Xing / Openbc erste Daten, und Fragen

Hey zusammen,

verstehe ich das richtig, das am 6 Dezember die Aktie dann öffentlich ab 9 Uhr morgens auch von nicht bevorzugten Personen gekauft werden kann, sich also ein Kurs bildet?

Wie sind diese Werte und die Preisspanne zu interpretieren?

Hamburg, 3. Dezember 2006

Im Rahmen des ‚Decoupled-Verfahrens‘ wurde die Preisspanne für die

angebotenen Aktien der OPEN Business Club AG (ISIN DE000XNG8888) auf 30

Euro bis 38 Euro pro Aktie festgelegt. Die Preisspanne wurde gemeinsam mit

den beiden Konsortialführern Deutsche Bank und Lehman Brothers auf Basis

des Investorenfeedbacks aus der seit dem 27. November stattfindenden

Management-Roadshow festgesetzt. Im Rahmen des Börsengangs werden bis zu

2.509.049 Aktien der OPEN Business Club AG angeboten.

Davon stammen bis zu 1.350.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung und bis zu

831.781 Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre. Zusätzlich steht eine

Mehrzuteilungs- und Greenshoe-Option von bis zu 327.268 Aktien aus dem

Besitz der Altaktionäre zur Verfügung. Der Anteil des Streubesitzes wird

bei Platzierung des maximalen Angebotsvolumens und vollständiger Ausübung

der Greenshoe-Option bei rund 48 Prozent liegen. Der Angebotszeitraum

beträgt etwa drei Bankarbeitstage und läuft vom 4. Dezember bis zum 6.

Dezember 2006. Am letzten Tag des Angebotszeitraums wird die Abgabe von

Kaufangeboten für Privatanleger bis 12.00 Uhr (MEZ) und für institutionelle

Anleger bis 14.00 Uhr (MEZ) möglich sein.

OPEN Business Club AG – Premium-Gruppen-Vertrag mit Fortune 50-Unternehmen

Hamburg, 29. November 2006

Die OPEN Business Club AG hat einen Vertrag mit einem der 50 größten

US-Unternehmen über die Einrichtung und den Betrieb einer Premium-Gruppe

für dessen Alumni- und Mitarbeiter-Netzwerk auf ihrer Plattform XING

abgeschlossen. Dieses Unternehmen ist nach dem Vertrag berechtigt, über

einen Zeitraum von zunächst drei Jahren eine Anzahl

Premium-Mitgliedschaften nach eigenem Ermessen zu vergeben sowie weitere

Ein-Jahres-Premium-Mitgliedschaften zu einem vergünstigten Paketpreis zu

erwerben. Die OPEN Business Club AG erhält eine einmalige Vergütung für die

Einrichtung der Premium-Gruppe auf der XING-Plattform sowie eine jährliche

Gebühr für deren Betrieb und die dazugehörigen Serviceleistungen. Der

Vertrag stellt darüber hinaus die Grundlage für weitere Vereinbarungen mit

regionalen Gesellschaften des Vertragspartners dar.

Zusatzinformationen:

ISIN: DE000XNG8888

WKN: XNG888

Zulassung beantragt: Amtlicher Markt / Prime Standard; Frankfurter

Wertpapierbörse

Firmensitz: Deutschland

Hallo,

bis zu
831.781 Aktien aus dem Besitz der Altaktionäre. Zusätzlich
steht eine
Mehrzuteilungs- und Greenshoe-Option von bis zu 327.268 Aktien
aus dem
Besitz der Altaktionäre zur Verfügung.

das bedeutet, daß sich die Altaktionäre mit 34-44 Mio. Euro die Tasche vollmachen, während der Gesellschaft aus dem Börsengang nur rd. 40 Mio. Euro zufließen. Damit ernenne ich den Börsengang von XING zur Anlegerverarsche des Jahres.

Gruß,
Christian

Meine Meinung
Hi,

das bedeutet, daß sich die Altaktionäre mit 34-44 Mio. Euro
die Tasche vollmachen, während der Gesellschaft aus dem
Börsengang nur rd. 40 Mio. Euro zufließen. Damit ernenne ich
den Börsengang von XING zur Anlegerverarsche des Jahres.

