Zahnersatz selbst geschnitzt

Hallo,
mein Zahnarzt hat ein Maschinchen welches den Zahn scannt und anschließend an einer Mini-Fräsmaschine die Krone aus einem Stück Keramik nach der digitalen Vorlage herausfräst.

Vorteil ist angeblich, kaum teurer als normale Kronen aus Keramik, kein Abdruck, innerhalb von einer Stunde fertig und eingepasst.

Das hört sich zu gut an. Gibt es auch Nachteile (außer arbeitslosen Zahntechnikern)?

Danke
Joey

Hallo,
mein Zahnarzt hat ein Maschinchen welches den Zahn scannt und
anschließend an einer Mini-Fräsmaschine die Krone aus einem
Stück Keramik nach der digitalen Vorlage herausfräst.

Also:
wenn das eine genaue und sorgfältige Maschine ist, sehe ich da keine Nachteile drin. Wenn der Zahnarzt das richtige Material verwendet, macht der ja genau das geleiche was die Frimen machen wenn man eine Krone ebstellt -nur in klein.

Die benutzen ja auch Maschinen die die Zähen fräsen.
Der Computer hat die Vorlage und gibt diese an due Maschine weiter.

Also ich habe da keine Bedenken.
Solange es ene genaue Maschine ist und er das gleiche Material verwendet.

Gruß

Merrick

Hallo,
mein Zahnarzt hat ein Maschinchen welches den Zahn scannt und
anschließend an einer Mini-Fräsmaschine die Krone aus einem
Stück Keramik nach der digitalen Vorlage herausfräst.

Vorteil ist angeblich, kaum teurer als normale Kronen aus
Keramik, kein Abdruck, innerhalb von einer Stunde fertig und
eingepasst.

Das hört sich zu gut an. Gibt es auch Nachteile (außer
arbeitslosen Zahntechnikern)?

Hallo,
ich denke das Material heißt Zirkon. Es ist biokompatibel und sehr hart und biegefest, für eine metallfreie Versorgung gedacht.
Auf ein gefrästes Gerüst wird die Zahnform p. Techniker aufgebrannt.
Nicht beantworten kann ich:

warum muß diese Techik teurer sein als als Aufbrennen auf ein Metallgerüst, da das Gerüst günstig herzustellen ist?
wie dünn können die Kronenränder ausgearbeitet werden ohne das sich langfristig das Zahnfleisch zurückbildet?
oder wird eine rundum den Zahn präparierte Hohlkehle benötgt, was erhöhten Substanzabschliff am Zahn bedeutet,und viel Geschick des Arztes und Technikers?
wie ist der langfristige Verbund zw. Zirkon und Keramik?

freundlicher Gruß von Flachländer

warum muß diese Techik teurer sein als als Aufbrennen auf ein
Metallgerüst, da das Gerüst günstig herzustellen ist?

Ich denke das Gerät war teuer und muss finanziert werden.

Servus Joey,

wenn Dein Zahnarzt gut ist, gibt es keine Nachteile. Das gilt für den Bereich im Mund, wo es auf wirklich natürliches Aussehen nicht so sehr ankommt. Die Keramikblöcke, aus denen die Inlays und (Teil)kronen gefräst werden, sind zahnfarbig. Das Aussehen wird nach der Zahnfarbe des Patienten bestimmt. Ein richtiger Zahn hat aber nicht nur eine Farbe und ist auch nicht homogen. Zahntechniker bauen ihre Produkte aus mehreren Schichten verschiedener Transparenz und Tönung auf. Vorn, im Frontzahnbereich, sieht man den Unterschied - weiter hinten spielt das für den Normalbürger (keine close-ups mit 12 Megapixeln) keine Rolle. Die Preisgestaltung ist weitgehend frei - Du mußt halt entscheiden, ob der verlangte Preis für Dich stimmt.

Will man das Farbspiel des natürlichen Zahns haben, läßt man vom Techniker ein keramisches Käppchen fräsen, auf das dann die verschiedenen Schichten aufgebrannt werden. Während bei der konventionellen Metallkeramikkrone innen drin eine Kappe aus Edelmetall einen dunklen Kern bildet, ist die Keramik-Kappe immer noch transparent genug, um dem natürlichen Aussehen wesentlich näher zu kommen.

Das Zirkon(oxid) von dem hier die Rede war, ist in der Praxis (chairside) nicht zu haben. Wollte man aus einem gesinterten Block aus Zirkonkeramik eine Krone fräsen, dauerte das mehrere Stunden, der Zeitvorteil ist dahin, die Schleifwerkzeuge gehen rasch kaputt - es wird teuer. Also verwendet man Material, das noch nicht durchgehärtet ist, geht mit dem um wie oben geschildert, macht es um einen bekannten Schrumpf-Faktor zu groß, und sintert es danach zum hochfesten Endergebnis. Ich bin sicher, daß man dieses Material aus einem Gewehr abfeuern könnte.
Die Geschichte mit der Biokompatibilität wird gerne ins Feld geführt, es gibt eine Menge metallischer Legierungen, an deren Biokompatibilität kein Zweifel ist (siehe die vielen Hüftgelenke). Metall sieht halt nicht ‚wie Zahn‘ aus und muß mit keramischen Massen- oder mit Kunststoff ‚verblendet werden‘.

Jedenfalls hat sich die Keramik-Fräserei ihren Platz in der Zahnheilkunde gesichert. In der Hand guter Leute führt sie zu guten Ergebnissen, was für andere Lösungswege auch stimmt.

Ein paar Links:
http://www.cerec.net/
http://www.sirona.de/ecomaXL/index.php?site=SIRONA_c…
http://solutions.3m.com/wps/portal/3M/de_DE/3M-ESPE/…

Das wär’s dann erstmal. Schönes Wochenende!

Kai

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Joey,

Wenn Dein Zahnarzt mehr als 165,- Euro pro Zahn berechnet, (OHNE seine Heilbehandlung, nur für die Laborarbeit, oder wie Du es sagst, für das „schnitzen“)ist es zu teuer. Für das Geld bekommst Du eine vollverblendete Vollkeramikrone, die aus transluzentem Zirkon hergestellt wurde.

Das CEREC System ist sehr gut geeignet, wenn es schnell und in einer Sitzung erledigt sein soll. Wie Kai schon schrieb: im nicht sichtbaren Bereich geht auch dieses Material unverblendet und nicht-transluzent. Sieht aber ein bischen aus wie Kaugummi. Aber wer kraucht schon in Deinen Mund? Passgenauigkeit: Hier beginnt die Krux: CEREC schleift, ein Profi-Labor fräst. Der Unterschied besteht in der Genauigkeit (@ flachländer: Randabschlussstärke ist 0,15mm) Es braucht NICHT mehr Zahnsubstanz als bei einer normalen Versorgung mit NEM oder Edelmetall geopfert werden (ist ein von früheren Zeiten weit verbreitetes Vorurteil).

Ergo: Wenn Du’s eilig hast und der Preis pro Zahn UNTER 165,- Euro liegt, lass es vom Doc schnitzen. Wenn nicht, hol Dir ein Angebot von einem Profi-Labor für besagten Preis. Verschiedene Adressen? Gerne. (Keine schleichwerbung im Forum :wink: E-Mail reicht.

Achso: Wenn’s um eine Brücke geht: Einige Fachleute halten unverblendete Zirkondioxid-Brücken aufgrund der Härte für Körperverletzung. (soll Antagonisten schädigen.) Aber an der Diskussion beteilige ich mich nicht…