XP-Firewall, netsh & dingens

Hallo erstmal,
nicht erschrecken, meine Fragen sind kurz und allgemein, aber für kurze Auskünfte ist es wohl besser, wenn ich hier 2 Bildschirmausgaben dokumentiere, was die Sache etwas länglich macht.
Grundsätzlich bin ich leider weder Netzwerk-Chef, noch XP-Guru und versuche hier gerade, XPpro eine einigermaßen kugelsichere Zwangsjacke zu verpassen (standalone PC, außer Internet/DSL-Modem via Ethernet-Schnittstelle KEIN Netzwerk). Ich bin dazu bei der Dienstekonfiguration teilweise noch über die Einstellungen von dingens hinausgegangen. Trotzdem wundert mich, was mir via Konsole denn doch noch alles an Firewall-Einstellungen angezeigt wird. Deswegen hätte 2-3 Verständnisfragen- die grundsätzliche vorneweg:
Was sind das eigentlich für Profile bei netsh und warum habe ich davon 4 Stück (Domäne, Standard, LAN, Internet), obwohl ich nur eins brauche (Internet)?
Zweitens war ich der Ansicht, die üblichen Verdächtigen (Dienste) deaktiviert zu haben, trotzdem erhalte ich solche Anzeigen:

netsh firewall show allowedprogramm

Zugelassene Programmkonfiguration f�r Profil "Standard":
Modus Name/Programm
-------------------------------------------------------------------
Inaktiv Microsoft Management Console / O:\WINDOWS\system32\mmc.exe
 Bereich: \*
Inaktiv Remoteunterst�tzung / O:\WINDOWS\system32\sessmgr.exe
 Bereich: \*
Inaktiv Microsoft Fax Console / O:\WINDOWS\system32\fxsclnt.exe
 Bereich: \*

show portopening dann u.a. dies:

Portkonfiguration f�r Profil "Dom„ne":
Port Protokoll Modus Name
-------------------------------------------------------------------
139 TCP Inaktiv NetBIOS-Sitzungsdienst
 Bereich: LocalSubNet
445 TCP Inaktiv SMB �ber TCP
 Bereich: LocalSubNet
137 UDP Inaktiv NetBIOS-Namensdienst
 Bereich: LocalSubNet
138 UDP Inaktiv NetBIOS-Datagrammdienst
 Bereich: LocalSubNet
1900 UDP Inaktiv SSDP-Komponente des UPnP-Frameworks
 Bereich: LocalSubNet
2869 TCP Inaktiv UPnP-Framework �ber TCP
 Bereich: LocalSubNet
3389 TCP Inaktiv Remotedesktop
 Bereich: \*

und:

Portkonfiguration f�r "Internet":
Port Protokoll Modus Name
-------------------------------------------------------------------
110 TCP Inaktiv Post-Office Protocol, Version 3 (POP3)
220 TCP Inaktiv Internet Mail Access Protocol, Version 3 (IMAP3)
21 TCP Inaktiv FTP-Server
23 TCP Inaktiv Telnetserver
80 TCP Inaktiv Webserver (HTTP)
443 TCP Inaktiv Sicherer Webserver (HTTPS)
3389 TCP Inaktiv Remotedesktop
143 TCP Inaktiv Internet Mail Access Protocol, Version 4 (IMAP4)
25 TCP Inaktiv Internetmailserver (SMTP)

Wie kommt es, dass diese Ports hier trotz deaktivierter Dienste überhaupt gelistet werden und muss da noch an irgendwelchen Gruppenrichtlinien rumgeschraubt werden, um das zu unterbinden?

Beste Grüße
Bernd

Hallo Bernd,

Wie kommt es, dass diese Ports hier trotz deaktivierter
Dienste überhaupt gelistet werden und muss da noch an
irgendwelchen Gruppenrichtlinien rumgeschraubt werden, um das
zu unterbinden?

Naja, sobald der IP-Stack installiert ist, gibt es auch rund 65’000 vorhandene Ports.

Die grosse Frage ist, wie das Tool den IP-Stack abklappert um offene Ports zu finden und was MS da wie zusammengebastelt hat.

Das hängt auch noch mit der Verwaltung, bzw. Implementierung, des Stacks ab. Die einfachste Methode wäre einfach eine Feste Tabelle anzulegen. Allerdings wäre diese dann, bei 32Bit Pointern, schon mal 256KB gross.
Also muss das ganze dynamisch verwaltet werden, was dann schnell mal zu verketteten Listen führt und entsprechender Sucherrei.
Möglicherweise hat MS eine feste Tabelle für meist vorhandene Ports eingebaut und nur der Rest wird dynamisch verwaltet.

MfG Peter(TOO)

Naja, sobald der IP-Stack installiert ist, gibt es auch rund
65’000 vorhandene Ports.

Nein, es gibt rund 65000 Möglichkeiten, einem Service eine Portnummer
zuzuweisen. So wie du es schreibst hört es sich an, als seien 65000
Ports geöffnet. Das ist, wie du weist, nicht der Fall.

Ein Port ist nur dann vorhanden, wenn er geöffnet ist. Ansonsten ist er
nicht vorhanden (aus diesem Grund gibt es auch eigentlich keine
„geschlossenen Ports“).

Stefan

Moin,

Naja, sobald der IP-Stack installiert ist, gibt es auch rund
65’000 vorhandene Ports.

Ja, soviel Grundwissen habe ich immerhin :wink: trotzdem frage ich mich, warum von denen ausgerechnet die notorischen Sportsfreunde angezeigt werden, deren Dienste ich abgeschaltet habe.

Die grosse Frage ist, wie das Tool den IP-Stack abklappert um

Das dingens-Tool?
Habe ich hier nur der Einfachheit halber erwähnt, ich mache das alles selbst von Hand.

Möglicherweise hat MS eine feste Tabelle für meist vorhandene
Ports eingebaut und nur der Rest wird dynamisch verwaltet.

Wäre ihnen zuzutrauen- bis zur Aufklärung dieser Angelegenheit wäre meine pragmatische Frage eigentlich nur, was das Wörtchen „inaktiv“ in diesem Zusammenhang genau bedeuten könnte: Heißt das nur, dass von allen anderen ebenfalls inaktiven 64.990 Ports nach Ansicht von Firma Microsoft mittels netsh unbedingt diese Auswahl präsentiert werden muss, oder steckt da mehr dahinter?

Grüße
Bernd