Hallo,
ich bin eben beim Schreiben über x oder k gestürzt.
Warum praktiziere ich in einer Praxis?
Weil ich mir sonst die Zunge verbiegen müßte?
Gruß Steffi
Hallo,
ich bin eben beim Schreiben über x oder k gestürzt.
Warum praktiziere ich in einer Praxis?
Weil ich mir sonst die Zunge verbiegen müßte?
Gruß Steffi
Hallo
ich bin eben beim Schreiben über x oder k gestürzt.
Warum praktiziere ich in einer Praxis?
Weil ich mir sonst die Zunge verbiegen müßte?
Weil Praxis von πρᾶξις (prâxis)
praktisch aber von πρᾶγμα (prâgma) abgeleitet ist?
Gruß,
B. (nur vermutet, nicht gewusst)
Hallo Steffi,
ich denke, weil „Praxis“ aus dem griechischen kommt und „Praktikum“ (praktizieren) aus dem lateinischen, also verschiedene Herkünfte …
Gruß Burkhard
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Hallo Burkhard,
ich denke, weil „Praxis“ aus dem griechischen kommt und
„Praktikum“ (praktizieren) aus dem lateinischen, also
verschiedene Herkünfte …
Ne, wohl nicht. Nach meinem Lexikon hat auch Praktik eine griechische Herkunft.
Gruß Steffi
Mir fällt dazu „Reflexion“ - „reflektieren“ ein, wobei ich auch nicht erklären kann, woher das kommt …
Im Lateinischen heißt es reflecto, reflexi, reflexum … vielleicht wurde Reflexion von der 3. Stammform abgeleitet, daher dann das x …
Thorid
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Beide Wörter kommen aus dem Griechischen, der Wortstamm ist „prag-“ (pragmatisch, etc.), beim griechischen Nominativ wurde in einigen Deklinationsklassen ein -s angehängt, dadurch wurds aus „prag-“ durch Auslautverhärtung (oder eher Anpassung an das -s?) ein „praks“, das sich auf Griechisch hinten mit Xi schrieb. Daher praktisch und Praxis.
Ähnliches gilt auch fürs Latein bei Rex - Regierung; Lex - Legislative, etc.
Gruß,
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Hallo,
wie kommt´s, das jetzt gelegentlich „Junx“ statt „Jungs“ zu lesen ist?
Gruß,
Sabine
Hallo André,
dadurch wurde aus „prag-“ durch Auslautverhärtung
ein „praks“, das sich auf Griechisch hinten mit Xi
schrieb.
Interessant wie sich ein Wort(stamm) so verändern kann.
Läßt sich daraus schließen, das „praks“ eine Veränderung ist, die außerhalb Griechenlands entstand und „praxi“ das sozusagen echt griechische ist und erst später Eingang ins Deutsche fand?
Gruß Steffi
Tach Steffi und André,
Beide Wörter kommen aus dem Griechischen,
Das ist soweit richtig
der Wortstamm ist
„prag-“ (pragmatisch, etc.), beim griechischen Nominativ wurde
in einigen Deklinationsklassen ein -s angehängt, dadurch wurds
aus „prag-“ durch Auslautverhärtung (oder eher Anpassung an
das -s?) ein „praks“, das sich auf Griechisch hinten mit Xi
schrieb. Daher praktisch und Praxis.
Dies ist anfechtbar. Beide Wörter wie auch alle anderen, die aus diesem Stamm hervorgegangen sind, gehen zurück auf das Verb „prassein“, neuattisch „prattein“ mit unheimlich vielen Bedeutungen. Die wesentlichen jedenfalls sind „handeln“, „tun“ usw.
Die Etymologen führen es auf einen urgriechischen Wortstamm prak-s
zurück, den sie freilich nur erschlossen, aber nicht nachgewiesen haben. Auf diese Weise kommt das K in die Wörter, und da k und s zusammen ks = x ergeben, kommt Praxis zustande.
Es ist eigentlich ganz einfach.
Gruß - Rolf
Hallo, Steffi,
wie schon gesagt wurde, handelt es sich um zwei Ableitumngen aus verschiedenen Zeiten und über verschiedene Zwischenstufen.
Da haben wir zum einen:
_ Praktik und praktizieren
Substantiv Femininum „Verfahrensweise, Methode“ Standardwortschatz (15. Jh.)Entlehnung.
