Zahn(zusatz)versicherung

Vor ein oder zwei Jahren war ja mal in der Diskussion, daß jeder Kassenpatient eine separate Zahnzusatzversicherung abschliessen müsse, und die Leistungen dann aus der normalen KV ausgelagert würden (soweit ich es richtig verstanden hatte). Das kam ja dann zunächst nicht.

Da die gesetzlichen Krankenkassen aber ja bei weitem nicht (mehr) alles übernehmen, was zahnmedizinisch sinnvoll wäre (man denke nur an Zahnersatz), überlege ich, ob es nicht sinnvoll für mich wäre, eine solche Versicherung abzuschließen (wobei ich mir genau anschauen müßte, was da alles abgedeckt wird und was nicht und was es kostet).

Jetzt die Frage: ist da was geplant, sowas verpflichtend einzuführen? Sprich, ist es eher sinnvoller, da noch abzuwarten? Bin 26 Jahre, Student. Werden eigentlich bekannte „Probleme“ gleich ausgeschlossen, z.B. habe ich auf einer Seite noch einen Backenzahn, ein Frontzahn ist nach Unfall abgebrochen…?

Diese Versicherung ist Quatsch ! Ein Kann und kein Muss !

Es gibt die existenziellen Versicherungen wie Haftpficht und BU für einen Studenten, alles andere braucht er/sie nicht. Es sei denn du hast Kinder oder/und eine Immobilie. Ich glaube jedoch nicht.

Lass dir ein Angebot für so eine Versicherung machen. Mach sie nicht, sondern spar das Geld. Genau das macht die Versicherung auch. Da hast du bedeutend mehr davon.

Und mach auf jeden Fall die zwei oben Genannten. Fertig.

Ach ja . . und verpflichtend kann man eine Privatversicherung sowieso nicht einführen . . .man kann dies finanziell unterstützen, wie bei dem ,Rohrkrepierer" von Riester oder man kann Beitrag und Leistungen bei der GKV ändern.

Wie gesagt . . die meisten Versicherungen, die es momentan gibt sind ziemlicher Blödsinn. Die Zahnzusatz steht dabei ganz weit oben auf der Liste. Auch Unfall, ,IKEA-Hausrat" und Krankenhaustagegeld für Angestellte ist mit dabei, wenn es darum geht sich doppelt und hirnrissig zu versichern !

Mein Vorschlag . . erst das ,nackte Überleben" versichern und dann über Luxus nachdenken. Machen übrigens über 80 Prozent der Deutschen nicht (BdV).

Nur eine Meinung, die von vielen, die an den Produkten verdienen, nicht geteilt wird.

Gruss

Markus

Hallo Markus,

Pauschalaussagen sind mir ein kleiner Dorn in Auge, daher sei mir ein wenig Einhaken gestattet.

Es gibt die existenziellen Versicherungen wie Haftpficht und
BU für einen Studenten, alles andere braucht er/sie nicht. Es
sei denn du hast Kinder oder/und eine Immobilie. Ich glaube
jedoch nicht.

Unter Umständen können das auch weitere Versicherungen, wie Hausrat sein. Nämlich dann, wenn die Mitversicherung über die Eltern nicht gegeben ist, der Wert des Hausrates aber eine gewisse Grenze überschreitet. Oder?

Lass dir ein Angebot für so eine Versicherung machen. Mach sie
nicht, sondern spar das Geld. Genau das macht die Versicherung
auch. Da hast du bedeutend mehr davon.

Klar spart sie auch nur das Geld. Aber Versicherung ist ja die Absicherung eines im einzelnen ungewissen Schadenfalls. Du kannst vielleicht planen, dass deine Zähne erst mit über 50 kaputt gehen… Was sagst du aber zu Unfällen? Und ich wollte nicht mit einer Zahnlücke von 2-3 Zähnen im Frontbereich durch die Gegend laufen. Klar. Die Kasse zahlt auch Zähne… aber glaube mir, es ist beruhigend zu wissen, dass ich mir das aussuchen kann, was praktikabel ist… und das ist nunmal im Frontbereich m.M.n. eher ein Implantat, als Stift oder Brücke. Dennoch unbestritten kein Zwang. Nice to have… wie man so schön heute sagt. Und letztlich auch nicht wirklich kostspielig.