Das finde ich jetzt gar nicht so dramatisch. Schliesslich müssen die Investoren ja auch endlich mal wieder Kasse machen. Das so ein early stage investment gut geht kommt ja auch nicht allzu häufig vor. Mir macht eher die Bewertung von Xing Sorge. Bei voller Emmission zum maximalen Preis soll die Klitsche ca. 164 M€ wert sein, also 06 EBIT multiple von 164 und Sales mult. von 27. Das kann ja wohl nicht deren ernst sein, oder?

Das die User mizeichnen können, soll m.M. nach nur sicherstellen, dass genug Nachfrage für den max. Preis erzeugt wird.

Die 40 M€ Emmissionserlös werden ganz schnell in den nächsten Jahren fürs Marketing verbraten. Des EBIT wird sowieso abstürzen, der Aufbau einer internationalen Organisation kostet nun mal Mio. Und Geld ist ja erst mal da. Manche Stories riechen einfach schlecht. Das hat nichts damit zu tun, dass Ich Lars Hinrichs Leistung nicht wertschätze. Er hat einen guten Job gemacht, ein Freund von mir ist mit seiner Plattform ziemlich zeitgleich gestartet und hat es nicht geschafft die kritische Masse zu erreichen, er wollte eben lieber ein exkl. Zirkel bleiben, gewinnen tut im Internet aber der der Masse schafft.

Gruß
C.

Hallo Tanja!

Davon stammen bis zu 1.350.000 Aktien aus einer
Kapitalerhöhung und bis zu 831.781 Aktien aus dem Besitz der
Altaktionäre.

Ja was denn nun? Das Unternehmen braucht Kapital und füttert mit dem Börsengang zum beträchtlichen Teil die bisherigen Eigentümer?

Die OPEN Business Club AG hat einen Vertrag mit einem der 50
größten US-Unternehmen über die Einrichtung und den Betrieb einer
Premium-Gruppe für dessen Alumni- und Mitarbeiter-Netzwerk auf ihrer
Plattform XING abgeschlossen. Dieses Unternehmen ist nach dem Vertrag
berechtigt, über einen Zeitraum von zunächst drei Jahren eine Anzahl
Premium-Mitgliedschaften nach eigenem Ermessen zu vergeben…

Ich verstehe nur Bahnhof. Worin genau besteht die wertschöpfende Tätigkeit des Unternehmens? Welcher Kundennutzen wird geboten und welche Alleinstellungsmerkmale gibt es?

Gruß
Wolfgang

hallo wolfgang,

selbst der vielgeschorene herr prior schreibt:

Abzocker

Egbert Prior warnt: „Kaum sind Anleger mit Internetfirmen der ersten Generation abgezockt worden, schon wird das Schlagwort web 2.0 kreiert, um den Sparern das Fell noch ein zweites Mal über die Ohren zu ziehen.“ Jüngstes Beispiel sei dieser Börsengang.

Die Experten der Prior Börse vergeben einen von maximal fünf möglichen Prior-Sternen für den Börsengang des Kontakt-Netzwerkes Open Business Club, kurz Open BC (WKN XNG888).
Die Deutsche Bank und Lehman Brothers sollen vom 4. bis zum 6. Dezember bis zu rund 2,5 Millionen Aktien der Firma ausgeben, die noch nie einen Gewinn erzielt hat. Was die Papiere kosten sollen, daraus macht Open BC ein großes Geheimnis.
Im Börsenprospekt steht, dass aus einer Kapitalerhöhung 1,35 Millionen Aktien stammen, die dem Unternehmen netto bis zu 63 Millionen Euro einbringen sollen. Altaktionäre wollen bis zu 1,2 Millionen Anteilscheine abgeben.
Die Autoren schätzen bei einer Aktien-Gesamtzahl von 5,2 Millionen Stück die angestrebte Marktkapitalisierung auf 242 Millionen Euro. Am 30. Juni endete das Geschäftsjahr 2005/2006 mit einem Umsatz von sechs Millionen Euro und einem ausgeweiteten Verlust.
Die Experten schätzen den Umsatz im laufenden Geschäftsjahr auf mehr als zehn Millionen Euro.
Der 29-jährige Vorstandsvorsitzende Lars Hinrich hat Open BC 2003 gegründet und möchte mit einem Teilverkauf seiner Aktien beim Börsengang Kasse machen. Frecher geht’s kaum, schreiben die Autoren und, bei allen Anlegern sollten die Warnlampen aufleuchten. Der Unternehmensgründer glaubt wohl selbst nicht an die Zukunft seines Geschäftsmodells.
herr prior gilt nicht gerade als zimperlich im puschen von aktien.

