WWW-Bestellung erst bestaetigt dann storniert?

Angenommen, jemand bestellt per WWW-Shop einen Lattenrost und erhaelt per eMail
eine Bestaetigung der BestellWWW-Bestellung erst bestaetigt dann storniert?ung,
etwa so:

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Hallo Herr XXXXX!

Vielen Dank für Ihre Bestellung Nr. XXXXX-XXXX

Ihre Adresse:
XXXXX XXXXX
XXXXXXXXXXXX
68163 Mannheim

Geliefert wird an obige Adresse, wenn nicht anders gewuenscht

Ihre Bestellung umfasst folgende(n) Artikel:
Menge Artikel Einzelpreis Summe

1 x XXXXXX XX Lattenrost 79.00 79.00
Größe: 120 x 200 cm


Versandkosten EUR 0.00
Gesamtsumme EUR 79.00
enth. MwSt EUR 10.90

Ihre Mitteilung an uns:

Die Zahlung erfolgt per Bankeinzug

Mit freundlichen Grüßen

Ihr XXXXXXXXXX-team

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Weiterhin angenommen, der Kaeufer erhaelt 2 Wochen spaeter eine Mitteilung,
etwa
so:

leider müssen wir Ihnen mitteilen, daß wir zu den in unserm Shop
angekündigten Konditionen nur innerhalb von Berlin und Brandenburg liefern
können. Wir hatten leider übersehen, daß die Lieferkosten auch für das
Bundesgebiet nicht berechnet werden. Sie können sich vorstellen, daß wir
keinen Rost für 79,- Euro nach Mannheim schicken können, ohne Frachtkosten
zu berechnen. Die lägen bei 54,- Euro.

Muss der Kaerufer die Stornierung des Auftrags hinehmen oder gilt die
Bestellbestaetigugng als gueltiger Kaufvertrag?
Danke im Voraus fuer die Einschaetzung der Lage.

Peter Riede

WWW-Bestellung erst … - Nachtrag

Weiterhin angenommen, es gelten folgende AGB, wie auf der Homepage nachzulesen
ist, auf der die Bestellung gemacht ist:

Lieferungs- und Zahlungsbedingungen

Die nachfolgenden allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für erste und für
spätere Bestellungen, ohne daß sie nochmals ausdrücklich vereinbart werden
müssen:

  1. Die Lieferungen werden in EUR berechnet. Bei netto-netto-Listenpreisen
    werden 5 % Skonto hochgerechnet (+ 5,27 %). Sie gelten ab unserem Lager und
    sind freibleibend. Es gelten immer die am Tage der Lieferung gültigen
    Listenpreise. Den Listenpreisen wird die jeweils gültige Mehrwertsteuer
    zugerechnet.

  2. Der Versand erfolgt auf Gefahr des Bestellers. Die gilt auch dann, wenn
    frachtreie Lieferung erfolgt. Wenn keine andere schriftliche Vereinbarung
    vorliegt gilt grundstäzlich: Bei Lieferungen unter EUR 200,- Frachtkostenanteil
    5 %, Mindermengenzuschlag EUR 20,00 bei Lieferungen unter EUR 400,-
    Frachtkostenanteil 5 %; bei Lieferungen über EUR 400,- frachtfrei. Wenn möglich
    erfolgt der Versand gegen eine entsprechende Kostenberechnung per Post oder
    Paketdienst.

  3. Beanstandungen sind unverzüglich schriftlich zu erheben. Diese müssen
    innerhalb von 8 Tagen nach Lieferung bei uns vorliegen. Später eingehende
    Beanstandungen können nicht berücksichtigt werden.

a) Vereinbarungen über die Beschaffenheit der bestellten Ware die über die
gewähnliche Verwendbarkeit hinausgehen bedürfen zu Ihrer Wirksamkeit der
Schriftform.

  1. Offensichtliche Fehler bei Preisangaben berechtigen uns den Rücktritt vom
    Kaufvertrag zu erklären. Schadenersatzansprüche kann der Besteller hieraus
    nicht geltend machen.

Hallo, ohne Rechtsexperte zu sein, kann ich an meinen Fingern zusammenzählen, dass an diesen AGBs einiges „faul“ ist.

