halle peter und conny,
euer geschildertes problem kommt mir seeeehr bekannt vor. und da ist guter rat wirklich teuer (im übertragenen sinne):
hi, mein neffe (11) ist ein meines erachtens sehr cleveres
kerlchen mit interesse an schule (lebt in bayern) aber er gibt
sofort auf wenn er was nicht versteht und hat demzufolge
schlechte noten.
das ist bei meinem filius (12) leider auch so. aber er hat auch schon 3 oberlangweilige jahre schulfrust und permanente unterforderung in der (leider 6jährigen grundschule!) in berlin hinter sich…
den willen mal dran zu bleiben wenns nicht
gleich klappt hat er nicht und nimmt lieber die hauptschule in
kauf (er steht grade in der pruefungsphase zwischen haupt- und
realschule).
so ähnlich wars bei meinem auch. gymnasium könnte er spielend schaffen (iq 120), bedeutet aber, sich auch mal um sachen kümmern zu müssen, die nicht seine leib- und magenstrecke (computer, mathe) sind… und da er die lehrerinnen momentan eh alle nicht so besonders findet, hat er auch überhaupt keine motivation für die schule.
zum glück ist die 6. klasse in wenigen tagen zu ende. und der schulwechsel hat auch auf seine wunschschule (gesamtschule) geklappt. ob es sowas in bayern gibt, weiß ich allerdings nicht?
das war aber auch ein zähes ringen… zumindestens sollte man die vorstellungen deines neffen etwas mit berücksichtigen. wobei _ICH_ mich natürlich auch mit aller vehemenz _GEGEN_ die hauptschule wehren würde. und nach deinen schilderungen vermute ich mal, daß dein neffe dort auch nicht hingehört???
BTW: in bayern hat die hauptschule z.b. einen ganz anderen stellenwert als z.b. in berlin. auch das unterrichtspensum ist ein ganz anderes! bayern hat übrigens konsequent den hauptschulabschluß gegenüber realschule und gymnasium aufgewertet. und fast alle hauptschulabgänger (zumindestens mit qualifiziertem hauptschul-abschlus!) finden in bayern auch eine lehrstelle. das finde ich an der bayr. bildungspolitik total ok.
mit dem pc und so kann er echt gut umgehen und kann sich
vieles selber beibringen ich denke auch das er sehr aufgeweckt
ist
na ja … *grübel* … ich denke, daß können die gaymboy-kiddies alle mehr oder weniger gut… fragt sich, ob er auch „ernsthaft“ an der materie interessiert ist (grundlagen, evtl. erste programmiersprache lernen, webgestaltung ect. pp) …
- aber um in der schule voranzukommen braucht es halt auch
sitzfleisch und auswendig lernen … und das geht ihm komplett
ab.
das kann auch ein zeichen für andauernde unterforderung sein… weil es soooo langweilig ist zum x-ten male zu hören, wie eine sache funktioniert / zu lösen ist… und er eigentlich schon min. 10 gedankengänge weiter ist… aber nicht dazu kommt, diese auch mal darlegen zu können, weíl ja erst der letzte die anfangsschritte begriffen haben musß …
das wird dann ein ziemlicher kreislauf…
mir hat eine objektive feststellung der fähigkeiten meines sohnes mit einem anerkannten wiss. intelligenztest geholfen, seine voraussetzungen und meine erwartungen an ihn, wieder in etwas normalere banhnen bringen zu können.
sein wunsch war der besuch einer bestimmten gesamtschule (einzige medienschule in berlin). und nachdem mein mann und ich uns diese angesehen und mit dem konzept vertraut gemacht habenhaben, konnten wir uns damit zumindestens „anfreunden“, weil ihm der weg zum abitur auf jeden fall offen steht.
gut beraten wird man hier:
http://www.hbf-ev.de/
dort gibt es infomaterial, und auch in den beratungsstellen bekommt man zumindestens tips.
und wenn du bei google nach „hochbegabte kinder“ suchst, dann gibt’s jede menge treffer (ca. 3.500).
interessant auf jeden fall auch dieser link:
http://www.hbf-ev.de/
er spricht sehr schnell und undeutlich und schafft sich
damit natuerlich noch mehr probleme weil er sich damit auch
schlecht mitteilen kann - und mit logik kommt man nicht weit
bei ihm 
also das ist bei meinem anders: seine logik ist messerscharf, und jede unlogigik meinerseits wird erbahmungslos bestraft 
was tun? wer hat aehnliche erfahrungen? ein test hat keine
legasthenie festgestellt obwohl er jede menge fehler in
aufsaetzen und diktaten macht, davon fast nur
fluechtigkeitsfehler, stil und inhalt sind gut!
test… s.o. … aber zu einem kinderpsychologen (kostenpflichtig, ca. 350,- dm), der erfahrungen mit überdurchschnittlich intelligenten bzw. hochbegabten kindern hat (sonst testet das kind den psychologen *g*) - oder beim jugendpsychartr. dienst (kosten, weiß ich nicht, aber sicher billiger als beim psychologen priv.) angewandt werden müssen aber obj. testverfahren (da wird auch kein wissen abgefragt, sondern es geht um voraussetzungen, und anwendungen dessen, dauert so ca. 1,5 - 2h) und der test muß wiss. anerkannt sein, wenn man denn damit gegenüber der schule was anfangen will.
jeh eher, deste besser… und vor allem mit deinem neffen drüber sprechen!
ich hab irgendwie den eindruck das er einfach mit den regeln
und konventionen nix am hut hat aber er wird es einfach nicht
auf die realschule schaffen wenn er das spiel nicht mitspielt
- und da er eher intelektuelle staerken hat ist hauptschule
sicher das falsche fuer ihn …
also mit 12 fängt heutzutage die pubertäre phase an, es entwickelt sich der widerspruchsgeist … usw., usf. … *snief*… so daß ich mal sagen würde, das ist ein „normales“ erscheinungsbild in der altersgruppe der 12jährigen…
an grundlegende regeln sollte man aber schon halten … ich vermute mal, daß dein neffe mit sicherheit kein „prügelheini“ ist, sondern vielmehr ein ausgeprägtes gerechtigkeitsempfinden hat (womit man ja auch gegen bestehende „konventionen“ verstoßen kann!)
so… ist ein bißchen länger geworden, aber vielleicht hilft’s euch weiter!
beste grüße und toi, toi, toi
katrin
*die zum glück nur ein überdurchschittl. intell. kind hat*