strubbel
$:open_mouth:)

Also ich bin immer noch nicht wirklich schlau geworden, und eigentlich werde ich nur verwirrter umso mehr ich darüber lese.

Ich geh mal einfach nach meinem Gefühl, hat bis jetzt am besten funktioniert, mal schauen was bei raus kommt :wink:

Wusstet ihr eigentlich dass wer-weiss-was auch von …nur so nebenbei.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Tanja!

Wusstet ihr eigentlich dass wer-weiss-was auch von …nur
so nebenbei.

Ich kann nicht folgen. Was willst Du zum Ausdruck bringen?

Gruß
Wolfgang

Hi,

Ich kann nicht folgen. Was willst Du zum Ausdruck bringen?

Sie will uns nur sagen, dass e-publica auch www macht. Was sie aber nicht weiss ist, dass www ein originäres Projekt von denen ist und sie bei Xing nur Dienstleister sind.
Gruß
C.

Hau rein

Also ich bin immer noch nicht wirklich schlau geworden, und
eigentlich werde ich nur verwirrter umso mehr ich darüber
lese.

Ich geh mal einfach nach meinem Gefühl, hat bis jetzt am
besten funktioniert, mal schauen was bei raus kommt :wink:

Das ist auch das beste. Ich habe - glaube ich - gestern in der FAZ am Sonntag gelesen, dass zu viel Wissen beim Aktienhandel hinderlich sei. Man sollte nur Basiswissen über das Handeln haben, mehr wäre nicht nötig. Ich denke also Tanja, dass Du genau die richtigen Voraussetzungen hast um erfolgreich zu sein. Nur kein Wissensbalast ansammeln. Wenn Dir Xing sympatisch ist, setze einfach ein paar tausender ein. Betrachte es als Spielgeld und ab geht es. Fundamentaldaten sagen nichts über einen evt einsetzenden New Economy hype aus. Auch Analysen über Börsenpsychologie betrachten immer nur die Vergangenheit. Keiner kann in die Zukunft sehen.

Diese völlig nichtssagende ad hoc von Xing hätten sie sich allerdings echt sparen können. Kein Volumen angegeben, keinen Namen. Das klingt so schön nach alten Zeiten, …

Viel Erfolg wünscht
C.

Hallo,

Das finde ich jetzt gar nicht so dramatisch. Schliesslich
müssen die Investoren ja auch endlich mal wieder Kasse machen.

sie müssen nicht, sie möchten. Bei einer seriösen Börsenenführung kommt der wesentliche Teil der neu plazierten Aktien aus einer Kapitalerhöhung, die Aktien der Altaktionäre dürfen für einen relevanten Zeitraum (~ 1 Jahr) nicht verkauft werden und das eingenommene Geld wird für die im Emissionsprospekt dargestellten Zwecke ausgegeben.

Hier stammt ein Viertel der plazierten Aktien (in meinem ersten Artikel habe ich mich was die Beträge angeht ein bißchen verrechnet; an der Kernaussage ändert sich nichts) aus dem Bestand der Altaktionäre.

