Wurzelbehandlung oder gehts auch anders?

Hallo,

nach jahrelanger Zahnarztangst bin ich wegen sporadisch wiederkehrender Schmerzen nach ca. 11 Jahren endlich zum Zahnarzt gegangen.

Es gibt einiges zu tun, die erste Behandlung ist durch (drei Zähne versorgt), es war auszuhalten und der Zahnarzt meinte, zumindest bei diesen drei Zähnen war es nicht so schlimm, wie er nach dem ersten Anschein dachte.
Nun soll natürlich alles durchsaniert werden.
Meine Frage nun:

Der Zahnarzt hat laut Röntgenbild diagnostiziert, daß der 6er unten rechts soweit geschädigt ist, daß eine Wurzelbehandlung nötig ist.

In der Tat ist etwas im Argen mit diesem Zahn, beim Kauen tritt dort manchmal ein plötzlicher starker Schmerz auf - einmal sogar, als ich nur auf eine Banane gebissen habe…

Auf der anderen Seite ist der Zahn ansonsten absolut unauffällig, wenn ich nicht gerade etwas kaue, absolut schmerzlos und auch wenn ich die Zähne stark zusammenbeiße, ist nichts zu merken.
Von daher frage ich mich, ob es um den Zahn so schlimm stehen kann - und ob der Zahnarzt nur anhand der Röntgenaufnahme feststellen kann, daß eine Wurzelbehandlung nötig ist?
Ich würde den Zahn gerne vital erhalten, wenn möglich.

Ansonsten bin ich mit dem Zahnarzt eigentlich ganz zufrieden, zumindest bei der ersten Behandlung war er recht vorsichtig und hat alles erklärt.

Gruß,
Martin

Servus Martin,

… schnipp …

Auf der anderen Seite ist der Zahn ansonsten absolut
unauffällig, wenn ich nicht gerade etwas kaue,

… also, wenn Du nicht gerade das tust, wofür ein Zahn ‚bezahlt wird‘ ?

absolut
schmerzlos und auch wenn ich die Zähne stark zusammenbeiße,
ist nichts zu merken.
Von daher frage ich mich, ob es um den Zahn so schlimm stehen
kann - und ob der Zahnarzt nur anhand der Röntgenaufnahme
feststellen kann, daß eine Wurzelbehandlung nötig ist?

Ja - kann er. Nicht jede Indikation zur Wurzelbehandlung ist aus dem Röntgenbild abzuleiten, aber WENN man etwas sieht (‚periapikale Aufhellungen‘ z.B.), dann ist eher die Frage, ob man mit der Wurzelbehandlung überhaupt noch zum Ziel kommt. Gerade die gelegentliche Aufbeißempfindlichkeit ist ein Kardinalsymptom, was da reagiert, ist nämlich die Wurzelhaut, die wie ein Strumpf über die Wurzel gezogen ist. Wenn die chronisch entzündet ist, weil sie damit beschäftigt ist, eindringende Bakterien draußen zu halten, schwillt sie an und reagiert, wie sonst entzündetes Gewebe auch.

Ich würde den Zahn gerne vital erhalten, wenn möglich.

Wenn Dein Zahnarzt nach Studium des Rö-Bildes eine Wurzelbehandlung empfiehlt, dann IST der Zahn mit größter Wahrscheinlichkeit nicht mehr vital. Dafür ist er - innen drin - randvoll mit Bakterien.

Ansonsten bin ich mit dem Zahnarzt eigentlich ganz zufrieden,
zumindest bei der ersten Behandlung war er recht vorsichtig
und hat alles erklärt.

Dann würde ich es doch mal darauf ankommen lassen - zumal bei einem abgestorbenen Zahn nicht mehr mit Bohrschmerz zu rechnen ist.

Gruß,

Kai

Hallo,

… also, wenn Du nicht gerade das tust, wofür ein Zahn
‚bezahlt wird‘ ?

Ja, aber der Zahn tut beim Kauen bei weitem nicht immer weh. Das ist das was mich verwundert.
Und wie gesagt, Zähne zusammenbeißen, gegenklopfen etc. => keine Schmerzen.

