Salut,
Na, da würde mich die Anfangswahrscheinlichkeit aber ganz
stark interessieren. Den Mathematiker, den die da bei sich
sitzen haben lacht sich bestimmt ins Fäustchen…
Ich hatte jedenfalls schon ein paar Bedenken noch S-Bahn zu fahren. Immerhin stand auf dem Plakat nix davon, dass das anders ist, wenn man eine Fahrkarte hat.
Ach psst, tun wir jetzt einfach so, der Einfachheit halber…
Na mir ist es nur recht, wenn man mir schlaue Zitate andichtet.
Na, aber eigentlich muss ich doch lernen! :-/ Da kann man bei
anderer Gelegenheit vielleicht nochmal hinschweifen?
Von mir aus gern. Ich hab ja Ferien. 
Naja, gut, zugegeben… Aber mein größter Feind sind die
Ignoranz und die Dummheit, deshalb mag ich da gar nicht dran
denken…
Tja, wie heißt es so schön: „Ich tolleriere alles außer der Intolleranz.“
Wir haben auf ein paar wenigen Parties schon die Vorlage
gekriegt, dass wir nicht über Mathe reden dürfen. Ne Freundin
von nem Kollegen ist angehende Juristin und auf deren
Geburtstagsfeier durften wir nicht :o(
Die Auflage haben wir auf jeder Party. Und wir versuchen uns auch immer dran zu halten. Wir weisen jeden darauf hin, der droht abzuschweifen. Dann reden wir eine Weile über Gott und die Welt oder über Politik oder was weiß ich. Und dann sagt plötzlich einer sowas wie „die Familie ist die Basis der Gesellschaft“ und schon sind alle guten Vorsätze hinweg. Dann gibt es Gruppenbildung und zwei Leute wollen wieder das neutrale Element sein, dann gibt es Streit…
Aber auch abens mal
schön auf n paar Bier übern Turmbau zu Babel, den Gegenturm,
das mathematische Gebäude und was weiß ich nicht was zu
schnacken hat schon was entspannendes. Physik ist da schon ein
bisschen anstrengender. Der Physiker, den ich halt kenne und
der auch bei besagter Feuerzangenbowle dabei war, der kann
einen so unglaublich gut überzeugen, dass man zwar
widersprechen kann, aber letztendlich in physikalischen Dingen
keine Chance hat…
Solide überzeugt zu werden ist ja ganz schön, da weiß man wenigstens was man hat. Ich kenne da aber ein paar Mathies, die diskutieren eine Weile mit Dir rum und am Ende bist Du dann ihrer Meinung, glaubst sogar, dass Du eigentlich schon immer ihrer Meinung warst und weißt überhaupt nicht mehr, wo eigentlich das Problem lag.
Ich hab schon daran gedacht heimlich die Anfangsstandpunkte zu notieren, um am Ende festzustellen, ob sich eigentlich irgendwas verändert hat, aber bisher konnte ich das noch nicht umsetzen.
Hab zu Weihnachten „Die Musik der Primzahlen“ von Marcus du
Sautoy bekommen. Als ich das gesehen hatte kam ich mir wieder
vor wie 5 oder so. Ich steh in der Uni-Buchhandlung, sehe
dieses Buch, bin ganz aus dem Häuschen, lese erstmal die
ersten 10 Seiten oder so und merke dann, dass ich mir das grad
nicht leisten kann und lieber zu Weihnachten schenken lassen
sollte (Preis: 23,23 Euro). Und da gehts halt um die
Riemannsche Vermutung. Alles zusammenzufassen wär jetzt aber
zu anstrengend. Nett war aber auch: Bin da mal zu einem meiner
Profs, weil ich ihn was fragen wollte und hab mir zum warten
halt das Buch mitgenommen, hatte das also unterm Arm. Steh
dann bei ihm in der Tür, frag ihn was, will grad gehn, da
meint er „Lesen sie das?“ Ich: „Ja?“ „Ich auch“. Seitdem hat
er andauernd was aus dem Buch erzählt und ich wusste immer
genau an welcher Stelle er war. Ihn hat das Buch auch total
geflasht, fand ich schön :o) Und in 2 Wochen hab ich bei ihm
Prüfung…
Ich hab’s mir mal aufgeschrieben und werd wohl mal baldmöglichst reinsehen.
Hatte vor einem Jahr „das unendliche Denken“ von „Robert und Ellen Kaplan“ angelesen. Das war zwar fachlich nicht soo enorm wertvoll, aber von Zeit zu Zeit ist mir immermal der Unterkiefer runtergeklappt, gerade was die ein oder andere Aussage über Primzahlen anging.
Ich find, dass es meist die ganz einfachen Sätze oder Schlüsse sind, die einen echt schocken können.
Wer nicht? Das wärs doch wohl! :o)
Puh. *den-schweiß-von-der Stirn-wisch*
Ich dachte schon, ich wär allein.
Hier auch: Wer nicht? Das haben doch wahnsinnig viele Große
gemacht, oder?
