Hallo legolas41,
Es scheint mir fast, dass es offenbar ein wenig
„Auslegungssache“ ist, wie gefährlich Borreliose und FSME
individuell eingestuft werden.
Na ja, wie man es sieht: sind 2,5 Mio Deutsche, die chronisch an Borreliose erkrankt sind viel oder wenig? Aber Du hast Recht, welches der beiden Wörter man dafür verwendet entscheidet der Blickwinkel aus dem man die Sache betrachtet.
Sie lebten weder in einem
ausgeprägten Endemiegebiet, noch war die Wahrscheinlichkeit,
von einer Zecke überhaupt befallen zu werden, besonders hoch.
Na ja, wie Du einige Zeilen weiter unten selbst schreibst, wohnst Du in der Großstadt. Da scheint das Risiko auch nicht „besonders hoch“ zu sein, von Zecken gebissen zu werden - und doch hast Du bei Deiner eigenen Tochter alleine in diesem Jahr schon 3 dieser Monster entfernen müssen! Auch hier wieder „besonders hoch“ ist relativ. Mittlerweile gibt es kaum noch ein Gebiet in Deutschland, in welchem aufgrund der Zeckendurchseuchung mit FSME-Erregern eine Impfung wirklich abzulehnen wäre. Selbst Großstädte kann man nicht mehr davon ausnehmen.
wieviel blieben denn
unerkannt oder wurden mangels Beweise nicht nachgewiesen und
nicht öffentlich?
Das ist eine interessante Frage. Ich selbst habe noch nie irgend eine Statistik dazu gesehen oder von einer gehört, noch nicht einmal Dunkelziffer-Schätzungen. Daher die Frage an alle Mitlesenden: weiß jemand etwas diesbezüglich?
Ich bin aber
tatsächlich der Ansicht, das ebenfalls viel Geldmacherei
dahintersteckt
Da kann ich Dir sofort und uneingeschränkt zustimmen. Es gibt viele schwarze Schafe in dem Bereich.
und man nicht gleich wegen jeder Zecke in Panik
verfallen muss. Denn das ist die Beobachtung, die ich in
meinem Umkreis mache. Und daran sind nicht zuletzt die
Pharmaindustrien maßgeblich beteiligt. Sie wollen ihren
Impfstoff verkaufen - er ist gut verträglich, darum kann sich
ruhig jeder impfen lassen,
ich glaube, dass Du hier wieder die FSME und die Borreliose in einen Topf wirfst. Bitte erinnere Dich: das sind zwei völlig unterschiedliche Krankheiten!
Was die FSME anbetrifft, so ist es eine Schutzimpfung. Diese hat im Voraus zu erfolgen und hält mindestens 5 Jahre. Danach ist eine Auffrischung notwendig. Somit ist eine Impfung keine Akut-Behandlung. Entweder man ist geimpft - dann braucht es wegen der FSME keinerlei „Panik“, - oder man ist eben nicht geimpft, dann nutzt „Panik“ auch nichts mehr, denn dann ist es eh zu spät (sofern die Zecke mit FSME-Erregern infiziert war). Das, was „Panik“ rechtfertigen würde, ist die Angst vor der Borreliose. Und gegen diese „Panik“ gibt es nur ein probates Mittel: Zecke schnellstmöglichst fachmännisch entfernen lassen (ohne sie zu quetschen, ohne Öl oder andere „Hausmittelchen“) UND sofort mit einer 30tägigen Therapie beginnen, die ein Antibiotikum verwendet, welches auf das Körpergewicht des Patienten abgestimmt ist (4 bis 5 mg je Kg Körpergewicht pro Tag). Ein für diese Zwecke oft verwendetes Mittel aus der Gruppe der Tetrycycline ist das Doxycyclin. Dieses ist ein recht preiswertes und obendrein in diesem Stadium sehr erfolgversprechendes AB. Somit verdient die Pharma-Industrie wesentlich mehr daran, wenn der Arzt dieses preiswerte Produkt eben NICHT (oder nicht ausreichend lang und/oder nicht ausreichend dosiert) verschreibt und der Patient erkrankt und dadurch extrem viel mehr und teurere Medikamente benötigt, die obendrein teilweise nur einen begrenzten Heilerfolg bringen.
