Zahnersatz

Hallo
Eine Frage :Aus welchen Matall werden Spangen (Bügeln) für Zahnprothesen geamacht.Wie hart ist das Metall;wie wird es verarbeitet und welchen Schmelpunkt hat es.
Gruß Kurt

Hallo Kurt!

welchen Schmelpunkt hat es.

Ähm… Was willst du denn damit machen? :wink:

Genau kann ich es dir nicht sagen, ist zwar stabil aber ab und zu lockert es sich und muss wieder in Form gebracht werden. Das macht dann der Zahnarzt selbst.

Grüsse, Seltsam

Hallo Kurt!
Könntest du den Begriff „Spangen“ etwas genauer definieren?
Meinst du die Klammern, die um den Zahn herum an Kunststoffprothesen sind? Die sind meistens aus Chrom-Kobalt-Molybdän-Legierung, wenn sie gegossen sind, oder als Draht z.B. aus Wironium. Es gibt da aber viele verschiedene Materialien, auch allergikergeeignete. Du solltest auf keinen Fall versuchen, eine abgebrochene Klammer selber zu löten, falls das der Hintergrund deiner Frage ist? Der Kunststoff würde dabei verbrennen (was nützt eine Prothese ohne Zähne?)und man braucht spezielles, biokompatibles Flussmittel und Lot, sonst darf das Ganze nicht mehr in den Mund (MP-Gesetz). Da sollte man nur Profis dranlassen! Besser also zum Zahnarzt gehen damit! Viel Erfolg!
Gruss, Kirsten

Hallo Kirsten!
Ich möchte bestimmt nicht an meinen Zähnen basteln.Mein interresse liegt ganz alleine
am Material und wie es bearbeitet wird.Wird es gegossen?Wird es in die Form vom Abdruck gegossen und welche Themperatur muss diese Form aushalten.Auf diese Frage bin ich gekommen als ich mir meinen alten Zahnersatz näher untersucht habe und mir die Frage gestellt habe wie
ein Zahntechniker diese Dinger macht.
Gruss Kurt

Tja Kurt,

das ist so leicht nicht zu beantworten. Man braucht nicht nur 3,5 Jahre Ausbildung dafür, sondern muss anschliessend auch umfangreiches Fachwissen in Materialkunde erwerben. Die „Dinger“ werden aus Wachs modelliert, in feuerfeste Formen eingebetten, Wachs ausgeschmolzen und anschliessend mit ca. 1300°C die Legierung eingegossen. Das nur ganz grob zum Ablauf. Wenn dir das weiterhilft? Schönes Wochenende!
Gruss, Kirsten

Das ist mir schon klar.Ich bin selbst vom Metallgewerbe und habe eine Ahnung von Formanbau und metallbeartung.Wollte eigentlich nur wissen
welches Metall verwendet wird.Für eine Cr.Ni.Legierung ist es mir etwas zu weich , es lässt sich dises Material auch nicht löten.
Trotzdem besten Dank.
G.Kurt

Servus Kurt,
die Legierungen für herausnehmbaren Zahnersatz (Prothesen) sind tatsächlich CroKoMo-Legierungen. Sie werden entweder im Vakuum-Druck-Guss-Verfahren, oder in Schleuderguß-Technik gegossen. Das Schmelzen erfolgt entweder induktiv oder mit Hilfe von Azetylen-Sauerstoff Brennern.

Diese Legierungen sind durchaus lötbar, wenn auch die Laser-Schweißung der Lötung wohl den Rang abgelaufen haben dürfte.

Hier ein paar Links zum Thema:
http://209.85.129.132/search?q=cache:HxltZ0be_IQJ:ww…
http://web.uni-marburg.de/zahnmedizin//abteilungen/p…
www.bego.com/pdf/de_52520_2007_sb_de.pdf
190806.com/studium/pdf1/werkstoffkunde/zahnaerztliche_legierungen.pdf
http://www.scheftner24.de/JD-Stahl.pdf
http://www.zahnfocus24.de/ZT_Wissen_schmelz__und_gie…

Weil Du in Deiner Frage den Begriff ‚Bügel‘ verwendest: für den kurzzeitigen Einsatz in temporären Prothesen können auch fertige kaltgewalzte Profile verwendet werden
http://www.zahnarztschloesser.de/lexikonu.html#Unter…

die mit einer speziellen Bügelzange nachgeformt werden können:
http://cgi.ebay.fr/Dreifingerzange-Facebow-Zahntechn…

Soweit ich es noch verfolgt habe, haben sich Titanlegierungen für herausnehmbaren Zahnersatz bisher nicht durchgesetzt, obwohl sie wesentlich leichter sind als die sogenannten Dentalstähle.

Gruß

Kai

Danke .Dass ist genau Das was ich wissen wollte.
Ps. Endlich eine Antwort ohne daß sich jemand in Seiner Berufsehre verlezt fühlt.
Gruß Kurt