Zeckenbiss

Mittlerweile gibt es kaum noch
ein Gebiet in Deutschland, in welchem aufgrund der
Zeckendurchseuchung mit FSME-Erregern eine Impfung wirklich
abzulehnen wäre. Selbst Großstädte kann man nicht mehr davon
ausnehmen.

nun, welchen Quellen entnimmst Du denn dieses Wissen? Ich höre, dass man die Borreliose fast überall bekommen kann, die FSME aber eher nicht. Welche Karte loegt denn dem zugrunde?

ich glaube, dass Du hier wieder die FSME und die Borreliose in
einen Topf wirfst. Bitte erinnere Dich: das sind zwei völlig
unterschiedliche Krankheiten!

das weiss ich. ich habe selbst mit Blutsaugenden Insekten beruflich zu tun. In diesem falle allerdings brasilianische Raubwanzen, die weit schlimmere Krankheiten übertragen. Zumindest gibt es keinen Impfstoff.

Was die FSME anbetrifft, so ist es eine Schutzimpfung. Diese
hat im Voraus zu erfolgen und hält mindestens 5 Jahre. Danach
ist eine Auffrischung notwendig. Somit ist eine Impfung keine
Akut-Behandlung. Entweder man ist geimpft - dann braucht es
wegen der FSME keinerlei „Panik“, - oder man ist eben nicht
geimpft, dann nutzt „Panik“ auch nichts mehr, denn dann ist es
eh zu spät (sofern die Zecke mit FSME-Erregern infiziert war).

Richtig. Aber die Borreliose ist nicht impfbar! Aber mit Antibiotika gut behandelbar, sofern sie erkannt wird. Was ja auch nicht immer der Fall ist.

Das, was „Panik“ rechtfertigen würde, ist die Angst vor der
Borreliose. Und gegen diese „Panik“ gibt es nur ein probates
Mittel: Zecke schnellstmöglichst fachmännisch entfernen lassen
(ohne sie zu quetschen, ohne Öl oder andere „Hausmittelchen“)
UND sofort mit einer 30tägigen Therapie beginnen, die ein
Antibiotikum verwendet, welches auf das Körpergewicht des
Patienten abgestimmt ist (4 bis 5 mg je Kg Körpergewicht pro
Tag)…

So, dann müsste meine Tochter bereits mindestens eine Therapie hinter sich gebracht haben. Ich mag gar nicht an ihre Darmflora denken :wink:
Eigentlich dürfte sie ja mit der AB-Gabe gar nicht mehr aufhören.
Also, wie wahrscheinlich ist es denn wirklich, dass sie sich infiziert haben kann, ich lege die Betonung jetzt mal auf Borreliose.
Ich kenne viele dieser Symptome. Und auch währenddessen ist eine Behandlung ja noch möglich! Also wieso vorbeugend AB?

Natürlich verdienen diese Menschen die gleiche Beachtung, wie
alle anderen Menschen auch. Aber eben darf man über diese
unglückseligen Menschen, denen dieses widerfahren ist, nicht
jene vergessen, welche aufgrund von Nicht-Behandlung oder
Falsch-Behandlung ebenfalls unverschuldet in eine ganz
ähnliche Lage gekommen sind.

Das liegt mir ja auch fern!

Und hier geht es nur in

Deutschland um eine Größenordnung von ca. 2,5 Mio
Borreliose-Chroniker. Diese Zahl wurde auf der letzten
Bundespressekonferenz genannt. Genaues ist nachzulesen im
Borreliose-Forum
http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

Danke, werde ich mir durchlesen!

Wie alt ist denn Deine Tochter? Wenn sie noch wirklich klein
ist, dann solltest Du unbedingt eine Zweitmeinung (evtl. sogar
eine Drittmeinung) eines anderen Kinderarztes einholen. Denn
für wirklich kleine Menschenskinder ist eine Impfung wirklich
eine Belastung. Impfen oder (noch) nicht - das sollen wirklich
(zwei oder drei) Kinderärzte abwägen.

Meine Tochter ist 6 Jahre alt. Ansonsten hat sie alle Impfungen bisher immer gut vertragen.

was heißt hier „sogar“? Das Gras / die Wiese ist der
Hauptaufenthaltsort dieser Biester! Farnkräuter in kleinen
Reihenhausgärten oder Schrebergärten mögen sie auch sehr
gerne!

Mit „sogar“ meinte ich lediglich, dass ich sie häufiger antreffe, als ich je vermutet habe. „Sogar“ in der Großstadt - aber müssen sie denn auch infiziert sein? Ich selbst habe keinerlei Erinnerung an einen einzigen Zeckenbiss in meiner Kindheit. Ich weiss, wie und wo Zecken leben. Und das vor allem im Frühsommer (daher ja auch FSME) viele auftretten.

Dieses „sogar“ zeigt mir, dass Du sehr wenig über diese
Viecher weißt.

Ne, ne, das „sogar“ ist etwas mißverständlich. Siehe oben! Wie gesagt, ich arbeite selbst in der Parasitologie. Also, sooooo wenig weiss ich nicht. Vielleicht fehlen mir ein paar Zahlen im Gegensatz zu Dir :smile:

Übrigens: Die Zecken kommen „sogar“ in den Dünen am Strand
vor, was ich auch erst seit recht kurzer Zeit weiß. Darüber
hinaus leben diese 3 bis 4 Jahre und benötigen während ihrer
gesamten Lebenszeit nur 3 Blutmahlzeiten. Weiteres „Übrigens“:
Erst ab der Höhe Jerba - Ägypten gibt es keine Zecken mehr
(dort ist es denen dann zu trocken). Aber selbst in
Nord-Tunesien ist die Gefahr noch vorhanden.

Sehr interessant. Aber das blutsaugende Insekten generell nur wenige MAhlzeiten benötigen, wusste ich schon. Das trifft auf sehr viele Blutsauger zu.

Beachtet man bei der Entfernung der Spinnentiere gewisse
Techniken, (nicht ölen, nicht drehen, nicht quetschen, denn
dann steigt das Risiko, mehr Speichel und damit Erreger in die
wunde aufzunehmen) ist die Wahrscheinlichkeit, FALLS die Zecke
mit irgendwas infiziert war, wieder etwas geringer.

Na ja, „wieder etwas geringer“ stimmt und stimmt auch wieder
nicht. Denn die Erregerübertragung beginnt mit der Sekunde, in
der der Rüssel in die Haut gebort wird.

Soweit ich weiss, haben Zecken keinen Rüssel! Sondern beissende Mundwerkzeuge (Spinnentiere). Daher steckt ja auch der Kopf in der Wunde. bei einem Rüssel müssten sie das ja nicht tun, oder?
Nicht mit dem Moment, in dem Speichel in den Stichkanal fließt?
Wobei man sich nun fragt, sitzen denn beide, Bakterie und Virus im Speichel? Oder etwa auf der Oberfläche des Kopfes?

Und so ist es auch bei der Borreliose: man kann die Erreger
viele Jahre latent im Körper haben, ohne zu erkranken. Wird
der Körper dann aber durch eine andere Krankheit geschwächt,
so dass auch das Immunsystem leidet, dann bahnt sich häufig
die Borreliose den Weg und manifestiert sich als Krankheit. So
können die Zecken, die Sie Ihrer Tochter seit März entfernt
haben, Ihrer Tochter durchaus Borrelien oder andere Co-Erreger
übertragen haben, ohne dass Ihre Tochter jetzt gleich
erkrankt. Vielleicht erkrankt sie in 20 Jahren, wenn sie durch
die Geburt ihres Kindes (somit Ihres Enkels) vorübergehend
geschwächt ist. Vielleicht erkrankt sie auch nie. Das weiß man
heute noch nicht.