Und dann gibt es da ein paar unglückliche
Einzelfälle, DIE werden m.E. verharmlost. Denn auch diese
Menschen verdienen Beachtung!
Natürlich verdienen diese Menschen die gleiche Beachtung, wie alle anderen Menschen auch. Aber eben darf man über diese unglückseligen Menschen, denen dieses widerfahren ist, nicht jene vergessen, welche aufgrund von Nicht-Behandlung oder Falsch-Behandlung ebenfalls unverschuldet in eine ganz ähnliche Lage gekommen sind. Und hier geht es nur in Deutschland um eine Größenordnung von ca. 2,5 Mio Borreliose-Chroniker. Diese Zahl wurde auf der letzten Bundespressekonferenz genannt. Genaues ist nachzulesen im Borreliose-Forum
http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php
Wir leben in einem Hochhausgebiet mit einem klitzekleinem
Wäldchen vor unserem Garten. Dort scheinen sich jede Menge
Zecken niedergelassen zu haben. In vier Tagen habe ich meiner
Tochter 3 Zecken entfernen müssen. Das ganze setzt sich seit
März fort. Darum habe ich schon über eine Impfung nachgedacht,
bei dem Befall und der Häufigkeit, schien es mir sinnvoll.
Wie alt ist denn Deine Tochter? Wenn sie noch wirklich klein ist, dann solltest Du unbedingt eine Zweitmeinung (evtl. sogar eine Drittmeinung) eines anderen Kinderarztes einholen. Denn für wirklich kleine Menschenskinder ist eine Impfung wirklich eine Belastung. Impfen oder (noch) nicht - das sollen wirklich (zwei oder drei) Kinderärzte abwägen.
Zecken sitzen sogar
was heißt hier „sogar“? Das Gras / die Wiese ist der Hauptaufenthaltsort dieser Biester! Farnkräuter in kleinen Reihenhausgärten oder Schrebergärten mögen sie auch sehr gerne!
im Gras, das seit 1 Woche nicht gemäht
wurde. Natürlich mache ich mir Gedanken!
Dieses „sogar“ zeigt mir, dass Du sehr wenig über diese Viecher weißt.
Übrigens: Die Zecken kommen „sogar“ in den Dünen am Strand vor, was ich auch erst seit recht kurzer Zeit weiß. darüber hinaus leben diese 3 bis 4 Jahre und benötigen während ihrer gesamten Lebenszeit nur 3 Blutmahlzeiten. Weiteres „Übrigens“: Erst ab der Höhe Jerba - Ägypten gibt es keine Zecken mehr (dort ist es denen dann zu trocken). Aber selbst in Nord-Tunesien ist die Gefahr noch vorhanden.
Beachtet man bei der Entfernung der Spinnentiere gewisse
Techniken, (nicht ölen, nicht drehen, nicht quetschen, denn
dann steigt das Risiko, mehr Speichel und damit Erreger in die
wunde aufzunehmen) ist die Wahrscheinlichkeit, FALLS die Zecke
mit irgendwas infiziert war, wieder etwas geringer.
Na ja, „wieder etwas geringer“ stimmt und stimmt auch wieder nicht. Denn die Erregerübertragung beginnt mit der Sekunde, in der der Rüssel in die Haut gebort wird.
Außerdem
muss längst nicht jeder an der Infektion schwer erkranken.
auch hier wieder ein „Ja“ und gleichzeitig ein „Nein“:
Es ist wie beim HIV-Virus: ist man HIV-Positiv, so muss man nicht sofort an AIDS erkranken. Man kann durchaus noch einige Jahre ohne irgend welche Symptome leben, bevor AIDS ausbricht. Und so ist es auch bei der Borreliose: man kann die Erreger viele Jahre latent im Körper haben, ohne zu erkranken. Wird der Körper dann aber durch eine andere Krankheit geschwächt, so dass auch das Immunsystem leidet, dann bahnt sich häufig die Borreliose den Weg und manifestiert sich als Krankheit. So können die Zecken, die Sie Ihrer Tochter seit März entfernt haben, Ihrer Tochter durchaus Borrelien oder andere Co-Erreger übertragen haben, ohne dass Ihre Tochter jetzt gleich erkrankt. Vielleicht erkrankt sie in 20 Jahren, wenn sie durch die Geburt ihres Kindes (somit Ihres Enkels) vorübergehend geschwächt ist. Vielleicht erkrankt sie auch nie. Das weiß man heute noch nicht.