Entlehnt aus ml. practica, dieses aus spl. practice, aus gr. praktike (téchnE) „Wissen um praktisches Handeln und Tun“, zu gr. praktikós „tätig, zu Geschäften tauglich, wirksam“, zu gr. prassein „tun, vollbringen“.
Das Praktikum ist eine „Übung in einer bestimmten Betätigung“; praktizieren ist im wesentlichen auf die Berufsausübung des Arztes eingeschränkt. Adjektiv: praktisch.
Ebenso nndl. praktijk, ne. practice, nfrz. practique, nschw. praktik; Pragmatik, Praxis.
Weimann, K.-H. DWEB 2 (1963), 401;
Miettinen, E. NPhM 65 (1964), 1-43._
Und zum anderen gibt es:
_ Praxis
Substantiv Femininum Standardwortschatz (17. Jh.)Entlehnung.
Entlehnt aus l. praxis „Verfahren“, dieses aus gr. praxis, auch: „Handeln, Tun, Beschäftigung“, zu gr. prassein „tun, vollbringen“.
Zunächst entlehnt in der Bedeutung „Tätigkeit, Verfahren“; im 18. Jh. dann als Gegenbegriff zu Theorie „Erfahrung, tatsächliche Betätigung“. Dazu dann auch die Bedeutungsspezifizierung auf „Tätigkeit bzw. Tätigkeitsräume von Ärzten und Anwälten“.
Ebenso nndl. praktijk, ne. practice, nfrz. pratique, nschw. praxis, nnorw. praksis; Praktik.
Weimann, K.-H. DWEB 2 (1963), 402;
HWPh 7 (1989), 1277-1307._
Gruß Fritz
Hi,
wie kommt´s, das jetzt gelegentlich „Junx“ statt „Jungs“ zu
lesen ist?
weil das viiieeel cooler aussieht 
Wird ja eh gleich ausgesprochen.
Gruß,
Steffie
Nahmt,
sach doch eimfach, dassde praxisiert - und wer sich um de rächtschraibung kümmern will, isst dem seine sache.
Nimm’s nicht ernst
Pit
Hi Steffie,
so `was ähnliches habe ich befürchtet!
Ich finde zwischen der Aussprache von -ngs und -nx ist sehr wohl ein Unterschied!
Als ich „Junx“ zum ersten mal gelesen habe, dachte ich „Junks“ wären gemeint - sowas wie unerwünschte E-Mails(?). Die würde ich von der Aussprache her mit -x schreiben wollen, das würde imho eher Sinn machen. Wobei ich allerdings wieder nicht sicher bin, ob man „Junk“ überhaupt im Plural benutzt…
Gruß,
Sabine
(die keine endgültige Erklärung erwartet, sondern auch einverstanden wäre, diesen Post auch auf sich beruhen zu lassen)
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Kluge oder Pfeifer
Hallo!
Weiter unten wurde gefragt, welches Etymologiewörterbuch?
Ich bin nach wie vor für den Kluge, aus dem ich die Zitate drüber nannte.
In dem Fall aber zeigt ein Vergleich, dass Pfeifer ausführlicher ist bei „Praktik“.
Was aber keinen Wissensgewinn bedeutet.
Gruß Fritz
Moin, Sabine,
wie kommt´s, das jetzt gelegentlich „Junx“ statt „Jungs“ zu
lesen ist?
aus Juchs Jux und Dollerei. 1970 wurde bereits die Volxküche erfunden, da durfte man sich digg und phat fressen.
Gruß Ralf
Hallo,
Danke an alle für die Aufklärung.
Besonders interessant fand ich die Entwicklung von g zu k/ks zu x
dadurch wurde aus „prag-“ durch Auslautverhärtung ein „praks“,
das sich auf Griechisch hinten mit Xi schrieb
und die Zeitangabe.
Praktik und praktizieren
Substantiv Femininum „Verfahrensweise, Methode“ Standardwortschatz
15. Jh.)Entlehnung.
Praxis
Substantiv Femininum Standardwortschatz (17. Jh.)Entlehnung.
Gruß Steffi
Holla.
wie kommt´s, das jetzt gelegentlich „Junx“ statt „Jungs“ zu
lesen ist?
Weils kürza x. Junx, Axn, Glyxkex, Fux, Lux, Knax, nix … kannze au woanners bobachn. Wird von Xox, aber auch annern Leuz benotzn.
Gruß Eillicht zu Vensre