würde was übersehen oder bilde ich es mir alles ei

Ich bins nochmal, die eine oder andere Experten kennt mich vielleicht noch und wäre toll, mir wieder eine Frage zu beantworten. Ich hatte vor ca. einem halben Jahr eine Magen und Darmspiegelung.Darmspiegelung ohne Befun und von Magen und Speiseröhre wurde eine Biopsie gemacht, alles ok, bis auf gastritis und säure im magen. Da meine Schmerzen im unterem brustrippen noch vorhanden waren, habe ich ein CT, meines Oberbauchs machen lassen, Bauchspeicheldrüse, Galle usw. das auch alles ohne Befund! Ich habe seit ein paar Tage so ein Druck in meinem Magen, wenn ich esse oder sogar trinke, schon beim ersten Biss, es tut nicht weh, ist aber ein total unangenehmes Gefühl, weil ich doch immernoch an Völlegefühl leide und immernoch so ein komisches Stuhlverhalten habe. D.H. ich muss dringend auf die Toilette und es kommt wenig und sehr weich raus!

Zu meiner Frage: Kann es sein, das sich innerhalb von Monaten, doch irgendwo, magen, darm, galle usw. sich ein tumor gebildet hat? Bitte erklärt mich nicht für verrückt, aber es würde mich doch interessieren! Danke

Hallo,
dass sich bei vorher unauffälligen Befund jetzt ein Tumor gebildet haben könnte, der dann auch schon Beschwerden verursacht, erscheint mir extrem unwahrscheinlich. Ein Dickdarm-Krebs zB benötigt teilweise Jahre, bis er so groß geworden ist, dass er Beschwerden macht und deshalb entdeckt wird.
Für mich hört sich das eher an wie funktionelle Beschwerden bzw. Beschwerden durch nicht richtiges Zusammenspiel der verschiedenen Verdauungssekrete etc.; waren Sie schon zur Funktionsdiagnostik bei einem Gasteroenterologen?
TS

Zunächst erstmal dankeschön für die schnelle Antwort! Kann es den vielleicht auch sein, das sie bei der Darmspiegelung was übersehen haben? Oder ich habe oft gehört, das der Darm auch von der psyche gesteuert wird, stimmt das? lebensmittelunverträglichkeit ist mir auch noch ein begriff, aber die Ärzte denke wirklich, ich hätte was mit meiner psysche, manchmal weiss ich echt nicht mehr weiter

Hallo,
natürlich kann bei einer Darmspiegelung auch mal was übersehen werden, Ärzte sind auch nur Menschen. Aber es wird nichts übersehen, was damals und jetzt Beschwerden auslösen könnte.
Und es gibt sicher einen Einfluss der Psyche auf den Darm, oft ist der Darm ein „Ventil“ für psychosomatische Erkrankungen. Deshalb ist es ja auch wichtig, die organischen Ursachen einschließlich Unverträglichkeiten oder Funktionsstörungen auszuschließen, um sich dann - wenn das erfolgt ist - aber auch konsequent um eventuelle psychische Ursachen zu kümmern und das nicht nur als solche abzutun…das macht ja niemand nur zum Spass…
TS

Guten Tag,

wenn Sie vor einem halben Jahr komplett durchuntersucht worden sind (Magen- und Darmspiegelung/Koloskopie) sollten Sie ein Krebsrisiko bestmöglich ausgeschlossen haben. Das DKFZ in Heidelberg empfiehlt z.B. für die Vorsorge-Koloskopie ein Wiederholung erst nach 10 Jahren (siehe http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/dar…).

Ihre Beschwerden lassen sich gut mit einer funktionellen Magen-Darm-Erkrankung erklären, die sehr störend sein kann, aber nicht mit Lebensgefahr verbunden ist. Vermutlich haben Sie vom Gastroenterologen auch schon Medikamente empfohlen bekommen. Empfohlen werden hier oft pflanzliche Arzneimittel (Iberogast), alternativ z.B. Metoclopramid (letzteres nur auf ärztliche Verschreibung).

Gute Besserung!