Zahnlücke immer füllen?

Hallo
ich werde mir wohl im Laufe der nächsten Jahre den einen oder anderen Zahn ziehen lassen müssen (möglicherweise ist ja noch was zu retten, aber kaum jeder einzelne)
Da stellte sich nun, rein prophylaktisch schon mal die Frage nach dem passenden Lückenfüller.

Seit dem sehe ich zunehmend Menschen mit Zahnlücken, denen also einzelne Zähne fehlen. Zumeist über einen längeren Zeitraum, denen trotzdem nicht das Gebiss zerfällt, die Zähne nicht ausfallen, verrücken oder andere Probleme machen.
Rund um die Welt gibt es offensichtlich Menschen, denen man einzelne Zähne ziehen kann, ohne dass auch nur annähernd die Horrorvisionen wahr werden, die hier unter „Aufklärung“ laufen.

Wie kann das sein?
Übertreiben wir hier die Gefahr?
Gibt es irgendwo eine Statistik, die deutlich macht, wie groß die Gefahren von Nachrücken, Ausfallen, Zähneknirschen etc eigentlich wirklich sind?

Susanne

Hallo,

alle Zahnärzte sagen:

  1. der gegenüberliegende Zahn fällt aus…
  2. Man kann nicht mehr richtig kauen und das wäre schlecht
    für den Magen (;

Naja, die verdienen ja daran (;

Es gibt bundesweit über hundert kostenlose Amalgam-Beratungsstellen.
Diese Menschen können dir aus Erfahrung sagen welche Nachteile
Dentalwerkstoffe haben, und welche Vorteile die gesunde Zahnlücke hat :smile:)

Gruß und viel Spaß,

O. *betreibt hier ein „Amalgam-Telefon“*

Hi Susanne,

ich kann dir (zu den Zahnlücken) nur meine eigenen Erfahrungen schildern:

Mir wurden - bereits im Kindesalter - vier Zähne gezogen, um den anderen Platz zu verschaffen.

Durch meine Schludrigkeit ist z.B. eine der Lücken nicht ganz zugegangen (Klammer nicht getragen). Ein Zahn weiter fiel dem Karies anheim und wurde ebenfalls gezogen. Dadurch hatte ich also auch ein recht löchriges Gebiss.

Der ZA hat mir in keiner Weise geraten diese Lücken füllen zu lassen.

Später teilte mir dann ein anderer ZA mit, dass der freistehende Zahn bedenklich ins Schwanken geraten sei, da er weder rechts noch links Stütze finde. Des Weiteren war der Zahn oberhalb in die Lücke hineingewachsen.

Im Endeffekt hatte ich also nicht nur eine Brücke zu bezahlen, sondern auch noch eine Krone im Oberkiefer (an einem eigentlich gesunden Zahn), da dieser lange Otto abgeschliffen werden musste.

Ich wiederum habe mich gewundert, warum mit mir nie über die Auswirkungen des Nicht-Lückenfüllens gesprochen wurde. Vielleicht hätte ich dann schon vorher etwas getan und mir zumindest die Krone erspart.

Mein Rat: Einen ZA suchen, der optimal aufklärt, einen gemeinsamen Zeitplan aufstellt, welcher an die Erfordernisse aber auch an die Möglichkeiten des Patienten angepasst sind. Ein solcher ZA erklärt auch Alternativen sowie Vorteile und Nachteile der jeweiligen Methode.

Gruß
Nita

Hallo,

alle Zahnärzte sagen:

  1. der gegenüberliegende Zahn fällt aus…

Servus,

1)wenn einer schon weiß, was ALLE einer bestimmten Bevölkerungsgruppe tun, dann ist er ein Experte
2) es ist ein Glück, daß an allen Amalgamtelefonen Experten sitzen
3) schade, daß ich meine Praxis nicht mehr abgeben kann, spätestens jetzt würde ich es tun. Ich habe nämlich manche Lücken geschlossen, manche habe ich unversorgt gelassen. Damit habe ich gegen das Zahnheilkunde Gesetz verstoßen. Dort steht nämlich, daß Zahnheilkunde nur von approbierten ZahnmedizinerInnen ausgeübt werden darf, ich kann aber kein approbierter Zahnarzt sein, denn - alle Zahnärzte sagen …

  1. Man kann nicht mehr richtig kauen und das wäre schlecht
    für den Magen (;

Naja, die verdienen ja daran (;

Es gibt bundesweit über hundert kostenlose
Amalgam-Beratungsstellen.
Diese Menschen können dir aus Erfahrung sagen welche Nachteile
Dentalwerkstoffe haben,

wenn ein einzelner Mensch Erfahrung mit irgendetwas hat, dann ist er ein Experte. Alle Menschen mit einer Erfahrung sind Experten.

Was mach’ ich eigentlich hier?