Dazu nochmal die Frage: Wie hoch ist denn die Wahrscheinlichkeit, nach einem Zeckenbiss IRGENDWANN an FSME oder auch Borreliose zu erkranken? wieviele Krankheiten werden denn auf den Zeckenbiss von vor 20 Jahren zurückgeführt? Danach fragt doch niemand mehr!
Insofern, wäre die Bestimmung der AK nach einem Biss vielleicht sinnvoll. Erst testen, dann AB verabreichen, falls erfordelrich! Oder?
Da gibt es noch etwas: Die Toxoplasmose z.B.: 80 % der Bevölkerung ist hiervon durchseucht, aber die meisten nie erkrankt. Gefärlich wirds für Schwangere, die sich erstmals infizieren oder HIV-Infizierte. wie sieht es bei Borreliose aus? wer ist prädistiniert für die Erkrankung?

klingt ja fast so, als würden Sie auch an Symptomen leiden,
die die Ärzteschaft nicht ausheilen kann. Sie wissen ja, es
gibt ca. 130 Symptome, wie sich die Borreliose oder deren
Co-Erreger-Erkrankungen äußern können.

nein, keinesfalls. Es wurde mal eine Infektion bei mir vermutet, nach einem längeren Brasilienaufenthalt. Ich bekam während meiens Aufenthaltes am Unterarm eine kleine Rötung, die sich aber
kreisförmig ausbreitete und immer größer wurde. Es juckte teuflisch! Damals hatte ich noch keine Ahnung, was mir da passiert sein könnte. Aber es machte mir Sorgen, es juckte wie ein Insektenstich, sah aber nicht wie einer aus. Die kreisförmige Rötung wurde in der Mitte mit der Zeit immer blasser, der Kringel dehnte sich aber bis auf etwa 8 cm aus und am Rande bildeten sich juckende Wasserbläschen. Ich hatte keine andere Idee als mir eine etwas höher dosierte Cortisoncreme draufzutun. Das half! wieder in deutschland war die Rötung kaum noch zu sehen, ich ging dennoch zum Arzt. Der hielt aber eine AB-Therapie für zu spät, zudem keine Antikörper mehr nachweisbar waren, auch nicht bei einer 2. Blutabnahme. Beschwerden, die auf Borreliose hindeuten habe ich bis heute nicht. Aber möglich,. dass das noch kommt :wink:

Da ist aber auch zum Anderen eine (im Prinzip nicht schlechte)
Zurückhaltung der Ärzteschaft allgemein gegenüber Antibiotika.
Nur leider übersehen die Ärzte, dass eine 30-Tage-AB-Therapie
(nach einem Zecknestich)

Nun, jetzt mal präzise: was tut die Zecke Ihrer Ansicht nach denn nun? Stechen? (sie hat ja keinen Stachel oder Rüssel!), beissen (schon eher, ein Spinnentier mit beissenden Mundwerkzeugen, die man auch Mandibel nennt)?

Ein weiterer Punkt ist die Einflussnahme durch die
Krankenkassen auf die Ärzte direkt und indirekt über die
Ärztevereinigungen. Wenn ich mir das „Informationsblatt“
meiner Kasse zum Thema Borreliose ansehe, und welche Ärzte
dort als „Spezialisten für Borreliose-Erkrankungen“ empfohlen
werden, dann kommt mir echt das Grausen. Da wird sowohl über
die Kassen als auch über die Ärztevereinigungen so viel Mist
über diese Krankheitsgruppe erzählt / verbreitet, dass man da
dem einzelnen „kleinen“ Feld-Flur-Wald-und-Wiesen-Arzt
(sprich: Hausarzt) schon fast nicht mehr böse sein kann, wenn
er keinen Dunst von dieser Krankheit hat. Allerdings kann man
die Herren in Weiß dann doch nicht so ganz aus ihrer
Verantwortung entlassen, denn bei 2,5 Mio chronisch kranker
Borrelianten lässt es sich umrechnen auf die einzelne
Arztpraxis: 2,5 Mio Deutsche sind etwa 3% der Bevölkerung.
Wenn ein Arzt 1000 Einwohner zu versorgen hat, so ergibt sich
daraus ein errechneter Wert von 30 Patienten pro Arztpraxis,
die chronisch an Borreliose (oder einer der
Co-Erreger-Erkrankungen) leiden. Und 30 Chroninker, die
ständig und immer wieder in die Praxis kommen, die
unterschiedlichste gleichzeitig und stets wechselnde Symptome
aufweisen und die laut Blutuntersuchungen gesund sind und
Therapien die nicht oder nur ungenügend anschlagen und und und
, so etwas müsste eigentlich einem Arzt auffallen. Dann müsste
er sich eigentlich dahinter klemmen, seine Kenntnisse zu
erweitern. Und dann käme er recht schnell auf Borreliose,
sofern er sich nicht nur einer Informationsquelle bedient.

Ja, sehe ich auch so. Da muss ich mich dann fragen, wofür die Ärzte denn eigentlich bezahlt werden, wenn sie sowas nicht diagnostizieren können. Das trifft nicht nur auf Borreliose zu.

Schließlich ist durch einen Bestechungsskandal in den USA noch
ein weiterer Geld-Einflussnehmer aufgetaucht, an den man nicht
unbedingt sofort im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen
denkt: Versicherungsgesellschaften (nicht Krankenkassen!): Es
geht hier um Unfallversicherungen, Lebensversicherungen und
ähnliches: Dort haben entsprechende Konzerne mit massiven
Geldzahlungen Einfluss auf ein „Gutachten“ genommen, welches
mittlerweile von den Gerichten „kassiert“ ist: In diesem
wurden im Text völlig andere Schlüsse gezogen und als
Gutachten herausgegeben als die Untersuchungsergebnisse in
Zahlen ausgedrückt nahelegen. Das Credo des gefälschten
Gutachtertextes war: Borreliose kann nicht chronisch werden.
Wie gesagt, die ermittelten Zahlen haben genau das Gegenteil
ausgesagt. Aber wenn das „Gutachten“ gesagt hätte: „Die
meisten Borreliose-Erkrankungen werden chronnisch“, dann
hätten die Versicherungsgesellschaften enorm viel Geld für die
enorm vielen Chroniker bezahlen müssen. Und genau dieses
Gutachten, was jetzt in den USA von Gerichts wegen für
ungültig erklärt wurde, genau dieses ist die Grundlage für
viele Krankenkassen, Ärztevereinigungen und sogar Professoren
für Medizin an den Universitäten. Ausnahmesweise konnte mal
ein Betrug zuungunsten der Patienten aufgedeckt werden. ich
bin echt gespannt, wann endlich die Borreliose auch bei uns in
die Liste der chronischen Erkrankungen aufgenommen wird. Denn
dann hätten die betroffenen Patienten einen völlig anderen
„Stand“ in ihrem Arzt-Patienten-Verhältnis. Bisher sind die
Betroffenen auf einen wohlwollenden Arzt angewiesen und müssen
zur Not alles aus eigener Tasche zahlen. Ich hoffe, dass
diese Änderung bald kommen möge. Im Sinne aller Betroffenen.

Oh ja.

… Leider können wir weder durchblicken

noch etwas ändern. Schade eigentlich.

Ja, leider.

Fragestellung ist doch: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit,
dass man sich überhaupt infiziert?

wieder die Frage: Infiziert womit? FSME-Viren oder
Borrelien-Bakterien

Ich meine die FSME.

Und wie hoch ist dann die
wiederum die Wahrscheinlichkeit, an dieser Infektion wirklich
folgenschwer zu erkranken?

Auch hier wieder: man muss auch die Infektionen mitrechnen,
die latent im Körper schlummern aber noch nicht ausgebrochen
sind. Aber wie will man das herausbekommen. Das ist m.E. fast
unmöglich.