Und mach auf jeden Fall die zwei oben Genannten. Fertig.

Da geb ich dir Recht. Das wichtigste wäre vermutlich damit abgesichert. Aber eben nicht zwingend. Individualität ist der Fall.

Ach ja . . und verpflichtend kann man eine Privatversicherung
sowieso nicht einführen . . .man kann dies finanziell
unterstützen, wie bei dem ,Rohrkrepierer" von Riester oder
man kann Beitrag und Leistungen bei der GKV ändern.

Man kann eine Privatversicherung auch verpflichtend einführen! Beispiel? Kfz-Haftpflicht-Versicherung.

Wie gesagt . . die meisten Versicherungen, die es momentan
gibt sind ziemlicher Blödsinn. Die Zahnzusatz steht dabei ganz
weit oben auf der Liste. Auch Unfall, ,IKEA-Hausrat" und
Krankenhaustagegeld für Angestellte ist mit dabei, wenn es
darum geht sich doppelt und hirnrissig zu versichern !

Nunja… ein Krankenhaustagegeld ist nicht doppelt abgesichert, denn diese Leistung zahlt kein anderer. Im Gegenteil, du zahlst dafür. Wie wahrscheinlich es ist, muss jeder für sich wissen. Ob er da ein paar Mark (sorry Euro) für seine Ausgaben dazuerhalten will, sollte auch jedem überlassen werden. Ebenso kann eine Unfallversicherung für manche die letzte Rettung sein, für Verwandte. Nämlich dann, wenn die LV abgelehnt wird.

Mein Vorschlag . . erst das ,nackte Überleben" versichern und
dann über Luxus nachdenken. Machen übrigens über 80 Prozent
der Deutschen nicht (BdV).

Seltsamerweise bietet der BdV aber eben auch éinen Großteil dieser Luxusversicherungen selber an, die er verpöhnt.

Nur eine Meinung, die von vielen, die an den Produkten
verdienen, nicht geteilt wird.

Nunja… irgendwer muss daran ja verdienen. Ist es unredlich an Beratungen zu verdienen? Du verdienst (hoffentlich) auch dein Geld mit redlicher Arbeit. Das dem Bereich Versicherungen ein negativer Touch anhängt mag sein. Die schwarzen Schafe (

Hallo Marco,

Pauschalaussagen sind mir ein kleiner Dorn in Auge, daher sei
mir ein wenig Einhaken gestattet.

Ja, gestattet !

Unter Umständen können das auch weitere Versicherungen, wie
Hausrat sein. Nämlich dann, wenn die Mitversicherung über die
Eltern nicht gegeben ist, der Wert des Hausrates aber eine
gewisse Grenze überschreitet. Oder?

Nochmal genau nachlesen, Marco. Ich habe von der ,IKEA-Hausrat" geschrieben. Es ist Fakt, dass sich heute Leute absichern, die eigentlich gar nix zu versichern haben. Und ob ein Student einen 10.000 Euro Einbauschrank hat bezweifle ich stark. Wer dies hat, kann es gerne versichern. Fakt ist, dass der Hausrat bei mehr Leuten nicht abgesichert werden muss.

Klar spart sie auch nur das Geld. Aber Versicherung ist ja die
Absicherung eines im einzelnen ungewissen Schadenfalls. Du
kannst vielleicht planen, dass deine Zähne erst mit über 50
kaputt gehen… Was sagst du aber zu Unfällen? Und ich wollte
nicht mit einer Zahnlücke von 2-3 Zähnen im Frontbereich durch
die Gegend laufen. Klar. Die Kasse zahlt auch Zähne… aber
glaube mir, es ist beruhigend zu wissen, dass ich mir das
aussuchen kann, was praktikabel ist… und das ist nunmal im
Frontbereich m.M.n. eher ein Implantat, als Stift oder Brücke.
Dennoch unbestritten kein Zwang. Nice to have… wie man so
schön heute sagt. Und letztlich auch nicht wirklich
kostspielig.

