Hallo,
ich habe mir von einer Reise von vor einem guten Jahr einen Mahagoni-Setzling mitgebracht (den hatte der Reiseführer, um zu zeigen, wie die aufgehen und wie deren Samen aussehen, aus dem Boden gezogen, als er grade mal die beiden ersten Blätter gezeigt hat, eben mal rumgegeben und dann weggeworfen). Ich habe ihn aufgehoben, in feuchtes Papier eingewickelt und unbeschadet nach Deutschland gebracht, hier in eine n Topf gesetzt. Der dankt mir das offenbar, denn er wächst und wächst, ist jetzt bald einen Meter hoch.
Dort, in Kambodja, hat der Setzling ganz deutlich eine Pfahlwurzel gezeigt, möchte fast sagen, wie eine kleine Gelberübe. Und ich habe nun Befürchtungen, daß der hier weitermachen will mit einer Pfahlwurzel, m.a.W., daß ihm sein derzeitiger Topf zu wenig hoch sein könnte. Weiß jemand, wie deren übliche Wurzelausbildung aussieht? Wird das ein Wurzelballen, und ich sorge mich unbegründet?
Um im schlecht durchlüfteten Urwaldboden genug Sauerstoff aunehmen zu können bilden Mahagonie -und andere Urwaldbäume- ein flaches, feinverzweigtes Wurzelsystem aus.
Für einen sicheren Stand bilden die 50m hohen Bäume deshalb Brettwurzeln. Diese meterhohen, oberirdischen Platten bilden unterirdisch die „rübenartigen“ Feinwurzeln die zich dann flach verzweigen.
Das bedeutet sie brauchn keine tiefen Töpfe. Im Gegenteil, sie wachsen sehr gut in flachen Schalen mit wenig Erde.
In einem normalen Blumentof wird deine Mahagoni sich anpasssen und den Topf gleichmäßig durchwurtzeln.
Also keine Sorge. Wichtig ist nur gute, durchlässige (nicht zu sandige) Erde und seltenes/ sparsames umtopfen (kein zu großer Topf).
Der mahagoni würde sich zum Beispiel als Bonsai anbieten. Also die Wurzeln zurückschneiden und in einen flachen Topf setzen. Im Frühjahr die Blätter kürzen. Im Winter nicht draußen stehen lassen, erst im Frühjahr wieder rausstellen.
Tja Bernd, ich plane eigentlich, den so schnell wie möglich wachsen zu lassen, wenn er ausgewachsen ist: fällen. Zu Brettern sägen und mir ein Bett drauß schreinern zu lassen. Also, kein Bonsai. Schade )
natürliches Wurzelsystem vs. Topf
Hi!
Wozu haben Pflanzen Wurzeln?
Um Wasser aufzunehmen und Nährstoffe und als Verankerung im Boden.
Je nach Bedingungen werden die Wurzeln sich also so ausbilden, dass all dies gewährleistet ist. Unter den üblichen Standortbedingungen würde Dein Baum also die von Dir erläuterte Wurzel wohl ausbilden, sonst bleibt lediglich eine „Tendenz“ dahin zu verzeichnen.
Im Topf sieht das aber ganz anders aus: Nährstoffe und Wasser sind (hoffentlich) genügend verfügbar, die Wurzeln dort, wo sie sich beides holen können.
Je nach Wuchshöhe und Windbelastung werden die Wurzeln kräftiger oder auch nicht.
Klar sollte der Topf groß genug sein, um dem Baum Wurzelraum zu geben, aber er wird sicher nicht nach unten durch Dein Parkett Wurzeln (außer Dein Keller ist feucht und reich an Nährstoffen )