Zäunsel

Hallo!
Ich recherchiere gerade, mir was für Gefährten man gegen 1350 AD durch Deutschland „kutschiert“ ist (das Wort gab es damals noch nicht, weil auch noch keine Kutsche :wink:.

In „Die Wagen und Fuhrwerke von der Antike bis zum 19 Jhdt.“ von Ginzrot ist u.a. ein „Zäunselwagen“ erwähnt. Könnte damit ein „Leiterwagen“ gemeint sein, also „Zäunsel“ = „Zaun“? Die Abbildung würde in etwa dazu passen. Unter „Zäunsel“ finde ich nämlich auch im Krünitz oder Grimms nix.

Gruß,
Eva

Hallo,

Unter „Zäunsel“ finde ich
nämlich auch im Krünitz oder Grimms nix.

Grimm:

„ZÄUNSEL, m., dünne zweige zum zaungeflecht: den z. zu reparirung seiner wandelbaren gartenzäune …“

http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbu…

Gruß
Kreszenz

Hallo!
Nicht genau genug geschaut, *schäm* :frowning:

Danke Dir,
Eva

Grüß euch,
im Bairischen gibts auch heute noch den „Zeislwogn“ = Grüne Minna
P. e.
R

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Hallo,

im Bairischen gibts auch heute noch den „Zeislwogn“ = Grüne
Minna

der ursprüngliche Zeiselwagen war zwar auch eine Art Leiterwagen, hat etymologisch aber nichts mit „Zaun“ zu tun; er geht zurück auf das Verb „zeiseln“ für „eilen“, siehe http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00005027/…
http://books.google.de/books?id=Z5-9YDrhtAoC&lpg=PA2…

Gruß
Kreszenz

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Hallo,
ich dachte, jedes Gefährt hinter einem Pferd, auf dem Personen herumfahren, sei eine Kutsche. Offenbar nicht - kannst du noch mehr zu meiner Horizonterweiterung beitragen, Eva?

LG
Hauke

Hallo,

Mit diesem Namen gab es übrigens im 18.(?)/19. Jhdt. in Wien einen Omnibus-Vorläufer, bespannt mit Pferden.

Es grüßt

Der Daimio

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Servus,
ah - molto intressante!!

r

Hallo, Daimio,

Mit diesem Namen gab es übrigens im 18.(?)/19. Jhdt. in Wien
einen Omnibus-Vorläufer, bespannt mit Pferden.

so einer ist bei meinem zweiten Link zu sehen und beschrieben: http://books.google.de/books?id=Z5-9YDrhtAoC&lpg=PA2…

Gruß
Kreszenz

Hallo!
"Im SMA. verbesserte man den Komfort von Reisewagen dadurch, dass der Wagenkasten mittels erschütterungsdämpfender Lederriemen, Seile oder Ketten am Chassis aufgehängt wurde. Diese Erfindung soll aus dem ungarischen Dorf Kocs stammen, weswegen Wagen dieser Bauart auch ®Kutschen genannt wurden. "

" Kutsche (v. ungar. Kocsi szeker = Wagen aus Kocs [Stadt im Komitat Komorn]; auch Gotschi, Gotschiwagen; mlat. currus Kochy). Ein vierrädriger Drehschemelwagen, dessen Kasten an vier eisernen oder hölzernen Stützen, die vom Fahrgestell senkrecht emporragten, mit Riemen oder Ketten schwebend befestigt war. Erste Erwähnung findet die Kutsche anlässlich der Trauung Karls VI. von Frankreich mit Isabella von Bayern (1385). Bis zum SMA. hat die Kutsche in ganz Europa allgemeine Verbreitung gefunden. Man benutzte Prunkkutschen zu feierlichen Ein- und Umzügen oder anlässlich von Hochzeiten und Begräbnissen. (Die Erfindung der Kutsche war wohl eigenständig; eine Verbindung zu der röm. carruca nutans [= Schaukelwagen] ist nicht wahrscheinlich.)

Im MA gab’s den Kobelwagen, Zäunselwagen, Rollwagen, Karosse, Frauenwagen, alle grässlich unbequem für Passagiere.

Was ich übrigens auch noch nicht gewusst habe: Wo das Wort „Fiaker“ herkommt: http://de.wikipedia.org/wiki/Fiaker

Grüße,
Eva

Sehr interessant! Danke!

LG Hahu

Hallo,

Sorry - den Link habe ich mir vorher nicht angesehen!

Es dankt

Der Daimio