Ja klar . . es könnte dich auch morgen ein LKW überfahren, jemand dein Auto abfackeln oder Korea einen neuen Weltkrieg starten. Das Argument der Versicherer schlechthin: Wenn es mal passiert, dann bist du froh. Dann müsstest du alle Versicherungen abschliessen, die es gibt, denn theoretisch kann alles passieren.

Da jedoch nur ein Bruchteil der Bevölkerung eine BU hat (eine Absicherung die einem vor dem Sozialfall schützt) sind solche Diskussionen völlig fehl am Platz. Wenn ich nix zu beissen hab, dann brauch ich auch keine Zahnzusatz.

Ich will nur darauf hinweisen, dass es wichtige und unwichtige Versicherungen gibt. Was kommt zuerst ? Bei den Deutschen die Unwichtigen . . .laut Statistik.

Und mach auf jeden Fall die zwei oben Genannten. Fertig.

Man kann eine Privatversicherung auch verpflichtend einführen!
Beispiel? Kfz-Haftpflicht-Versicherung.

Da hast du zwar Recht, jedoch hat man die Wahl, ob man ein Auto hat oder nicht ! Mit den Zähnen sieht das etwas anders aus. Im Ernst: Du hast natürlich recht. Es wäre nur kostentechnisch schwierig sowas ins Leben zu rufen. Dann kann man es gleich über die GKV machen.

Nunja… ein Krankenhaustagegeld ist nicht doppelt
abgesichert, denn diese Leistung zahlt kein anderer. Im
Gegenteil, du zahlst dafür. Wie wahrscheinlich es ist, muss
jeder für sich wissen. Ob er da ein paar Mark (sorry Euro) für
seine Ausgaben dazuerhalten will, sollte auch jedem überlassen
werden. Ebenso kann eine Unfallversicherung für manche die
letzte Rettung sein, für Verwandte. Nämlich dann, wenn die LV
abgelehnt wird.

Falsch. Man erhält 6 Wochen Lohnfortzahlung und dann Krankengeld. Ab 6 Monaten zahlt eine BU. Wer die Krankengeldzeit nicht überbrücken kann hat sowieso was falsch gemacht in seiner Finanzplanung.

Auch bei der Unfall . . . eine schlechte Variante der BU . . . Wenn die LV abgelehnt wird muss man wohl in diesen Witz investieren.

Seltsamerweise bietet der BdV aber eben auch éinen Großteil
dieser Luxusversicherungen selber an, die er verpöhnt.

Ich habe nicht behauptet, dass der BdV gut oder schlecht ist. Nochmal nachlesen. Ich habe nur mein Zitat mit einer Quelle versehen.

Nunja… irgendwer muss daran ja verdienen. Ist es unredlich
an Beratungen zu verdienen?

Habe ich nie behauptet. Ich behaupte, dass ein Opel-Verkäufer nie sagt wie schecht Opel ist. So wird auch ein Versicherungsvermittler wohl kaum das Produkt ,Versicherung" von seiner schlechten Seite zeigen. Wer sich dort unabhängig beraten fühlt, kann gerne hin !

Du verdienst (hoffentlich) auch
dein Geld mit redlicher Arbeit.

Richtig.

Das dem Bereich Versicherungen
ein negativer Touch anhängt mag sein. Die schwarzen Schafe
(

Hallo,
Du solltest Dir bei jeder Versicherung überlegen:

  • besteht bei mir überhaupt ein entsprechendes Risiko
  • gehöre ich zu einer Gruppe, bei der das entsprechende Risiko evt. höher ist als der Durchschnitt
  • wie groß ist der Schadensfall, kann ich das evt. durch eigene Vorsorge oder sogar aus den laufenden Einnahmen zahlen
  • wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß der Schadensfall bald eintritt

Eine Versicherungsgesellschaft zahlt immer weniger aus, als die Versicherten einzahlen. Was zum Beispiel bei einer Zahnversicherung bedeutet: wenn Du zu den Leuten mit guten Zähnen gehörst, zahlst Du die Kosten für die Leute mit, die entweder schlechte Zähne haben oder zu faul sind, sie zu pflegen. Wenn Du zu den jüngeren Leuten gehörst, sind Deine Zähne auch eher besser als die der älteren Leute. Evt. wirst Du außer wegen eines Unfalls sogar niemals Zahnersatz brauchen, da Du, z.B. durch Fluortabletten, ausgesprochen gute Zähne hast.