Ja schon. Ich stelle mir aber vor meinem geistigen Auge immer den alten Gauß vor, wie er nach einem harten Tag im Büro nach Hause kommt. Stunden hat er vor Papierstapeln gebrütet und Variablen durch die Gegend geschubst. Und jetzt ist er endlich zu Hause. Er macht Feuer im Kamin, brüht sich ne Tasse Kaffee, rekelt sich in seinen Ohrensessel, legt die Füße hoch. Dann noch eine Decke über die Füße. Und dann nimmt er sich eine von den Primzahltabellen, die immer parat liegen. Er schiebt die Brille etwas zurecht und fängt an ein wenig zu rechnen. Mal hier eine Summe gebildet, mal dort einen Quotienten. Das macht er ein paar Stunden und sinkt dabei vollkommen entspannt in den Schlaf.
Ich meine okay, beim Einschlafen knobel ich meist auch noch an dem ein oder anderen Problem. Aber mich reißt es dann immer wieder hoch, um noch schnell einen Gedanken zu notieren (den ich sonst auch nicht vergessen hätte).
So ein ganz klein wenig finde ich diese Art der Entspannung schon abgefahren. (normal, üblich, aber abgefahren)
Naja, die Formel hat natürlich was Unglaubliches an sich, aber
wenn man nur über die Darstellung im Einheitskreis, also sin
und cos geht verliert es jeglichen Zauber, finde ich. Naja, so
auch nicht, aber es ist schon irgendwo fast normal… Na, auch
falsch, kann es nicht beschrieben…
Ja es ist wie mit den komplexen Zahlen. Man hat sich dran gewöhnt. Die Formel ist Alltag und so wirklich nützlich ist sie auch nicht.
Aber krass ist sie schon irgendwie.
Es ist wie die Tatsache, dass egal welche Ableitungsregel (oder Integriervorschrift) man nutzt, es kommt immer dasselbe Ergebnis raus.
Das muss natürlich so sein. Sonst würde man die Regeln ja nicht benutzen. Aber… es ist nicht verblüffend, aber… ja aber…
es macht schon irgendwie Spaß.
Was ich interessant finde: Kennst du Schanuels Vermutung? Die
geht über transzendente und algebraische Zahlen. Wenn du die
nicht kennst such ich die nochmal genau raus. Aber die würd
ich schon mal gern beweisen :o)
Verdammt, ich muss vielmehr lesen und lernen. Viel mehr.
Äh nein. Ich kenne sie leider nicht. Zumindest sagt mir der Name nix.
Naja, aber man ist ja wirklich erst auf i gekommen, weil man
eben Lösungen für die Gleichungen von dieser Form brauchte.
Ein hoch auf die Algebra 
Den Toast trage ich gerne mit.
Ah, Sport?? Baah! Dass das überhaupt geht!
Der Gedanke ist auch relativ neu und ungewohnt für mich. Wäre mir bis vor Kurzem nie in den Sinn gekommen. Hab dann aber ne Trainerausbildung gemacht und dabei irgendwie erkannt, dass es auch was für sich hat. Mal schauen.
Physik ist super.
War nie in den Vorlesungen und hab mir dann halt kürzlich
innerhalb von 3-4 Wochen (die erste Woche minder motiviert)
alles in den Kopf gehauen und es war superinteressant (Gott
sei Dank!).
Ich war nur alle zwei Wochen mal bei einer Vorlesung, weil sich das mit Mathe überschnitten hat. Was der Prof da erzählt hat war im Grunde schon anspruchsvoll (wenn auch im Grunde schon bekannt). Die Übungsaufgaben waren dann aber so leicht, dass ich jedes Mal geschmunzelt hab und mit der Klausur war es ähnlich. So hat sich das alte Schulprinzip (ich lerne bei den Sachen, die ich unbedingt machen muss, weil Test oder Abgabe) auch im Studium durchgesetzt. Ganz im Gegensatz zu Mathe.
Aber ich muss zugeben, dass ich ein paar echt schöne Experimente gesehen habe.
Ja, ich komm jetzt ins 6… Aber jetzt das, worauf ich
zurückkommen wollte: Wollte eigentlich Anglistik/Germanistik
auf Lehramt studieren, hab Germanistik nicht gekriegt, hab
dann Mathe genommen, weil das keine Zulassungsbeschränkung
hatte. Nach 1,5 Semestern hat es dann langsam übergegriffen
und ich wollte nur noch Mathematik machen (ich hatte im
Mathe-Abi 4 Punkte! Aber das lag auch daran, dass wir mit dem
Rechner schreiben musste und ich habe mich geweigert Derive zu
lernen).
Ich hab Derive immer gehasst. Um mich rum haben alle immer mit Derive gearbeitet. Wenn sich der Computer nicht vermeiden ließ, dann hab ich immer aus Protest auf MathCad zurückgegriffen (das ist das bei Mathematikern verpönte Ingenieursprogramm). Gut, dass ich im Abi sowas nicht benutzen durfte.
Naja, dann hab ich gewechselt und seitdem hat es mich
:o)
Das war die Kurzversion…
Ein Leben in zwei Sätzen. 
Tja, wie es aussieht stimmt es tatsächlich, dass man Mathe erst einmal studiert haben muss, um zu sehen, ob es was für einen ist. In der Regel bekommt man in der Schule ja auch keinen Schimmer davon, wie Mathe wirklich ist.
Mmh, den Zusammenhang zum Goethe-Zitat krieg ich grad nicht…
Macht nix, war ein blödes Zitat. *schulterzuck*
Herzliche Grüße,
Philipp