Oh doch, es ist nur zu aufwendig und zu teuer :smile:

werden etwa alle zeckenbisse
Deutschlands gemeldet und verzeichnet,

nur einige wenige ostdeutsche Bundesländer haben eine
Meldepflicht für Borreliose (wie es mit FSME-Meldepflicht
aussieht, weiß ich nicht). Aber selbst in diesen Bundesländern
ist dies nicht aussagekräftig, da nicht alle Erkrankten
erfasst werden, da - wie der oben von Ihnen geschilderte Arzt

  • noch lange nicht alle an diesen Krankheiten Erkrankten auch
    wirklich diese Krankheit diagnostiziert bekommen geschweige
    denn darauf behandelt werden. Und ein Kranker, der diese
    Diagnose nicht hat (obwohl er die Krankheit hat), der wird
    auch in dieser Krankheitsstatistik nicht mitgezählt,
    logischerweise.

so dass diese Statistik
überhaupt erstellt werden kann?

Nein, zumindest zum derzeitigen Zeitpunkt kann keine halbwegs
realistische Statistik existieren. Es beruht eigentlich alles
auf Hochrechnungen und Schätzungen. Aber aus der
Wahlforscherei weiß man ja, dass die Hochrechnungen immer sehr
gut sind, verglichen mit dem dann festgestellten Endergebnis.
Somit kann man diesen Zahlen durchaus in meinen Augen ein
recht großes Gewicht beimessen.

wieviele Erkrankungen werdne überhaupt auf einen Zeckenbiss
zurückgeführt?

das ist auch eine spannende Frage: US-Wissenschaftler haben
nämlich nachgewiesen, dass Borreliose auch von Stechmücken
übertragen werden kann. Die Untersucher vergleichen es ein
wenig mit dem Übertragungsweg von Malaria, welches ja
ebenfalls eine bakterielle Krankheit ist

Malaria ist KEINE bakterielle Krankheit, sondern wird von einem einzelligen Parasiten namens Plasmodium falciparum übertragen. Er befällt die roten Blutzellen, die später platzen und so die Fieberschübe auslösen.

und welche eben über

Stechmücken übertragen werden. Allerdings ist mir bisher noch
kein Fall bekannt, bei dem in EUROPA eine
Borrelien-Erregerübertragung durch eine Mücke zweifelsfrei
nachgewiesen werden konnte. Die amerikanischen Wissenschaftler
weisen jedoch darauf hin, dass sich mit der Klimaerwärmung
nicht nur die Durchseuchung der Zecken mit Krankheitserregern
erhöht sondern auch dass die Malaria-Erreger sich wieder
weiter nach Norden (in unsere Breiten) ausbreiten, was somit
gleichzusetzen ist mit einer Ausbreitung der Stechmücken, die
diese Malaria-Erreger übertragen.

Schlimm sind auch die sog. Tigermücken, die solche Krankheiten übertragen sollen. Eingeschleppt, groß, fast schnakenartig.

Kinder
können besser gegen die Borreliose-Erreger arbeiten als
Jugendliche oder Erwachsene, aber nicht gegen FSME-Viren. Aber
hierzu bitte auch im Borreliose-Forum nachfragen. Dort sitzen
die Experten.

Früherkennung ist in jedem Fall wichtig.

Ich formuliere es ein wenig anders: Jeden Abend die Kinder vor
dem Schlafengehen genau auf Zecken absuchen - kostet Zeit, ist
aber sehr sinnvoll.

Mach ich jeden Tag! Aber meist hat meine Tochter sie sogar selbst gefunden. Ich fidne das sehr gut, dass sie daruaf achten! Nicht zuletzt ist dies auch meiner ausfürhlichen Aufklärung zu verdanken. Mein Sohn fragt mich immer über alle Krankheiten aus und was passieren kann und was man machen kann. Übrigens, mein Sohn wurde erst 1 x von „befallen“. Sie wurde entdeckt, als sie unter seinem Auge krabbelte. Ich konnte sie abmachen, bevor irgendetwas passeirt war. Dafür wird er von Mücken aufgefressen, wie ich es nenne.

Ich denke an meine
eigene Kindheit zurück und an den noch heute im Volksmund
gebrauchten Begriff „Kinderkrankheiten“. Z.B. Masern,
Windpocken etc. Damals war es klar, dass jedes Kind früher
oder später daran erkrankt und sich dabei selbst imunisiert.
Keiner wäre auf die Idee gekommen dagegen zu impfen. Und wir
leben alle noch. Das ist für mich abzulehnender Impfwahn. Aber
da schreien dann wieder die Herren in Weiß, was das doch alles
für ach-so-gefährliche Krankheiten sind. Aber OT, lassen wir
es.

nun, die Masern sind wieder im Kommen und es gibt jede Menge schwerer möglicher Komplikationen, die ich lieber vermeide. Denn eigentlich bin ich ein vorsichtiger Mensch :smile: Kaum zu glauben, was? Naja, sagen wir, ich versuche realistisch zu bleiben und schaden und Nutzen abzuwägen.

DENN: Trotz Impfung kann man erkranken! Nur nicht so schwer.
Meine Beobachtung zeigen, dass viele Eltern empört sind, wenn
ihr Kind die Röteln

auch eine dieser Kinderkrankheiten

Ja, nämlich, dass diese Impfung überhaupt nicht notwendig ist.

Stimmt eigentlich! Warum bin ich nicht darauf gekommen? welche schlimmen Komplikationen können denn da auftreten? ich meine Masern ist klar, Mumps auch, aber Röteln?

Damit die Pharma-Industrie auch schön reich wird!

Genau :wink:

Die hatten sie schon! Ebenfalls soll es einen
Impfstoff gegen eine Form der Mittelohrentzündung

sowas behandelt man mit Homöopathie, aber mit sonst nichts.

Ich habe gute Erfolge damit erzielt, in einem anderen Posting hierfür wird das belächelt. Naja, Globuli und Zwicbelsäckchen genügten jedenfalls. Unser Kinderarzt hat die Therapie unterstützt. Dennoch gab er mir sicherheitshalber ein AB-Rezept mit: „Falls es doch übers Wochenende schlimmer werden sollte und sie nicht in die Klinik müssen“. Ich habe es nicht gebraucht.

und der
lUngenetnzündung

auch darüber habe ich gehört, dass Kinder eine
Lungenentzündung leichter auskurieren als Erwachsene. Dass es
trotzdem eine schwere Krankheit ist, steht außer Frage. Arzt
und Medikamente ja, aber Impfung?

geben. Mein Kinderazrt hält das mittlerweile
für Tulux!

Soll das „Luxus“ meinen? Ich kenne den Begriff nicht.

Nein, Tulux heisst soviel wie Unsinn, Quatsch. Muss der hiesige Slang sein :smile:

Ist das Kind nicht immunschwach, frühgeboren oder
sonst wie anfällig (allergien), rät er nicht zu weiteren
Impfungen. Ihm liegen darüber zu wenige Studien vor, sagt er.
Und die Empfehlung der Impfbehörden reiche ihm nicht immer
aus.

von wem die Impfbehörden wohl beraten werden???

Nun, ich ahne es…

Leider bin ich nicht auf all Deine Einwände eingegangen, in
vielen Punkten magst Du auch recht haben. Aber wie man sieht,
scheint viel falsche Information im Umlauf zu sein.

Leider hast Du damit absolut recht.

Und wie
erklären Sie das?

Teilweise habe ich Ihnen weiter oben darauf geantwortet, so
gut ich es weiß. Vieles verstehe ich aber auch nicht.

Nochmals der Hinweis: Wenden Sie sich an das Borreliose-Forum,
dort sind die wahren Experten für alles rund um diese
Krankheitsgruppe.

Danke, das werde ich tun!

Schnelle Besserung wünscht Ihnen, nebst einem schönen Sonntag,

Alexander

Hallo Legolas41,

nachdem ich jetzt einige Tage nicht hier im Medizinbrett war, muss ich Dir schnell antworten, ehe der Beitrag im Archiv verschwindet:

Mittlerweile gibt es kaum noch
ein Gebiet in Deutschland, in welchem aufgrund der
Zeckendurchseuchung mit FSME-Erregern eine Impfung wirklich
abzulehnen wäre. Selbst Großstädte kann man nicht mehr davon
ausnehmen.

nun, welchen Quellen entnimmst Du denn dieses Wissen? Ich
höre, dass man die Borreliose fast überall bekommen kann, die
FSME aber eher nicht. Welche Karte loegt denn dem zugrunde?

zum Beispiel
http://www.impfserviceplus.de/zecken/fsme/00023/inde…
http://www.zecken.de/index.php?id=501
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=1328

und viele andere Seiten mehr.

