Hallo!
Ich recherchiere gerade, mir was für Gefährten man gegen 1350 AD durch Deutschland „kutschiert“ ist (das Wort gab es damals noch nicht, weil auch noch keine Kutsche .
In „Die Wagen und Fuhrwerke von der Antike bis zum 19 Jhdt.“ von Ginzrot ist u.a. ein „Zäunselwagen“ erwähnt. Könnte damit ein „Leiterwagen“ gemeint sein, also „Zäunsel“ = „Zaun“? Die Abbildung würde in etwa dazu passen. Unter „Zäunsel“ finde ich nämlich auch im Krünitz oder Grimms nix.
Hallo,
ich dachte, jedes Gefährt hinter einem Pferd, auf dem Personen herumfahren, sei eine Kutsche. Offenbar nicht - kannst du noch mehr zu meiner Horizonterweiterung beitragen, Eva?
Hallo!
"Im SMA. verbesserte man den Komfort von Reisewagen dadurch, dass der Wagenkasten mittels erschütterungsdämpfender Lederriemen, Seile oder Ketten am Chassis aufgehängt wurde. Diese Erfindung soll aus dem ungarischen Dorf Kocs stammen, weswegen Wagen dieser Bauart auch ®Kutschen genannt wurden. "
" Kutsche (v. ungar. Kocsi szeker = Wagen aus Kocs [Stadt im Komitat Komorn]; auch Gotschi, Gotschiwagen; mlat. currus Kochy). Ein vierrädriger Drehschemelwagen, dessen Kasten an vier eisernen oder hölzernen Stützen, die vom Fahrgestell senkrecht emporragten, mit Riemen oder Ketten schwebend befestigt war. Erste Erwähnung findet die Kutsche anlässlich der Trauung Karls VI. von Frankreich mit Isabella von Bayern (1385). Bis zum SMA. hat die Kutsche in ganz Europa allgemeine Verbreitung gefunden. Man benutzte Prunkkutschen zu feierlichen Ein- und Umzügen oder anlässlich von Hochzeiten und Begräbnissen. (Die Erfindung der Kutsche war wohl eigenständig; eine Verbindung zu der röm. carruca nutans [= Schaukelwagen] ist nicht wahrscheinlich.)
Im MA gab’s den Kobelwagen, Zäunselwagen, Rollwagen, Karosse, Frauenwagen, alle grässlich unbequem für Passagiere.