Hallo,
ich bin 22 jahre. ich hatte mit ca 13 schon mal eine zahnspange und hatte meine zähne erfolgreich begradigt. letztes jahr ist mir doch sehr aufgefallen,dass meine zähne zunehmend schiefer wurden.
hab vor 2 mon eine lose zahnspange bekommen v.a. für die unteren frontzähne. gestern hat mein zahnarzt festgestellt, dass der nerv des 3.1 abgestorben ist. muß nächste woche zur wurzelbehandlung.
kann der nerv durch die bewegung der spange getötet worden sein???
wenn ja was würdet ihr machen? behandlung beenden und halb-gerade zähne behalten oder kann nach der wurzelbehandlung nichts mehr passieren?
danke für eure hilfe!lg
Hallo Kathi!
Das ein Zahnnerv von einer Zahnspange abgetötet wird ist eher unwahrscheinlich. Da gibt es zig andere Gründe für (sollte einer der Zahnärzte hier beantworten können, z.B. Gero oder Kai). Ansonsten ist die Wurzelbehandlung keine grosse Angelegenheit und du solltest anschliessend Ruhe mit dem Zahn haben. Die Zahnspange würde ich auf jeden Fall weiter tragen, wenn ich die Zähne gerichtet haben möchte.
Die können sich im Laufe des Lebens immer wieder mal verschieben, was man aber immer wieder in den Griff bekommen kann. Zähne sind schon durch wenig seitlichen Druck verschiebbar. Deshalb sollte man die Zahnreihen auch immer komplett halten. Mach dir also keine Sorgen!
Gruss, Kirsten
Hallo kathi,
ich bin 22 jahre. ich hatte mit ca 13 schon mal eine
zahnspange und hatte meine zähne erfolgreich begradigt.
letztes jahr ist mir doch sehr aufgefallen,dass meine zähne
zunehmend schiefer wurden.
Lass mal nachschauen, ob du eine myofunktionelle Störung, auf deutsch, ein falsches Schluckmuster hast. Oft bekommen Menschen Klammern oder Spangen und keiner kümmert sich um die Ursachen. Das führt dann dazu, dass begradigte Zähne, wenn die Spange weg kommt, mit der Zeit wieder schief werden.
Der Druck der Zunge auf die Zähne ist, wenn man falsch schluckt, ist sehr hoch. Die Zunge sollte ich beim Schlucken gegen den Gaumen und nicht gegen die Frontzähne drücken.
Falsches Schlucken kann man sich abtrainieren. Myofunktionelle Therapie heisst das und wird von (einigen)Logopäden angeboten, vom Arzt, Zahnarzt oder Kieferorthopäden verordnet und von der Kasse bezahlt.
kann der nerv durch die bewegung der spange getötet worden
sein???
Das halte ich für nicht sehr wahrscheinlich, ist mir zumindest in meinen 20 Jahren Berufsjahren mit diversen Spangenträgern noch nicht untergekommen.
Grüße allu
Servus Kathi, servus Allu,
ich hätte es ja auch nicht geglaubt, aber den Kieferorthopäden ist es durchaus bekannt, daß Zähne so kräftig und schnell durch den Kiefer bewegt werden können, daß es zum ‚Absterben‘ kommt. Christian, hab’ ich Recht?
Daß man dann allerdings unbedingt eine Wurzelbehandlung machen muß, glaube ich eher nicht, weil ja bei dieser Krankengeschichte keine Bakterien in den Zahn (und damit in den Körper) gelangen.
Was mich wundert: Was will/kann man bei einer 22jährigen bei einem Rezidiv mit einer losen Spange überhaupt erreichen? CHRISTIAAAAAN!
Gruß
Kai
Na endlich man Kai wenn Du nicht da bist geht es hier drunter und drüber endlich ist der alpha-Wolf wieder da 
ich hätte es ja auch nicht geglaubt, aber den Kieferorthopäden
ist es durchaus bekannt, daß Zähne so kräftig und schnell
durch den Kiefer bewegt werden können, daß es zum ‚Absterben‘
kommt. Christian, hab’ ich Recht?
Ja und wie das geht! Ursache sind immer zu hohe Kräfte.
Da es sich hier um einen UK Frontzahn handelt: typisch! Hier hat so gut wie nie jemand eine Karies und diese Zähne haben die kleinsten Wurzeln werden also auch am ehesten zu stark bewegt. Dabei werden die Gefässe so stark abgequetscht dass der Zahn abstirbt.
Daß man dann allerdings unbedingt eine Wurzelbehandlung machen
muß, glaube ich eher nicht, weil ja bei dieser
Krankengeschichte keine Bakterien in den Zahn (und damit in
den Körper) gelangen.
Eigentlich richtig dennoch wird es immer geamcht was ich auch für besser halt weil sonst das tote Gewebe im Zahn verwest *igitt*
Was mich wundert: Was will/kann man bei einer 22jährigen bei
einem Rezidiv mit einer losen Spange überhaupt erreichen?
