Zahnfleisch geht zurück

Hallo liebe wer-weiss-was User,

ich benötige mal Eure Hilfe. Mein Zahnfleisch geht zurück und irgendwann werden wohl die Zähne ausfallen.

Nehme Spezialzahncremes und massiere das Zahnfleisch. Meine Zahnärztin hat mir gesagt, da kann man nicht viel machen, ausser alle drei Monate Zahnstein entfernen.

Jetzt meine Frage: Wer kennt diese Probleme und hat Tipps für mich?

Über Antworten würde ich mich freuen.

Sabine P.

Liebe Sabine,

Mein Zahnfleisch geht zurück und
irgendwann werden wohl die Zähne ausfallen.

Das ging mir vor etlichen Jahren ähnlich - verlor dadurch vier Schneidezähne …

Meine Zahnärztin hat mir gesagt, da kann man nicht viel machen,
ausser alle drei Monate Zahnstein entfernen.

Das scheint mir doch etwas wenig zu sein (ist da zumindest Zahntaschenreinigung etc dabei?): ich würde unbedingt einen anderen Zahnarzt befragen oder in der nächstgrößeren Stadt eine (Uni-)Zahnklinik aufsuchen.

Viel Erfolg - dass Dir mein Los erspart bleibt!
Andreas

hi sabine,

als ich mal eine paradontitisbehandlung hatte erzählte mir die dame, es gäbe bei extremen fällen die möglichkeit das zahnfleisch zu operieren (sag mal „herunterzuziehen“ für erneuten halt), damit die zähne eben nicht ausfallen.

genaues weiss ich nicht. habs mir nur gemerkt für den fall…

evtl machste dich mal schlau in einer zahnklinik/unizahnklinik oder
mal z kiefernchriurgen gehen.

LG
nina

Kennst du die Ursachen dafür?
Zu nennen wären da z.B.:

  • Stoffwechselstörungen
  • Vitamin- und Mineralsalzmangel
  • Zahnbelag/Zahnstein (ist dir ja längst bekannt :wink:
  • nervöse Einflüsse
  • Störungen des Hormonhaushalts
  • allergische Wirkungen einiger Nahrungsmittelbestandteile

Vitamin-, kalk- und mineralstoffhaltige Ernährung wäre wichtig,
Rohkost, frische Obst- und Gemüsesäfte.

Mundspülung wäre auch gut:

  • lauwarmen Kräutertee von Kamille, Salbei oder Schachtelhalm

Auch der Besuch der Sauna wäre vorteilhaft, auch Luft- und Sonnenbäder.

Der Stoffwechsel und Kreislauf sollte angeregt werden, z.B. durch ein Bürstenvollbad:

  • 10 Min. in warmem Vollbad baden
  • 2-3 Min. den Körper kräftig bürsten
  • anschließend nochmals 10 Min. baden.

Regelmäßige Schwitzpackung wäre auch zu empfehlen:

  • Heißes Vollbad nehmen (38-45 Grad), mindestens 30 Minuten baden, evtl. mit Zusatz Heublumensud

  • im Bad 1/2 Liter heißen Kräutertee trinken

  • nach dem Bad in warme/heiße Decken hüllen, von Zehen bis zum Kopf warm einwickeln und mindestens 1 Stunde im Bett schwitzen

  • anschließend kalt oder lauwarm abwaschen.

Viel Erfolg und gute Besserung!

Mir ging es ähnlich. Das Wesentliche ist nebem dem intensiven Putzen das Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Interdentalbürsten und die abendliche Mundspülung z.B. mit Listerine.
Bei mir wurde eine Behandlung getestet, die angeblich „full mouth“ heißt. Da wird nur vom Arzt 2x intensiv gereinigt und dann ein Gel zwischen Zahn und Zahnfleisch in die Taschen gedrückt. Jetzt, 3 Monate nach der Behandlung und durch intensive Pflege (meistens) hat sich die Zahntaschentiefe um die Hälfte verringert und ist fast so, wie bei gesundem Zahnfleisch.

Hallo,

evtl. eine falsch Putztechnik?

Gerhard

Servus Sabine,
wenn es nur zurück geht, nicht blutet-, keinen hochroten Rand hat, keine Taschen zu messen-, und keine Beläge zu sehen sind, ist nicht zu befürchten, daß Dir bald Zähne verloren gehen. Das allmähliche Zurückweichen des Zahnfleisches kann auch als Folge mechanischer (nicht: bakterieller) Belastungen geschehen. Da kommt 1. das ‚wilde‘, horizontale Schrubben in Frage. Bei solchen ‚Helden‘ hat die Bürste nach 3 Wochen völlig verbogene Außenborsten. (Tipps kommen später)

  1. die Knirscher und Presser. Stressbedingt machen solche Leute kleine bist kleinste Reibebewegungen der Zähne unter ziemlichem Kaudruck. Oft wissen sie nichts davon, bestreiten empört, so einen Blödsinn zu machen. Ein Blick auf die unteren Eckzähne verrät dann gern, daß statt der früheren Spitzen der Zähne eingeschliffene Mulden zu sehen sind. Nachdem die Blutversorgung für den Zahnhalteapparat als Gefäßnetz zwischen Wurzel und Knochen ausgespannt ist, werden diese Gefäße bei kippender Belastung der Zähne abgewürgt - es kommt nur eine eingeschränkte Ver- und Entsorgung, auch des Zahfleisches zustande. Folge: Unterernährung, Atrophie OHNE Entzündung.
    Sowas geht langsam vor sich. Der Knochen, der die Zähne halten soll, bleibt lange unbeeindruckt, solche Zähne sind nicht locker. Das Zahnfleisch schaut rosa und samtartig aus, der Wurzelansatz ist möglicherweise sichbar.