Was die FSME anbetrifft, so ist es eine Schutzimpfung. Diese
hat im Voraus zu erfolgen und hält mindestens 5 Jahre. Danach
ist eine Auffrischung notwendig. Somit ist eine Impfung keine
Akut-Behandlung. Entweder man ist geimpft - dann braucht es
wegen der FSME keinerlei „Panik“, - oder man ist eben nicht
geimpft, dann nutzt „Panik“ auch nichts mehr, denn dann ist es
eh zu spät (sofern die Zecke mit FSME-Erregern infiziert war).

Richtig. Aber die Borreliose ist nicht impfbar!

das habe ich auch nie behauptet.

Aber mit
Antibiotika gut behandelbar, sofern sie

Einfügung: „in Frühstadium innerhalb der ersten 4 Wochen“ (manche sagen sogar nur innerhalb der ersten drei Wochen)

erkannt wird. Was ja
auch nicht immer der Fall ist.

leider und wie wahr, wie wahr!

Das, was „Panik“ rechtfertigen würde, ist die Angst vor der

Borreliose. Und gegen diese „Panik“ gibt es nur ein probates
Mittel: Zecke schnellstmöglichst fachmännisch entfernen lassen
(ohne sie zu quetschen, ohne Öl oder andere „Hausmittelchen“)
UND sofort mit einer 30tägigen Therapie beginnen, die ein
Antibiotikum verwendet, welches auf das Körpergewicht des
Patienten abgestimmt ist (4 bis 5 mg je Kg Körpergewicht pro
Tag)…

So, dann müsste meine Tochter bereits mindestens eine Therapie
hinter sich gebracht haben.

in einem anderen Beitrag hast Du geschrieben, dass Deine Tochter 6 Jahre alt ist. In etlichen Beiträgen von mir über dieses Thema weise ich darauf hin, dass zum Einen man mit einer Antibiotika-Gabe an kleine Kinder vorsichtig sein muss und zum Anderen, dass Untersuchungen ergeben haben, dass Kinder (Alter: weiß nicht, aber immer geht es in den Berichten um Kinder, die noch nicht in der Pubertät sind. Grund: kenne ich nicht) offenbar noch gewisse Abwehrmechanismen in ihrem Immunsystem haben, die ältere Personen dann verlieren. Zumindest zeigt sich immer wieder, dass bei Kindern eine Borreliose sehr häufig sehr viel leichter verläuft und öfter (oft?) auch ohne Behandlung wieder vollständig ausheilt. Das ist das, was man in der Fachliteratur von Zeit zu Zeit mal liest. Da ich selbst nicht forsche, kann ich nur das aus den Publikationen übernehmen. Diese Publikationen werden auch immer mal wieder im Borreliose-Forum verlinkt.

Ich mag gar nicht an ihre
Darmflora denken :wink:

wie gesagt, bei Kindern muss man mit ABs wirklich vorsichtig sein. Wobei der Grund wohl weniger in der Darmflora zu suchen ist (das ist auch so ein Bereich der Geldschneiderei der Pharma-Industrie!) sondern in sonstigen Wechselwirkungen mit dem Organismus des Kindes (Wachstum von Organgen, Entwicklung von Körperfunktionen z.B. Gleichgewichtsinn, Immunsystem etc.)

Also, wie wahrscheinlich ist es denn wirklich, dass sie sich
infiziert haben kann, ich lege die Betonung jetzt mal auf
Borreliose.

Also, „man“ (d.h. die Wissenschaftler, die sich mit diesem Thema beschäftigen und die Untersuchungsergebnisse veröffentlichen) geht davon aus, dass ca. 60% aller Zecken in Deutschland mit Borrelien oder deren Co-Erregern infiziert sind. Manche sprechen von 2/3, andere von „gut der Hälfte“. Dabei haben die Untersuchungen an Zecken ergeben, dass innerhalb Deutschlands die Schwankungsbreite der Durchseuchung recht gering ist.

Ich kenne viele dieser Symptome. Und auch währenddessen ist
eine Behandlung ja noch möglich! Also wieso vorbeugend AB?

das Heimtückische an der Borreliose ist, dass sie in aller Regel mit den Symptomen schleichend kommt. Darüber hinaus erscheint ja - wie Du sicher weißt - die sog. Wanderröte nur bei etwa 60% aller infizierten Personen. Somit ist eine Wanderröte zwar ein sicheres Zeichen für eine Infektion, eine fehlende Wanerröte aber leider überhaupt kein Beweis, dass der Mensch nicht doch infiziert ist. Wie ich oben schon schrieb, ist eine AB-Behandlung nur im Frühstadium wirklich zu (fast) 100% erfolgversprechend. Eben so lange, wie sich die Erreger noch nicht in die Zellwände und ins Zellinnere haben einnisten können. Ist mal dieses Einnist-Stadium erreicht, ist auch eine AB-Behandlung äußerst langwierig und zäh. Halbwegs Erfolg versprechend sind dann nur noch hochdosierte und lang andauernde Multi-Therapien (mehrere ABs aus verschiedenen AB-Gruppen gleichzeitig aber aufgrund der Wechselwirkungsgefahr nicht zur gleichen Zeit = nur in stundenmäßigem Abstand zueinander einzunehmen). Dabei sind Therapiedauern von 1 Jahr und länger keine Seltenheit. Oft ist eines der Mittel dann als Infusion zu verabreichen. Und derart lange Therapien gehen für den Arzt und den Patienten (Zuzahlungen) ganz schön ins Geld. von der zeitlichen Belastung ganz zu schweigen. Aus diesem Grund ist es das allerwichtigste, wenn man sich in der freien Natur aufhält, dass man die Vorsichtsmaßnahmen einhält (lange Kleidung, Beine mit einem Mittel gegen Zecken/Insekten einreibt möglichst nicht durch ungemähte Wiesen geht, nicht ins Unterholz etc.) und sich am Abend gut auf einen möglichen Zeckenbefall hin absucht bzw. absuchen läßt. Und wenn man dann doch eine Zecke erwischt hat, sie dann schnellstmöglichst entfernt/entfernen lässt und dann sofort mit den 30 Tagen AB beginnt. Dann kann eigentlich fast nichts mehr passieren. Jeder Vergleich hinkt, aber es ist ein wenig wie mit der „Pille danach“. Und wie gesagt: es gibt viele Personen, die über lange Zeiträume ABs nehmen, teilweise auch hoch dosiert. Und diese Personen (z.B. meine Frau) haben trotzdem eine ganz normale Verdauung, ohne Probleme, die nicht jeder andere von uns auch von Zeit zu Zeit hätte, wenn er zu viel oder zu fett gegessen hätte. Wenn man neben den ABs noch ein wenig für diese vielbeschworene Darmflora macht, dann ist dieses Darmflora-Problem ein vernachlässigbar kleines gegenüber der Haupterkrankung.

Wie alt ist denn Deine Tochter? Wenn sie noch wirklich klein
ist, dann solltest Du unbedingt eine Zweitmeinung (evtl. sogar
eine Drittmeinung) eines anderen Kinderarztes einholen. Denn
für wirklich kleine Menschenskinder ist eine Impfung wirklich
eine Belastung. Impfen oder (noch) nicht - das sollen wirklich
(zwei oder drei) Kinderärzte abwägen.

Meine Tochter ist 6 Jahre alt. Ansonsten hat sie alle
Impfungen bisher immer gut vertragen.

