt das Loch vermutlich zu…oder so.
Und graben Wühlmäuse auch Gänge…oder was sind die aufgegrabenen „Wege“, die ich immer wieder Mal vom Haus weg in Richtung Beete im Innenehof - oder umgekehrt - habe? Ca.3-5 cm breit - nicht wirklich viel Erdbewegung nach oben, aber deutlich sichtbare Grabarbeit.
Das was mit unerschütterlicher Beharrlichkeit sämtliche Dahlienknollen zermatschkert, sind ja vermutlich Wühlmäuse…oder?
Ich wünsch dir einen friedlich-fröhlichen Jahreswechsel und einen lieben Gruß aus Wien, Maresa
Ei Hallo,
Haben diese Haufensysteme von Maulwürfen „System“ in Form und
Anlage?
keine an der Oberfläche erkennbare regelmäßige Struktur; wenn „Winterburgen“ oder in feuchten Gebieten die oberirdischen, bis einen halben Meter hohen „Sumpfburgen“ angelegt werden, liegen die eher in der Gegend des Zentrums des Gangsystems.
Weil das mit dem Kegel über der Mitte - da bin ich nicht so
sicher, ob das ich in meiner „unruhigen“ Bauernwiese im
Obstgarten richtig
erkenne.
An der äußeren Form kann man das schon unterscheiden - Schermaushäufen sind nicht bloß schräg, sondern auch flacher als Maulwurfshäufen. Wobei das so ganz eindeutig eigentlich bloß ist, wenn man sie auf gleichem oder ähnlichem Gelände nebeneinander sieht. Im - von Dir aus gesehen - Wilden Westen, westlich einer Linie etwa Warth-Lech-Zürs, heißen Maulwurfshäufen eh „Mûshüfa“, woran man sehen kann, dass die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Grabtieren eher modern ist.
was sind dieaufgegrabenen „Wege“, die ich immer wieder Mal vom Haus weg in Richtung Beete im Innenhof - oder umgekehrt - habe?
Diese Wege, auch im Gras freigebissen, und besonders bei geschlossener Schneedecke umfangreich oberirdisch angelegt, gehören hauptsächlich zu Feldmäusen. Ob Schermäuse auch sowas machen, weiß ich nicht zu sagen; Maulwürfe nicht, die bauen bloß oberirdisch, wenn der Boden zu nass ist, und lassen die Gänge immer im Boden, weil es oberirdisch nichts zu jagen gibt, was sie mögen.
Das was mit unerschütterlicher Beharrlichkeit sämtliche
Dahlienknollen zermatschkert, sind ja vermutlich
Wühlmäuse…oder?
Bei im Keller eingelagerten Knollen tippe ich auf Feldmäuse, im Freien vielleicht auch Schermäuse.
Ich wünsch dir einen friedlich-fröhlichen Jahreswechsel
Ganz meinerseits - ab morgen kann herich schon einmal wieder alles besser werden.
Schöne Grüße
MM
Servus, zum letzten Mal vermutlich…2012:smile:
Danke…jetzt bin ich wirklich etwas schlauer.
Ganz meinerseits - ab morgen kann herich schon einmal wieder
alles besser werden.
schur:smile:
Schöne Grüße
ditto
MM
J
Maresa:smile:
An was erkenne ich ob bei mir im Weinanbau Wühlmaus oder
Maulwurfhaufen sind?
Hallo Hans-Jürgen
soviel ich weiß neigen Wühlmäuse nicht zur Haufenbildung.
Übrigens: Meistens ist ein Haufen deutlich größer. Hier ist häufig das Familiennest. … und Maulwürfe dürfen nicht bejagt werden. Wühlmäuse ja.
Viel Erfolg,
Werner
MM erzählt immer dummes Zeug
Hallo Werner,
weil ich hier im Forum immer wieder darauf hinweise, dass die meisten in Gärten beobachteten Haufen eben von Wühlmäusen und nicht von Maulwürfen kommen, bin ich bereits als großer Aufschneider und Geschichtenerzähler verschrien.
Eventuell glaubst Du dem KOB Bavendorf eher?
http://www.kob-bavendorf.de/Service/schaedlinge-und-…
Schöne Grüße
Dä Blumepeder
Hallo maresa:
eindeutig Wühlmaus, die gefährlichste Feindin meines Gartens (sie selbst würde sich als Freundin meines Gartens bezeichnen, da bin ich mir sicher, soviele Sträucher sie schon erledigt hat.
Im letzten Winter hat sie meine Blutpflaume, inzwischen baumhoch, fast gekillt; hab es im Frühjahr gerade noch rechtzeitig bemerkt, weil ich dort im Boden versunken bin).
Habe mal gelesen, dass Wachholderzweige, in die Gänge gelegt, unappetitlich auf die Kerlchen wirken sollen. Auch kann man abseits des Gartens ein Lockangebot mit Topinambur anpflanzen, dann haben sie ersteinmal damit zu tun und schauen sich nicht weiter um. (Bis auf Weitres, bis auf Weitres…)
LG und ein gutes jahr 2013, Sylvia
Servus,
Witzig (?) ist, dass ich hinten im Obstgarten (Zwetschken, Apfel, Nuss), wo auch viele alte Rosen wachsen, jede Menge zum Teil verwilderte Tulpen und auch Dahlien gut und unangeknabbert gedeihen, wohl nur Maulwürfe habe und wie gesagt, die stören da auch nicht.
Im Innenhof und im Vorgarten aber, also in relativer Hausnähe, habe ich vermutlich nur Wühl- oder sonstige Mäuse in den Beeten, die rund um den Innenhof und im Vorgartl sind.
Dort sind im Sommer auch immer „Auswaschungen“ beim Gießen, bzw. die Erde bricht durch die Gänge der Viecherln in sich zusammen,
Ebenso hab’ ich nur dort die „Wege“, die Blumepeder im Bild gezeigt hat.
Sind die Fressreviere von Maulwürfen und Wühlmäusen „streng getrennt“, oder gehen sich die Tierchen gar aus dem Wege?
Lieben Gruß aus dem Waldviertel, Maresa
Liebe maresa, das weiß ich leider nicht.
Ich denke mal, es ist ihnen schnuppe, da sie keine Nahrungskonkurrenten sind.
LG Sylvia