Abhilfe:
Im Falle 1 eine (Ultra)schallbürste verwenden. Die hält man nur drucklos hin und sie putzt trotzdem. Kitzelt aber und macht mit ihrem Geräusch Mogenmuffel grantig.

Im Fall 2 kann die ZahnÄrztin eine Aufbißschiene machen, die die Drücke verteilt und einen daran erinnert, daß man nicht knirschen wollte. (Knirscherschiene). Patienten lassen sie oft über sich ergehen, manche wollen sie nie mehr missen, die anderen hoffen, daß das Ding auch von der Nachttischschublade aus funktioniert. Am Tag, wo die Knirscher genauso aktiv sind, wie in der Nacht, tragen nur ganz Selbstbewußte eine solche Schiene. (Lispeln, blöd aussehen, Neigung zum Sabbern). Für diese Mensche rate ich zum zuckerfreien Kaugummi. Wer kaut knirscht nicht. Und - zum sich selber Umerziehen( an sich selbst gerichteter ‚posthypnotischer‘ Befehl: „Lippen zusammen, Zähne auseinander“). Manche ZahnärztInnen messen ungeheuer am Kopf herum (kostet teuer), machen Abdrücke, schleifen die Zähne systematisch ein. Die Evidenz für die Sinnhaftigkeit solchen Tuns ist mager.
Wichtig ist auf jeden Fall, daß Deine Parodontien nur mit den mechanischen Belastungen eine ganze Weile überleben können - zusätzliche bakterielle Entzündungen werden nur schlecht kompensiert.

Man kann natürlich auch versuchen, Stress abzubauen, aber das ist eine andere Geschichte …

Kai

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Hallo Kai!

Ich habe auch das Gefühl, daß manche Zahnpasten da eine Rolle spielen. Ist da was bekannt? Wenn ich mal zB im Urlaub die von meiner Frau ein paar Tage nehme, bekomme ich tierisch Probleme an den Zahnhälsen.

Gruß
Peter

ich verwende sensodyne und bin total glücklich damit und einmal in der woche noch von elmex gelee (aber die gibts nur in der apotheke)

LG
nina

weil es gerade oben um zahnpasta ging… lies doch mal da nach und dann noch ein wort zur zahnputztechnik.

eine handzahnbürste ist nicht gut wenn man deine probleme hat.
zuviel druck. des weiteren die zahnputztechnik - ich habe mir
erklären lassen, das es mehr als ungut ist wenn man von oben nach unten und von unten nach oben putzt. denn so schiebt man beim von unten nach oben putzen zum einem den zu entfernenen dreck unter das zahnfleisch und vor allem aber schiebt man nach und nach das zahnfleisch hoch.
also von oben nach unten, absetzen und wieder etc…
ist eine wenig eine umstellung, aber es klappt eigentlich recht fix.

wenn du eine elektrische nimmst, ists dann aber noch einfacher und
man „arbeitet“ auch nicht mehr mit muskelkraft.

und wenn dein zahnfleisch mal gereizt ist hier auch mundspülungen verwenden die dafür ausgelegt sind. ja und dann noch zahnseide,
lass es dir zeigen beim zahnarzt ggfs. - es gibt ja versch. mittel
der wahl und man muss vorsichtig vorgehen - das erklärt man dir da
aber.

sicherheitshalber wollte ich das noch nachtragen :smile:

LG
nina

…Wer kennt diese Probleme und hat Tipps für mich?..

Hallo,
ein Zahnarzt argumentiert in diese Richtung:

Es ist wichtig zu wissen, welche Ursachen die drei großen Gebisskrankheiten haben, wenn man deren Fortschreiten stoppen oder sie von vorne herein verhüten will: Zahnkaries (Zahnfäule), Parodontose (Zahnfleischerkrankungen, Kieferschwund), Zahnfehlstellungen (Kiefermissbildungen)…
Neben sorgfältiger Planung und Durchführung der Sanierungsbehandlung gibt es einen weiteren Faktor, von welchem die Dauerhaftigkeit des Behandlungserfolges abhängt: Die praktizierte Art der Ernährung. Wer einfach damit fortfährt wie bisher, wird auch wieder Zahnprobleme bekommen wie bisher. mehr…
http://www.dr-schnitzer.de/zpr001.htm

Gruss Helmut

Servus Peter,
das hat vermutlich mit dem Zahnfleisch nichts zu tun - eher mit Deinem Beruf (Stress, keine adäquaten Ventile für chronische Überbelastung, Ulla Schmidts Kopf ist noch nicht in der Wurfbude auf der Wiesn angelommen ;-( ) Da muß man ja knirschen, und dann schaut das Wurzeldentin raus. Manche Pasten helfen dann besser als andere und hinterlassen in den offenen freiliegenden Dentinkanaälchen der Wurzeloberfläche hymenförmige Mineraliendepots. Die kann man dann wieder wegputzen (Schmerz), sauer anlösen (Pasten mit Olaflur) oder ergänzen (Sensodyne F)

Schau mal da nach:
http://www.sso.ch/index.cfm?F81637B586DD4D509FBE84E7…

Kai

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