Trotzdem würde ich einen zweiten oder gar dritten Kinderarzt fragen. Demjenigen das Impfbuch vorlegen und dann aufgrund der zeitlichen Nähe / des zeitlichen Abstandes zur letzten Impfung auch auf mögliche Wechselwirkungen mit den anderen Impfstoffen ansprechen. Obendrein gibt es ja das IN mit Google, da kann man bestimmt auch etwas zum Thema „FSME Impfung Kinder“ finden
Die hier
http://www.impfserviceplus.de/zecken/schutzimpfung/0…
empfehlen die Impfung für Kinder altersunabhängig.

Die hier
http://www.netdoktor.de/Gesund-Leben/Impfungen/Impfu…
raten erst ab 3 Jahren zur Impfung. Im gleichen Artikel wird auch von der „passiven Immunisierung“ gesprochen, bei der in der Vergangenheit eine gewisse Rate an Fällen mit bleibenden Schäden bei Kindern unter 6 Jahren auftraten. Vielleicht war das von Dir zitierte Beispiel ja eben eines davon? Wie gesagt, ich kenne die Hintergründe dieses von Dir geschilderten Falles nicht.

Aber ich habe jetzt zu diesem Thema nicht viele Treffer angesehen. Wenn du selbst suchst, wirst Du vielleicht auch andere Meinungen finden.

was heißt hier „sogar“? Das Gras / die Wiese ist der
Hauptaufenthaltsort dieser Biester! Farnkräuter in kleinen
Reihenhausgärten oder Schrebergärten mögen sie auch sehr
gerne!

Mit „sogar“ meinte ich lediglich, dass ich sie häufiger
antreffe, als ich je vermutet habe. „Sogar“ in der Großstadt -
aber müssen sie denn auch infiziert sein?

wie gesagt: - FSME jetzt außen vor gelassen - die Durchseuchungsrate von Zecken mit Borreliose-(oder Co-Erregern) ist deutschlandweit recht uniform mit 55-66% (je nach Quelle) anzusetzen. Ich bilde mir halt daraus einen Mittelwert von ca. 60%. Aber letztlich nachprüfen können diese Zahlen sowieso weder ich noch Du. Bei diesen 60% ist meines Wissens auch keinerlei Unterschied, ob es sich um „Stadt-Zecken“ oder „Land-Zecken“ handelt. Gerade Großstädte haben ja durchaus auch ungeliebtes Ungeziefer (ich denke da z.B. an die Ratten in den U-Bahn-Schächten), welche ihrerseits Erregerüberträger (in dem Fall auf die Zecken) sind.

Ich selbst habe
keinerlei Erinnerung an einen einzigen Zeckenbiss in meiner
Kindheit.

viele Zeckenbisse bemerkt man überhaupt nicht. Wenn die Biester sich voll gesogen haben, so nach 1 oder 2 Tagen, dann fallen sie von alleine ab, ohne dass der Wirt(smensch) überhaupt etwas davon mit bekommen hat. Insbesondere dann, wenn sie an Stellen sitzen, die vom Menschen selbst nicht einzusehen sind.

Ich weiss, wie und wo Zecken leben. Und das vor
allem im Frühsommer (daher ja auch FSME) viele auftreten.

Auch das ist leider nur bedingt richtig. Zecken gibt es hier in Mitteleuropa von der Schneeschmelze (meist Anfang März) bis zum wirklichen Winter (also nicht dem ersten Schneefall, welcher oft schon Ende Oktober ist) Ende November/Anfang Dezember. Damit ist die echt zeckenfreie Zeit Dez-Feb.

Übrigens: Die Zecken kommen „sogar“ in den Dünen am Strand
vor, was ich auch erst seit recht kurzer Zeit weiß. Darüber
hinaus leben diese 3 bis 4 Jahre und benötigen während ihrer
gesamten Lebenszeit nur 3 Blutmahlzeiten. Weiteres „Übrigens“:
Erst ab der Höhe Jerba - Ägypten gibt es keine Zecken mehr
(dort ist es denen dann zu trocken). Aber selbst in
Nord-Tunesien ist die Gefahr noch vorhanden.

Sehr interessant. Aber dass blutsaugende Insekten

Zecken sind Spinnentiere, keine Insekten!

generell nur
wenige MAhlzeiten benötigen, wusste ich schon. Das trifft auf
sehr viele Blutsauger zu.

Beachtet man bei der Entfernung der Spinnentiere gewisse
Techniken, (nicht ölen, nicht drehen, nicht quetschen, denn
dann steigt das Risiko, mehr Speichel und damit Erreger in die
wunde aufzunehmen) ist die Wahrscheinlichkeit, FALLS die Zecke
mit irgendwas infiziert war, wieder etwas geringer.

Na ja, „wieder etwas geringer“ stimmt und stimmt auch wieder
nicht. Denn die Erregerübertragung beginnt mit der Sekunde, in
der der Rüssel in die Haut gebort wird.

Soweit ich weiss, haben Zecken keinen Rüssel!

Das ist falsch. Sie haben einen Rüssel. Und trotzdem zählen sie zu den Spinnentieren.

Hier ein paar Quellen, die mir kompetent auf die Beschreibung dieser Tiere erscheinen (die übrigen Texte sind teilweise haarsträubend falsch, daher bitte nicht als generelle Empfehlung verstehen. Mir kommt es hier nur auf den Aspekt an „Zecken haben einen Rüssel“!)

http://www.google.de/search?hl=de&q=zecken+r%C3%BCss…
http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/archiv…
http://de.wikipedia.org/wiki/Zecken
(Unterpunkt: „Mundwerkzeuge“; dort zwar nicht als „Rüssel“ aber als „Stechapparat“ bezeichnet)

wie dieser Rüssel aussieht, zeigt dieses Bild einigermaßen. Ich habe aber schon bessere Bilder gesehen.
http://www.zoonar.de/appgen/?cl=zoonar&cp=resource&l…
http://de.sevenload.com/bilder/M9Y9dlv-P1010046

sicher kann man im Netz noch viele weitere Bilder des Rüssels der Zecke finden.

Sondern
beissende Mundwerkzeuge (Spinnentiere).

die sind nur zum Anritzen der Haut da, damit der Rüssel besser in die Haut reinkommt.

Daher steckt ja auch
der Kopf in der Wunde.

Auch das ist falsch. Der Kopf ist immer außerhalb der Haut, allerdings liegt der Kopf der Zecke unmittelbar an der Haut an, ohne jeglichen Zwischenraum. Nur der Rüssel ist in der Haut.

bei einem Rüssel müssten sie das ja
nicht tun, oder?

was tun?

Nicht mit dem Moment, in dem Speichel in den Stichkanal
fließt?
Wobei man sich nun fragt, sitzen denn beide, Bakterie und
Virus im Speichel? Oder etwa auf der Oberfläche des Kopfes?

Sicher nicht Kopfes, sondern wenn dann Oberfläche des Rüssels. Aber ungeachtet dieses Details ist diese Frage durchaus interessant: Könnten die Erreger nicht auch außen am Rüssel der Zecke sitzen? Ich weiß darüber nichts, glaube es aber eher weniger. Denn es wurden ja schon tausende und abertausende von Zecken auf ihre Durchseuchung hin untersucht, und ich glaube (Betonung auf „glaube“) mich zu erinnern, dass immer von den Teilen aus dem Inneren der Zecke gesprochen wurde. Aber vielleicht kannst Du über diese Frage auch eine kompetente Antwort im schon öfter zitierten „Borreliose-Forum“ erhalten. Ich weiß keine.

Und so ist es auch bei der Borreliose: man kann die Erreger
viele Jahre latent im Körper haben, ohne zu erkranken. Wird
der Körper dann aber durch eine andere Krankheit geschwächt,
so dass auch das Immunsystem leidet, dann bahnt sich häufig
die Borreliose den Weg und manifestiert sich als Krankheit. So
können die Zecken, die Sie Ihrer Tochter seit März entfernt
haben, Ihrer Tochter durchaus Borrelien oder andere Co-Erreger
übertragen haben, ohne dass Ihre Tochter jetzt gleich
erkrankt. Vielleicht erkrankt sie in 20 Jahren, wenn sie durch
die Geburt ihres Kindes (somit Ihres Enkels) vorübergehend
geschwächt ist. Vielleicht erkrankt sie auch nie. Das weiß man
heute noch nicht.