Man kann es auch anders formulieren: Wenn die bisherigen Eigentümer an einen nachhaltigen Anstieg des Aktienkurses glaubten, würden sie sich nicht von einem wesentlichen Teil ihrer Aktien trennen, weil sie damit Wertsteigerungen verpassten. Hier aber verkaufen die Altaktionäre rd. ein Drittel ihrer bisher gehaltenen Anteile.

Interessanterweise sind es nicht vor allem die VC-Geber, die Kasse machen (was ich noch nachvollziehen könnte), sondern Herr Hinrichs, der seinen Anteil von 38% auf rd. 26% reduziert (übrigens ist epublica auch an ddem Laden beteiligt; anscheinend hat man sich für die Arbeit an dem Projekt (teilweise) in Aktien bezahlen lassen, da kommt den Jungs endlich mal was Geld in die Kasse :wink:; Übersicht der Kapitalanteile auf Seite 90 des Emissionsprospektes).

Das so ein early stage investment gut geht kommt ja auch nicht
allzu häufig vor. Mir macht eher die Bewertung von Xing Sorge.
Bei voller Emmission zum maximalen Preis soll die Klitsche ca.
164 M€ wert sein, also 06 EBIT multiple von 164 und Sales
mult. von 27. Das kann ja wohl nicht deren ernst sein, oder?

Darüber waren wir uns ja schon einig :wink:

Gruß,
Christian

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Hallo Christian,

Interessanterweise sind es nicht vor allem die VC-Geber, die
Kasse machen (was ich noch nachvollziehen könnte), sondern
Herr Hinrichs, der seinen Anteil von 38% auf rd. 26% reduziert
(übrigens ist epublica auch an ddem Laden beteiligt;
anscheinend hat man sich für die Arbeit an dem Projekt
(teilweise) in Aktien bezahlen lassen, da kommt den Jungs
endlich mal was Geld in die Kasse :wink:; Übersicht der
Kapitalanteile auf Seite 90 des Emissionsprospektes).

Das ist ja lustich, ich habe gerade mal die Anteilseigner studiert. Da sind ja doch einige drin, mit denen ich in zwei anderen Firmen bereits gearbeitet habe. Die beiden brachen auf jeden Fall keine Kasse zu machen. Die sind bereits so dick versorgt, dass auch alle nachfolgenden Generationen nicht mehr arbeiten brauchen.

Aber ich finde, dass Lars Hinrichs sich mit einem max. Verkaufserlös von 4.7 M€ noch bescheiden bedient. Mit den Anteilen, die seine Frau verkauft liegen sie vielleicht bei 5.5 M€. Das ist immer noch zuwenig um ausgesorgt zu haben.

Aber jeder wie er will. Seine Familie ist ja auch nicht gerade ärmlich, also große Sorgen wird er nicht haben.

So long
C.

Hallo!

Aber ich finde, dass Lars Hinrichs sich mit einem max.
Verkaufserlös von 4.7 M€ noch bescheiden bedient.

Die Bude ist blutjung, fuhr bisher Verluste ein und der Gründer macht erstmal Kasse. Sowas ist kein Unternehmer, der Wertschöpfung über Kundennutzen realisiert, sowas ist Bauernfängerei. Jeder Euro, den man solchen Figuren anvertraut, ist binnen 1 bis 2 Jahren nur noch 10 Cent wert.

Gruß
Wolfgang

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Hallo!

Aber ich finde, dass Lars Hinrichs sich mit einem max.
Verkaufserlös von 4.7 M€ noch bescheiden bedient.

Die Bude ist blutjung, fuhr bisher Verluste ein

das stimmt: Bisher! Das letzte Quartal war 'ne schwarze Null, wenn ich mich nicht täusche…

Was mitnichten eine Empfehlung sein soll, das IPO zu zeichnen. Allerdings glaube ich sehr wohl, dass bei einem günstigen Börsentag Zeichnungsgewinne möglich sind. Auch dass ist kein Tipp, die Aktie länger als notwendig im Depot zu halten!

