X² = negative Zahl?

Salut,

Ich hatte jedenfalls schon ein paar Bedenken noch S-Bahn zu
fahren. Immerhin stand auf dem Plakat nix davon, dass das
anders ist, wenn man eine Fahrkarte hat.

Oh ja, stimmt, den Aspekt hab ich gar nicht bedacht, hast ja recht! :smiley:

Von mir aus gern. Ich hab ja Ferien. :wink:

Jaja, reibs mir mal unter die Nase :o(

Tja, wie heißt es so schön: „Ich tolleriere alles außer der
Intolleranz.“

So in etwa. Nee, aber ehrlich. Denkfaule Mensche find ich auch schlimm. Es ist nicht schlimm, wenn man was nicht weiß, aber es ist furchtbar wenn man zu faul ist um zu denken. Meinen Nachhilfeschüler habe ich, meiner Meinung nach, schon recht weit gebracht. Zwar mit ein wenig Erpressung („Immer wenn du rätst gibst du mir ne Zigarette“, seitdem fragt er immer nach :smiley:), aber er versteht jetzt auch wirklich was. Und das macht mich schon ein wenig stolz. Als ich mit ihm angefangen hab konnte er nichtmal Bruchrechnung, jetzt versuch ich ihm bald ne kleine Einführung für die 12. Klasse in Analysis zu geben (P.S.: Was hat man in der Schule unter Algebra verstanden?).

Die Auflage haben wir auf jeder Party. Und wir versuchen uns
auch immer dran zu halten. Wir weisen jeden darauf hin, der
droht abzuschweifen. Dann reden wir eine Weile über Gott und
die Welt oder über Politik oder was weiß ich. Und dann sagt
plötzlich einer sowas wie „die Familie ist die Basis der
Gesellschaft“ und schon sind alle guten Vorsätze hinweg. Dann
gibt es Gruppenbildung und zwei Leute wollen wieder das
neutrale Element sein, dann gibt es Streit…

Ja, so kommt das bei uns auch meistens. Ist aber auch zu blöd, wenn man von den blödesten Sachen nen Verweis zur Mathematik kriegt :smile:

Solide überzeugt zu werden ist ja ganz schön, da weiß man
wenigstens was man hat. Ich kenne da aber ein paar Mathies,
die diskutieren eine Weile mit Dir rum und am Ende bist Du
dann ihrer Meinung, glaubst sogar, dass Du eigentlich schon
immer ihrer Meinung warst und weißt überhaupt nicht mehr, wo
eigentlich das Problem lag.
Ich hab schon daran gedacht heimlich die Anfangsstandpunkte zu
notieren, um am Ende festzustellen, ob sich eigentlich
irgendwas verändert hat, aber bisher konnte ich das noch nicht
umsetzen.

Auch ne Idee. Das Problem bei mir ist bloß immer: Ich weiß, welcher Meinung ich vorher war, aber ich hab keine Ahnung wie er es geschafft hat mich zu überzeugen. Am Ende des Gesprächs hab ich absolut keine Argumente mehr, aber wenn ich wen anders überzeugen möchte, dann hab ich keine Ahnung mehr, wie der das gemacht hat. Das ist wirklich übel…

Ich hab’s mir mal aufgeschrieben und werd wohl mal
baldmöglichst reinsehen.
Hatte vor einem Jahr „das unendliche Denken“ von „Robert und
Ellen Kaplan“ angelesen. Das war zwar fachlich nicht soo enorm
wertvoll, aber von Zeit zu Zeit ist mir immermal der
Unterkiefer runtergeklappt, gerade was die ein oder andere
Aussage über Primzahlen anging.
Ich find, dass es meist die ganz einfachen Sätze oder Schlüsse
sind, die einen echt schocken können.

Hört sich auch interessant an. Ich verschlinge solche Bücher. Hab schon alles von Simon Singh durch, „Der Mann, der die Zahlen liebte“ von Hoffmann (über Paul Erdös), „Die Natur der Unendlichkeit“ von Amir Aczel,… Das waren bisher die interessantesten (und eben besagtes). Obwohl in denen von Simon Singh oft das Gleiche drinsteht.
Hab es sogar geschafft nen Historie-Schein in nem Seminar über Beweisarten zu kriegen in dem ich nen Vortrag über die Beweisversuche zu Fermats letztem Theorem mache. Heimspiel :smiley: Hab ich dem Prof aber auch vorgeschlagen. Ist Philosophie-Prof und mein Programmbeauftragter fürn Italien-Austausch und sehr sehr umgänglich :smiley:

Ja schon. Ich stelle mir aber vor meinem geistigen Auge immer
den alten Gauß vor, wie er nach einem harten Tag im Büro nach
Hause kommt. Stunden hat er vor Papierstapeln gebrütet und
Variablen durch die Gegend geschubst. Und jetzt ist er endlich
zu Hause. Er macht Feuer im Kamin, brüht sich ne Tasse Kaffee,
rekelt sich in seinen Ohrensessel, legt die Füße hoch. Dann
noch eine Decke über die Füße. Und dann nimmt er sich eine von
den Primzahltabellen, die immer parat liegen. Er schiebt die
Brille etwas zurecht und fängt an ein wenig zu rechnen. Mal
hier eine Summe gebildet, mal dort einen Quotienten. Das macht
er ein paar Stunden und sinkt dabei vollkommen entspannt in
den Schlaf.

Um ehrlich zu sein ist das fast schon das, was ich mir von meinem späteren Leben erhoffe :smiley: Ist das irgendwie komisch?
Gauß war schon toll, aber Hilbert war der beste :o)

Ich meine okay, beim Einschlafen knobel ich meist auch noch an
dem ein oder anderen Problem. Aber mich reißt es dann immer
wieder hoch, um noch schnell einen Gedanken zu notieren (den
ich sonst auch nicht vergessen hätte).
So ein ganz klein wenig finde ich diese Art der Entspannung
schon abgefahren. (normal, üblich, aber abgefahren)

Ich kann seltsamerweise so viel besser denken. Sobald ich Zettel und Stift hab, hab ich das Meiste wieder vergessen. Deshalb wollt ich mir eigentlich demnächst auch n Diktiergerät ans Fahrrad montieren (ich komm mir langsam selbst schon komisch vor…)

Ja es ist wie mit den komplexen Zahlen. Man hat sich dran
gewöhnt. Die Formel ist Alltag und so wirklich nützlich ist
sie auch nicht.
Aber krass ist sie schon irgendwie.
Es ist wie die Tatsache, dass egal welche Ableitungsregel
(oder Integriervorschrift) man nutzt, es kommt immer dasselbe
Ergebnis raus.
Das muss natürlich so sein. Sonst würde man die Regeln ja
nicht benutzen. Aber… es ist nicht verblüffend, aber… ja
aber…
es macht schon irgendwie Spaß.

ich weiß schon :o)

Verdammt, ich muss vielmehr lesen und lernen. Viel mehr.
Äh nein. Ich kenne sie leider nicht. Zumindest sagt mir der
Name nix.

Hätts mir auch nicht. Ich glaub, da steht nichtmal wirklich was im Netz drüber. Die hat unser Prof ganz am Ende von Algebra1 mal fallengelassen. Und sie ist noch unbewiesen :o)

Der Gedanke ist auch relativ neu und ungewohnt für mich. Wäre
mir bis vor Kurzem nie in den Sinn gekommen. Hab dann aber ne
Trainerausbildung gemacht und dabei irgendwie erkannt, dass es
auch was für sich hat. Mal schauen.

Aber kann man das als Nebenfach für Mathe? Mir stinkts schon, dass man Philosophie bei uns nicht als Nebenfach nehmen kanns :o(

Ich war nur alle zwei Wochen mal bei einer Vorlesung, weil
sich das mit Mathe überschnitten hat. Was der Prof da erzählt
hat war im Grunde schon anspruchsvoll (wenn auch im Grunde
schon bekannt). Die Übungsaufgaben waren dann aber so leicht,
dass ich jedes Mal geschmunzelt hab und mit der Klausur war es
ähnlich. So hat sich das alte Schulprinzip (ich lerne bei den
Sachen, die ich unbedingt machen muss, weil Test oder Abgabe)
auch im Studium durchgesetzt. Ganz im Gegensatz zu Mathe.
Aber ich muss zugeben, dass ich ein paar echt schöne
Experimente gesehen habe.

Mir war das erste Experiment zu blöd, da bin ich nicht mehr hingegangen… Außerdem soll es wohl echt so sein, dass man nicht hinmuss um die Prüfung zu bestehen. Unterschätzt hab ich es aber schon ein wenig. Hätt gern noch ne Woche länger gehabt. Musste da ja keine Klausuren schreiben. Die Vordiplomsprüfung ist da, wie in Mathe, ja mündlich. Scheine in Mathe brauchen wir ja aber trotzdem. Aber ne 2,0 ist doch super dafür :o)

Ich hab Derive immer gehasst. Um mich rum haben alle immer mit
Derive gearbeitet. Wenn sich der Computer nicht vermeiden
ließ, dann hab ich immer aus Protest auf MathCad
zurückgegriffen (das ist das bei Mathematikern verpönte
Ingenieursprogramm). Gut, dass ich im Abi sowas nicht benutzen
durfte.

Ich wettere heut noch dagegen! Ich werd nie ne Freundin von sowas…

Ein Leben in zwei Sätzen. :smile:
Tja, wie es aussieht stimmt es tatsächlich, dass man Mathe
erst einmal studiert haben muss, um zu sehen, ob es was für
einen ist. In der Regel bekommt man in der Schule ja auch
keinen Schimmer davon, wie Mathe wirklich ist.

Absolut! Womit wir wieder beim Bildungssystem wären. Aber lassen wir das bitte, da hör ich wirklich gar nicht mehr auf. N Wahnsinns-Hals krieg ich da!!

Ich brauch nu erstmal Kaffee, hab schon Entzug :smiley:

Herzliche Grüße,
Philipp

Beste Grüße zurück!
Christina

Ja hallo,

Jaja, reibs mir mal unter die Nase :o(

Von mir aus gern. Du ich hab Ferien. :stuck_out_tongue:

So in etwa. Nee, aber ehrlich. Denkfaule Mensche find ich auch
schlimm. Es ist nicht schlimm, wenn man was nicht weiß, aber
es ist furchtbar wenn man zu faul ist um zu denken. Meinen
Nachhilfeschüler habe ich, meiner Meinung nach, schon recht
weit gebracht. Zwar mit ein wenig Erpressung („Immer wenn du
rätst gibst du mir ne Zigarette“, seitdem fragt er immer nach

D), aber er versteht jetzt auch wirklich was. Und das macht

mich schon ein wenig stolz. Als ich mit ihm angefangen hab
konnte er nichtmal Bruchrechnung, jetzt versuch ich ihm bald
ne kleine Einführung für die 12. Klasse in Analysis zu geben
(P.S.: Was hat man in der Schule unter Algebra verstanden?).