Richtig. Gar nix. Einen UK zu dehnen gilt als zahnärztlicher Behandlungsfehler. Darf ich das wegen der Nettiquette so sagen? Dann noch mit einer loosen Spange wo die Kräfte unkontrolliert und unterschiedlich stark auf die Zähne wirken gerade bei einem Erwachsenen mit festen, ausgewachsenem Knochen sinnlos. Stellt sich alles wieder zurück.
Es gibt nur eine sinnvolle Therapie:
Feste Spange mit ganz schwachen Behandlungsbögen (Nickel-Titan) und eventuell Platz schaffen durch Slicen der Zähne (parallel wird etwas Zahnsubstanz entfernt) oder durch Extraktion bei Extremfällen. Anschliessend muss das Ergebniss noch viele Jahre über einen Draht auf der Rückseite der Frontzähne stabilisiert werden und anfangs auch noch nachts eine lose Spange sog Retention.
Ich vermute mal hier behandelt mal schnell der Hauszahnarzt ein bisschen.
Gruss Christian
Hallo zusammen,
kurze Frage dazu. Mir ist vor einem halben Jahr Ähnliches passiert, ein oberer Schneidezahn war durch die starke Bewegung komplett gefühllos und „schmerzfrei“, fühlte sich einfach an wie ein Fremdkörper. Das hat sich aber nach ca. 3-4 Wochen wieder komplett gegeben. Hab wahrscheinlich gerade nochmal Glück gehabt. Sollte man da nicht vielleicht noch abwarten, ob sich der Nerv wieder einkriegt?
viele Grüße
Jana
Sollte man da nicht vielleicht noch abwarten, ob sich der Nerv
wieder einkriegt?
Servus Jana,
ja - solltestr Du. Dein/e HauszahnÄrztin sollte in einem Jahr einmal eine Vitalitätsprobe machen.
Gruß
Kai
Daß man dann allerdings unbedingt eine Wurzelbehandlung machen
muß, glaube ich eher nicht, weil ja bei dieser
Krankengeschichte keine Bakterien in den Zahn (und damit in
den Körper) gelangen.Eigentlich richtig dennoch wird es immer geamcht was ich auch
für besser halt weil sonst das tote Gewebe im Zahn verwest
*igitt*
Servus Christian,
danke für die schnelle Klärung. Das mit dem ‚Igitt‘ würde ich mir nochmal überlegen. Schließlich sterben im Moment in meinem (und Deinem) Körper eine solche Menge Zellen ab, daß es auf die paar in einer unteren Schneidezahnwurzel bestimmt nicht ankommt. Da spricht auch keiner von ‚Verwesen‘, im Gegenteil: von Verjüngung und Erneuerung wird dann gesprochen. Damit kann man allerdings im Zahn nicht rechnen. Wenn man bei der Wurzelbehandlung gut ist, schafft man es, keine Bakterien in den Kanal zu transportieren. Beim kariesfreien unteren Schneidezahn mit Koagulationsnekrose sind - per definitionem - keine Bakterien im Kanal. Wo läge dann das Behandlungsziel einer Wurzelbehandlung?
Gruß
Kai
ich hätte es ja auch nicht geglaubt, aber den Kieferorthopäden
ist es durchaus bekannt, daß Zähne so kräftig und schnell
durch den Kiefer bewegt werden können, daß es zum ‚Absterben‘
kommt. Christian, hab’ ich Recht?Ja und wie das geht! Ursache sind immer zu hohe Kräfte.
Da es sich hier um einen UK Frontzahn handelt: typisch! Hier
hat so gut wie nie jemand eine Karies und diese Zähne haben
die kleinsten Wurzeln werden also auch am ehesten zu stark
bewegt. Dabei werden die Gefässe so stark abgequetscht dass
der Zahn abstirbt.
Danke! wieder was gelernt!
Es gibt nur eine sinnvolle Therapie:
Feste Spange mit ganz schwachen Behandlungsbögen
(Nickel-Titan) und eventuell Platz schaffen durch Slicen der
Zähne (parallel wird etwas Zahnsubstanz entfernt) oder durch
Extraktion bei Extremfällen. Anschliessend muss das Ergebniss
noch viele Jahre über einen Draht auf der Rückseite der
Frontzähne stabilisiert werden und anfangs auch noch nachts
eine lose Spange sog Retention.
Und was meinst du zu den vielen „Schluckauffälligen“, die nur kieferorthopädisch versorgt werden und keine myofunktionelle Therapie bekommen?
Fragt allu
Hallo,
sorry, hab mich etwas dumm ausgedrückt. 
Meiner hat sich glücklicherweise schon vor einiger Zeit zurück gemeldet. Ich meinte i.B. auf die Fragenstellerin, bevor man da jetzt was „ausräumt“, was sich vielleicht regenerieren könnte.
viele Grüße
Jana
Hallo,
Und was meinst du zu den vielen „Schluckauffälligen“, die nur
kieferorthopädisch versorgt werden und keine myofunktionelle
Therapie bekommen?
Fragt allu
falls das Schluckmuster nicht im Vorfeld therapiert wird, wird es nach Abschluss der Behandlung unweigerlich zu einem Rezidiv führen.
Gruss Christian