Haben Sie Statistiken darüber, wieviele Infektionen mit
Borreliose es gibt, die sogar komplett ausheilen und nicht mal
Symptome aufweisen?
ich selbst kenne solche Statistiken nicht, aber diese Frage können Ihnen sicher die Experten vom Borreliose-Forum beantworten. Was ich weiß, ist, dass es offenbar Kindern wesentlich besser gelingt, den Borreliose-Erreger zu bekämpfen (vielleicht sogar zu eliminieren) als dies Erwachsenen oder auch schon Jugendlichen möglich ist. Warum das so zu sein scheint (um nicht zu sagen „ist“), kann ich Ihnen ebenfalls nicht sagen. Vielleicht weiß man auch zu dieser Frage mehr im Borreliose-Forum.
Irgendwann fällt auf, dass man diese wohl
mal gehabt hat - so wie bei mir. Aber das sit eine andere
Geschichte.
klingt ja fast so, als würden Sie auch an Symptomen leiden, die die Ärzteschaft nicht ausheilen kann. Sie wissen ja, es gibt ca. 130 Symptome, wie sich die Borreliose oder deren Co-Erreger-Erkrankungen äußern können.
Ich kenne ebenfalls eine Dame, deren Arzt die
Borreliose nicht erkannt hat. Sie leidet heute an einer
Rückenmarkserkrankung.
das ist z.B. eines der Symptome. Allerdings ein eher seltenes. Da gibt es andere, die wesentlich häufiger auftreten.
Der Arzt weigerte sichs chlicht, die
Möglichkeit in Betracht zu ziehen. Wo liegt also der Fehler?
eine schwierige Frage. Da ist zum Einen der Einfluss der Pharmaindustrie: Dort wird gesagt: die Bluttests, die auf dem Markt sind, sind sicher. Es ist aber eine trügerische Sicherheit, denn bei viel zu hohen falsch-negativen Testergebnissen heißt es dann nur: „Wir haben es getestet und das Ergebnis ist negativ, also haben Sie keine Borreliose“ Und sowohl der Arzt als auch der Patient glaubt das. Und dann wird im wahrsten Sinne des Wortes „herumgedoktort“ und alles Mögliche und Unmögliche bis hin zu Operationen versucht und ausprobiert und die Pharmaindustrie verdient sich damit zum Schaden von uns allen eine goldene Nase.
Da ist aber auch zum Anderen eine (im Prinzip nicht schlechte) Zurückhaltung der Ärzteschaft allgemein gegenüber Antibiotika. Nur leider übersehen die Ärzte, dass eine 30-Tage-AB-Therapie (nach einem Zecknestich) dem Gesundheitswesen einen kleinen Euro-Betrag kostet, dafür aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Arbeitskraft des Patienten dauerhaft erhalten wird und extrem hohe Folgekosten (Medikamente, Krankenzeiten, Operationen, Rehas, unnötige Psychobehandlung etc.) vermieden werden. Es fehlt also auch am Augenmaß der Ärzte, wann ABs sinnvoll sind und wann eben nicht.
Ein weiterer Punkt ist die Einflussnahme durch die Krankenkassen auf die Ärzte direkt und indirekt über die Ärztevereinigungen. Wenn ich mir das „Informationsblatt“ meiner Kasse zum Thema Borreliose ansehe, und welche Ärzte dort als „Spezialisten für Borreliose-Erkrankungen“ empfohlen werden, dann kommt mir echt das Grausen. Da wird sowohl über die Kassen als auch über die Ärztevereinigungen so viel Mist über diese Krankheitsgruppe erzählt / verbreitet, dass man da dem einzelnen „kleinen“ Feld-Flur-Wald-und-Wiesen-Arzt (sprich: Hausarzt) schon fast nicht mehr böse sein kann, wenn er keinen Dunst von dieser Krankheit hat. Allerdings kann man die Herren in Weiß dann doch nicht so ganz aus ihrer Verantwortung entlassen, denn bei 2,5 Mio chronisch kranker Borrelianten lässt es sich umrechnen auf die einzelne Arztpraxis: 2,5 Mio Deutsche sind etwa 3% der Bevölkerung. Wenn ein Arzt 1000 Einwohner zu versorgen hat, so ergibt sich daraus ein errechneter Wert von 30 Patienten pro Arztpraxis, die chronisch an Borreliose (oder einer der Co-Erreger-Erkrankungen) leiden. Und 30 Chroninker, die ständig und immer wieder in die Praxis kommen, die unterschiedlichste gleichzeitig und stets wechselnde Symptome aufweisen und die laut Blutuntersuchungen gesund sind und Therapien die nicht oder nur ungenügend anschlagen und und und , so etwas müsste eigentlich einem Arzt auffallen. Dann müsste er sich eigentlich dahinter klemmen, seine Kenntnisse zu erweitern. Und dann käme er recht schnell auf Borreliose, sofern er sich nicht nur einer Informationsquelle bedient.