Der Händler kann nicht nach 14 Tagen aus Gründen der Fehlkalkulation zurücktreten, und ein Preisirrtum liegt hier ja nicht vor.

> 2. Der Versand erfolgt auf Gefahr des Bestellers.

Nie! Immer auf Gefahr des Händlers.

>3. Beanstandungen sind unverzüglich schriftlich zu erheben.
> Diese müssen innerhalb von 8 Tagen nach Lieferung bei uns
> vorliegen. Später
> eingehende
> Beanstandungen können nicht berücksichtigt werden.

Zumindest kann man ja laut Fernabsatzgesetz immerhin noch 14 Tage widerrrufen, da ist eine Beanstandung nicht einmal notwendig.

Ich würde die Email ignorieren und den Händler unverzüglich zur Lieferung der Ware auffordern.

Gruß,
00S

Hallo,

  1. Offensichtliche Fehler bei Preisangaben berechtigen uns den
    Rücktritt vom
    Kaufvertrag zu erklären. Schadenersatzansprüche kann der
    Besteller hieraus
    nicht geltend machen.

grundsätzlich ist ein Leistungsvorbehalt möglich. Dieser muß dann auch in den AGB stehen. Wurde die Bestellung einmal angenommen (als Annahme gilt gewöhnlich nicht die automatische Bestellbestätigung), dann wird es eventuell schon schwerer, aus dem Vertrag herauszukommen. Ob das für diesen Fall zutrifft, kann aber nur Jurist abschließend beurteilen.

Eine weitere Frage, die sich mir hier stellt: ist das ein Shop, der nur an gewerbliche Käufer liefert? Wenn nicht, wenn er also auch an Endkunden liefert, sind die meisten anderen Passagen nicht zulässig:

Die nachfolgenden allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für
erste und für
spätere Bestellungen, ohne daß sie nochmals ausdrücklich
vereinbart werden
müssen:

Nope: den AGB muß bei jeder Bestellung zugestimmt werden.

  1. Die Lieferungen werden in EUR berechnet. Bei
    netto-netto-Listenpreisen
    werden 5 % Skonto hochgerechnet (+ 5,27 %). Sie gelten ab
    unserem Lager und
    sind freibleibend. Es gelten immer die am Tage der Lieferung
    gültigen
    Listenpreise. Den Listenpreisen wird die jeweils gültige
    Mehrwertsteuer
    zugerechnet.

Preise an Endkunden sind immer Brutto anzugeben.

  1. Der Versand erfolgt auf Gefahr des Bestellers.

Bei Endkundengeschäften absolut unzulässig.

  1. Beanstandungen sind unverzüglich schriftlich zu erheben.
    Diese müssen
    innerhalb von 8 Tagen nach Lieferung bei uns vorliegen. Später
    eingehende
    Beanstandungen können nicht berücksichtigt werden.

Die gesetzliche Gewährleistung beträgt 2 Jahre.

Wenn Du da als Privatmann gekauft hast, würde ich wärmstens empfehlen, vom Geschäft zurückzutreten.

viele Grüße,

Ralf

Zumindest kann man ja laut Fernabsatzgesetz immerhin noch 14
Tage widerrrufen, da ist eine Beanstandung nicht einmal
notwendig.

Ich würde die Email ignorieren und den Händler unverzüglich
zur Lieferung der Ware auffordern.

Gruß,
00S

Welcher Anwalt unf welches Gericht sollen
sich nur mit der Sache rumschlagen ?

Wieviel mehr must Du nun ausgeben, um Dein
Lattenrost vor Ort kaufen zu können ??

Dein Schaden liegt ja offenbar darin, dass
Du selber los musst und was zahlst Du ggf.
mehr : 5, 10, oder 15 Euro. ???

Lohnt es sich wirklich, wegen jedem Kram
Prinzipen zu reiten ??

Ich würd den Laden geistig abhacken !

Welcher Anwalt unf welches Gericht sollen
sich nur mit der Sache rumschlagen ?

Moment, irgendeinen Sinn muß diese Justiz doch haben.

Lohnt es sich wirklich, wegen jedem Kram
Prinzipen zu reiten ??

Soll man sich in diesem Lamnd denn nur noch verarschen lassen?

Ich würd den Laden geistig abhacken !

Das finde ich echt brutal!

Gebt es diesen Krautern!