Ich hab festgestellt, dass es meist ein Problem von Panik ist.
Man gibt seinem Nachhilfeschüler eine Aufgabe und er/sie bekommt erstmal Panik und denkt gar nicht mehr. Dann folgt das fünf minütige Starren auf die Aufgabe, ohne das im Gehirn mehr passiert, außer: „Verdammt, das kann ich nie.“
Es erfordert dann sehr lange gutes Zureden und viel Nachfragen und dann fangen sie langsam zu denken an. Ich hab schon Schüler dazu gebracht Aufgaben zu lösen, von denen sie überzeugt waren, dass sie sowas noch nie in der Schule hatten (der Hefter sagt was anderes), indem ich eine 20min Entspannungsübung mit ihnen gemacht habe.
Das mit den Zigaretten ist aber auch mal einen Versuch wert. Wahrscheinlich funzt das schneller.

Auch ne Idee. Das Problem bei mir ist bloß immer: Ich weiß,
welcher Meinung ich vorher war, aber ich hab keine Ahnung wie
er es geschafft hat mich zu überzeugen. Am Ende des Gesprächs
hab ich absolut keine Argumente mehr, aber wenn ich wen anders
überzeugen möchte, dann hab ich keine Ahnung mehr, wie der das
gemacht hat. Das ist wirklich übel…

Ich weiß genau, was Du meinst.
Ein Freund von mir wiederholt ständig das was man gesagt hat, bevor er losschlägt. „Du sagst also…“
Dann wartet er darauf, dass man nickt.
Und obwohl das, was er da eben wiederholt, genauso klingt, wie das was man eben sagen wollte, traut man sich schon nicht mehr „ja“ zu sagen, weil man schon ahnt, dass man da hemmungslos festgenagelt wird.
Das fiese ist, dass in 70% der Fälle gar nichts weiter passiert.
Aber in den anderen 30% rennt man ins offene Messer.

Hört sich auch interessant an. Ich verschlinge solche Bücher.
Hab schon alles von Simon Singh durch, „Der Mann, der die
Zahlen liebte“ von Hoffmann (über Paul Erdös), „Die Natur der
Unendlichkeit“ von Amir Aczel,… Das waren bisher die
interessantesten (und eben besagtes). Obwohl in denen von
Simon Singh oft das Gleiche drinsteht.
Hab es sogar geschafft nen Historie-Schein in nem Seminar über
Beweisarten zu kriegen in dem ich nen Vortrag über die
Beweisversuche zu Fermats letztem Theorem mache. Heimspiel :smiley:
Hab ich dem Prof aber auch vorgeschlagen. Ist Philosophie-Prof
und mein Programmbeauftragter fürn Italien-Austausch und sehr
sehr umgänglich :smiley:

Na wenn es flutscht dann flutscht es. Aber Du bist ja offensichtlich auch eine fleißige Studentin. Habe ich erwähnt, dass ich viel mehr lesen muss? Also ich muss viel mehr lesen.

Um ehrlich zu sein ist das fast schon das, was ich mir von
meinem späteren Leben erhoffe :smiley: Ist das irgendwie komisch?
Gauß war schon toll, aber Hilbert war der beste :o)

Du ehrlich gesagt kann ich mir ganz gut vorstellen, dass das mein Kamin ist. Vielleicht nicht der Ohrensessel, aber ansonsten…
Abgefahren ist es trotzdem.
Hilbert war lässig, obwohl sein Programm ja nicht so ganz erfolgreich war. (ich bedauer das ja ein wenig)
Es war glaube ich Minkowski, der irgendwann Anfang des 20 Jh. einen ihm unbekannten Studenten getroffen hat, der völlig in Gedanken durch die Straßen schlenderte. Minkowski klopfte ihm angeblich väterlich auf die Schulter und meinte: „Keine Angst, sie konvergiert schon.“
Lässig, aber abgefahren.

Ich kann seltsamerweise so viel besser denken. Sobald ich
Zettel und Stift hab, hab ich das Meiste wieder vergessen.
Deshalb wollt ich mir eigentlich demnächst auch n Diktiergerät
ans Fahrrad montieren (ich komm mir langsam selbst schon
komisch vor…)

Ein Diktiergerät am Fahrrad? Na das ist mal ne Idee. Mach das mal, das ist bestimmt ein schöne Erfindung.
Bei mir findet die Routine auf dem Papier statt. Die Schlüsselgedanken hab ich meist abends im Bett, in der Straßenbahn oder in der Badewanne. (Wenn es die Badewann nicht gebe, dann wär die Menschheit wahrscheinlich längst nicht so weit. Ich denk da nur an Archimedes.)

Hätts mir auch nicht. Ich glaub, da steht nichtmal wirklich
was im Netz drüber. Die hat unser Prof ganz am Ende von
Algebra1 mal fallengelassen. Und sie ist noch unbewiesen :o)

Ja, gegoogelt hab ich schon, aber nichts wirkliches gefunden.
Verrätst Du sie mir? Bitte. Sonst muss ich noch eigene unbeweisbare Vermutungen aufstellen. Das wäre schrecklich.

Aber kann man das als Nebenfach für Mathe? Mir stinkts schon,
dass man Philosophie bei uns nicht als Nebenfach nehmen kanns

o(

Ich hoffe das das geht. Ich werd wohl der erste sein, der das ausprobiert. Bisher hatten die noch nicht mal ne Studienordnung für Nebenfachler. Die kommt jetzt erst raus. Und dann wird sich’s zeigen.
Phylosophie ist bei uns übrigens ein sehr beliebtes Nebenfach. (Es gibt also auch Uni, wo das geht.)

Mir war das erste Experiment zu blöd, da bin ich nicht mehr
hingegangen… Außerdem soll es wohl echt so sein, dass man
nicht hinmuss um die Prüfung zu bestehen. Unterschätzt hab ich
es aber schon ein wenig. Hätt gern noch ne Woche länger
gehabt. Musste da ja keine Klausuren schreiben. Die
Vordiplomsprüfung ist da, wie in Mathe, ja mündlich. Scheine
in Mathe brauchen wir ja aber trotzdem. Aber ne 2,0 ist doch
super dafür :o)

Na ich hatte da einen sehr lustigen Prof. Der hat immer alles so liebevoll erklärt. Und wenn ich da war, hatte er mich gern mal persönlich angesprochen, um irgendwas zu besprechen. (Warum er bei vollem Hörsaal ausgerechnet mit mir plauschen muss, hab ich nie begriffen.) Ich hatte so ein wenig das Gefühl, dass es ihm das Herz gebrochen hätte, wenn ich gar nicht mehr gekommen wär. :smile:

Absolut! Womit wir wieder beim Bildungssystem wären. Aber
lassen wir das bitte, da hör ich wirklich gar nicht mehr auf.
N Wahnsinns-Hals krieg ich da!!

Ich will es ja auch gar nicht weiter ausbauen. Nur, dass da wirklich verdammt was schiefläuft. *beipflicht*

Und wieder die Grüße,
Philipp

Von mir aus gern. Du ich hab Ferien. :stuck_out_tongue:

o/

Ich hab festgestellt, dass es meist ein Problem von Panik ist.
Man gibt seinem Nachhilfeschüler eine Aufgabe und er/sie
bekommt erstmal Panik und denkt gar nicht mehr. Dann folgt das
fünf minütige Starren auf die Aufgabe, ohne das im Gehirn mehr
passiert, außer: „Verdammt, das kann ich nie.“
Es erfordert dann sehr lange gutes Zureden und viel Nachfragen
und dann fangen sie langsam zu denken an. Ich hab schon
Schüler dazu gebracht Aufgaben zu lösen, von denen sie
überzeugt waren, dass sie sowas noch nie in der Schule hatten
(der Hefter sagt was anderes), indem ich eine 20min
Entspannungsübung mit ihnen gemacht habe.
Das mit den Zigaretten ist aber auch mal einen Versuch wert.
Wahrscheinlich funzt das schneller.

Was waren denn das für Entspannungsübungen? Könnt ich ja auch mal ausprobieren. Vor allem auch erstmal bei mir selbst.
Aber der Vorgang, den du beschrieben hast, trifft es absolut!
Außerdem muss man denen auch Sätze in den Schädel hämmern. Erst erklären, dann immer wieder anwenden. Wie oft ich in letzter Zeit gesagt hab „Durch einen Bruch teilen ist das Gleiche wie… (mit dem Kehrwert malzunehmen)“. Bei dem in Klammern hoff ich dann immer, dass er sich erinnert. Und denen eben beibringen, dass sie sich an einige Sachen während der Arbeit ganz einfach durch ein Beispiel erinnern können.

Ich weiß genau, was Du meinst.
Ein Freund von mir wiederholt ständig das was man gesagt hat,
bevor er losschlägt. „Du sagst also…“
Dann wartet er darauf, dass man nickt.
Und obwohl das, was er da eben wiederholt, genauso klingt, wie
das was man eben sagen wollte, traut man sich schon nicht mehr
„ja“ zu sagen, weil man schon ahnt, dass man da hemmungslos
festgenagelt wird.
Das fiese ist, dass in 70% der Fälle gar nichts weiter
passiert.
Aber in den anderen 30% rennt man ins offene Messer.

Das ist aber echt ne ganz fiese Masche! Aber wenn man schon weiß, wie er das macht kriegt man trotzdem nicht hin sich da nicht irgendwie austricksen zu lassen?

Na wenn es flutscht dann flutscht es. Aber Du bist ja
offensichtlich auch eine fleißige Studentin. Habe ich erwähnt,
dass ich viel mehr lesen muss? Also ich muss viel mehr lesen.

Ach, man muss ja immer viel mehr lesen. Wenn man so könnte wie man wollte…

Du ehrlich gesagt kann ich mir ganz gut vorstellen, dass das
mein Kamin ist. Vielleicht nicht der Ohrensessel, aber
ansonsten…
Abgefahren ist es trotzdem.
Hilbert war lässig, obwohl sein Programm ja nicht so ganz
erfolgreich war. (ich bedauer das ja ein wenig)
Es war glaube ich Minkowski, der irgendwann Anfang des 20 Jh.
einen ihm unbekannten Studenten getroffen hat, der völlig in
Gedanken durch die Straßen schlenderte. Minkowski klopfte ihm
angeblich väterlich auf die Schulter und meinte: „Keine Angst,
sie konvergiert schon.“
Lässig, aber abgefahren.