Dazu nochmal die Frage: Wie hoch ist denn die
Wahrscheinlichkeit, nach einem Zeckenbiss IRGENDWANN an FSME
oder auch Borreliose zu erkranken?

Darüber kenne ich keine Statistik. Weder für FSME noch für Borreliose und deren Co-Erreger-Erkrankungen.

wieviele Krankheiten

Du meinst Erkrankungen

werden
denn auf den Zeckenbiss von vor 20 Jahren zurückgeführt?
Danach fragt doch niemand mehr!

Oh doch. Bei Chronikern, die von Pontius zu Pilatus laufen und keine Heilung, oft noch nicht mal eine Linderung durch die verordneten Therapien erfahren, solche landen dann irgendwann einmal - oft nach vielen Jahren - bei einem Arzt, der über diese Krankheit mehr weiß als die bisherigen und der diagnostiziert dann eine Borreliose, die seit mind. … Jahren im Körper arbeitet. Natürlich kann auch dieser Arzt es nicht auf den Monat genau sagen, aber unter Berücksichtigung der Krankheitsgeschichte der Person kann man den Zeitraum schon eingrenzen. Im Borreliose-Forum finden sich einige solcher Fälle. Ob es aber dazu eine Statistik gibt, weiß ich nicht. Aber vielleicht können Dir auch in dieser Frage die Experten des Borreliose-Forums weiter helfen.

Insofern, wäre die Bestimmung der AK nach einem Biss
vielleicht sinnvoll.

Das mit den AK ist auch so eine problematische Geschichte. Zumeist werden zwar im Anfangsstadium sehr wohl AK gebildet, die auch hin und wieder (aber leider bei weitem nicht immer!) durch Blutuntersuchungen nachweisbar sind, diese Zahl der AK scheint sich aber entweder in ihrer Anzahl im fortschreitender Erkrankung stark zu reduzieren (was vermutlich den Grund hat, dass sich die Erreger dann in den Zellwänden und im Zellinneren eingenistet haben und somit für das Immunsystem nicht mehr oder nur noch schwer zu registrieren sind) oder Möglichkeit 2 die AK sind zwar durchaus noch vorhanden sind, sie halten sich aber nicht mehr im Blut sondern in anderen Körperregionen auf (z.B. den Lymphdrüsen). Daher ist bei der Erstuntersuchung nach einem Zeckenstich hin und wieder ein positiver Nachweis möglich, bei späteren Tests aber nur noch ein negatives Ergebnis feststellbar.

Erst testen, dann AB verabreichen, falls
erfordelrich! Oder?

schön wäre es, wenn es so einfach wäre. Leider sind die Testverfahren bisher sehr unzuverlässig, zumindest was die Verfahren auf Blutbasis anbetrifft. Das noch recht neue Verfahren PCR geht über Hautpartikel und scheint zuverlässiger zu sein. Aber es steckt halt noch in den Kinderschuhen und die allerwenigsten Labore haben die notwendigen „Dinge“ (keine Ahnung was da alles nötig ist) um dieses Testverfahren mit guter Qualität durchführen zu können, geschweige denn dass sie Erfahrung damit hätten, auf was man bei diesem Verfahren alles achten muss. Und das Hauslabor des normalen Hausarztes kann man da mit ziemlicher Sicherheit vergessen. Aber ich denke - positiv eingestellt wie ich in aller Regel bin - dass sich gerade beim PCR-Verfahren in den nächsten 2 oder 3 Jahren wohl einiges tun wird. Während man bei Bluttestverfahren mit Fehlerquoten zwischen 60% und min. 25% rechnet, habe ich über das PCR gelesen, dass dort die Fehlerquote 5-15% betragen soll (je nach Quelle, wo man nachliest). Also schon deutlich besser. Letztlich ist aber auch diese Zahl wieder so eine, die ich einfach übernehmen muss, da ich selbst sie ja sowieso nicht überprüfen kann.

Da gibt es noch etwas: Die Toxoplasmose z.B.: 80 % der
Bevölkerung ist hiervon durchseucht, aber die meisten nie
erkrankt. Gefährlich wird es für Schwangere, die sich erstmals
infizieren oder HIV-Infizierte.

http://de.wikipedia.org/wiki/Toxoplasmose

wie sieht es bei Borreliose
aus? wer ist prädistiniert für die Erkrankung?

Auch das ist eine gute Frage. Bei Insekten (Stechmücken) sagt man ja, dass es Menschen mit „süßem Blut“ gibt, auf die sich diese Stechviecher regelrecht stürzen, während andere fast unbehelligt bleiben. So ähnlich scheint es auch bei der Beziehung Mensch-Zecke zu sein. Man hört immer wieder, dass die Menschen, die Zecken haben, sich immer wieder welche einfangen und andere Menschen, obwohl sie viel im Wald und auf Wiesen sind, ihr Lebtag lang keine einzige haben. Dieses Phänomen ist auch im Borreliose-Forum bekannt und wird hin und wieder angesprochen, aber von einer Untersuchung, die ein „Warum“ liefert, habe ich bisher noch nichts gehört. Die Mitglieder des Borreliose-Forums spekulieren schon darüber, ob es auch etwas mit dem Blut zu tun haben könne („süßes Blut“, siehe Stechmücken) oder ob es gar eine genetische Veranlagung sei. Es scheinen auch die Fälle vorzukommen, in denen die Person zwar mehrfach von Zecken befallen wird, aber trotzdem nie erkrankt. Bei denen spekuliert man drüber, ob deren Immun-System irgend eine Fähigkeit unserer Vorfahren vor x-tausend Jahren erhalten haben könnte, die sie immun gegen diese Erreger macht (ähnlich den heimischen Wildtieren: dort wurde in deren Immunsystem ein Stoff - bitte nicht nach dem Namen fragen, habe ihn wieder vergessen - nachgewiesen, auf Grund dessen die Wildtiere Reh, Hirsch, Wildschwein, Kaninchen, Hase u.a. gegen Borrelien und deren Co-Erreger gefeit sind)

klingt ja fast so, als würden Sie auch an Symptomen leiden,
die die Ärzteschaft nicht ausheilen kann. Sie wissen ja, es
gibt ca. 130 Symptome, wie sich die Borreliose oder deren
Co-Erreger-Erkrankungen äußern können.

nein, keinesfalls. Es wurde mal eine Infektion bei mir
vermutet, nach einem längeren Brasilienaufenthalt. Ich bekam
während meiens Aufenthaltes am Unterarm eine kleine Rötung,
die sich aber
kreisförmig ausbreitete und immer größer wurde. Es juckte
teuflisch! Damals hatte ich noch keine Ahnung, was mir da
passiert sein könnte. Aber es machte mir Sorgen, es juckte wie
ein Insektenstich, sah aber nicht wie einer aus. Die
kreisförmige Rötung wurde in der Mitte mit der Zeit immer
blasser, der Kringel dehnte sich aber bis auf etwa 8 cm aus

bis hier klingt es schwer nach einer Wanderröte.

und am Rande bildeten sich juckende Wasserbläschen.

hier nicht mehr. Eine Wanderröte bildet meines Wissens nie (aber man soll ja nie „nie“ sagen! Ausnahmen bestätigen die Regel) Wasserbläschen aus.

Ich hatte
keine andere Idee als mir eine etwas höher dosierte
Cortisoncreme draufzutun. Das half!