Überlege Dir, was in Deinem Fall zutrifft.

Gruß
Axel (ohne Zahnversicherung)

Hallo Winter,

neben den Aussagen hier, dass die Zusatzversicherung keinesfalls ein Muss ist (stimmt natürlich) noch einige weitere Hinweise:

Soweit ich informiert bin, gibt es zur Zeit keine Ansätze dafür, dass eine zahnärztliche Versorgung über Privatversicherung Pflicht wird. Bei der Geschwindigkeit mit der unser Staat aber heutzutage versucht, die Löcher in der Haushaltskasse zu stopfen kann man nicht ausschließen, das sowas mal kommt. Das ist aber Kristallkugelgucken!

Die Versicherung selbst halte ich durchaus für sinnvoll, wenn gewisse Voraussetzungen gegeben sind. Als Student mit Mitte 20 würde ich jedoch diese Versicherung noch etwas zurückstellen.

Grundsätzlich ist eine Versicherung dieser Art aber immer preiswerter, je früher man anfängt, desto niedriger der Beitrag. Bist du dir also „sicher“, dass du irgendwann in deinem Leben Zahnersatz benötigen wirst (evtl. im Zusammenhang mit deinem abgebrochenen Zahn) solltest du dir irgendwann auch diese Versicherung anschaffen (meine Meinung).

Aber es muss nicht zwingend jetzt schon sein. Lass dir evtl. noch Zeit. Mach dann aber auf jeden Fall einen Versicherungsvergleich. Es gibt eine enorme Flut unterschiedlicher Ausschlusskriterien bei den einzelnen Versicherern. Die meisten wollen heute einen Zahnstatus und es gibt dann Minuspunkte für bereits fehlende noch zu ersetzende Zähne etc. Wieder andere staffeln die Zuzahlung über Jahre hinweg, so dass du im ersten Jahr z.B. nur 150,-- Euro (o.ä.) zusätzlich ersetzt bekommst.

Wichtig ist auch wie die Versicherung an sich bezahlt. Meine Versicherung bezahlt zum Beispiel max. 80% des Rechnungsbetrages. Bei anderen Versicherern heisst es an der Stelle: 90% der von der GKV anerkannten Kosten. Prompt denkt man: „Hey, die bezahlen ja mehr!“

Weit gefehlt: Die GKV erkennt ja nicht alles an und somit auch nicht die Privatversicherung. Beispiel: Verblendungen von Zahnersatz in Zahnfarbe - keine GKV Leistung. Bei der einen Versicherung aber Ersatzleistung weil auf der Rechnung, bei der anderen keine Ersatzleistung.

Mein Rat ist also: Später abschliessen, aber nicht zu spät, wenn die offiziellen Regelungen sich bis dahin nicht ändern.

Gruß
Nita

Hallo Markus,

Ja, gestattet !

Danke :smile:

Nochmal genau nachlesen, Marco. Ich habe von der
,IKEA-Hausrat" geschrieben. Es ist Fakt, dass sich heute
Leute absichern, die eigentlich gar nix zu versichern haben.
Und ob ein Student einen 10.000 Euro Einbauschrank hat
bezweifle ich stark. Wer dies hat, kann es gerne versichern.
Fakt ist, dass der Hausrat bei mehr Leuten nicht abgesichert
werden muss.

