Die Versorgung mit Sicherheitsupdates für XP endet im April 14. Auf einem meiner 3 PC`s läuft Vista Business, das noch für 3 weitere Jahre unterstützt wird. Vista ist Müll, klar. Aber ich nutze es ausschließlich für Homebanking mit externem Kartenleser und für die Steuererklärung. Zum surfen verwende ich Linux. Mit dem XP PC verfahre ich genauso.
Windows 7 kommt aus Kostengründen nicht infrage. Dafür nutze ich Windows Betriebssysteme zu selten. Vista dagegen kriege ich schon für wenig Geld.
Meine Frage: Wenn die XP Updates auslaufen, ich damit jedoch nicht surfe, sondern nur Homebanking und Steuererklärung betreibe, besteht mit dem dann veralteten XP dennoch ein Sicherheitsrisiko?
Generell muss man natürlich davon abraten, wichtige Funktionen wie Konto-Transaktionen auf Betriebssystemen auszuführen, die nicht mehr vor aktuellen Viren und Trojanern geschützt sind. Virenschutz und Firewall sind dabei kein Ersatz für die fehlenden Sicherheitsupdates von Microsoft.
Prinzipiell hast du natürlich Recht: Wenn du dir keine Viren einfangen kannst, dann machen die Sicherheitslücken auch nicht viel aus. Schließlich läuft ein Großteil der Bankautomaten momentan auf WinXP und wird voraussichtlich nicht so schnell upgedated (oft fehlt es da auch an der Hardware).
Allerdings sollte ich ergänzen, dass du nicht nur wirklich nicht surfen, sondern auch keine E-Mails öffnen solltest bzw. am besten nichts mit Internet-Interaktionen. Außerdem sind Wechseldatenträger auch eine Gefahrenquelle für Trojaner und VIren. Und selbst dann solltest du dir immer die E-Banking Zertifikate anschauen, um dich auch vor Pishing zu schützen.
Übrigens kommt man günstiger an Windows-Lizenzen, wenn man die OEM-Version kauft. Diese sind identisch mit den normalen Lizenzen, beinhalten aber nur die CD und eine Lizenz, also kein Handbuch und kein Support von Microsoft. Win7 Prof gibt es als OEM ab 30€.
Meine Frage: Wenn die XP Updates auslaufen, ich damit jedoch
nicht surfe, sondern nur Homebanking und Steuererklärung
betreibe, besteht mit dem dann veralteten XP dennoch ein
Sicherheitsrisiko?
Nun, bei SASSER genügte es das Betriebssystem zu starten und den PC mit dem Netzwerk (Internet war nicht nötig, wenn sich ein infizierter PC im Netzwerk befand) zu verbinden …
Welche Lücken es noch in XP gibt, weiss nicht einmal MS wirklich und wann diese von einem Hacker gefunden werden noch weniger!
Also, ohne Verbindung zum Netzwerk ist auch XP noch 10 Jahre sicher. Aber dann hast du auch keinen immer aktuellen Virenscanner
Vielen Dank für eure Einschätzungen. Zugegeben, sie verwirren ein wenig, weil sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Das mag daran liegen, weil ich euch eine entscheidene Information vorenthalten habe. Kann sein, dass ich selbst e-bankig falsch einordne, aber ich gehe noch nicht mal auf die Homepage meiner Bank.
Alles läuft komplett ohne Browser, nur über die Homebanking Software, die ich installiert habe, und eben mit dem Kartenleser. Ich würde ja gerne alles über Linux laufen lassen, Aber dafür fehlen mir ehrlich gesagt ein paar Hirnwindungen, um das alles ans laufen zu kriegen.
Für jemanden wie mich war es ein echter Segen, dass die Linux Distributionen so vereinfacht wurden, dass man sie ohne Probleme installieren konnte. Nun führe ich ein Multi-Boot-System mit Windows und Liniux mint.
Alles läuft komplett ohne Browser, nur über die Homebanking
Software, die ich installiert habe, und eben mit dem
Kartenleser. Ich würde ja gerne alles über Linux laufen
lassen, Aber dafür fehlen mir ehrlich gesagt ein paar
Hirnwindungen, um das alles ans laufen zu kriegen.
Dann guck dir mal Jameica und Hibiscus an. Damit geht Homebanking unter Linux.
Hallo,
in dem Moment wie der Support von Microsoft in Form von Sicherheitsupdates eingestellt wird, werden alle anderen Drittanbieter ihre Aktualisierungen ihrer Programme, die auf XP laufen, Stück für Stück einstellen. Gerade im Bezug zum Onlinebanking, wie auch zu anderen sensiblen Daten bei der Steuererklärung sollte man jegliche Software IMMER aktuell halten. Meinungen hierzu gehen weit auseinander, entscheiden muss das jeder selbst.
