vielleicht kann mir jemand von Euch weiterhelfen. Ich mache mehr oder weniger regelmäßig eine Zahnvorsorgeuntersuchung und habe außer ein paar kleinen Kunststoffüllungen eigentlich ganz gute Zähne. In der Regel beschränkt sich die Vorsorgeuntersuchung auf das Entfernen von Zahnstein. Kürzlich hat mein Zahnarzt mir empfohlen eine Kürettage machen zu lassen. Ferner empfiehlt er mir den Mundraum regelmäßig mit Corsodyl zu spülen.
Nun habe ich gelesen, daß Corsodyl nur vorübergehend angwendet werden sollte und Geschmacksstörungen Verfärbungen von Zähnen, Zahnfleisch und Zunge etc. hervorrufen kann. Und eigentlich möchte ich meinem Körper auch nicht mehr als notwendig chemische Keulen zufügen.
Wer kann mir denn hierzu Hintergrundinformationen liefern. Kann es auch sein, daß mein Zahnarzt etwas übereifrig ist, da ich privatversichert bin ? Kann die Kürettage auch Nebenwirkungen haben und gibt es ggf. Alternativen zu dem Corsodyl ?
wenn Dein Zahnarzt eine Kürettage für sinnvoll hält, hat er wahrscheinlich Zahnfleischtaschen festgestellt. Diese sind der Beginn einer Zahnbetterkrankung, die den Zahnhalteapparat erfassen und irgendwann die Zähne zum „Wackeln“ bringen können.
Frage Deinen Zahnarzt nochmal genau, was er mit der Kürettage erreichen will. Ein bisschen „Auskratzen“ allein wird es nicht tun - eine systematische PA-(Parodontitis-)Behandlung macht schon Sinn, wenn nötig. Am besten von einem Zahnarzt, der sich darauf spezialisiert hat. Sei froh, dass Du privatversichert bist - bei Kassenpatienten wird eine PA-Behandlung nur noch und erst von der Kasse bezahlt, wenn sie schon ziemlich weit fortgeschritten ist.
Corsodyl ist ein Chlorhexidin-Präparat, und sein Einsatz kann im Rahmen einer solchen Behandlung durchaus zeitweise angebracht sein. Die „Nebenwirkungen“, die Du nennst (Verfärbungen, Geschmacksirritationen) sind nur vorübergehend und verschwinden nach Absetzen des Präparats wieder.
Lieben Gruß
Dantis
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