Schließlich ist durch einen Bestechungsskandal in den USA noch ein weiterer Geld-Einflussnehmer aufgetaucht, an den man nicht unbedingt sofort im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen denkt: Versicherungsgesellschaften (nicht Krankenkassen!): Es geht hier um Unfallversicherungen, Lebensversicherungen und ähnliches: Dort haben entsprechende Konzerne mit massiven Geldzahlungen Einfluss auf ein „Gutachten“ genommen, welches mittlerweile von den Gerichten „kassiert“ ist: In diesem wurden im Text völlig andere Schlüsse gezogen und als Gutachten herausgegeben als die Untersuchungsergebnisse in Zahlen ausgedrückt nahelegen. Das Credo des gefälschten Gutachtertextes war: Borreliose kann nicht chronisch werden. Wie gesagt, die ermittelten Zahlen haben genau das Gegenteil ausgesagt. Aber wenn das „Gutachten“ gesagt hätte: „Die meisten Borreliose-Erkrankungen werden chronnisch“, dann hätten die Versicherungsgesellschaften enorm viel Geld für die enorm vielen Chroniker bezahlen müssen. Und genau dieses Gutachten, was jetzt in den USA von Gerichts wegen für ungültig erklärt wurde, genau dieses ist die Grundlage für viele Krankenkassen, Ärztevereinigungen und sogar Professoren für Medizin an den Universitäten. Ausnahmesweise konnte mal ein Betrug zuungunsten der Patienten aufgedeckt werden. ich bin echt gespannt, wann endlich die Borreliose auch bei uns in die Liste der chronischen Erkrankungen aufgenommen wird. Denn dann hätten die betroffenen Patienten einen völlig anderen „Stand“ in ihrem Arzt-Patienten-Verhältnis. Bisher sind die Betroffenen auf einen wohlwollenden Arzt angewiesen und müssen zur Not alles aus eigener Tasche zahlen. Ich hoffe, dass diese Änderung bald kommen möge. Im Sinne aller Betroffenen.
Offnebar halten viele Ärzte die wahrscheinlichkeit nicht für
sehr hoch, daran zu erkranken, oder warum sonst sollten sie
nicht darauf untersuchen? Ok, weil es Geld kostet und die
Krankenkasse den Einzelfall in kauf nimmt, statt für die
Gesundheit ihrer Patienten einutreten.
Hier kommen wir sehr in den Bereich der Spekulation: Wer nimmt bei wem mit wieviel Geld Einfluss auf welche Entscheidung(en). Da man da eh nichts nachweisen kann, sollten wir das hier lassen. Eine dieser Reportagesendungen im Fernsehen (Ich weiß nicht mehr, ob es „Report“, oder „Monitor“ oder „Fakt“ oder noch was anderes war), hat ja mal vor ca. 1 Jahr versucht, da Licht rein zu bringen. Ergebnis war, dass sie mit Unterlassungsklagen von Krankenkassen, Pharmaindustrie, Regierung und was weiß ich wem nicht noch alles bombardiert wurden und letztlich entnervt aufgegeben haben. Wenn die schon durch den Filz nicht durchkommen, wie sollten es dann wir kleine Sandkörner können? Leider können wir weder durchblicken noch etwas ändern. Schade eigentlich.
Fragestellung ist doch: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit,
dass man sich überhaupt infiziert?
wieder die Frage: Infiziert womit? FSME-Viren oder Borrelien-Bakterien
Und wie hoch ist dann die
wiederum die Wahrscheinlichkeit, an dieser Infektion wirklich
folgenschwer zu erkranken?