Sorry, ich hatte ein z.B. gelesen. Daher mein Einwand. Zum Thema Student: Ich hab als Student eine eigene 2-Raumwohnung gehabt. Volleingerichtet. Da ich vorher jedoch gearbeitet habe (und auch während des Studiums), hatte mein Hausrat bereits eine erkleckliche Größe erreicht, sodass die 10% lange nicht ausgereicht hätten. Zumindest nich für den gesamten Hausrat und daher hätte mich der Verlust schon getroffen. Um allerdings korrekt zu sein: der Einbauschrank wäre Sache der Wohngebäude-Versicherung. Die Hausrat leistet hier nur bei einem Mietverhältnis. :smile:

Ja klar . . es könnte dich auch morgen ein LKW überfahren,
jemand dein Auto abfackeln oder Korea einen neuen Weltkrieg
starten. Das Argument der Versicherer schlechthin: Wenn es mal
passiert, dann bist du froh. Dann müsstest du alle
Versicherungen abschliessen, die es gibt, denn theoretisch
kann alles passieren.

Klar. Abwägen sollte man hier sein subjektives Risiko. Z.b. sehe ich die Gefahr für eine Verkehrsrechtsschutz schon. Bedingt durch viele Dinge, die mich als Vielfahrer treffen können. Weitere Rechtsschutz sehe ich z.B. nicht als gegeben an.

Da jedoch nur ein Bruchteil der Bevölkerung eine BU hat (eine
Absicherung die einem vor dem Sozialfall schützt) sind solche
Diskussionen völlig fehl am Platz. Wenn ich nix zu beissen
hab, dann brauch ich auch keine Zahnzusatz.

Das ist richtig. Allerdings ist man ohne Absicherung danach meist noch ärmer. :smile:

Ich will nur darauf hinweisen, dass es wichtige und unwichtige
Versicherungen gibt. Was kommt zuerst ? Bei den Deutschen die
Unwichtigen . . .laut Statistik.

Nicht zuerst, aber er hat zuviele Versicherungen. Er ist überversichert. Dies liegt aber in der Vollkasko-Mentalität der Kunden begründet. Selbstbehalte sind in vielen Bereichen letztlich auch ein Tabu.

Falsch. Man erhält 6 Wochen Lohnfortzahlung und dann
Krankengeld. Ab 6 Monaten zahlt eine BU. Wer die
Krankengeldzeit nicht überbrücken kann hat sowieso was falsch
gemacht in seiner Finanzplanung.

Nunja… zunächst sind Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld grundverschiedene Dinge. Zudem ist ein Krankenhausaufenthalt eine Mehrbelastung! Du hast für 4 Wochen (?) ein Eintrittsgeld zu entrichten und alle fortlaufenden Kosten laufen weiter. Und selbst das Krankengeld nach Lohnfortzahlung ist max. 90% des letzten Netto. Sprich: du musst die 10% auch erstmal auffangen. Bei manchen Menschen, die genauso viel verdienen, wie Ihre Unterhaltskosten sind kann das problematisch werden. Und am Existenzminimum arbeiten viele, insbesondere junge Menschen, die weder einen Kapitalstock angesammelt haben können noch über riesige Einnahmen verfügen.

Habe ich nie behauptet. Ich behaupte, dass ein Opel-Verkäufer
nie sagt wie schecht Opel ist. So wird auch ein
Versicherungsvermittler wohl kaum das Produkt ,Versicherung"
von seiner schlechten Seite zeigen. Wer sich dort unabhängig
beraten fühlt, kann gerne hin !

Wie gesagt: Es kommt drauf an. Ein guter macht es. Und rät dem Kunden ab. Versicherungen ist eine Sache von Vertrauen… und nur mit Ehrlichkeit kann ich Vertrauen gewinnen.

Gruß
Marco

Hallo Marco,

Sorry, ich hatte ein z.B. gelesen. Daher mein Einwand. Zum
Thema Student: Ich hab als Student eine eigene 2-Raumwohnung
gehabt. Volleingerichtet. Da ich vorher jedoch gearbeitet habe
(und auch während des Studiums), hatte mein Hausrat bereits
eine erkleckliche Größe erreicht, sodass die 10% lange nicht
ausgereicht hätten. Zumindest nich für den gesamten Hausrat
und daher hätte mich der Verlust schon getroffen.