Frank Wilke

Man kann es auch anders formulieren: Wenn die bisherigen
Eigentümer an einen nachhaltigen Anstieg des Aktienkurses
glaubten, würden sie sich nicht von einem wesentlichen Teil
ihrer Aktien trennen, weil sie damit Wertsteigerungen
verpassten. Hier aber verkaufen die Altaktionäre rd. ein
Drittel ihrer bisher gehaltenen Anteile.

Interessanterweise sind es nicht vor allem die VC-Geber, die
Kasse machen (was ich noch nachvollziehen könnte), sondern
Herr Hinrichs, der seinen Anteil von 38% auf rd. 26% reduziert
(übrigens ist epublica auch an ddem Laden beteiligt;
anscheinend hat man sich für die Arbeit an dem Projekt
(teilweise) in Aktien bezahlen lassen, da kommt den Jungs
endlich mal was Geld in die Kasse :wink:; Übersicht der
Kapitalanteile auf Seite 90 des Emissionsprospektes).

Darüber waren wir uns ja schon einig :wink:

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

dickes Lob für deine Analyse. Da ist schon wieder sehr viel Glaube in diesen Kurs eingebaut. Und das hatten wir tatsächlich vor 7 Jahren schon mal und:

Lars Hinrich hat schon damals eine Firma gegen die Wand gefahren.

Was mich abschreckt: Der Firma fehlt eine Vision. Und ich hätte da so einige Ideen was man mit so einem Konstrukt machen kann.

Herzliche Grüße sendet Dir,

Roland

Hmmmm

Die Bude ist blutjung, fuhr bisher Verluste ein und der
Gründer macht erstmal Kasse.

Na ja, warum eigentlich nicht? Er hat sich engagiert ein Unternehmen gegründet, 65 Leuten Arbeit gegeben und Menschen gefunden, die seine Idee unterstützen und ihm Geld geben.

Sowas ist kein Unternehmer, der
Wertschöpfung über Kundennutzen realisiert, sowas ist
Bauernfängerei.

Auch hier nur ein na ja. Die alten Vorstellungen von Kundennutzung im Sinne von traditioneller Wertschöpfung findet in vielen Internetunternehmen keine Anwendung mehr. Es gibt aber offenbar viele Menschen, die die Dienstleistung von Xing als Nutzen empfinden und entweder bereit sind für die Nutzung Geld zu zahlen oder sogar dem Unternehmer Geld zu geben, damit er das Geschäft fortführen und ausbauen kann.

Wenn Du es als Bauernfängerei ansiehst ist das Deine subjektive Wahrnehmung, für andere sieht das ganz anders aus.

Jeder Euro, den man solchen Figuren
anvertraut, ist binnen 1 bis 2 Jahren nur noch 10 Cent wert.

Da mag sein, es kann aber auch sein, dass Dein Euro dann 100 wert ist. Ich werde da auch nicht investieren, aber sehe in ähnlichen Businessmodellen durchaus Potential.

Noch etwas grundsätzliches. Ich habe in den USA viele Internet Unternehmer kennen gelernt, die übrigens zum Großteil wesentlich älter waren (im Schnitt um die 50). Es ist dort absolut üblich ein Geschäft aufzubauen und nach wenigen Jahren an einen Konkurrenten zu verkaufen, an die Börse zu bringen oder auch zu schliessen, wenn dass Modell nicht trägt. Es ist dort weder eine Schande mit so etwas reich zu werden noch zu scheitern. Es scheint nur hier so zu sein, wobei ich damit nicht die amerikanischen Verhältnisse als die einzig richtigen darstellen möchte.
Das nur mal so, …

Gruß
C.

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Hi,

Allerdings glaube ich sehr wohl, dass bei einem günstigen
Börsentag Zeichnungsgewinne möglich sind.

das kann ich mir nicht vorstellen und die Börse wohl auch nicht. http://www.schnigge.de/trading/price/preipo.html

Gruß
C.

Hallo Christoph!

Sowas ist kein Unternehmer, der
Wertschöpfung über Kundennutzen realisiert, sowas ist
Bauernfängerei.