Auch hier wieder: man muss auch die Infektionen mitrechnen, die latent im Körper schlummern aber noch nicht ausgebrochen sind. Aber wie will man das herausbekommen. Das ist m.E. fast unmöglich.
werden etwa alle zeckenbisse
Deutschlands gemeldet und verzeichnet,
nur einige wenige ostdeutsche Bundesländer haben eine Meldepflicht für Borreliose (wie es mit FSME-Meldepflicht aussieht, weiß ich nicht). Aber selbst in diesen Bundesländern ist dies nicht aussagekräftig, da nicht alle Erkrankten erfasst werden, da - wie der oben von Ihnen geschilderte Arzt - noch lange nicht alle an diesen Krankheiten Erkrankten auch wirklich diese Krankheit diagnostiziert bekommen geschweige denn darauf behandelt werden. Und ein Kranker, der diese Diagnose nicht hat (obwohl er die Krankheit hat), der wird auch in dieser Krankheitsstatistik nicht mitgezählt, logischerweise.
so dass diese Statistik
überhaupt erstellt werden kann?
Nein, zumindest zum derzeitigen Zeitpunkt kann keine halbwegs realistische Statistik existieren. Es beruht eigentlich alles auf Hochrechnungen und Schätzungen. Aber aus der Wahlforscherei weiß man ja, dass die Hochrechnungen immer sehr gut sind, verglichen mit dem dann festgestellten Endergebnis. Somit kann man diesen Zahlen durchaus in meinen Augen ein recht großes Gewicht beimessen.
wieviele Erkrankungen werdne überhaupt auf einen Zeckenbiss
zurückgeführt?
das ist auch eine spannende Frage: US-Wissenschaftler haben nämlich nachgewiesen, dass Borreliose auch von Stechmücken übertragen werden kann. Die Untersucher vergleichen es ein wenig mit dem Übertragungsweg von Malaria, welches ja ebenfalls eine bakterielle Krankheit ist und welche eben über Stechmücken übertragen werden. Allerdings ist mir bisher noch kein Fall bekannt, bei dem in EUROPA eine Borrelien-Erregerübertragung durch eine Mücke zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte. Die amerikanischen Wissenschaftler weisen jedoch darauf hin, dass sich mit der Klimaerwärmung nicht nur die Durchseuchung der Zecken mit Krankheitserregern erhöht sondern auch dass die Malaria-Erreger sich wieder weiter nach Norden (in unsere Breiten) ausbreiten, was somit gleichzusetzen ist mit einer Ausbreitung der Stechmücken, die diese Malaria-Erreger übertragen. Also für den Moment glaube ich, kann man (noch) sagen, dass das Risiko gegen Null geht, sich die Borreliose über einen Insektenstich zuzuziehen (Zecken sind übrigens Spinnentiere, keine Insekten). Aber wie es in z.B. 5 Jahren sein wird, wage ich keinerlei Prognose.
Meine Information ist, dass selbst die FSME bei Kindern
einfach bessere Heilungschancen hat, als bei Erwachsenen.
Wie gesagt: nach meinem Kenntnisstand ist das falsch. Kinder können besser gegen die Borreliose-Erreger arbeiten als Jugendliche oder Erwachsene, aber nicht gegen FSME-Viren. Aber hierzu bitte auch im Borreliose-Forum nachfragen. Dort sitzen die Experten.
Früherkennung ist in jedem Fall wichtig.
Ich formuliere es ein wenig anders: Jeden Abend die Kinder vor dem Schlafengehen genau auf Zecken absuchen - kostet Zeit, ist aber sehr sinnvoll.
Und: Prophylaxe ist wichtig: welches, dieser sog. „Zeckenschutzmittel“ nun wirklich hilft oder besser oder schlechter hilft, lasse ich mal dahin gestellt. Ich selbst schmiere mich mit dem Stick von A* (eine bekannte Marke mit gelber Farbe) ein, wenn ich in die „Natur“ gehe (d.h. Wiesen, Wald oder gar Gestrüpp).
Aber ich könnte Ihnen
auch von Fallbeispielen berichten, wo man die im nachhinein
berechtigten Hinweise der Patienten schlicht in den Wind
schlug! Fehlerfaktoren liegen nicht nur in Statistiken, der
Pharmaindustrie oder den Patienten - sondern leider auch sehr
häufig bei den Ärzten. Das gibt nur keiner zu!