Wichtig ist, dass freigeschaltete Sicherheitsverfahren der Bank (z.B. ChipTAN) richtig angewendet wird (Kontrollpflicht derm im Leser angezeigten Daten). Auch sollte man bei der Nutzung des Internets mit gesundem Menschenverstand agieren (z.B. Phishing-Mails keine Beachtung schenken).
Windows 7 bekommt man als Lizenz recht günstig. Ich habe meine von Dell gebrandete, aber voll funktionstüchtige Version für etwas über 30€ bekommen, legal.
Das solltest Du mal genauer begründen. Win7-Lizenzen gibt es ja schon sehr günstig, so um die 30 Teuro. Daher halte ich das für Unfug.
Und Vista ist gar nicht so ‚Müll‘. Mit SP1 und SP2 wurde das durchaus brauchbar. Auf jeden Fall einem nicht mehr supporteten XP vorzuziehen.
Meine Frage: …besteht mit dem dann veralteten XP dennoch ein
Sicherheitsrisiko?
Ganz klar: Ja.
Heutzutage wirst Du für Homebanking und Steuersoftware wohl zwangsläufig mit dem Internet verbinden müssen. Zumindest, um die erstellten Dateien zu übermitteln. Und wie das erwähnte Beispiel ‚Sasser‘ demonstriert hat, reicht für das Verseuchen eines Systems mitunter völlig aus, wenn es einfach nur mit einem entsprechend kontaminierten Netzwerk verbunden wird. Auch ohne dass Du einen Browser oder ein E-Mailprogramm öffnest.
Zum Vergleich: Wenn Du einen Computer mit dem Internet verbindest, ist das wie wenn Du bei Regen nach draussen gehst. Es prasseln permanent unzählige Datenpakete auf Deinen Rechner. Z.B. verirrte Pakete. Oder Sachen wie Portscans. Oder anderes. Falls also Dein XP eine Sicherheitslücke aufweist, für die es keinen Patch mehr gibt, weil MS keine mehr macht, diese aber von pöhsen Buben ausgenutzt werden, kannst Du allein dadurch, dass Du Dich mit dem Internet verbindest, sowas einfangen.
Das mit den Geldautomaten, die noch mit XP laufen, kann man nicht als Beispiel nehmen. Denn Geldautomaten hängen nicht einfach so im Internet wie Du es tust. Zwar werden die Daten durchaus über das Internet transportiert. Aber in speziellen Verbindungen und über spezielle Routen. Da müssten die pöhsen Buben erstmal diese Verbindungen hacken, damit sie diese Transfers irgendwie beeinflussen können. Zumindest bislang gab es da aber wohl nichts derartiges, jedenfalls habe ich da eigentlich noch nie was gehört oder gelesen.
Danke für den Link. Hibiscus erwartet mehr Kenntnisse bzgl der Installation. Mehr, als ich bieten kann. Aber Jameica klingt vielversprechend. Ich schaue es mir mal genauer an.
Ich danke dir für die ausführliche Antwort. Was die Kosten, z.B. für Win 7 angeht, da hat jeder seine eigene Schmerzgrenze oder nennen wir es mal Wohlfühlpreis. Gestern z.B. habe ich ein vista business für 10 incl Porto bekommen. Anscheinend sind aktuell viele Leute auf der Suche nach vista business. Denn im Herbst bekam man es noch für durchschnittlich 5 €. Jetzt, so kurz vor dem AUS von XP ziehen die Preise deutlich an.
Windows 7 bekommt man als Lizenz recht günstig. Ich habe meine
von Dell gebrandete, aber voll funktionstüchtige Version für
etwas über 30€ bekommen, legal.
Da muss ich doch gleich mal nachfragen. Ich bin zwar kein Überflieger, habe aber festgestellt, dass es bei ebay u.a. auch Recovery und die von dir erwähnte „Dell-Version“ zu ersteigern gibt.
Bei Dell hat mich der Aufdruck „Reinstallation“ stutzig gemacht. Meine Googletreffer waren in der Hinsicht zielmlich eindeutig.
Danke für den Link. Hibiscus erwartet mehr Kenntnisse bzgl der
Installation. Mehr, als ich bieten kann. Aber Jameica klingt
vielversprechend. Ich schaue es mir mal genauer an.
Du brauchst beides. Jameica kann man installieren, muss aber nicht. Es läuft auch so. Und Hibiscus lädst du als Zip-Datei herunter und lässt die von Jameica als Plugin installieren.