Auch hier nur ein na ja. Die alten Vorstellungen von
Kundennutzung im Sinne von traditioneller Wertschöpfung findet
in vielen Internetunternehmen keine Anwendung mehr.

Solange Menschen wirtschaften, wird Wertschöpfung erzielt, indem man anderen Menschen einen Nutzen bietet. An diesem grundsätzlichen Prinzip des Wirtschaftens hat sich bis heute nichts geändert und ich sehe auch für die Zukunft keine Änderung. Das hindert natürlich manche Zeitgenossen nicht, das alte Märchen von des Kaisers neuen Kleidern in Variationen immer neu aufzuwärmen und hohle Blasen in die Welt zu setzen. Anders ausgedrückt: Wenn man ohne Kundennutzen und daraus resultierender Wertschöpfung zu Geld kommt, hat man irgendwelchen Leuten das wirtschaftliche Fell über die Ohren gezogen.

…viele Menschen, die die Dienstleistung von Xing
als Nutzen empfinden…

Richtig. Sonst würden sie nicht dafür bezahlen, solange sie klar bei Verstand sind.

…oder sogar dem Unternehmer Geld zu geben, damit
er das Geschäft fortführen und ausbauen kann.

Das muß allerdings nichts mit Kundennutzen und Wertschöpfung zu tun haben, sondern kann auf irrealer Erwartungshaltung beruhen. Jeden Tag geben Leute Geld, ohne zu fragen und ohne zu wissen, mit welcher Dienstleistung der Empfänger des Geldes selbiges zu mehren gedenkt. Gier frißt Hirn.

Wenn Du es als Bauernfängerei ansiehst ist das Deine
subjektive Wahrnehmung, für andere sieht das ganz anders aus.

… in den USA … Es ist dort absolut üblich ein Geschäft
aufzubauen und nach wenigen Jahren an einen Konkurrenten zu
verkaufen, an die Börse zu bringen …

Das ist Tagesgeschehen, gegen das es nichts einzuwenden gibt.

Es ist dort weder eine Schande mit so etwas reich zu werden…

Das ist auch hierzulande keine Schande. Aber: Würdest Du Dich als Unternehmer von Unternehmensanteilen trennen, wenn Du an das eigene Konzept glaubst? Wenn sich der Gründer die Taschen füllt, sobald das Unternehmen ausreichend Gewinn erwirtschaftet, geht die Sache in Ordnung. Wenn er aber vorher einige Millionen abzieht, ist die Sache nach meinem Geschmack nicht mehr in Ordnung.

Inzwischen geraten die Vorgänge in Vergessenheit, als es reichte, nur laut IT und Internet zu rufen, um zahllose Leute mit Hohlraum zwischen den Ohren die Geldbörsen zücken zu lassen. Damals glaubten etliche „Experten“, Wertschöpfung und Kundennutzen seien altmodische Begriffe aus der Zeit der Handwerksgilden und im Internet ist das alles gaaanz anders. Zwischenzeitlich gibt es einige sehr erfolgreiche Unternehmensentwicklungen im Zusammenhang mit dem Internet, wie z. B. Yahoo, Ebay, Google und die Zeit scheint reif für neue Seifenblasen.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Das hindert natürlich manche Zeitgenossen nicht, das
alte Märchen von des Kaisers neuen Kleidern in Variationen
immer neu aufzuwärmen und hohle Blasen in die Welt zu setzen.
Anders ausgedrückt: Wenn man ohne Kundennutzen und daraus
resultierender Wertschöpfung zu Geld kommt, hat man
irgendwelchen Leuten das wirtschaftliche Fell über die Ohren
gezogen.

Ja, aber das siehst doch nur Du so. Die Leute haben doch offenbar einen subjektiv wahrgenommenen Kundennutzen. Mir z.B. ist der Nutzen nicht hoch genug um Geld dafür zu zahlen. daher bin ich ein nichtzahlendes Mitglied und habe mich gefreut viele alte Kollegen dort wiederzutreffen. Für mich ist das eine getarnte Kontaktbörse. Für viele reicht das offenbar als Nutzen.

