Zahnlücke am Implantat zu groß?

Hallo,

ich habe vor 1 1/2 Jahren am 36 ein Implantat und den 35 überkront bekommen. Nun ist die Lücke am Zahngrund so groß, dass regelmäßig langfaserige Speisenreste von Obst und Gemüse sich dort festsetzen. Diese lassen sich beim Bürsten nicht entfernen. Ich muß dies mechanisch entfernen. Des weiteren spüre ich beim Putzen diesen Implantatzahn (eine Nachuntersuchung ergab keinen Befund). Wenn ich versuche, die Speisenreste mit einer Zahnlückenbürste von Braun zu entfernen, dann verstärkt sich der Schmerz.
Frage: ist dies ein (handwerklicher) Mangel? Wenn ja, kann ich vom Zahnarzt Abhilfe erwarten?

Gruß
Otto

Servus Otto,

das kommt - wie so oft - drauf an:

wenn die langfaserigen Speisen sich von oben zwischen die neuen Kronen und die eigenen Zähne drücken sollten, wäre dies ein Mangel der nicht sein darf. Kronen, Inlays, Füllungen müssen so gestaltet sein, daß der Abstand zum Nachbarzahn so eng ist, daß man eben gerade die Zahnseide durch’schnappen’ kann. In Deinem Fall scheinen die Speisen aber wohl eher vom Wangen- oder Zungenraum her in den freien Raum zu geraten. Sie klemmen also nicht dazwischen, sondern bleiben einfach liegen, richtig?

Was meinst Du damit, daß Du den Implantatzahn spürst? Wenn das Ding beim Belasten (Kauen, Pressen) wehtum sollte, wäre das gar nicht gut und das Implantat wäre in Gefahr. Wenn das Zahnfleisch im Zwischenraum entzündet sein sollte, wäre es weder für das Implantat- noch für den eigenen Zahn gut. Laß Dich beraten, wie Du mit Deiner Interdentalraumbürste ein entzündungsfreies Zahnfleisch hinkriegst. Es gibt ganz kleine solche Bürstchen, die man sogar im Geldbeutel mitnehmen kann. Gut und hilfreich sind auch Schallzahnbürsten (Philips, Oral-B)

Die großen ‚Lücken am Zahngrund‘ machen die Zahntechniker mit Absicht, um die Zwischenräume hygienefähig zu machen. Was wir fürchten, sind nämlich nicht so sehr herumliegende Speisereste, die sich einfach wegspülen oder -bürsten lassen, es ist vielmehr der Biofilm aus Bakterien, der sich in der Gegend des Implantates besonders schädlich auswirkt, wenn man ihn nicht effektvoll wegputzt. Man geht davon aus, daß sich ein weiter Zwischenraum auf Zahnfleischhöhe leichter putzen läßt, als ein enger. Insofern ist das Ganze vielleicht nicht so sehr ein handwerklicher Mangel des Zahnarztes/technikers als ein Aufklärungsmangel, was die optimale Hygiene anbelangt. Eines muß Dir aber auf jeden Fall klar sein - Schmerzen in dem Bereich, von dem Du schreibst darf es nicht geben, basta. Wenn doch, muß Dein Zahnarzt ran. Wenn Implantate verloren gehen, tun sie es in den ersten 12 Monaten nach der Implantation ‚am liebsten‘.

Kai

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Hallo Kai,

In Deinem Fall scheinen die Speisen aber wohl eher vom

Wangen- oder Zungenraum her in den freien Raum zu geraten. Sie
klemmen also nicht dazwischen, sondern bleiben einfach liegen,
richtig?

so ist es, also ok.

Was meinst Du damit, daß Du den Implantatzahn spürst? Wenn das
Ding beim Belasten (Kauen, Pressen) wehtum sollte,

nein, nur beim Putzen

Gut und hilfreich sind auch Schallzahnbürsten (Philips,
Oral-B)

ich besitze nur die Oral-B 3D mit 20 000 Bewegungen. Wenn Reste drin bleiben, verwende ich dontodent Brush-Sticks und wenns die nicht schaffen, einen Zahnarzthaken.

Man geht davon aus, daß sich
ein weiter Zwischenraum auf Zahnfleischhöhe leichter putzen
läßt, als ein enger.

aha, gut so

Schmerzen in dem

Bereich, von dem Du schreibst darf es nicht geben, basta. Wenn
doch, muß Dein Zahnarzt ran.

werde ich machen

Danke und Gruß
Otto