Kai

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Wie kann das sein?
Übertreiben wir hier die Gefahr?
Gibt es irgendwo eine Statistik, die deutlich macht, wie groß
die Gefahren von Nachrücken, Ausfallen, Zähneknirschen etc
eigentlich wirklich sind?

Susanne

Servus Susanne,

biologische Systeme sind anpassungsfähig. Ich habe im Hinterland mancher griechischen Insel öfter Menschen (Männlein wie Weiblein) gesehen, die nur noch die beiden unteren Eckzähne besaßen. Die meisten davon waren älter als 65. In den gleichen Gegenden fand man nur selten eine Filiale von Douglas. In Zahnarztpraxen stand meist eine Registrierkasse. Versuch’ doch mal herauszufinden, ob Du ähnliche Beobachtungen in der Oberlausitz oder auf der Rauhen Alb machen kannst.

Was will uns der Dichter sagen? Natürlich muß man nicht jeden Zahn ersetzen! Wenn ein/e ZahnÄrztin gut ist, kriegt man als PatientIn sogar eine individuelle Risikoabschätzung, die sich nach den Gegebenheiten richtet. Nur komisch, daß selten einer danach fragt, dem der mittlere obere Schneidezahn verloren gegangen ist.

Kai

Hi,

ich ganz bestimmt kein Experte oder so was, ich kann dir nur sagen wie’s bei mir aussieht.
Auch ich musste einen Zahn, im hinteren Drittel des rechten Unterkiefers ziehen lassen… Mein Zahnarzt hat mir dann erklärt er würde empfehlen eine Brücke zu setzen da ansonsten die Gefahr bestünde, dass sich das gesamte Gebiss verschiebt. Er hat mir aber auch erklärt dass dies nicht passieren muss. Ich habe mich letztendlich für das Geld und gegen die Brücke entschieden. Nach nunmehr ca. 6-7 Jahren siehts wie folgt aus: Der Zahn vor der Lücke hat sich ein wenig in die Lücke hineingelegt, ist aber nun seit Jahren konstant geblieben, und der Rest hat sich gar nicht bewegt. Ich hatte also Glück.
Das heißt nicht, dass es bei jedem gleich ist, und ich würde nie behaupten(so wie manch anderer „Experte“ hier), dass alle Zahnärzte Blödsinn verzapfen wenn sie sich für eine Lückenfüllung stark machen. Ich glaube die haben in ihrem Beruf schon einige grauslige Gebisse gesehen, und die wissen was passieren KANN.
Letztendlich ist es deine Entscheidung ob du das Risiko eingehst. Ich hatte Glück. :smile:

viel Glück beim Zahnarzt,

.martin

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Lieben Dank für eure Antworten
sie sind sehr hilfreich!
Gruß
Susanne

Versuch’ doch mal herauszufinden, ob Du ähnliche Beobachtungen
in der Oberlausitz oder auf der Rauhen Alb machen kannst.

Hallo Kai,

was genau soll in der Oberlausitz zu finden sein? Warst Du schon mal dort?

Ganz interessierte und leicht skeptische Grüße von Suse

Sorry Suse,

ich war gerade ein paar Tage in der Nähe der Oberlausitz - in Berlin. Was ich der Oberlausitz unterstelle ist, daß vermutlich in den letzten 20 Jahren dort weniger Lücken geschlossen wurden, als z. B. in Württemberg-Baden. Grund: die Menschen müssen ihr Geld für was anderes ausgeben, als verschmerzbare Lücken füllen zu lassen.

Das war’s dann schon auch mit meinen vertieften Kanntnissen über diese Region :wink:.

Gruß

Kai

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Hallo Kai,

ich dachte schon, du schreibst nicht, weil du dich gaaaanz doll schämst wegen dieser ungeheuerlichen Vermutung. Ich habe eine ganze Latte voll Verwandte väterlicher seits in der schönen Oberlausitz, die eher bei Dresden liegt, aber das ist allen Bayern wahrscheinlich so egal, zumindest denen die aus der Nähe von Frankfurt kommen :wink:

Jedenfalls haben alle Anverwandten gute Zähne, manche soger die dritten. Man höre und staune!

Ich selbst musste mal wegen schlimmen Zahnschmerzen zum Notzahnarzt, als wir gerade dort unten waren. Die Praxis war ganz normal eingerichtet, es stand auch keine Registrierkasse am Eingang, sondern der Computer. Die Frau hat mir damals echt das Leben gerettet…sie zog mir einen Milchzahn, der eine Wurzel hatte und sagte doch tatsächlich zu mir: Wenns verheilt ist, dann kommt da eine Brücke hin wegen der Lücke oO

Also ich empfehle dir, fahr doch einfach mal hin, bevor du hier dein Unwissen und deine Ignoranz/Arroganz zur Schau stellst. Und wenn du schon mal dort bis, geh in Eibau in die Dorfkneipe und bestell dir ein köstliches Eibauer Schwarzbier! Prost!

MfG Suse