…oder sogar dem Unternehmer Geld zu geben, damit
er das Geschäft fortführen und ausbauen kann.

Das muß allerdings nichts mit Kundennutzen und Wertschöpfung
zu tun haben, sondern kann auf irrealer Erwartungshaltung
beruhen.

Hier wieder. Das ist Deine Meinung. Du glaubst nicht daran, andere schon.

Jeden Tag geben Leute Geld, ohne zu fragen und ohne
zu wissen, mit welcher Dienstleistung der Empfänger des Geldes
selbiges zu mehren gedenkt. Gier frißt Hirn.

Manchmal sicher, aber Wellington ist nicht ganz doof, …

Es ist dort weder eine Schande mit so etwas reich zu werden…

Das ist auch hierzulande keine Schande. Aber: Würdest Du Dich
als Unternehmer von Unternehmensanteilen trennen, wenn Du an
das eigene Konzept glaubst?

Ja, er trennt sich doch gerade einmal von 110.000 Aktien, das sind nicht einmal 10% seines Bestandes. Das finde ich jetzt wirklich harmlos. Das er von 38% auf 26% am Gesamtkapital fällt liegt doch nur an der Verwässerung durch die Kapitalerhöhung.

Inzwischen geraten die Vorgänge in Vergessenheit, als es
reichte, nur laut IT und Internet zu rufen, um zahllose Leute
mit Hohlraum zwischen den Ohren die Geldbörsen zücken zu
lassen. Damals glaubten etliche „Experten“, Wertschöpfung und
Kundennutzen seien altmodische Begriffe aus der Zeit der
Handwerksgilden und im Internet ist das alles gaaanz anders.

Aber das ist doch nicht der Fehler des Unternehmers, sondern des Marktes, oder? Er nutzt nur die Gunst der Stunde. ich würde das genau so machen. Wenn keiner an ihn glaubt, floppt er mit seinem IPO und alles ist vorbei.

Zwischenzeitlich gibt es einige sehr erfolgreiche
Unternehmensentwicklungen im Zusammenhang mit dem Internet,
wie z. B. Yahoo, Ebay, Google und die Zeit scheint reif für
neue Seifenblasen.

Eben und vielleicht wird Hr. Hinrichs auch erfolgreich. Wenn nicht, hat er es wenigstens versucht.

Gruß
C.

Wir lassen uns überraschen - die letzten Tage waren ja auch kein günstiges Börsenumfeld! :wink:

Frank Wilke

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Christoph,

Ja, er trennt sich doch gerade einmal von 110.000 Aktien, das
sind nicht einmal 10% seines Bestandes.

naja, dazu kann man dann natürlich auch die Aktien addieren, die von anderen Mitgliedern des Managements abgegeben werden.

Aber das ist doch nicht der Fehler des Unternehmers, sondern
des Marktes, oder? Er nutzt nur die Gunst der Stunde. ich
würde das genau so machen. Wenn keiner an ihn glaubt, floppt
er mit seinem IPO und alles ist vorbei.

oder die heutzutage beliebteste Variante: Der IPO klappt, der Greenshoe wird von den emittierenden Banken gezogen und alles ist gut. Interessanterweise hat natürlich ein Institut mit dem Unternehmen einen Designated Sponsorship-Vertrag abgeschlossen, im Rahmen dessen das Institut verpflichtet ist, Kurse für beide Seiten zu stellen. Es soll dann vorkommen, daß der Kurs auf dem Emissionskurs titscht wie ein Stein auf dem See.

Das ganze endet dann damit, daß die Bank irgendwann 60% des Streubesitzes hält und angesichts des täglichen Börsenumsatzes damit rechnen kann, sich schon 2023 erfolgreich vom Bestand getrennt zu haben.

Will sagen: Unabhängig vom späteren Kursverlauf kann es durchaus möglich sein, daß der IPO ein totaler Flop wird, nur daß nicht die Kleinanleger die Deppen sind, sondern die emittierenden Kreditinstitute, wobei mir diese Variante allemal lieber ist.

Gruß,
Christian