Wundschutz Haselstrauch?

Hallo Wissende,

so ein Ärger - wer einmal trödelt, den bestraft das Leben in Form einer XXXXL Haselnuss. Ich habe angefangen die Unterarm dicken Äste heraus zu sägen - derer ca. 15 an der Zahl. Normal behandelt man bei der Hasel ja die Schnittstellen nicht, allerdings sind dann auch die Schnittflächen nicht ganz so groß wie jetzt bei mir. Behandeln um vor irgendwelchen Pilzen zu schützen oder schafft das ein gesunder Strauch auch so?

Strauch ist bereits wieder am explodieren und steht blühend da.

Gruß,
Alexandra

Servus,

Es ist nicht klar, ob Wundverschluss mit Baumwachs Infektionen eher fördert oder eher hemmt. Vermutlich fördert eher eher, als er hemmt.

Außerdem sind bei einem armdicken Haseltrieb die Infektionspforten nicht wesentlich größer als bei einem daumendicken: Es geht um den angeschnittenen Bast zwischen Rinde und Holz. Das Holz im Inneren ist tot, da passiert nichts mehr.

Hasel ist eine ausgesprochene Pionierpflanze, den kann man mit einer stumpfen Axt auf den Stock setzen, so dass seine Reste zerquetscht und zerfetzt rumhängen, und über ein Kurzes treibt er schwungvoll wieder aus, als wär nichts gewesen.

Schöne Grüße

MM

Danke für die Antwort!

Geschafften Gruß,
Alexandra

Servus Alexandra,

als Ansporn für die kommenden Aktionen an dem Hasel:

Einjährige Ruten werden ziemlich stark und verholzen gut, wenn der Hasel insgesamt licht gehalten wird: Das tut den Nüssen gut, und er treibt dann aus dem Stock gerade Ruten. Die lassen sich für praktisch alle Zwecke verwenden, für die in den Geschäften Bambusstecken angeboten werden: Stützen für hohe Stauden, Rankhilfe für Erbsen etc.; bei mir sind sie sogar Tomatenstecken: In einer Reihe schlage ich alle drei oder vier Stöcke zwischen den Stöcken richtige Tomatenstecken ein (hmmm - wo gibts die überhaupt noch? In Grünstadt bei Schiffer und Nicklaus vielleicht?), die werden in 30 - 60 - 90 cm mit 0,5 mm verzinktem Draht verbunden und halten damit auch die Haselstecken, die bei den einzelnen Tomatenstöcken stehen. Mit den Haselstecken ist viel leichter zu arbeiten, weil sie dünner sind.

Und das Herz für den Atzventzkrantz wird alljährlich natürlich auch aus Haselruten gewunden.

Schöne Grüße

MM

Hallo Martin, Danke für die Basteltipps!!! Aus den dicken Ästen baue ich jetzt erst mal nen Sichtschutzzaun der die Wildwiese vom Nutzbeet trennt und das was dann noch übrig bleibt wird zur Beeteinfassung verwendet/verflochten etc.

Die kleinen Zweigchen werden Anzünder für den nächsten Winter - werde ich wohl immer mal wieder wenn ich lange Weile habe (hahahhaha) zu kleinen Paketen mit diesem Bastelstroh oder Paketband bündeln.

…und bei den ganz dünnen Zweigen hatte ich in der Tat auch schon an so was wie einen Türkranz / Herzen gedacht. Material habe ich ja nun genug

Habe noch mal geschaut - sind doch so um die 20 dicke Äste geworden in ca. 8-10 Meter Länge. In Summe ca. die Hälfte vom Strauch. Habe jetzt noch 3-4 Ruten mit 4-5 cm Durchmesser stehen lassen, damit der Strauch noch ein wenig Höhe hat und nicht ganz so mini aussieht, wenn die anderen Zweige dann die Wochen nachwachsen kann ich die immer noch raus nehmen - komme ja jetzt wieder ran nach der Aktion…im übrigen mit neuer Säge von Fiskas in Taschenmessergröße - SUPER!!! Das ist Frauenformat - nur der Griff könnte weicher sein.

Gruß,
Alexandra