Hossa 
In den Risikogebieten war ich nicht, weiß aber auch, worauf
ich zu achten habe. Generell geht es mir eigentlich blendend.
Also kein Fieber oder sonstwelche Schmerzen 
Dann brauchst du dir keine Sorgen zu machen…
Ich hatte mal einen kleinen Befall von 13 Steckenstichen und habe mich dann schlau gemacht. Sicherheitshalber hatte ich nach 8 Wochen wegen der großen Anzahl einen Borreliose-Test machen lassen, der war negativ, 4 Wochen später ein erneuter Test, wieder negativ. Ich hatte ja auch alle Zecken bemerkt und schnellstmöglich rausgezogen.
Es gibt viele Märchen, das habe ich auch festgestellt. Grundsätzlich ist es völlig egal, ob beim Rausziehen der Zecke der Körper gequetscht wird. Es gibt keinen Nachweis, dass dadurch die Infetkion mit Borreliose begünstigt wird. Auch wenn Teile der Zecke stecken bleiben, ist das nicht schlimm. Dein Körper entsorgt die von alleine. Wichtig zu wissen ist, dass die Borreliose-Erreger im Darm der Zecke „wohnen“. Der muss also weg, dann passiert auch nichts mehr.
Interessant fand ich auch, dass die Zecke 3 Entwicklungszyklen durchmacht und für ihren Übergang in den nächsten Zyklus jeweils eine Blutmahlzeit benötigt. Mit der letzten Blut-Mahlzeit stärken sich die adulten Zecken für ihre Paarung!
Die Zecken-Larven haben nur 6 Beinchen und sind nur 0,5mm groß. Die Wahrscheinlichkeit, sich bei diesen mit irgendwelchen Erregern zu infizieren, ist sehr gering, da sie ja noch keinen Wirt zuvor hatten, bei dem sie sich selber hätten infizieren können.
Die für uns Menschen fiesen Zecken sind die im mittleren Stadium, die Nymphen. Sie hatten schon einen Wirt, können also die Erreger von Krankheiten in sich tragen und sind mit etwa 1,5mm immer noch recht klein. Man sieht sie also nur schlecht. Oft erkennt man sie erst am kleinen roten Fleck um die Einstichstelle, weil sie in der Mitte einen kleinen schwarzen Punkt bilden.
Die adulten Zecken (ca. 4mm groß) gehen sehr gerne auf Tiere mit dichtem Fell, weil sie sich dort besser festhalten können (Hunde, Katzen…). Menschen werden von ihnen interessanterweise sehr selten gestochen.
Achja, wenn sich um die Einstichstelle ein großer roter Rand ausbreitet, der sich auch noch ausdehnt (die sog. „Wanderröte“), hat man sich sicher mit Borreliose infiziert. Dann muss man möglichst schnell zum Arzt und eine frühe Antibiotika-Therapie beginnen. Die Borreliose-Bakterien nisten sicht nach ein paar Monaten im Körper im Bindegewebe ein und dann wird man sie zeitlebens nicht mehr los. Andersrum muss eine Borreliose-Infektion aber nicht zu einer Wanderröte führen. Man kann also auch Borreliose bekommen haben, wenn die Wanderröte nicht auftritt. Letztere ist nur ein 100% sicheres Zeichen, dass man infiziert wurde.
Viele Grüße
Hasenfuß