Hehe, das ist echt wahnsinnig geil!! So hätt ich mir zwar eher Hilbert vorgestellt, der mit seinem Fahrrad durch Göttingen radelt oder mit den Studenten Billard spielen geht, aber die beiden waren ja auch gut befreundet (Kennst du die Story von der Vorlesung nach Minkowskis Tod?). Solche Leute dürfen echt gern meine Vorbilder sein :o)

Ein Diktiergerät am Fahrrad? Na das ist mal ne Idee. Mach das
mal, das ist bestimmt ein schöne Erfindung.
Bei mir findet die Routine auf dem Papier statt. Die
Schlüsselgedanken hab ich meist abends im Bett, in der
Straßenbahn oder in der Badewanne. (Wenn es die Badewann nicht
gebe, dann wär die Menschheit wahrscheinlich längst nicht so
weit. Ich denk da nur an Archimedes.)

Naja, Oldenburg ist ne Fahrrad-Stadt. Da kommt man immer so von A nach B. Ist dann quasi mein Straßenbahn-Analogon…
Viele von meinen Freunden (mir ist das seltsamerweise noch nie passiert) sind nachts auch schon aufgeschreckt und hatten plötzlich die Lösung zu irgendeinem Problem, dass sie beschäftigt hat. Das ist natürlich auch nicht übel…

Ja, gegoogelt hab ich schon, aber nichts wirkliches gefunden.
Verrätst Du sie mir? Bitte. Sonst muss ich noch eigene
unbeweisbare Vermutungen aufstellen. Das wäre schrecklich.

Ich glaube, eine aufzustellen ist teilweise genauso schwierig wie eine zu lösen. Hab aber nen Link gefunden. Aber wehe, du beweist sie vor mir! Hab grad gar keine Zeit mich an sowas ranzusetzen :o( Könnens ja zusammen versuchen :wink: http://mathworld.wolfram.com/SchanuelsConjecture.html

Ich hoffe das das geht. Ich werd wohl der erste sein, der das
ausprobiert. Bisher hatten die noch nicht mal ne
Studienordnung für Nebenfachler. Die kommt jetzt erst raus.
Und dann wird sich’s zeigen.
Phylosophie ist bei uns übrigens ein sehr beliebtes Nebenfach.
(Es gibt also auch Uni, wo das geht.)

Ja, ich weiß, dass es an vielen Unis geht. Das ist dann ja noch schlimmer! Aber ich komm so schon an genügend Philosophie ran. Und irgendwie freut es mich auch in Physik jetzt einiges zu wissen. Philosophie wird dann auch Interesse gemacht :o)
Was willst du denn dann mit dem Nebenfach Sport anfangen?

Na ich hatte da einen sehr lustigen Prof. Der hat immer alles
so liebevoll erklärt. Und wenn ich da war, hatte er mich gern
mal persönlich angesprochen, um irgendwas zu besprechen.
(Warum er bei vollem Hörsaal ausgerechnet mit mir plauschen
muss, hab ich nie begriffen.) Ich hatte so ein wenig das
Gefühl, dass es ihm das Herz gebrochen hätte, wenn ich gar
nicht mehr gekommen wär. :smile:

Entweder eine clevere Taktik oder echt n niedlicher Prof (der Beschreibung nach). Unser Prof war bestimmt auch nicht schlecht (hab gehört, dass er n supernetter ist), aber mir war meine Zeit dann doch irgendwie zu schade…

Ich will es ja auch gar nicht weiter ausbauen. Nur, dass da
wirklich verdammt was schiefläuft. *beipflicht*

Ooooh, ja! Und das schon ab der Grundschule… Da kam vor n paar Monaten auch ein recht langer Bericht im Stern oder Spiegel. Dem konnte ich fast uneingeschränkt zustimmen. Hast du den zufällig auch gelesen?

Und wieder die Grüße,
Philipp

Und zusätzlich noch frohe Ostern :o)
Christina

Hallo,

Was waren denn das für Entspannungsübungen? Könnt ich ja auch
mal ausprobieren. Vor allem auch erstmal bei mir selbst.

Hauptsächlich Feldenkrais basiertes Zeug. Ein wenig auf dem Rücken liegen, mit ein paar Atemübungen (z.B. in den Brustkorb rein und in den Bauch ausatmen) und selbstkreiertes Zeug.
Im Wesentlichen geht es darum, dass man sich zurücklehnt, die Augen schließt und ein wenig einer beruhigenden Stimme lauscht, während man Atmung und Puls kontrolliert. Nichts Spektakuläres, aber es schon das ein oder andere Mal geholfen.

Aber der Vorgang, den du beschrieben hast, trifft es absolut!
Außerdem muss man denen auch Sätze in den Schädel hämmern.
Erst erklären, dann immer wieder anwenden. Wie oft ich in
letzter Zeit gesagt hab „Durch einen Bruch teilen ist das
Gleiche wie… (mit dem Kehrwert malzunehmen)“. Bei dem in
Klammern hoff ich dann immer, dass er sich erinnert.

Oh ja. Dazu halt noch das ewige Verweisen auf bereits gerechnete Beispiele. „Wir hatten doch letzte Mal diese Sache mit dem … Das ist doch irgendwie ähnlich, findest Du nicht auch? …“
Und dann ist es nicht mal ähnlich zu einer Aufgabe vom letzten Mal, sonder zu einer Aufgabe, die vor der 5min Teepause noch prima gelöst wurde.

Und denen
eben beibringen, dass sie sich an einige Sachen während der
Arbeit ganz einfach durch ein Beispiel erinnern können.

Wenn der Stein ersteinmal rollt, dann geht sowas alles. Aber bis der erste Gedanke unterwegs ist. Ich frag dann immer: „Was ist denn die Aufgabe? … Kannst Du das versuchen in eigenen Worten zu beschreiben? … Wo liegt das Problem?“
Dass alle Welt denkt, dass Mathe schwer sei und dass es schon okay sei, wenn man das nicht versteht, hilft da auch nicht unbedingt weiter.

Das ist aber echt ne ganz fiese Masche! Aber wenn man schon
weiß, wie er das macht kriegt man trotzdem nicht hin sich da
nicht irgendwie austricksen zu lassen?

Doch, in ca. 70% der Fälle. :wink:

Hehe, das ist echt wahnsinnig geil!! So hätt ich mir zwar eher
Hilbert vorgestellt, der mit seinem Fahrrad durch Göttingen
radelt oder mit den Studenten Billard spielen geht, aber die
beiden waren ja auch gut befreundet (Kennst du die Story von
der Vorlesung nach Minkowskis Tod?). Solche Leute dürfen echt
gern meine Vorbilder sein :o)

Ich kenne nur diese angeblich Anekdote über Hilbert, wo er eines Tages in der Vorlesung fragt was 7*8 ist. Ein Student ruft 54 und ein anderer ruft, dass das Ergebnis 56 sei.
Worauf Hilbert nur mit dem Kopf schüttelt und meint: „Aber meine Herren, das Ergebnis kann doch nur 54 oder 56 sind, nicht aber beides.“
Aber Du meinst bestimmt was anderes… *gespannt-sei*

Naja, Oldenburg ist ne Fahrrad-Stadt. Da kommt man immer so
von A nach B. Ist dann quasi mein Straßenbahn-Analogon…
Viele von meinen Freunden (mir ist das seltsamerweise noch nie
passiert) sind nachts auch schon aufgeschreckt und hatten
plötzlich die Lösung zu irgendeinem Problem, dass sie
beschäftigt hat. Das ist natürlich auch nicht übel…

Nein, wenn ich schlafe, dann schlaf ich auch. Aber es ist mir schon in einem Gespräch über was vollkommen anderes passiert. Ich hab da überhaupt nicht über das Problem nachgedacht und plötzlich durchfuhr es mich. Mein Gegenüber hat sich nur ein wenig gewundert, warum ich plötzlich so dämlich zu grinsen angefangen habe.

Ich glaube, eine aufzustellen ist teilweise genauso schwierig
wie eine zu lösen. Hab aber nen Link gefunden. Aber wehe, du
beweist sie vor mir! Hab grad gar keine Zeit mich an sowas
ranzusetzen :o( Könnens ja zusammen versuchen :wink:
http://mathworld.wolfram.com/SchanuelsConjecture.html

Zu spät. Ich habe einen wahrhaft wunderhaften Beweis gefunden, aber…
Nein, die ist wirklich hübsch. Ich werd wohl erstmal ein paar Beispiele prüfen und schauen, ob das überhaupt stimmt. Bzw. ob es wenigstens manchmal stimmt, meine ich.

Ja, ich weiß, dass es an vielen Unis geht. Das ist dann ja
noch schlimmer! Aber ich komm so schon an genügend Philosophie
ran. Und irgendwie freut es mich auch in Physik jetzt einiges
zu wissen.
Philosophie wird dann auch Interesse gemacht :o)

So kommst Du von den Sprachen zur den Naturwissenschaften und wieder zur Philosophie. Es entwickelt vieles seine Reize, wenn man sich nur etwas damit beschäftigt, scheint mir.

Was willst du denn dann mit dem Nebenfach Sport anfangen?

Das ist eine Frage, die mir immer zu Mathe gestellt wurde.
„Was willst Du denn damit mal machen?“
Nun, was das Sportliche angeht, so studier ich ersteinmal einfach die Dinge, die mir am meisten Spaß machen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass man als Mathematiker da auch was finden kann, was was bringt. Beim Jonglieren z.B. gibt es ja ein ganz einfaches System, um mit Hilfe von Zahlen verschiedene Tricks zu beschreiben. Da hat man schon neue Tricks einfach durch „ausrechnen“ entwickelt. Vielleicht findet man ja eine Möglichkeit bestimmte Sportarten mathematisch zu beschreiben. Um vielleicht bestimmte Spieltaktiken zu optimieren.
Und ansonsten glaube ich, dass es u.a. der Trainingslehre gar nicht schlecht tut, wenn das ein oder andere Ergebnis nochmal geprüft wird. Von „sauberen Tests“ kann da oft nur selten die Rede sein. Mal schauen…
Ansonsten ist es immernoch ein ganz netter Ausgleich.