Wie gesagt, wenn du damals eine (gute) BU und eine Haftpflicht hattest und die Angst zu den 0,irgendwas Prozent zu gehören, die die Versicherung in Anspruch nehmen müssen, den Schlaf geraubt hat, dann ist dies eine persönliche Entscheidung. Ich würde sie nicht treffen. Einfach aus dem Grund, weil bestimmte Risiken nicht existenzgefährdend sind.

Eine BU sichert je nach Beruf eine halbe bis mehrer Millionen Euro ab. Da rückt das bisschen Hausrat in ein anderes Licht. Und auch die Zähne sind da eher zweitranging. In Zeiten, wo Leute Zahnzusatz, Vollkasko fürs Auto und allerhand wahnwitziges versichern und die BU weglassen, dann muss dies zuerst angesprochen werden. Wird es aber meist nicht.

Um
allerdings korrekt zu sein: der Einbauschrank wäre Sache der
Wohngebäude-Versicherung. Die Hausrat leistet hier nur bei
einem Mietverhältnis. :smile:

So sieht es aus.

Klar. Abwägen sollte man hier sein subjektives Risiko. Z.b.
sehe ich die Gefahr für eine Verkehrsrechtsschutz schon.
Bedingt durch viele Dinge, die mich als Vielfahrer treffen
können. Weitere Rechtsschutz sehe ich z.B. nicht als gegeben
an.

Das ist richtig. Wenn du alle wichtigen Versicherungen hast . . .

Nicht zuerst, aber er hat zuviele Versicherungen. Er ist
überversichert. Dies liegt aber in der Vollkasko-Mentalität
der Kunden begründet. Selbstbehalte sind in vielen Bereichen
letztlich auch ein Tabu.

Nicht ganz richtig. Über 80 Prozent der Deutschen (Studie nach Befragung von Finanzdienstleistern) sind nicht aussreichend oder gar nicht gegen das Risio der BU versichert. Dafür haben weit mehr Menschen einen Schutz gegen Invalidität. Das ist nicht überversichert, sondern falsch versichert.

Jedes Jahr wird eine andere ,Sau durchs Dorf gejagt". Und viele Vermittler rennen mit. Das finde ich nicht in Ordnung. Oft wird nicht mal nach den vorhandenen Produkten gefragt.

Nunja… zunächst sind Krankentagegeld und Krankenhaustagegeld
grundverschiedene Dinge. Zudem ist ein Krankenhausaufenthalt
eine Mehrbelastung! Du hast für 4 Wochen (?) ein Eintrittsgeld
zu entrichten und alle fortlaufenden Kosten laufen weiter.

Dafür hast du in anderen Bereichen sinkende Kosten. Lebenshaltung für 1 Person fällt weg, Freizeit, Auto,… usw.

Auserdem könnte man die gesparten Beiträge auch anlegen. In ein paar Jahren kann es dir egal sein. Das Risiko durch einen Krankehausaufenthalt zu verarmen ist nicht vorhanden.

Und
selbst das Krankengeld nach Lohnfortzahlung ist max. 90% des
letzten Netto. Sprich: du musst die 10% auch erstmal
auffangen. Bei manchen Menschen, die genauso viel verdienen,
wie Ihre Unterhaltskosten sind kann das problematisch werden.

Ob die sich eine Versicherung leisten können oder sollen ist fraglich.

Und am Existenzminimum arbeiten viele, insbesondere junge
Menschen, die weder einen Kapitalstock angesammelt haben
können noch über riesige Einnahmen verfügen.

…und dann noch 3-4 Versicherungen zahlen müssen, die nix bringen.

Wie gesagt: Es kommt drauf an. Ein guter macht es. Und rät dem
Kunden ab. Versicherungen ist eine Sache von Vertrauen… und
nur mit Ehrlichkeit kann ich Vertrauen gewinnen.

…Oder man macht es wie die Drücker von den Stukturvertrieben und lässt Mitarbeiter Kunden spielen.