Glück gehabt. Wenn es wirklich eine Borreliose-Infektion gewesen wäre, wäre dagegen eine Behandlung mit Kortison kontraindiziert, da im Kortison ein Stoff enthalten ist, der die Spirochäten besonders gut wachsen lässt und daher die Krankheit sogar verschlimmert. Somit ist es ein recht eindeutiges Zeichen, wenn jemand mit Kortison auf Symptome behandelt wird und die Krankheit verschlimmert sich, dass es sich - sofern die Symptome zu einer Borreliose-Erkrankung passen - um eine Borreliose handeln könnte.

wieder in deutschland war
die Rötung kaum noch zu sehen, ich ging dennoch zum Arzt. Der
hielt aber eine AB-Therapie für zu spät,

Um welchen Zeitraum ging es? Wenige Tage oder viele Wochen?

zudem keine
Antikörper mehr nachweisbar waren,

Thema AK siehe oben.

auch nicht bei einer 2.
Blutabnahme. Beschwerden, die auf Borreliose hindeuten habe
ich bis heute nicht.

Seien Sie froh! Es ist eine heimtückische Krankheit.

Aber möglich,. dass das noch kommt :wink:

Kein Augenzwinkern! Ich hoffe für Sie, dass es NIE kommen möge. Aber wie gesagt: da bei Ihnen das Kortison geholfen hat, kann man für den damaligen Fall eine Borreliose mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschließen. Wage ich einfach mal so zu behaupten.

Da ist aber auch zum Anderen eine (im Prinzip nicht schlechte)
Zurückhaltung der Ärzteschaft allgemein gegenüber Antibiotika.
Nur leider übersehen die Ärzte, dass eine 30-Tage-AB-Therapie
(nach einem Zecknestich)

Nun, jetzt mal präzise: was tut die Zecke Ihrer Ansicht nach
denn nun? Stechen? (sie hat ja keinen Stachel oder Rüssel!),

doch, siehe oben. Aber Sie haben Recht, bisher habe ich die Begrifflichkeiten „stechen“ und „beißen“ nicht auseinandergehalten. Weil es für mich „im Prinzip“ das Gleiche war. Durch Sie bin ich jetzt in dieser Hinsicht präziser und werde mich bemühen, künftig nur noch von „stechen“ zu sprechen.

beissen (schon eher, ein Spinnentier mit beissenden
Mundwerkzeugen, die man auch Mandibel nennt)?

nein, siehe oben.

Ein weiterer Punkt ist die Einflussnahme durch die
Krankenkassen auf die Ärzte direkt und indirekt über die
Ärztevereinigungen. Wenn ich mir das „Informationsblatt“
meiner Kasse zum Thema Borreliose ansehe, und welche Ärzte
dort als „Spezialisten für Borreliose-Erkrankungen“ empfohlen
werden, dann kommt mir echt das Grausen. Da wird sowohl über
die Kassen als auch über die Ärztevereinigungen so viel Mist
über diese Krankheitsgruppe erzählt / verbreitet, dass man da
dem einzelnen „kleinen“ Feld-Flur-Wald-und-Wiesen-Arzt
(sprich: Hausarzt) schon fast nicht mehr böse sein kann, wenn
er keinen Dunst von dieser Krankheit hat. Allerdings kann man
die Herren in Weiß dann doch nicht so ganz aus ihrer
Verantwortung entlassen, denn bei 2,5 Mio chronisch kranker
Borrelianten lässt es sich umrechnen auf die einzelne
Arztpraxis: 2,5 Mio Deutsche sind etwa 3% der Bevölkerung.
Wenn ein Arzt 1000 Einwohner zu versorgen hat, so ergibt sich
daraus ein errechneter Wert von 30 Patienten pro Arztpraxis,
die chronisch an Borreliose (oder einer der
Co-Erreger-Erkrankungen) leiden. Und 30 Chroninker, die
ständig und immer wieder in die Praxis kommen, die
unterschiedlichste gleichzeitig und stets wechselnde Symptome
aufweisen und die laut Blutuntersuchungen gesund sind und
Therapien die nicht oder nur ungenügend anschlagen und und und
, so etwas müsste eigentlich einem Arzt auffallen. Dann müsste
er sich eigentlich dahinter klemmen, seine Kenntnisse zu
erweitern. Und dann käme er recht schnell auf Borreliose,
sofern er sich nicht nur einer Informationsquelle bedient.

Ja, sehe ich auch so. Da muss ich mich dann fragen, wofür die
Ärzte denn eigentlich bezahlt werden, wenn sie sowas nicht
diagnostizieren können. Das trifft nicht nur auf Borreliose
zu.

Ja, leider

Schließlich ist durch einen Bestechungsskandal in den USA noch
ein weiterer Geld-Einflussnehmer aufgetaucht, an den man nicht
unbedingt sofort im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen
denkt: Versicherungsgesellschaften (nicht Krankenkassen!): Es
geht hier um Unfallversicherungen, Lebensversicherungen und
ähnliches: Dort haben entsprechende Konzerne mit massiven
Geldzahlungen Einfluss auf ein „Gutachten“ genommen, welches
mittlerweile von den Gerichten „kassiert“ ist: In diesem
wurden im Text völlig andere Schlüsse gezogen und als
Gutachten herausgegeben als die Untersuchungsergebnisse in
Zahlen ausgedrückt nahelegen. Das Credo des gefälschten
Gutachtertextes war: Borreliose kann nicht chronisch werden.
Wie gesagt, die ermittelten Zahlen haben genau das Gegenteil
ausgesagt. Aber wenn das „Gutachten“ gesagt hätte: „Die
meisten Borreliose-Erkrankungen werden chronisch“, dann
hätten die Versicherungsgesellschaften enorm viel Geld für die
enorm vielen Chroniker bezahlen müssen. Und genau dieses
Gutachten, was jetzt in den USA von Gerichts wegen für
ungültig erklärt wurde, genau dieses ist die Grundlage für
viele Krankenkassen, Ärztevereinigungen und sogar Professoren
für Medizin an den Universitäten. Ausnahmesweise konnte mal
ein Betrug zuungunsten der Patienten aufgedeckt werden. ich
bin echt gespannt, wann endlich die Borreliose auch bei uns in
die Liste der chronischen Erkrankungen aufgenommen wird. Denn
dann hätten die betroffenen Patienten einen völlig anderen
„Stand“ in ihrem Arzt-Patienten-Verhältnis. Bisher sind die
Betroffenen auf einen wohlwollenden Arzt angewiesen und müssen
zur Not alles aus eigener Tasche zahlen. Ich hoffe, dass
diese Änderung bald kommen möge. Im Sinne aller Betroffenen.

Oh ja.

Und wie hoch ist dann die
wiederum die Wahrscheinlichkeit, an dieser Infektion wirklich
folgenschwer zu erkranken?

Auch hier wieder: man muss auch die Infektionen mitrechnen,
die latent im Körper schlummern aber noch nicht ausgebrochen
sind. Aber wie will man das herausbekommen. Das ist m.E. fast
unmöglich.

Oh doch, es ist nur zu aufwendig und zu teuer :frowning:

Da könnten Sie wiederum Recht haben; P.S.: Ich habe Ihren Smily rumgedreht, da es imo in diesem Punkt nichts zu lächeln gibt.

werden etwa alle zeckenbisse
Deutschlands gemeldet und verzeichnet,

nur einige wenige ostdeutsche Bundesländer haben eine
Meldepflicht für Borreliose (wie es mit FSME-Meldepflicht
aussieht, weiß ich nicht). Aber selbst in diesen Bundesländern
ist dies nicht aussagekräftig, da nicht alle Erkrankten
erfasst werden, da - wie der oben von Ihnen geschilderte Arzt

  • noch lange nicht alle an diesen Krankheiten Erkrankten auch
    wirklich diese Krankheit diagnostiziert bekommen geschweige
    denn darauf behandelt werden. Und ein Kranker, der diese
    Diagnose nicht hat (obwohl er die Krankheit hat), der wird
    auch in dieser Krankheitsstatistik nicht mitgezählt,
    logischerweise.

so dass diese Statistik
überhaupt erstellt werden kann?