Ja - kann er. Nicht jede Indikation zur Wurzelbehandlung ist
aus dem Röntgenbild abzuleiten, aber WENN man etwas sieht
(‚periapikale Aufhellungen‘ z.B.), dann ist eher die Frage, ob
man mit der Wurzelbehandlung überhaupt noch zum Ziel kommt.

Ich habe das Röntgenbild selber gesehen, aber soviel kann ich da natürlich nicht rauslesen. Allerdings sah es für mich so aus, als ob der Karies nur an einem Ende tief hinabreicht. Daher frage ich mich, was mit den anderen Wurzelauslegern ist (der große Backenzahn ist doch bestimmt mehrfahch verwurzelt).

Wenn Dein Zahnarzt nach Studium des Rö-Bildes eine
Wurzelbehandlung empfiehlt, dann IST der Zahn mit größter
Wahrscheinlichkeit nicht mehr vital. Dafür ist er - innen drin

  • randvoll mit Bakterien.

Ich denke aufgrund von Kälteempfindlichkeit, daß der Zahn noch vital ist - einen Vital-Test haben wir allerdings noch nicht gemacht, er spart sich den Zahn für später auf :wink: will meinen, es wurden (und werden) erst einmal die Zähne auf der anderen Seite versorgt, da diese sporadisch deutlich schmerzen.

Was ist mit dieser Ozon-Behandlung? Könnte man damit nicht - vorausgesetzt der Zahn ist noch vital - die Wurzel retten und die Bakterien abtöten?

Dann würde ich es doch mal darauf ankommen lassen - zumal bei
einem abgestorbenen Zahn nicht mehr mit Bohrschmerz zu rechnen
ist.

Der Schmerz ist eigentlich gar nicht mein Hauptproblem - habe heute morgen eine Spritze bekommen und der Schmerz war sehr gering - aber diese Vibrationen, welche durch meinen ganzen Schädel hallen, die sind das unangenehmste.
Aber heute morgen zumindest war es durchaus auszuhalten - vielleicht wird das alles im Alter auch einfacher (früher zB. bin ich beim Blutabnehmen fast ohnmächtig geworden, heute reicht es wenn ich mich hinlege - wobei meine Angst durchaus begründet ist, weil ich es erst einmal erlebt habe, daß beim Blutabnehmen auf Anhieb eine Ader getroffen wurde - ist bei mir schwierig, aber das ist eine andere Geschichte *g*)

Gruß,
Martin

Der Schmerz ist eigentlich gar nicht mein Hauptproblem - habe
heute morgen eine Spritze bekommen und der Schmerz war sehr
gering - aber diese Vibrationen, welche durch meinen ganzen
Schädel hallen, die sind das unangenehmste.
Aber heute morgen zumindest war es durchaus auszuhalten -
vielleicht wird das alles im Alter auch einfacher (früher zB.
bin ich beim Blutabnehmen fast ohnmächtig geworden, heute
reicht es wenn ich mich hinlege - wobei meine Angst durchaus
begründet ist, weil ich es erst einmal erlebt habe, daß beim
Blutabnehmen auf Anhieb eine Ader getroffen wurde - ist bei
mir schwierig, aber das ist eine andere Geschichte *g*)

Hallo Martin,

Dein Hauptproblem sind die Vibrationen? Bekommst Du davon auch immer eine Gänsehaut nach der anderen? So ging es mir immer.

Bei mir hat das nachgelassen, nachdem ich mir eine elektrische Zahnbürste gekauft hatte. Anfangs war damit auch das Zähneputzen ziemlich unangenehm, aber das hat sich schnell gelegt. Aber durch die regelmäßige Portion Vibrationen beim Zähneputzen, habe ich mich daran gewöhnt und habe damit kaum noch Probleme beim Zahnarzt.

Probier das doch auch mal aus! Du musst mit dem Teil nur die erste Woche überstehen. Aber im Gegensatz zur Zahnbehandlung, hast Du es dabei selbst in der Hand, wann die Vibrationen einsetzen und aufhören. Man gewöhnt sich wirklich daran.

Viele Grüße

Anne