Entweder eine clevere Taktik oder echt n niedlicher Prof (der
Beschreibung nach). Unser Prof war bestimmt auch nicht
schlecht (hab gehört, dass er n supernetter ist), aber mir war
meine Zeit dann doch irgendwie zu schade…

Ich hatte mal einen Prof in der MSG (Schülerförderprogramm der Uni), der hat immermal angefangen mir die Dinge irgendwie sehr persönlich zu erzählen. Er hat sich dann direkt vor mich gestellt, hat mir konsequent in die Augen gestarrt, gleichzeit aber einfach weitergesprochen, als würde er irgendwo im Raum sein und immernoch alle beteiligten ansprechen. Ich hab dann immer nur zurückgestarrt, mit dem Kopf genickt und bei mir gedacht: „Jetzt nur nicht den Faden verlieren. Bis eben hast Du es noch verstanden, jetzt nur nicht den Faden verlieren.“ Und schon war ich raus.
Dann hat er sich auch gleich abgewendet und ich hab den Faden wieder gefunden.

Ooooh, ja! Und das schon ab der Grundschule… Da kam vor n
paar Monaten auch ein recht langer Bericht im Stern oder
Spiegel. Dem konnte ich fast uneingeschränkt zustimmen. Hast
du den zufällig auch gelesen?

Ich hab’s nicht gelesen. (Ich muss wohl viel mehr lesen…)
Aber ich einfach in meiner Algebravorlesung Lehramtsstudenten sitzen, die dann an der Grundschule unterrichten wollen. Ich finde es ja ganz nett, dass die was von Homomophiesätzen und Co hören, aber ich frag mich dann schon, was das soll. Ob es nicht vielleicht besser wäre, wenn sie was über Pädagogik hören oder mal die anderen Fächer anschauen, die sie ja auch alle unterrichten sollen.
Ich meine mich würde es ja schon frustrieren, wenn ich den Schülern erzählen kann, wie man das Zorn’sche Lemma aus dem Auswahlaxiom herleiten kann, aber nur „ein Apfel und noch zwei Äpfel macht wieviel Äpfel?“ fragen darf.
Aber darüber wollten wir uns ja nicht aufregen oder?

Frohe Ostern,
Philipp

PS: War denn der Hase fleißig?

Hallo,
Hauptsächlich Feldenkrais basiertes Zeug. Ein wenig auf dem
Rücken liegen, mit ein paar Atemübungen (z.B. in den Brustkorb
rein und in den Bauch ausatmen) und selbstkreiertes Zeug.
Im Wesentlichen geht es darum, dass man sich zurücklehnt, die
Augen schließt und ein wenig einer beruhigenden Stimme
lauscht, während man Atmung und Puls kontrolliert. Nichts
Spektakuläres, aber es schon das ein oder andere Mal geholfen.

Ach so. Naja, das wär wohl schon ein wenig seltsam. Ich geb Nachhilfe immer bei uns in der Bücherei. Und wenn ich da machen würde, dann würden die mich da endgültig für irre erklären. Andererseits: Vielleicht würds auch keinen wundern…
Ich hab recht lange Theater gespielt, daher kenn ich auch einige Übungen. Sollte echt mal wieder sowas machen.

Oh ja. Dazu halt noch das ewige Verweisen auf bereits
gerechnete Beispiele. „Wir hatten doch letzte Mal diese Sache
mit dem … Das ist doch irgendwie ähnlich, findest Du nicht
auch? …“
Und dann ist es nicht mal ähnlich zu einer Aufgabe vom letzten
Mal, sonder zu einer Aufgabe, die vor der 5min Teepause noch
prima gelöst wurde.

Ja, das ist schon bitter. Und so wirklich versteht man es ja auch nicht, wieso es nicht klappt. Meiner Meinung nach ist das größte Problem ja wirklich das drauf einlassen. Und wie du auch meintest: Wenn jeder immer meint „Ich konnte auch nie Mathe, ist nicht so schlimm“ und sich sogar der Kanzler oder sonstwer damit brüsten „In Mathe war ich auch immer schlecht“ ist das schon ganz schön ärmlich. Und das ist auch ein ziemlich deutsches Phänomen. Wer ist schon blöd genug sich mit dem zu brüsten, was man nicht kann??

Wenn der Stein ersteinmal rollt, dann geht sowas alles. Aber
bis der erste Gedanke unterwegs ist. Ich frag dann immer: „Was
ist denn die Aufgabe? … Kannst Du das versuchen in eigenen
Worten zu beschreiben? … Wo liegt das Problem?“
Dass alle Welt denkt, dass Mathe schwer sei und dass es schon
okay sei, wenn man das nicht versteht, hilft da auch nicht
unbedingt weiter.

Wie gesagt…
Ich versuch meinem auch immer wieder in den Kopf zu hämmern „Was hast du denn gegeben, was willst du denn berechnen? Schreib das doch mal als erstes auf.“ Aber dann ist das auch noch so ein Hektiker „Jaja, ich weiß was ich machen muss…“. Is klar, merkt man… Und kürzlich hat sein Lehrer das Thema dann eingeführt und er meinte wohl ganz überheblich, das könnte man doch viel einfacher und schneller erklären und er hätte sich gelangweilt (das hat er dem Lehrer gesagt!). Anstatt mal den Ball flach zu halten. Aber die Logik „Ich weiß ja schon alles, soll der mal erzählen, umso weniger kommt in der Arbeit dran“, die hat er irgendwie nicht raus…

Ich kenne nur diese angeblich Anekdote über Hilbert, wo er
eines Tages in der Vorlesung fragt was 7*8 ist. Ein Student
ruft 54 und ein anderer ruft, dass das Ergebnis 56 sei.
Worauf Hilbert nur mit dem Kopf schüttelt und meint: „Aber
meine Herren, das Ergebnis kann doch nur 54 oder 56 sind,
nicht aber beides.“
Aber Du meinst bestimmt was anderes… *gespannt-sei*

Ja, die ist ja auch viel zitiert :o) Wusste gar nicht mehr, dass das Hilbert war…
Nee, ich hab es jetzt nicht mehr ganz genau im Kopf. Aber Hilbert hat wohl in einer Vorlesung den Studenten gesagt, dass Minkowski gestorben war und hat angefangen zu weinen. Daraufhin waren die Studenten weniger bestürzt über den Tod von Minkowski als darüber, dass der große Hilbert weint.
Ach, über Hilbert gibt es viele Geschichten. Lege dir das erwähnt Buch (Die Magie der Primzahlen) absolut ans Herz! Eines der besten Bücher, das ich in den letzte Jahren gelesen habe.
Ich glaub, das wär wirklich jemand gewesen, mit dem ich echt superausgekommen wäre. Zumindest wenn er heute leben würde. Zur damaligen Zeit wär ich bestimmt auch anders drauf gewesen, wer weiß?

Nein, wenn ich schlafe, dann schlaf ich auch. Aber es ist mir
schon in einem Gespräch über was vollkommen anderes passiert.
Ich hab da überhaupt nicht über das Problem nachgedacht und
plötzlich durchfuhr es mich. Mein Gegenüber hat sich nur ein
wenig gewundert, warum ich plötzlich so dämlich zu grinsen
angefangen habe.

Hehe, ja, das ist immer super. Ab und an hab ich das auch. Wenn ich dabei mit Mathematikern rede dann merken die sofort was abgeht, aber wenn ich mit meinen Mädels unterwegs bin und dann passiert sowas, dann halten die mich immer für ein bisschen merkwürdig. Aus sowas entsteht auch die Tatsache, dass Mathematiker immer Servietten vollkritzeln müssen :smile:
Aber ich find das super. Irgendwie lässt einen so ein Problem ja auch nicht los. Und dann rattert es und rattert es. Und dass man dann die ganze Zeit nicht dran denkt, das kann eigentlich auch nicht passieren. Ich muss ja zugeben, dass es mir auch verflucht oft passiert, dass ich nur halbherzig an irgendwas dabei bin und in Wirklichkeit ganz andere Sachen in meinem Kopf rumspuken…

Zu spät. Ich habe einen wahrhaft wunderhaften Beweis gefunden,
aber…
Nein, die ist wirklich hübsch. Ich werd wohl erstmal ein paar
Beispiele prüfen und schauen, ob das überhaupt stimmt. Bzw. ob
es wenigstens manchmal stimmt, meine ich.

Die ist so schön schlicht :o) Ähnlich halt wie Sachen in der Zahlentheorie. Schlichte Probleme sind die besten :o)

So kommst Du von den Sprachen zur den Naturwissenschaften und
wieder zur Philosophie. Es entwickelt vieles seine Reize, wenn
man sich nur etwas damit beschäftigt, scheint mir.

Naja, manchmal ganz im Gegenteil. Anglistik fand ich z.B. sterbenslangweilig. Der einzige Schein, den ich da gemacht hab war in Literaturwissenschaften, Dramen und so liegen mir noch viel mehr. Aber sonst… Die Vorlesungen waren dann ja auch noch fast alle auf Deutsch, voll öde…

Das ist eine Frage, die mir immer zu Mathe gestellt wurde.
„Was willst Du denn damit mal machen?“
Nun, was das Sportliche angeht, so studier ich ersteinmal
einfach die Dinge, die mir am meisten Spaß machen. Aber ich
kann mir gut vorstellen, dass man als Mathematiker da auch was
finden kann, was was bringt. Beim Jonglieren z.B. gibt es ja
ein ganz einfaches System, um mit Hilfe von Zahlen
verschiedene Tricks zu beschreiben. Da hat man schon neue
Tricks einfach durch „ausrechnen“ entwickelt. Vielleicht
findet man ja eine Möglichkeit bestimmte Sportarten
mathematisch zu beschreiben. Um vielleicht bestimmte
Spieltaktiken zu optimieren.

Wir haben hier im Hochschulsport auch Jonglierkurse. Und da sitzen viele viele Mathematiker und Physiker! :o) Erweitert ja auch das denken. Ich wollts ja auch schonmal machen, aber ich krieg nur die einfache 3-Ball-Kaskade hin, bin da irgendwie zu ungeduldig für. Hab da jetzt was entdeckt, was mir Spaß machen könnte. Die Dinger heißen Poys oder so, keine Ahnung, wie man die schreibt. Und als ich klein war hab ich ja auch RSG gemacht, da ist das mit den Keulen teilweise so ähnlich wie mit Poys (oder wie auch immer…).
Und Sportarten mathematisch beschreiben? Könnte interessant sein, aber ich weiß nicht. So John Nash-mäßig? :wink:

Ich hatte mal einen Prof in der MSG (Schülerförderprogramm der
Uni), der hat immermal angefangen mir die Dinge irgendwie sehr
persönlich zu erzählen. Er hat sich dann direkt vor mich
gestellt, hat mir konsequent in die Augen gestarrt, gleichzeit
aber einfach weitergesprochen, als würde er irgendwo im Raum
sein und immernoch alle beteiligten ansprechen. Ich hab dann
immer nur zurückgestarrt, mit dem Kopf genickt und bei mir
gedacht: „Jetzt nur nicht den Faden verlieren. Bis eben hast
Du es noch verstanden, jetzt nur nicht den Faden verlieren.“
Und schon war ich raus.
Dann hat er sich auch gleich abgewendet und ich hab den Faden
wieder gefunden.