Das glaube ich Ihnen auf das erste Wort! Wie wahr, wie wahr. Siehe auch ein wenig weiter oben: Den Ärzten müssten doch eigentlich solche Fälle auffallen.
Also, natürlich ist ein Zeckenbiss ernst zu nehmen, aber Panik
ist m.E. nicht angebracht! Und was meinen unglücklichen Satz
der Durchimpfung betrifft, da habe ich mich wirklich vertan.
Ich wollte sagen:
„Ich bin prinzipiell FÜR eine sinnvolle and angemessene
Durchimpfungder Bevölkerung.“ Aber gegen einen Impfwahn in der
Bevölkerung, die jeden Impfstoff sofort annimmt ohne zu
hinterfragen, ob dies notwendig ist. Da unterstelle ich auch
eine gewisse Unmündigkeit von Patienten und blindes Vertrauen
in die Ärzte.
Richtig! da bin ich voll Ihrer Meinung. Ich denke an meine eigene Kindheit zurück und an den noch heute im Volksmund gebrauchten Begriff „Kinderkrankheiten“. Z.B. Masern, Windpocken etc. Damals war es klar, dass jedes Kind früher oder später daran erkrankt und sich dabei selbst imunisiert. Keiner wäre auf die Idee gekommen dagegen zu impfen. Und wir leben alle noch. Das ist für mich abzulehnender Impfwahn. Aber da schreien dann wieder die Herren in Weiß, was das doch alles für ach-so-gefährliche Krankheiten sind. Aber OT, lassen wir es.
Jeder sollte auf einer angemessenen Aufklärung
bestehen!
Zweifelsfrei ja!
DENN: Trotz Impfung kann man erkranken! Nur nicht so schwer.
Meine Beobachtung zeigen, dass viele Eltern empört sind, wenn
ihr Kind die Röteln
auch eine dieser Kinderkrankheiten
bekommt, OBWOHL es doch geimpft wurde. Da
wird dann von Impfversagern gesprochen, die es natürlich auch
geben kann. Aber auch hier propagiert die Pharmaindustrie ihre
Impfstoffe als absolutes Wundermittel. Auch hier fehlt es an
Aufklärung!
Ja, nämlich, dass diese Impfung überhaupt nicht notwendig ist.
Übrigens, meine Kinder sind durchgeimpft: MMR, Tetanus,
Diphterie, Polio, Pertussis … (Außer FSME, bisher)
Meine Freundin will nun ihre Kinder gegen Windpocken
Hoppla, hatte ich doch ein paar Zeilen weiter oben angesprochen.
impfen
lassen. Wozu?
Damit die Pharma-Industrie auch schön reich wird!
Die hatten sie schon! Ebenfalls soll es einen
Impfstoff gegen eine Form der Mittelohrentzündung
sowas behandelt man mit Homöopathie, aber mit sonst nichts.
und der
lUngenetnzündung
auch darüber habe ich gehört, dass Kinder eine Lungenentzündung leichter auskurieren als Erwachsene. Dass es trotzdem eine schwere Krankheit ist, steht außer Frage. Arzt und Medikamente ja, aber Impfung?
geben. Mein Kinderazrt hält das mittlerweile
für Tulux!
Soll das „Luxus“ meinen? Ich kenne den Begriff nicht.
Ist das Kind nicht immunschwach, frühgeboren oder
sonst wie anfällig (allergien), rät er nicht zu weiteren
Impfungen. Ihm liegen darüber zu wenige Studien vor, sagt er.
Und die Empfehlung der Impfbehörden reiche ihm nicht immer
aus.
von wem die Impfbehörden wohl beraten werden???
Leider bin ich nicht auf all Deine Einwände eingegangen, in
vielen Punkten magst Du auch recht haben. Aber wie man sieht,
scheint viel falsche Information im Umlauf zu sein.
Leider hast Du damit absolut recht.
Und wie
erklären Sie das?
Teilweise habe ich Ihnen weiter oben darauf geantwortet, so gut ich es weiß. Vieles verstehe ich aber auch nicht.
Nochmals der Hinweis: Wenden Sie sich an das Borreliose-Forum, dort sind die wahren Experten für alles rund um diese Krankheitsgruppe.
Schnelle Besserung wünscht Ihnen, nebst einem schönen Sonntag,
Alexander