Ich würde mich gern mit dem Bereich der Bleistiftzeichnerei beschäftigen, da wir dieses Thema auch gerade in der Schule haben. Ich habe schon gegoogelt aber nich wirklich was gefunden, was mit richtig weiterhilft. Ich hatte auch nicht geplant, mir ein Buch o.ä zu kaufen, sondern einfache Anfängerkurse im Netz. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Hi !
Also mit „zeichnen lernen“ ist das immer so eine Sache. Ein gewisses Talent gehört schon irgendwie dazu. Schon alleine das „Talent“ ein „Model“ mit all seinen Farben zu erkennen und in eine schwarz-Weiss-Bleistifskizze umzusetzen. Das ist nämlich längst nicht so einfach, wie es immer aussieht.
Anfangs hilft es schon ein Foto als s/w auszudrucken und dann abzuzeichnen.
Ein Buch kann dir durchaus weiterhelfen, jedoch haben viele Bücher mehr Schein als Sein, da sie zwar viele Skizzen und Beispiele beinhalten können, aber keinerlei Erklärungen.
Ein gutes Buch wird dir dann auch auf lange Sicht hin ein gutes Nachschlagewerk bieten, wenn die Homepages zum Thema vielleicht schon verschwunden sind.
Wenn ihr das Thema gerade in der Schule habt, werdet ihr vermutlich auch die Grundtechniken lernen und ab da gibt es sowieso nicht mehr viel zu lernen. Nur noch Übung macht den Meistern.
Ich persönlich fand die Bücher aus der Reihe „Bibliothek des Freizeitmalers“ vom Ravensberger-Verlag immer sehr gut und waren auch sehr gut erklärt. Viele Bilder, gute Erklärung und wenig „Schnick Schnack“. Vielleicht kommst du über Ebay an eine günstige Sammlung.
Im Internet habe ich allerdings auch noch keine wirklich ansprechende Seite gesehen.
Kommt aber auch drauf an, was du zeichnen willst: Portrait, Stilleben, Akt, Architektur usw.
Zur Methode des Zeichnens mit „Plastizitäts-Effekten“:
Zwei Faktoren sind besonders wichtig:
die Form und
das Hell-Dunkel.
Bei der Form darf es keine allzu starken Abweichungen von den Prinzipien der Perspektive geben, das heißt praktisch, dass Kanten, die am realen Gegenstand eigentlich parallel sind, in der Zeichnung nach „hinten“ etwas zusammenstreben sollen, keinesfalls auseinander.
Beim Hell-Dunkel ist die Verteilung von Licht und Schatten entscheidend: Man beleuchtet das reale Objekt am besten schräg von oben. Dann entstehen „Körperschatten“, das sind die dunkleren Stellen am Objekt. Und es entstehen „Schlagschatten“, das sind die Schatten, die sich auf benachbarten Flächen niederschlagen.
Auch diese Schatten haben eine FORM, die genau betrachtet werden muss. Dann setzt man die abgestuften Grautöne („Tonwerte“) ein.
Dabei in der am Objekt dunkelsten Zone beginnen zu schraffieren, dann die Schraffuren langsam steigern durch mehrfache Überlagerung und durch mehr Druck auf den Stift.
Freundliche Grüße
rotmarder
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