Nee, so einen hatte ich nie. Hört sich schon ziemlich bös an. Aber ich kanns mir in etwa vorstellen. Hab n relativ gutes Verhältnis zu meinem Algebra-Prof (jetzt vielleicht nicht mehr. Hab mich in ner Scheinprüfung ziemlich blamiert und ich hatte irgendwie das Gefühl, als fühlte er sich persönlich beleidigt :o/ ) und wenn man bei dem im Zimmer steht und ne Frage hat und der dann loslegt, dann denkt man auch immer nur „Und jetzt bloß gut aufpassen, anstrengen, merken, verstehen,…“ aber sobald man unten ist hat man alles vergessen. Weil er einen dabei die ganze Zeit so persönlich bearbeitet und versucht einem das ganz genau zu erklären. Da will man es natürlich umso mehr verstehen. Und wenn man irgendwas zu sehr will, dann kann es nichts werden.

Ich hab’s nicht gelesen. (Ich muss wohl viel mehr lesen…)
Aber ich einfach in meiner Algebravorlesung Lehramtsstudenten
sitzen, die dann an der Grundschule unterrichten wollen. Ich
finde es ja ganz nett, dass die was von Homomophiesätzen und
Co hören, aber ich frag mich dann schon, was das soll. Ob es
nicht vielleicht besser wäre, wenn sie was über Pädagogik
hören oder mal die anderen Fächer anschauen, die sie ja auch
alle unterrichten sollen.
Ich meine mich würde es ja schon frustrieren, wenn ich den
Schülern erzählen kann, wie man das Zorn’sche Lemma aus dem
Auswahlaxiom herleiten kann, aber nur „ein Apfel und noch zwei
Äpfel macht wieviel Äpfel?“ fragen darf.
Aber darüber wollten wir uns ja nicht aufregen oder?

Grundschullehramt? Die sitzen bei uns gar nicht mit drin! Nur BBS und Gym. Die schnallen zwar auch schon nix aber das ist deren Problem. Sollen sie mal nachher vor nem Schüler sitzen der alles noch besser weiß als die. Ich hasse auch diese Fragen „Wozu brauch ich das alls?“. Ich hab manchmal das Gefühl, ein guter Lehrer kann man nur sein, wenn man das Fach wirklich liebt, wenn man das Fach aber wirklich liebt, dann wird man kein Lehrer. Gibt wirklich verflucht wenig gute Lehrer. Aber ich schweife ab…
Wie gesagt: Nix Grundschule in unseren Veranstaltungen.
Wieso sitzt du eigentlich in Algebra? In welchem Semester warst du gleich??? Was müsst ihr denn so hören bis zum Vordiplom?

PS: War denn der Hase fleißig?

Naja, Süßes halt. Der Sohn meiner Patentante, 7 Jahre und Einzelkind, hat n Fahrrad bekommen. Unglaublich, irgendwann können sich Kinder über gar nix mehr freuen. Ich war früher mit meinen Holzklötzen voll und ganz zufrieden. Und mit sowas werden meine Kinder später auch erzogen. Wann hat denn das angefangen Ostern so zu zelebrieren wie Weihnachten oder sonstwas?
Aber ja, lecker Schoki gekriegt :o) Brauch ich auch zum Lernen. Hätt aber nicht gedacht, dass Lernen so viele Kalorien verbraucht!

Werd mir mal n Bierchen holen und mich nochmal über mein Skript hocken. Bin erste bei Analysis II. Muss ja ganz ehrlich sagen: In Sachen Analysis sollt ich mich auch mal drauf einlassen, weiß gar nicht woher meine strikte Ablehnung kommt.

Frohe Ostern,
Philipp

Beste Grüße! :o)
Christina

Ji,

Ach so. Naja, das wär wohl schon ein wenig seltsam. Ich geb
Nachhilfe immer bei uns in der Bücherei. Und wenn ich da
machen würde, dann würden die mich da endgültig für irre
erklären. Andererseits: Vielleicht würds auch keinen
wundern…

Es kommt immer drauf an, was man dann bringt. Beim Klettern schaut man mich meist blöd an, wenn ich vor einem schweren Problem daliege und vor mich hin atme. Wenn ich’s dann aber durchkletter, dann sieht die Sache gleich anders aus…
Gut in der Bücherei wird das etwas schwieriger sein. Das musst Du dann aufspringen und rufen: „Heureka, dieses p-np-Problem war ja leicht zu lösen…“ oder was in der Art.
Na ja, ich hab Nachhilfe meist in heimischen Räumen gegeben, da war sowas einfacher.

Ja, das ist schon bitter. Und so wirklich versteht man es ja
auch nicht, wieso es nicht klappt. Meiner Meinung nach ist das
größte Problem ja wirklich das drauf einlassen. Und wie du
auch meintest: Wenn jeder immer meint „Ich konnte auch nie
Mathe, ist nicht so schlimm“ und sich sogar der Kanzler oder
sonstwer damit brüsten „In Mathe war ich auch immer schlecht“
ist das schon ganz schön ärmlich. Und das ist auch ein
ziemlich deutsches Phänomen. Wer ist schon blöd genug sich mit
dem zu brüsten, was man nicht kann??

Ich hab mal bei Viva reingezapt, da war bei Intaktiv oder so eine Hausaufgabensendung. Sie haben da den Schülern geholfen ihre Hausaufgaben zu machen. Und immer wieder kamen Sätze von der Moderatorin, wie „Es sollten schon interessante Aufgaben sein. Kein Mathekram oder so…“ Eine spannende Matheaufgabe ist ja auch undenkbar. (Bei der Gelegenheit: Kennst Du die Aufgabe mit dem Bild, dass runterfallen muss, wenn man einen von n Nägeln rauszieht?)

Im Fernsehen ist jemand der Mathe mag oder kann sowieso out.
Wenn ich da an die wenigen, primitiven NaWi-Fragen bei Wer wird Millionär denke oder so… ganz düster.
(www.matheplanet.com - Werde Mathemillionär!)

Wie gesagt…
Ich versuch meinem auch immer wieder in den Kopf zu hämmern
„Was hast du denn gegeben, was willst du denn berechnen?
Schreib das doch mal als erstes auf.“ Aber dann ist das auch
noch so ein Hektiker „Jaja, ich weiß was ich machen muss…“.
Is klar, merkt man…

Ja, am Aufschreiben hapert es sowieso mächtig.
Da steht dort auf dem Blatt mal eine Formel, dann wieder dort mal.
Um ein Konzeopt zu bekommen ist das ja ganz nett, aber das muss doch anders gehen.
Ich sag immer, sie soll die Formeln untereinander schreiben, die Äquivalenzzeichen setzen, Randbemerkungen ruhig hinzufügen.
Wenn ich auf dem Blatt nirgendwo erkennen kann, dann die eine Formel mit der anderen was zu tun hat, dann kann ich mir schon vorstellen, dass da im Kopf vom Schüler auch was durcheinander geht.
(Ist aber auch schwierig zu verstehen, wenn auch der Lehrer die „Daraus-folgt-Pfeile“ nicht an die Tafel bringt.

Und kürzlich hat sein Lehrer das Thema
dann eingeführt und er meinte wohl ganz überheblich, das
könnte man doch viel einfacher und schneller erklären und er
hätte sich gelangweilt (das hat er dem Lehrer gesagt!).

Tja und dann hat er Dir erzählt, wie er dem Lehrer gesagt hat, dass das viel einfacher geht. Solche Leute liebe ich ja.
Ich meine, wenn man sich langweilt, kann man Fragen stellen oder Mitschülern helfen oder einfach die Klappe halten und andere Lösungswege genießen.

Anstatt mal den Ball flach zu halten. Aber die Logik „Ich weiß
ja schon alles, soll der mal erzählen, umso weniger kommt in
der Arbeit dran“, die hat er irgendwie nicht raus…

Ich hatte mal nen Mitschüler, der war mir besonders lieb. Dem hab ich über zwei Hofpausen erklärt, was er in der Mathearbeit können muss und wie das geht. Zwei Wochen später bekommen wir die zurück und er hat ne Note besser als ich. Okay, freu mich ja für ihn. Dann kommt er aber an und erzählt mir, dass er ja grundsätzlich besser in Mathe sei als ich und dass ich vielleicht mal mehr lernen sollte.
Da war ich ganz schön baff.
Ich glaub, ich hab ihn dann noch drauf hingewiesen, dass ich 15 min vor ihm abgegeben habe (in ner 45min Arbeit) und dass ich für die schwierige Aufgabe, die er nicht lösen konnte immerhin drei verschiedene Lösungen angegeben habe. (Die letzte Aufgabe war immer ein Beweis. Darauf hab ich mich immer gefreut, denn es war das einzig anspruchsvolle in den Mathearbeiten damals - das war noch Sprachschule). Tja, damals hat mich sowas noch gefoppt.

Ja, die ist ja auch viel zitiert :o) Wusste gar nicht mehr,
dass das Hilbert war…

Bin mir ziemlich sicher, dass es um den alten Dave ging.

Nee, ich hab es jetzt nicht mehr ganz genau im Kopf. Aber
Hilbert hat wohl in einer Vorlesung den Studenten gesagt, dass
Minkowski gestorben war und hat angefangen zu weinen.
Daraufhin waren die Studenten weniger bestürzt über den Tod
von Minkowski als darüber, dass der große Hilbert weint.

Das würde mich aber auch schockieren, wenn mein Prof anfängt zu flennen. :smile:

Ach, über Hilbert gibt es viele Geschichten. Lege dir das
erwähnt Buch (Die Magie der Primzahlen) absolut ans Herz!
Eines der besten Bücher, das ich in den letzte Jahren gelesen
habe.

Ich versprech, ich schau rein. Ich hab’s mir notiert. Ich mach das.

Ich glaub, das wär wirklich jemand gewesen, mit dem ich echt
superausgekommen wäre. Zumindest wenn er heute leben würde.
Zur damaligen Zeit wär ich bestimmt auch anders drauf gewesen,
wer weiß?

Ja ja, vielleicht wer der Herr Hilbert ja auch nicht mit Dir klar gekommen und wäre viel lieber mit dem Minkowski um die Häuser gezogen.
Aber es bleibt ja alles leider im Konjunktiv 2.

