Zahnzusatz verlangt Röntgenbilder

Hallo,
vor ca. vier Jahren hatte ich zwei Kiefer-Op‘s mit dem Versuch, meinen Zahn zu erhalten. Nach der Wurzelresektion wurde der restliche Zahn auf meinen Wunsch hin überkront, ein Implantat konnte ich mir nicht vorstellen. Die Kosten beglich die Zusatz.
Die Beschwerden im Kiefer sind aber nie vollständig verschwunden, sie wurden nur anders. Manchmal ist es so schlimm, dass ich auf der Seite nicht kauen kann, es pocht und schmerzt bis ins Ohr und die Schläfe. Dann gehts wieder ne Weile und das Ganze wiederholt sich irgendwann wieder. Lt Zahnarzt ist der Zahn austherapiert, es bleibt nur die Enfernung, da sie Entzündung in der Kieferhöhle nicht verschwindet. Nun stellt sich die Frage was nach der Zahnentfernung. Ich würde ein Implantat einer Brücke vorziehen, der Kostenvoranschlag ist erstellt und bei der Zusatz eingereicht. Die schrieb mich nun an, dass sie meinen Antrag nicht bearbeiten können, da ich die Rötgenbilder nicht eingereicht hätte, die ich schnellstens nachreichen soll.
Nun stellt sich mir die Frage: Warum?
Sitzt bei der Versicherung ein Zahnarzt der entscheidet, ob die Behandlung notwendig ist, oder was wollen die damit? Ich lass mir ja nicht aus Spaß nochmal den Kiefer aufschneiden und die Prozedur über mich ergehen.
Auf dem letzten Foto ist eine entzündete Kieferhöhle erkennbar. Wegen mir können die das Foto haben, frage mich nur, ob die dazu berechtigt sind. Hat jemand Erfahrung damit?

Hi,

Erfahrung hab ich keine (also, ich war noch nicht in Deiner Situation und arbeite selbst nicht bei einer KK), aber: Ja, die haben Zahnärzte, die sich das angucken und nachschauen, ob die Behandlung, die Du gezahlt haben willst, wirklich nöig ist.

Könnte ja jeder kommen…

die Franzi

Hallo,
aus der Sicht der GKV - es ist durchaus üblich, das bei bestimmten Fallkonstellationen die Krankenkasse einen Gutachter einschaltet (in der Regl ist das der MDK), der die medizinische Notwendigkeit begutachtet. Dafür werden weitergehende Unterlagen benötigt, wie. z.B. Röntgenbilder, anhand derer der Gutchter schon eine Beutachtung vornehmen kann ohne den Versichertern selbst untersuchen zu müssen. Eigene Zahnärzte haben die GKV-Kassen grundsaetzlich nicht. Ich nehme mal an, dass da bei den PKV`en nicht anders ist.
Gruss
Czauderna

Wie will Dein Zahnarzt denn in Deinen, scheinbar samt Kieferhöhle voll entzündeten Kiefer, auf Dauer ein Implantat rein bekommen, die Betonung liegt bei: AUF DAUER!
Das wird mit Sicherheit der Zusatzkasseneigene Gutachter sich auch fragen und deswegen wollen die, mit Recht, die Rö.-bilder haben.
ramses90

Hallo Ramses,
durch die Entfernung des Zahnes kann man erwarten, dass der Entzündungsherd entfernt wird. Nach Ausheilung der Extraktionswunde könnte also durchaus anschließend ein Implantat gesetzt werden.

Lieben Gruß
Dantis

Das der Entzündungsherd erst ausheilen muss, nachdem der Verursacher entfernt wurde, erschien mir so logisch, dass ich das nicht erwähnt habe :wink:

Worums mir geht:
Die Entfernung des Restzahns ist Kassenleistung. Bis da ist die andere Versicherung mal noch außen vor. Und das ich nicht ewig mit einer Lücke rumlaufen ist ja klar. Und dafür hab ich ja die Zusatz. Weiß nicht was die jetzt an den Bildern sehen wollen was ihre Entscheidung beeinflusst. Es sollte doch nur die Lücke relevant sein, die irgendwann geschlossen werden soll. Das man versucht hat diesen Schritt einige Jahre zu umgehen, ich in dieser Zeit aber brav meine Beiträge gezahlt habe, ohne die Versicherung in Anspruch zu nehmen, sehen die ja auch. Also was soll jetzt der ganze Kack? Fühl mich bissl verascht von denen.

Hi,

… und die Kasse will wissen, wofür sie ihre Leistung erbringen soll. Sie haben vor 4 Jahren schon einen großen Batzen gezahlt, und zwischendurch sicher hier und da mal kleinere Summen, und sollen jetzt schon wieder löhnen. Sie möchten nun sehen, ob die jetzt beantragte Behandlung das Problem auch mit möglichst großer Sicherheit löst. du zahlst deine Beiträge nicht, damit du alles mögliche erstattet kriegst, sondern, damit du gesund wirst. Und es ist im Interesse der Versicherung (und im weiteren Sinne auch deinem: Beiträge…), dass das mit möglichst geringem finanziellen Aufwand geschieht. Sie wird dir also das günstigste zahlen, was Dein Problem löst - dabei kann durchaus ein Implantat sinnvoller sein als jahrelang Schmerztherapie und die Folgen einer versschleppten entzündung.

die Franzi