Zahnimplantate

Hallo!
Mein Zahnarzt hat mir empfohlen vier Zähne auf Grund von Abbau entfernen zu lassen und mir dann eine Protehese einzusetzen.
Bei anderen Zahnärzten wurde mir allerdings empfohlen Zahnimplantate machen zu lassen,da ich noch nicht so alt bin(würde wohl auch ästetischer aussehen?).Aber woher soll man wissen ob diese nicht nur etwas mehr Geld verdienen möchten?

Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit Zahnimplantaten gemacht?

Hallo ANnika,

Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit Zahnimplantaten gemacht?

Ich nicht, aber mein Mann hat seit fast 10 Jahren Implantate. Sieht gut aus, braucht aber sehr gute Reinigung und Pflege und ab und zu hat er Aerger mit Entzuendungen (aber er hatte auch vorher oft Probleme, daher ja auch die Notwendigkeit einer Sanierung). Insgesamt ist er aber zufrieden damit und wuerde es wieder machen lassen.

Auch bei ihm war das Argument sein Alter. Bei Prothesen bildet sich - so sein Zahnarzt - mit der Zeit unweigerlich das Zahnfleisch zurueck. Irgendwann soweit, dass auch ein Gebiss nicht mehr halten wuerde. Aus diesem Grund hat er damals Implantate empfohlen (mein Mann war Mitte 40), damit er auch in 20 Jahren noch ‚kraftvoll zubeissen‘ kann.

Gruesse, Elke

Hallo,
ich habe seit 1998 drei Zahnimplantate im Unterkiefer und bin super zufrieden. Ich habe keinerlei Probleme damit und merke eigentlich nicht, dass das keine echten Zähne sind.
Gut, ich denke das ist auch ne Frage des Handwerkes. Wenn Du einen guten Arzt hast, wird das auch gut…

Ich habe das Setzen der Implantate keinen Augenblick bereut.

Gruss
Sina

Hallo, Annika,
ich trage seit mehr als 20 Jahren Implantate (Ober- und Unterkiefer-Vollimplantate).
Nicht nur, dass ich dadurch auch seit mehr als 20 Jahre Ruhe vor dem Zahnarzt hatte (Inspektionen ausgenommen), ich kann damit „arbeiten“ wie mit dem natürlichen Gebiss.
Gruß
Eckard.

Hallo,
Ich habe selber keine Zahnimplantate, kann aber von einer Bekannten berichten, bei der nach wenigen Jahren allen Implantate wieder entfernt werden mussten.
Implantate sind nicht für jeden Patienten geeignet.
Ein entscheidendes Kriterium ist, ob im Kiefer genug Knochenmasse voehanden ist, damit die Implantate auch genügend Halt haben. Raucher sollten auf Impl. verzichten; viele Implanteure weigern sich, Rauchern diese Teile einzubauen.
Wichtig ist auch die Verträglichkeit. Die Standardimplantate sind aus Titan, also aus Metall.
Manche Patienten entwickeln eine Unverträglichkeit gegen die Metallimplantate. Bei Allergikern und besonders sensiblen Personen wird als mögliche Alternative zum Titan, Zirkon angeboten.
Zirkonimplantate gibt es noch nicht sehr lange und es fehlen die Langzeiterfahrungen.
Kritische Zahnärzte neigen eher zum Zirkon und mir hat eine Zahnärztin gesagt, dass die Titanimplantate für sie das Amalgam der Zukunft sei.
Die Haltbarkeit von Implantaten wird auch unteschiedlich eingeschätzt. Es ist wohl keine Dauerlösung bis ans Lebensende, wenn man als relativ junger Mensch Implantate bekommt, die dann eine Lebensdauer von 10 - 20 Jahren haben.
Wichtig ist jedoch eine sehr gründliche Zahnpflege, damit die teuren Teile möglichst lange erhalten bleiben.
Gruß
KH

Hallo K.H.,

Implantate sind nicht für jeden Patienten geeignet.
Ein entscheidendes Kriterium ist, ob im Kiefer genug
Knochenmasse voehanden ist, damit die Implantate auch genügend
Halt haben.

Nur zu Info: dem kann abgeholfen werden. Bei meinem Mann waren Implantate die beste Alternative, weshalb er Kieferknochen kuenstlich aufgebaut bekommen hat. Vielleicht deshalb auch seine (minimalen) Probleme mit der Sache (siehe Posting unten). Trotzdem wuerde er es immer wieder machen lassen.

Ach ja und auch Gebiss ist nicht fuer immer (siehe ebenfalls unten).

Gruesse, Elke

Hallo,

Kritische Zahnärzte neigen eher zum Zirkon und mir hat eine
Zahnärztin gesagt, dass die Titanimplantate für sie das
Amalgam der Zukunft sei.

ich finde es immer wieder interessant, wenn sich „kritische“ Menschen auf das neue, ungetestete stürzen, weil es mit dem althergebrachten gelegentlich Probleme gibt (bei Titan eher selten). Das gabs (gibts hoffentlich nicht mehr) bei Haustierbesitzern, die ihre Tiere mit Teebaumöl vergiftet haben, weil sie keine Chemie (erprobte Flohmittel) ranlassen wollten. Schlimm ist aber, dass scheinbar auch ausgebildete Ärzte das machen.

Gruss, Niels