Hehe, ja, das ist immer super. Ab und an hab ich das auch.
Wenn ich dabei mit Mathematikern rede dann merken die sofort
was abgeht, aber wenn ich mit meinen Mädels unterwegs bin und
dann passiert sowas, dann halten die mich immer für ein
bisschen merkwürdig. Aus sowas entsteht auch die Tatsache,
dass Mathematiker immer Servietten vollkritzeln müssen :smile:

Nee, sowas mache ich nicht. Mich nervt das total, weil der Stift dann meist nicht schreibt oder die Serviette durchreißt. Ich hab immer einen Zettel einstecken. Eine Zeitlang hatte ich sogar einen kleinen Zirkel in der Tasche, weil ich da so ein paar kleine Konstruktionen von Mascheronie und Napoleon mit mir rumgetragen habe.

Aber ich find das super. Irgendwie lässt einen so ein Problem
ja auch nicht los. Und dann rattert es und rattert es. Und
dass man dann die ganze Zeit nicht dran denkt, das kann
eigentlich auch nicht passieren. Ich muss ja zugeben, dass es
mir auch verflucht oft passiert, dass ich nur halbherzig an
irgendwas dabei bin und in Wirklichkeit ganz andere Sachen in
meinem Kopf rumspuken…

Es ist ja auch so schön einfach. Man muss nichts dabei haben. Wenn man irgendwo warten muss oder so oder gerade nichts los ist, dann kann man immer ein wenig über ein paar kleinen Schlüssen brüten. Dann hat man was spannendes und auch noch sinnvolles zu tun. Ist doch irre.

Die ist so schön schlicht :o) Ähnlich halt wie Sachen in der
Zahlentheorie. Schlichte Probleme sind die besten :o)

Sowieso. Die kleinen Sachen, die man nicht erst zehnmal lesen muss, um zu checken, was eigentlich gemeint ist. Bei denen zwei Sätze reichen um alles zu erklären, was man wissen muss und aus denen sich dann ein riesen Gebilde baut.

Wir haben hier im Hochschulsport auch Jonglierkurse. Und da
sitzen viele viele Mathematiker und Physiker! :o) Erweitert ja
auch das denken.

Bei uns machen sie’s teilweise sogar in der Mensa. Scheint wirklich bliebt zu sein, bei den Mathis und Physis.

Ich wollts ja auch schonmal machen, aber ich
krieg nur die einfache 3-Ball-Kaskade hin, bin da irgendwie zu
ungeduldig für.

Ging mir auch so. Ich hab dann aber Jonglierfackeln geschenkt bekommen. Und wenn man eine Weile mit Keulen oder Fackeln geübt hat, dann erscheinen einem 3 Bälle plötzlich so langweilig, dass man einfach ein paar Tricks versuchen muss.

Hab da jetzt was entdeckt, was mir Spaß machen
könnte. Die Dinger heißen Poys oder so, keine Ahnung, wie man
die schreibt. Und als ich klein war hab ich ja auch RSG
gemacht, da ist das mit den Keulen teilweise so ähnlich wie
mit Poys (oder wie auch immer…).

Die Dinger heißen „Pois“.
Ich hab meinem Bruder welche geschenkt. Der Anfang ist ein wenig schwer zu überwinden, weil man sie sich ständig ins Gesicht schlägt, aber man bekommt mit deutlich weniger Aufwand, als z.B. beim Jonglieren echt schöne Tricks hin. Vor allem traut man sich viel schneller sie anzuzünden und wenn es einmal brennt, macht es gleich doppelt soviel Spaß.

Und Sportarten mathematisch beschreiben? Könnte interessant
sein, aber ich weiß nicht. So John Nash-mäßig? :wink:

Ist nur eine Ausrede um einfach die Dinge zu studieren, die mir Spaß machen. Klingt doch halbwegs überzeugend, oder?

Grundschullehramt? Die sitzen bei uns gar nicht mit drin! Nur
BBS und Gym. Die schnallen zwar auch schon nix aber das ist
deren Problem. Sollen sie mal nachher vor nem Schüler sitzen
der alles noch besser weiß als die.

Na bei denen macht es wenigstens noch Sinn, dass sie gequält werden. (Wobei es ja keine Qual sein sollte.)

Ich hasse auch diese
Fragen „Wozu brauch ich das alls?“.

Ich hab das immer von Mitschülern gehört.
„Wozu muss ich denn das Volumen eines Tetraeders ausrechnen können?“
Ich hab dann immer gesagt:
„Pass auf. Wenn Du z.B. in die Kaufhalle gehst und Du hast nur 2 Mark (damals noch Mark) bei. Und Du willst so ein Tetrapack Milch kaufen. So ein tetraederförmiges (die gab es damals noch bei uns). Und Da steht der Preis drauf. 30 Pfennig hoch -3 die Seitenlänge kostet die Milch. Und Du willst aber gern das ganze Volumen kaufen. Dann muss Du doch ungefähr abschätzen können, wie Teuer das wird…“
Blöde Frage, blöde Antwort.
In Geschichte und Erdkunde hat das doch auch keiner gefragt. Und gerade in Erdkunde war mir nie wirklich klar, welchen Sinn es hat irgendwelche Standortfaktoren von Nordsibirien auswendig zu lernen.

Ich hab manchmal das
Gefühl, ein guter Lehrer kann man nur sein, wenn man das Fach
wirklich liebt, wenn man das Fach aber wirklich liebt, dann
wird man kein Lehrer. Gibt wirklich verflucht wenig gute
Lehrer. Aber ich schweife ab…

Jup, Du schweifst ab. Deshalb nur kurz beistimm.

Wie gesagt: Nix Grundschule in unseren Veranstaltungen.

Eigentlich gibt es ja für die auch eine extra Lehramtsvorlesung, aber die ist wohl didaktisch so schlecht, dass sich manche von den Lehrämtern lieber die Diplomvorlesung anhören.

Wieso sitzt du eigentlich in Algebra? In welchem Semester
warst du gleich??? Was müsst ihr denn so hören bis zum
Vordiplom?

Na ja, in „Algebra“ direkt sitze ich nicht. Nur in „linearer Algebra und anlytischer Geometrie“. Aber ich war zu faul das so zu schreiben. Und da ich derzeit keine andere Algebra höre, kam mir der Gedanke der Verwechslung nicht.
Es war das zweite Semester.
Und was wir hören müssen:
lin. Algbra 1+2
Analysis 1-4
Algebra 1-2
Wissenschaftlich Rechnen 1+2 (Anwendungsinformatik für Mathematiker)
Noch ein wenig Stochastik oder Numerik
Nebenfach und Studium Generale

  • diverse Proseminare
    Aber ganz sicher bin ich mir jetzt gar nicht.

Naja, Süßes halt. Der Sohn meiner Patentante, 7 Jahre und
Einzelkind, hat n Fahrrad bekommen. Unglaublich, irgendwann
können sich Kinder über gar nix mehr freuen. Ich war früher
mit meinen Holzklötzen voll und ganz zufrieden. Und mit sowas
werden meine Kinder später auch erzogen. Wann hat denn das
angefangen Ostern so zu zelebrieren wie Weihnachten oder
sonstwas?

War leztens in nem Spielwarenladen und hätte beinahe nicht mehr raus gefunden. Da gibt es wirklich tolle Sachen, die ich mir früher, als ich im richtigen Alter dafür war, ja nicht leisten konnte. Aber jetzt…
Nein, Ostern war bei mir hauptsächlich schokoladig.
Wobei, ich habe meinen Großeltern einen Schokohasen geschenkt, der war 80cm groß und 2,3 kg schwer. Eigentlich fand ich es übertrieben, aber ich wollte unbedingt die Augen von meinem Opa sehen, wenn er den findet. Und es hat sich gelohnt.

Aber ja, lecker Schoki gekriegt :o) Brauch ich auch zum
Lernen. Hätt aber nicht gedacht, dass Lernen so viele Kalorien
verbraucht!

Ich hab fast immer ein paar Tafeln in der Schublade vom Schreibtisch liegen, wenn es mal mit einem Übungszettel nicht so klappt. Schokolade und Gummibärchen lösen fast jedes Problem (ob nun mathematischer Natur oder nicht).

Werd mir mal n Bierchen holen und mich nochmal über mein
Skript hocken. Bin erste bei Analysis II. Muss ja ganz ehrlich
sagen: In Sachen Analysis sollt ich mich auch mal drauf
einlassen, weiß gar nicht woher meine strikte Ablehnung kommt.

Hab da ja auch irgendwie nicht so die Leidenschaft für. Obwohl meine Proffessorin ganz niedlich ist. Für sie ist alles ein immerwährender Grabenkampf zwischen schwarzen und weißen Ameisen auf der Tafel. Da gibt es böse und liebe Terme, hinterhältige und solide, vertrauswürdige Variablen. „Und dann nehmen wir unseren tollen Satz, den wir gerade bewiesen haben und prügeln damit auf das nächst beste Problem ein, dass wir finden können. Ah, ich glaube da kommt schon eins um die Ecke…“
Aber trotzdem hält sich meine Begeisterung doch in Grenzen. Obwohl, die Analysisklausur war deutlich spannender und interessanter, als die lin. Algebraklausur. *schulterzuck*

Und die wieder die lieben Grüße,
Philipp

Salute!

Es kommt immer drauf an, was man dann bringt. Beim Klettern
schaut man mich meist blöd an, wenn ich vor einem schweren
Problem daliege und vor mich hin atme. Wenn ich’s dann aber
durchkletter, dann sieht die Sache gleich anders aus…
Gut in der Bücherei wird das etwas schwieriger sein. Das musst
Du dann aufspringen und rufen: „Heureka, dieses p-np-Problem
war ja leicht zu lösen…“ oder was in der Art.
Na ja, ich hab Nachhilfe meist in heimischen Räumen gegeben,
da war sowas einfacher.

Das hört sich doch mal nicht übel an. Das sollte ich mal probieren :smiley:
Du kletterst?

Ich hab mal bei Viva reingezapt, da war bei Intaktiv oder so
eine Hausaufgabensendung. Sie haben da den Schülern geholfen
ihre Hausaufgaben zu machen. Und immer wieder kamen Sätze von
der Moderatorin, wie „Es sollten schon interessante Aufgaben
sein. Kein Mathekram oder so…“ Eine spannende Matheaufgabe
ist ja auch undenkbar. (Bei der Gelegenheit: Kennst Du die
Aufgabe mit dem Bild, dass runterfallen muss, wenn man einen
von n Nägeln rauszieht?)

Im Fernsehen ist jemand der Mathe mag oder kann sowieso out.
Wenn ich da an die wenigen, primitiven NaWi-Fragen bei Wer
wird Millionär denke oder so… ganz düster.
(www.matheplanet.com - Werde Mathemillionär!)