Nein, zumindest zum derzeitigen Zeitpunkt kann keine halbwegs
realistische Statistik existieren. Es beruht eigentlich alles
auf Hochrechnungen und Schätzungen. Aber aus der
Wahlforscherei weiß man ja, dass die Hochrechnungen immer sehr
gut sind, verglichen mit dem dann festgestellten Endergebnis.
Somit kann man diesen Zahlen durchaus in meinen Augen ein
recht großes Gewicht beimessen.

wieviele Erkrankungen werden überhaupt auf einen Zeckenbiss
zurückgeführt?

das ist auch eine spannende Frage: US-Wissenschaftler haben
nämlich nachgewiesen, dass Borreliose auch von Stechmücken
übertragen werden kann. Die Untersucher vergleichen es ein
wenig mit dem Übertragungsweg von Malaria, welches ja
ebenfalls eine bakterielle Krankheit ist

Malaria ist KEINE bakterielle Krankheit, sondern wird von
einem einzelligen Parasiten namens Plasmodium falciparum
übertragen.

Mea culpa, Sie haben völlig Recht: der Malaria-Erreger ist ein Parasit, kein Bakterium.
http://de.wikipedia.org/wiki/Malaria

und welche eben über
Stechmücken übertragen werden. Allerdings ist mir bisher noch
kein Fall bekannt, bei dem in EUROPA eine
Borrelien-Erregerübertragung durch eine Mücke zweifelsfrei
nachgewiesen werden konnte. Die amerikanischen Wissenschaftler
weisen jedoch darauf hin, dass sich mit der Klimaerwärmung
nicht nur die Durchseuchung der Zecken mit Krankheitserregern
erhöht sondern auch dass die Malaria-Erreger sich wieder
weiter nach Norden (in unsere Breiten) ausbreiten, was somit
gleichzusetzen ist mit einer Ausbreitung der Stechmücken, die
diese Malaria-Erreger übertragen.

Schlimm sind auch die sog. Tigermücken, die solche Krankheiten
übertragen sollen. Eingeschleppt, groß, fast schnakenartig.

ich habe noch nie was von denen gehört, das muss ich zugeben.

Kinder
können besser gegen die Borreliose-Erreger arbeiten als
Jugendliche oder Erwachsene, aber nicht gegen FSME-Viren. Aber
hierzu bitte auch im Borreliose-Forum nachfragen. Dort sitzen
die Experten.

Früherkennung ist in jedem Fall wichtig.

Ich formuliere es ein wenig anders: Jeden Abend die Kinder vor
dem Schlafengehen genau auf Zecken absuchen - kostet Zeit, ist
aber sehr sinnvoll.

Mach ich jeden Tag! Aber meist hat meine Tochter sie sogar
selbst gefunden. Ich fidne das sehr gut, dass sie darauf
achtet! Nicht zuletzt ist dies auch meiner ausführlichen
Aufklärung zu verdanken. Mein Sohn fragt mich immer über alle
Krankheiten aus und was passieren kann und was man machen
kann. Übrigens, mein Sohn wurde erst 1 x von „befallen“. Sie
wurde entdeckt, als sie unter seinem Auge krabbelte. Ich
konnte sie abmachen, bevor irgendetwas passeirt war. Dafür
wird er von Mücken aufgefressen, wie ich es nenne.

siehe oben - süßes Blut und ebenfalls oben - Anfälligkeit für Zecken. Leider ist da die Forschung noch ganz, ganz am Anfang. Man weiß so gut wie nichts über diesen Themenkomplex, zumindest ist (meines Wissens) noch nie etwas entsprechendes im Borreliose-Forum verlinkt gewesen.

Ich denke an meine
eigene Kindheit zurück und an den noch heute im Volksmund
gebrauchten Begriff „Kinderkrankheiten“. Z.B. Masern,
Windpocken etc. Damals war es klar, dass jedes Kind früher
oder später daran erkrankt und sich dabei selbst imunisiert.
Keiner wäre auf die Idee gekommen dagegen zu impfen. Und wir
leben alle noch. Das ist für mich abzulehnender Impfwahn. Aber
da schreien dann wieder die Herren in Weiß, was das doch alles
für ach-so-gefährliche Krankheiten sind. Aber OT, lassen wir
es.

nun, die Masern sind wieder im Kommen und es gibt jede Menge
schwerer möglicher Komplikationen, die ich lieber vermeide.
Denn eigentlich bin ich ein vorsichtiger Mensch :smile: Kaum zu
glauben, was? Naja, sagen wir, ich versuche realistisch zu
bleiben und schaden und Nutzen abzuwägen.

das kann ich unterstützen: Sie kommen mir tatsächlich als abwägend und unvoreingenommen vor - weder in die eine noch in die andere Richtung. Und auch ich bin ähnlich abwägend: In manchen Fällen weiß ich, dass Homöopathie gute Dienste leistet und man eben keine Chemie braucht, in anderen Dingen weiß ich, dass man ohne chemische Hämmer eben nicht auskommt. Die Abwägung ist das Wichtige. Und hier sage ich mir halt: Das Risiko einer Borreliose mit einem schweren Verlauf bis hin zur Berufsunfähigkeit ist mir deutlich zu groß, daher wähle ich die 30 Tage AB und die damit verbundene Sicherheit von ich-weiß-nicht-wieviel-genau, sagen wir 98% gegenüber dem Risiko, dass doch was passiert ist.

DENN: Trotz Impfung kann man erkranken! Nur nicht so schwer.
Meine Beobachtung zeigen, dass viele Eltern empört sind, wenn
ihr Kind die Röteln

auch eine dieser Kinderkrankheiten

Ja, nämlich, dass diese Impfung überhaupt nicht notwendig ist.

Stimmt eigentlich! Warum bin ich nicht darauf gekommen? welche
schlimmen Komplikationen können denn da auftreten? ich meine
Masern ist klar, Mumps auch, aber Röteln?

Damit die Pharma-Industrie auch schön reich wird!

Genau :wink:

Die hatte sie schon! Ebenfalls soll es einen
Impfstoff gegen eine Form der Mittelohrentzündung

sowas behandelt man mit Homöopathie, aber mit sonst nichts.

Bei einer Mittelohrentzündung hat imo ein Antibiotikum gar nichts zu suchen. Silicea hilft schneller und ohne jede Nebenwirkungen. Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen.

Ich habe gute Erfolge damit erzielt, in einem anderen Posting
hierfür wird das belächelt. Naja, Globuli und Zwicbelsäckchen
genügten jedenfalls. Unser Kinderarzt hat die Therapie
unterstützt. Dennoch gab er mir sicherheitshalber ein
AB-Rezept mit: „Falls es doch übers Wochenende schlimmer
werden sollte und sie nicht in die Klinik müssen“. Ich habe es
nicht gebraucht.

genau:smile:

Ist das Kind nicht immunschwach, frühgeboren oder
sonst wie anfällig (allergien), rät er nicht zu weiteren
Impfungen. Ihm liegen darüber zu wenige Studien vor, sagt er.
Und die Empfehlung der Impfbehörden reiche ihm nicht immer
aus.

von wem die Impfbehörden wohl beraten werden???

Nun, ich ahne es…

wie haben wir schon oben festgestellt: wir können es nicht durchschauen,

Schade, eigentlich.

Leider bin ich nicht auf all Deine Einwände eingegangen, in
vielen Punkten magst Du auch recht haben. Aber wie man sieht,
scheint viel falsche Information im Umlauf zu sein.

Leider hast Du damit absolut recht.

Und wie
erklären Sie das?

Teilweise habe ich Ihnen weiter oben darauf geantwortet, so
gut ich es weiß. Vieles verstehe ich aber auch nicht.

Nochmals der Hinweis: Wenden Sie sich an das Borreliose-Forum,
dort sind die wahren Experten für alles rund um diese
Krankheitsgruppe.

Danke, das werde ich tun!

Möglichst allzeit Gesundheit und weiterhin viel Spaß Ihren Kindern beim Spiel in der freien Natur.

Seien Sie herzlich gegrüßt mit dem Wunsch für ein schönes Wochenende

von

Alexander