Man kann ja auch kaum erwarten, dass Viva-Moderatoren Mathe können. Trotzdem schon ganz schön arg, dass sowas gesagt wird. Ich find das ganz schön traurig in Deutschland, ganz ehrlich…
Nee, die Aufgabe kenn ich nicht, leg mal los :o)
Wer wird Mathmatiker kenn ich, hab auch schon mein Diplom :o) Damit kann man aber sicher gut lernen. Wenn man das zu Hause hätte und mal n Tag damit verbringt da die für einen wichtigen Fragen einzugeben. Eigentlich super dafür. Mach ich bestimmt nochmal irgendwann…

Ja, am Aufschreiben hapert es sowieso mächtig.
Da steht dort auf dem Blatt mal eine Formel, dann wieder dort
mal.
Um ein Konzeopt zu bekommen ist das ja ganz nett, aber das
muss doch anders gehen.
Ich sag immer, sie soll die Formeln untereinander schreiben,
die Äquivalenzzeichen setzen, Randbemerkungen ruhig
hinzufügen.
Wenn ich auf dem Blatt nirgendwo erkennen kann, dann die eine
Formel mit der anderen was zu tun hat, dann kann ich mir schon
vorstellen, dass da im Kopf vom Schüler auch was durcheinander
geht.
(Ist aber auch schwierig zu verstehen, wenn auch der Lehrer
die „Daraus-folgt-Pfeile“ nicht an die Tafel bringt.

Äauivalenzpfeile? Das werd ich bei meinem nicht durchsetzen können. Ich krieg es ja nichtmal hin, dass er immer nur n Gleichheitszeichen macht anstatt dass er immer neu die Gleichung hinschreibt. Formal hab ich den aufgegeben. Ich will nur, dass er rafft, wie das Thema funktioniert. Normalerweise bin ich da ehrgeiziger, aber bei dem ist so ziemlich Hopfen und Malz verloren. Aber immerhin hat er schon was verstanden. Er hatte bisher immer ne 6, da krieg ich ihn wohl runter. Vielleicht auf ne 4 oder so. Aber ich denke, er ist in Arbeiten dann auch einfach zu hektisch um es noch besser hinzukriegen. Da musste ich echt ganz weit unten anfangen, er konnte ja nichtmal Bruchrechnen! Ganz zu schweigen davon, wie seine Gleichungen vorher aussahen… Wann er + und wann er * nehmen muss hat er auch noch nicht so ganz. Ich hab es schon ne Millionen mal erklärt. Haste da n Tipp?

Tja und dann hat er Dir erzählt, wie er dem Lehrer gesagt hat,
dass das viel einfacher geht. Solche Leute liebe ich ja.
Ich meine, wenn man sich langweilt, kann man Fragen stellen
oder Mitschülern helfen oder einfach die Klappe halten und
andere Lösungswege genießen.

Ja, eben. Aber ich denke, das eine folgt aus dem anderen. Mathe ist ja im Grunde auch nur logisches Denken. Und dann ist es ja auch klar, wieso es woanders auch nicht ganz klappt…

Ich hatte mal nen Mitschüler, der war mir besonders lieb. Dem
hab ich über zwei Hofpausen erklärt, was er in der Mathearbeit
können muss und wie das geht. Zwei Wochen später bekommen wir
die zurück und er hat ne Note besser als ich. Okay, freu mich
ja für ihn. Dann kommt er aber an und erzählt mir, dass er ja
grundsätzlich besser in Mathe sei als ich und dass ich
vielleicht mal mehr lernen sollte.
Da war ich ganz schön baff.
Ich glaub, ich hab ihn dann noch drauf hingewiesen, dass ich
15 min vor ihm abgegeben habe (in ner 45min Arbeit) und dass
ich für die schwierige Aufgabe, die er nicht lösen konnte
immerhin drei verschiedene Lösungen angegeben habe. (Die
letzte Aufgabe war immer ein Beweis. Darauf hab ich mich immer
gefreut, denn es war das einzig anspruchsvolle in den
Mathearbeiten damals - das war noch Sprachschule). Tja, damals
hat mich sowas noch gefoppt.

Das ist aber echt bitter. Naja, heut kann man drüber stehen. Aber das war doch eigentlich einfach Fakt, dass seine anderen Arbeiten nicht so gut waren wie deine, oder? Dann sowas zu behaupten ist wirklich ne Dreistigkeit…

Ich versprech, ich schau rein. Ich hab’s mir notiert. Ich mach
das.

Sehr schön. Lohnt sich wirklich! Der Preis ist auch super :smile: Mein Bruder hat nicht gecheckt, wieso das 23,23 Euro kostet bis ichs ihm erklärt hab, danach hat er nur mit dem Kopf geschüttelt (ist Informatiker :smiley:).

Ja ja, vielleicht wer der Herr Hilbert ja auch nicht mit Dir
klar gekommen und wäre viel lieber mit dem Minkowski um die
Häuser gezogen.
Aber es bleibt ja alles leider im Konjunktiv 2.

Wahrscheinlich. Aber eben, bleibt ja leider alles. Wenn man Lust hätte könnt man allerdings noch Selbstgespräche mit Gauß’ Hirn führen :smiley:
Und vor n paar Tagen hab ich mich mit Cauchy versöhnt. Hab irgendwie immer Probleme mit Sachen, die nach ihm benannt sind, und da gibts ja so einige in der Analysis. Da hab ich n Buch genommen wo n Bild von ihm drin ist und mit ihm nen Waffenstillstand vereinbart. Alle verrückt, die Mathematiker :wink:

Nee, sowas mache ich nicht. Mich nervt das total, weil der
Stift dann meist nicht schreibt oder die Serviette durchreißt.
Ich hab immer einen Zettel einstecken. Eine Zeitlang hatte ich
sogar einen kleinen Zirkel in der Tasche, weil ich da so ein
paar kleine Konstruktionen von Mascheronie und Napoleon mit
mir rumgetragen habe.

Ich hab kein Zirkel. Auch kein Geodreieck. Dabei war ich letztes Semester Geometrie-Tutorin. Da bin ich aber auch eher zu gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Hab halt Lineare Algebra nicht bekommen und in Geometrie (für Lehrämter) haben die noch gesucht und mich dann in der ersten Woche im Semester angerufen (die Professorin hat mich aus dem Schlaf geklingelt). Gut, ich also, noch nie Geometrie gehört, wurde dann Tutorin für die Lehrämter :smiley: Aber Zirkel? Naja, sollte ich aber echt mal haben, das gehört sich so.

Es ist ja auch so schön einfach. Man muss nichts dabei haben.
Wenn man irgendwo warten muss oder so oder gerade nichts los
ist, dann kann man immer ein wenig über ein paar kleinen
Schlüssen brüten. Dann hat man was spannendes und auch noch
sinnvolles zu tun. Ist doch irre.

Ja, oder einfach nur verdauen. Wenn man den ganzen Tag vor den Büchern saß, dann einfach mal nur sacken lassen und merken, wieviel man behalten hat. Untätig ist man also eigentlich nie. Das find ich halt echt schön. Freu mich aber auch umso mehr darauf mich auf Probleme stürzen zu können, die nichts mit irgendeiner Prüfung zu tun haben.
Und ich bin auch verflucht gespannt darauf wie die Vorlesungen in Italien so sind. Ist sicher was ganz anderes da, aber bestimmt toll :o)

Sowieso. Die kleinen Sachen, die man nicht erst zehnmal lesen
muss, um zu checken, was eigentlich gemeint ist. Bei denen
zwei Sätze reichen um alles zu erklären, was man wissen muss
und aus denen sich dann ein riesen Gebilde baut.

Deswegen ist das letzte Fermatsche Theorem ja auch so anziehend auf jedermann gewesen. Es sieht so einfach aus… Aber eben: Überhaupt alles aus der Zahlentheorie. Das Problem kannst du fast jedem erzählen, der mit Mathe weniger am Hut hat. Die wissens evtl bloß nicht so zu schätzen. Aber verstehen werden es die meisten.

Bei uns machen sie’s teilweise sogar in der Mensa. Scheint
wirklich bliebt zu sein, bei den Mathis und Physis.

Ging mir auch so. Ich hab dann aber Jonglierfackeln geschenkt
bekommen. Und wenn man eine Weile mit Keulen oder Fackeln
geübt hat, dann erscheinen einem 3 Bälle plötzlich so
langweilig, dass man einfach ein paar Tricks versuchen muss.

Bei uns auch, im Sommer ist es besonders bös :smiley: Aber so viele sinds ja nicht, ich kenn die ja fast alle. Mein Freund jongliert auch und ist inzwischen auch echt gut. Entweder ist er noch bei 5 oder schon bei 6 Bällen. Bin immer wieder überrascht. Wahrscheinlich auch n Grund wieso ich nicht so Bock auf jonglieren hab: Schon wieder was, wo er viel besser ist :o/ Aber was solls…

Die Dinger heißen „Pois“.
Ich hab meinem Bruder welche geschenkt. Der Anfang ist ein
wenig schwer zu überwinden, weil man sie sich ständig ins
Gesicht schlägt, aber man bekommt mit deutlich weniger
Aufwand, als z.B. beim Jonglieren echt schöne Tricks hin. Vor
allem traut man sich viel schneller sie anzuzünden und wenn es
einmal brennt, macht es gleich doppelt soviel Spaß.

Ach, doch wieder einfacher als man denkt…
Ich bins halt einigermaßen von den Keulen von damals gewohnt. Das einzige, was grundlegend anders ist, ist eben, dass man die erste in Bewegung kriegen muss. Und dass für ein paar Tricks die Bänder zu lang sind.
Aber mit Pois könnt ich mich schon anfreunden, mal schaun…

Ist nur eine Ausrede um einfach die Dinge zu studieren, die
mir Spaß machen. Klingt doch halbwegs überzeugend, oder?

Joah, geht wohl :wink:

Ich hab das immer von Mitschülern gehört.
„Wozu muss ich denn das Volumen eines Tetraeders ausrechnen
können?“
Ich hab dann immer gesagt:
„Pass auf. Wenn Du z.B. in die Kaufhalle gehst und Du hast nur
2 Mark (damals noch Mark) bei. Und Du willst so ein Tetrapack
Milch kaufen. So ein tetraederförmiges (die gab es damals noch
bei uns). Und Da steht der Preis drauf. 30 Pfennig hoch -3 die
Seitenlänge kostet die Milch. Und Du willst aber gern das
ganze Volumen kaufen. Dann muss Du doch ungefähr abschätzen
können, wie Teuer das wird…“
Blöde Frage, blöde Antwort.
In Geschichte und Erdkunde hat das doch auch keiner gefragt.
Und gerade in Erdkunde war mir nie wirklich klar, welchen Sinn
es hat irgendwelche Standortfaktoren von Nordsibirien
auswendig zu lernen.

Ach, das war mir immer zu blöd. Werdens schon merken, wozu sie Mathe brauchen. Am lustigsten find ich ja immer die BWL’ler. Das müssen wirklich die sein, die ihre Mathe-Sachen nachm Abi verbrennen und sich freuen „Nie wieder Mathe!“ und dann ganz blöd gucken wenn sie anfangen zu studieren. Die lukrativste Einnahmequelle hier: BWL’ler :smiley:
Tja, Mathe brauch man halt überall, auch wenn man es grade nicht erwartet. Das könnte einem in der Schule aber auch ruhig klargemacht werden. Vor allem auch, dass man nicht nur Rechnen überall braucht, sondern auch wirklich schöne Mathematik überall wiederfindet…

Eigentlich gibt es ja für die auch eine extra
Lehramtsvorlesung, aber die ist wohl didaktisch so schlecht,
dass sich manche von den Lehrämtern lieber die Diplomvorlesung
anhören.

Wie? Gym und BBS sitzen auch nicht bei euch drin? Wie voll isses denn bei euch? Stochastik und Numerik war ja Horror. Da saßen ja alle möglichen Leute noch drin. Jetzt im Hauptstudium hat sich das etwas gelegt. Vor allem bremsen Lehrämter auch so!

Na ja, in „Algebra“ direkt sitze ich nicht. Nur in „linearer
Algebra und anlytischer Geometrie“. Aber ich war zu faul das
so zu schreiben. Und da ich derzeit keine andere Algebra höre,
kam mir der Gedanke der Verwechslung nicht.
Es war das zweite Semester.

Ach so, ja, gut. Sind für mich natürlich zwei komplett andere Sachen. Algebra II hab ich letztes Semester gehört, nächstes Semester bin ich Tutor in LinA II. In Algebra II würd ich auch sicher nicht Tutor werden :smiley:
Da nochmal auf die BWL’ler. N paar kenn ich ja auch. Nachhilfeschüler von Freunden oder so :smile: Wenn man mit denen redet und erwähnt „Naja, ich mag ja Algebra schon sehr viel lieber als Analysis“ und dann kommt zurück „Ja, ich bin ja auch eher Algebraiker“, dann bin ich irgenwo zwischen kräftig loslachen und bitter weinen wollen. Denk mir dann auch immer „Ach, sie wissen es doch nicht besser…“.

Und was wir hören müssen:
lin. Algbra 1+2
Analysis 1-4
Algebra 1-2
Wissenschaftlich Rechnen 1+2 (Anwendungsinformatik für
Mathematiker)
Noch ein wenig Stochastik oder Numerik
Nebenfach und Studium Generale

  • diverse Proseminare
    Aber ganz sicher bin ich mir jetzt gar nicht.

Ja, ist bei uns wohl ähnlich. Aber Ana4 musst ich nicht hören. War mehr oder weniger freiwillig. Konnt mir aussuchen ob in die Prüfung Ana3 oder Ana4 mit einfließt. Und weil ich in dem Semester noch Algebra und Stochastik gehört hab hatte ich meiner Meinung nach auch genug um die Ohren…
Wissenschaftliches Rechen? Brauch ich Gott sei Dank auch nicht. Brauchen nur ein Programmierungsschein. Aber das sehen die auch nicht so eng. Ich hab meinen mit MAPLE gemacht, Formelmanipulation halt. 2 Wochen lang jeden Tag,Abschlussaufgabe, die wir zu Hause machen sollten und die die Jahrgänge vorher auch bekommen haben (also die Gleiche!) dann wars aber auch durch. Bin trotzdem nicht klüger, wehre mich ja gegen MAPLE, Derive und co. Wenn es nur damit geht, dann ist es auch keine schöne Mathematik…
Proseminare? Wir haben nur Seminare. Proseminare sind hier für Lehramt. Bin nächstes Semester vielleicht auch schon scheinfrei :o) Krieg, wenn alles klappt, mein Historien-Schein, mein AlgebraII-Seminar und mein FuAnaII-Übungsschein. Fehlt nur noch einmal Modellierung. Hab dieses Semester schon Numerik-Seminar und AlgebraII-Schein gekriegt. Also nur noch hören :o) Da hab ich aber auch schon recht viel. Bin recht irritiert, wie man das nicht relativ rechtzeitig schaffen kann. Muss daneben ja auch noch den Sprachkurs machen. Aber erstmal abwarten, ob das nächstes Semester überhaupt alles so klappt, wie ich es gern hätte…

War leztens in nem Spielwarenladen und hätte beinahe nicht
mehr raus gefunden. Da gibt es wirklich tolle Sachen, die ich
mir früher, als ich im richtigen Alter dafür war, ja nicht
leisten konnte. Aber jetzt…
Nein, Ostern war bei mir hauptsächlich schokoladig.
Wobei, ich habe meinen Großeltern einen Schokohasen geschenkt,
der war 80cm groß und 2,3 kg schwer. Eigentlich fand ich es
übertrieben, aber ich wollte unbedingt die Augen von meinem
Opa sehen, wenn er den findet. Und es hat sich gelohnt.

Cool! Wo kriegt man sowas denn her??

Ich hab fast immer ein paar Tafeln in der Schublade vom
Schreibtisch liegen, wenn es mal mit einem Übungszettel nicht
so klappt. Schokolade und Gummibärchen lösen fast jedes
Problem (ob nun mathematischer Natur oder nicht).

Na sicher :o) Aber ich brauch n bisschen Auswahl. Momentan liegen Toffifee und dieser Nussini-Verschnitt von Aldi ganz oben! Und zu Ostern gabs natürlich auch einiges. Hab mir heute aber erstmal getrocknete gezuckerte Mangoscheiben aus nem Asia-Shop geholt. Kam zufällig dran vorbei und dachte mir, das wär vielleicht mal halbwegs gesund…

Hab da ja auch irgendwie nicht so die Leidenschaft für. Obwohl
meine Proffessorin ganz niedlich ist. Für sie ist alles ein
immerwährender Grabenkampf zwischen schwarzen und weißen
Ameisen auf der Tafel. Da gibt es böse und liebe Terme,
hinterhältige und solide, vertrauswürdige Variablen. „Und dann
nehmen wir unseren tollen Satz, den wir gerade bewiesen haben
und prügeln damit auf das nächst beste Problem ein, dass wir
finden können. Ah, ich glaube da kommt schon eins um die
Ecke…“
Aber trotzdem hält sich meine Begeisterung doch in Grenzen.
Obwohl, die Analysisklausur war deutlich spannender und
interessanter, als die lin. Algebraklausur. *schulterzuck*

Du scheinst ja echt coole Profs zu haben! Meiner ist eigetlich auch toll. Superlocker und so, alle sind total begeistert von dem. Ich komm mit dessen Lehrweise aber überhaupt nicht klar. Da werden Beweise durch Bildchen gemacht, vieles ist sehr unstrukturiert, die Abschätzungen fallen so aus der Luft… Naja, aber ich hoffe, der ist in der Prüfung nett…

Und die wieder die lieben Grüße,
Philipp

Auch so, tanti saluti :o)
Christina

Ermahnung
Tach Ihr zwei,

könntet Ihr Euch wieder etwas mehr um die mathematische/physikalische Diskussion kümmern oder aber in ein anderes Brett auswandern?

Herzlichen Dank sagt

Euer Mod Kubi :smile:

Ich denke, die mathematische Diskussion haben wir schon länger überschritten.
Also Philipp:
Weiter per Email?

Und sorry an Kubi, wir haben uns mitreißen lassen…

Hallo Kubi,

machen wir. Danke für die Geduld bis hierhin.

Grüße,
Zwergenbrot

Hi Zwergenbrot,

Die Zahlen gibt es nicht so wirklich in der Natur.

wenn man es so sieht, gibt es überhaupt keine Zahlen in der Natur, oder ist Dir auf einer Wiese schon mal ne zwei begegnet?! :wink:

Die
Physiker benutzen die zwar oft, Physiker beschäftigen sich ja
auch nicht unbedingt immer mit der Realität.

Diejenigen, die am häufigsten und liebsten mit komplexen Zahlen rumhantieren, sind die E-Techniker und die wiederum, wenn sie sich mit Wechselspannung rumschlagen.
Also seeehr konkretet Sachen, ohne die es so Kleinigkeiten wie elektrisches Licht, elektrische Haushaltgeräte und nicht zuletzt Computer nicht, oder zumindestens nicht so, wie Du sie kennst, gäbe.

Gandalf

There is no spoon

Die Zahlen gibt es nicht so wirklich in der Natur.

wenn man es so sieht, gibt es überhaupt keine Zahlen in der
Natur, oder ist Dir auf einer Wiese schon mal ne zwei
begegnet?! :wink:

Nun, objektivgesehen gibt es in der Natur keine Zahlen. Ebenso, wie es in der Natur keine Buchstaben gibt.

Diejenigen, die am häufigsten und liebsten mit komplexen
Zahlen rumhantieren, sind die E-Techniker und die wiederum,
wenn sie sich mit Wechselspannung rumschlagen.

Als zufällig dahergelaufener E-Ing. glaube ich, ein gesundes Verhältnis zu komplexen Zahlen zu haben. Frei von Devotion und Faszination :wink:

Also seeehr konkretet Sachen, ohne die es so Kleinigkeiten wie
elektrisches Licht, elektrische Haushaltgeräte und nicht
zuletzt Computer nicht, oder zumindestens nicht so, wie Du sie
kennst, gäbe.

Ich fürchte, hier eine Verwechselung zwischen den Dingern der Natur und deren Beschreibung zu erkennen. Die komplexen Zahlen sind (genauso, wie die natürlichen) ein Modell, mit welchen Hilfe man versucht ist, die Natur zu beschreiben. Es ist relativ egal, ob ich ein Gerät oder Prozeß mit Hilfe von Gleichungen mit Zahlen, Diagrammen oder Schaltplänen, oder aber mit der Sprache beschreibe. Es sind alles Methoden der Beschreibung der Natur und kommen selbst ansonsten gar nicht in derselben vor. Und wie jede Beschreibung, ist auch die Beschreibung der Vorgänge mittels komplexer Zahlen eine Annäherung an die Wirklichkeit.

Ein Schatten an der Wand der Hölle :->

Kurzgefasst: natürliche Zahlen gibt es in Wirklichkeit (oder in der Natur) ebensowenig, wie die imaginären Zahlen.

Die scheinbare Nützlichkeit von natürlichen Zahlen bei der Beschreibung der Natur rührt ausschließlich von sehr groben Quantisierung der besagten Natur her :wink:

MfG

C.