Zeichnen von 'Premiere-Aktien'?

Hallo zusammen,

soll man versuchen die Premiere-Aktien zu zeichnen oder besser die Finger weglassen?
Ich denke, dass die Aktie ziemlich spekulativ ist.
Wie denkt ihr darüber???

Gruss,

The Burner

Hallo,

soll man versuchen die Premiere-Aktien zu zeichnen oder besser
die Finger weglassen?
Ich denke, dass die Aktie ziemlich spekulativ ist.

jede Aktie ist spekulativ, die Frage ist, wie spekulativ man es braucht oder will.

Wie denkt ihr darüber???

Ich denke mir folgendes: Das EBIT ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Das liegt bei Premiere bei 0 (oder meinetwegen € 1,0 Mio.).

Betrachten wir mal folgendes Szenario: Ein Mensch geht zu einer Bank und will ein Haus kaufen. Der Bankmann beginnt zu rechnen, der potentielle Kunde liefert Zahlen zum Einkommen usw. en masse und am Ende kommt folgendes raus:
Der Kunde verdient gerade soviel Geld, daß es reicht, seinen Lebensunterhalt zu bezahlen, die Tilgungen zu leisten, aber für seine Einkommensteuer und die Zinsen auf den Kreditbetrag muß er im aktuellen Jahr einen Kredit von ca. 10% seines Einkommens aufnehmen. Wird der Mann seine Hausfinanzierung bekommen?

Hm…

Soviel zur konservativen Betrachtung. Nun scheint sich der Laden in den letzten Jahren von der totalen Verlustmaschine hin zur schwarzen null zu entwickeln und bei einer Aktie geht es ja eh immer um die Zukunft.

Bevor Du Dir ein abschließendes Urteil bildest, lies am besten mal die Abschnitte „Risikofaktoren“ und „Verwendung des Emissionserlöses“ des Emissionsprospektes:
http://info.premiere.de/inhalt/de/aktie_service_down…

Insbesondere die Verwendung des Emissionserlöses stimmt mich irgendwie nachdenklich. Der gesamte Emissionserlös aus der Kapitalerhöhung dient dazu, Verbindlichkeiten bei den Banken abzulösen, die vermutlich aus Überbrückungsfinanzierungen aus der Kirchpleite stammen. Wenn ich das richtig verstanden habe (und ich habs nur mit geschulten Augen überflogen) fließt der Gesellschaft nur insofern neues Geld zu, als daß ein neuer Kredit nach der Emission zur Auszahlung kommt.

Weiterhin werden auch alte Aktien an der Börse platziert, deren Erlös wiederum „der Abgebenden Aktionärin“ zufließen. Die „abgebende Aktionärin“ ist eine Holding, die meiner unmaßgeblichen Meinung nach diversen Banken oder einer Investmentgesellschaft gehört. Insgesamt heißt das, daß der gesamte Börsengang mindestens im wesentlichen wenn nicht vollständig dazu dient, Bankkredite zu tilgen, die nach meiner Mutmaßung aus der Kirchpleite stammen. Wenn ich mich recht entsinne, dienten die Anteile an Premiere diversen Banken als Sicherheit für Kredite an Kirch. Diese Anteile werden jetzt zu Kasse gemacht.

Gruß,
Christian

P.S.
Völlig unmaßgebliche Meinung eines Menschen, der eben zum ersten mal den Emissionsprospekt überflogen und ansonsten nur aufmerksam Zeitung gelesen hat.

hallo burner,

das hängt doch von deinem gesamtportfolio ab.
ist dein depot mit konservativen anlageformen vollgestopft oder mittels entsprechenden instrumenten gesichert, dann eher ja.
ist es bereits wachstumorientiert mit blickrichtung hochspekulativer einzelwerte, eher nein.
ich liebe allgemeine anfragen dieser art. wir können dann immer so schön rätseln, welcher typ anleger/anlegerin da fragt.

strubbel
€:open_mouth:)

Hallo Strubbel,

ich liebe allgemeine anfragen dieser art. wir können dann
immer so schön rätseln, welcher typ anleger/anlegerin da
fragt.

Einer der Geld zuviel hat. Ich lasse bei dieser Sau-Kälte, sogar nachts mein Auto laufen, damit ich auch jeden Tag tanken kann!!!
—> raus mit der Kohle!!!

Gruss,

The Burner

P.S.: Alles bitte nicht so ernst nehmen!!!

da gibt es Bessere - mehr etwas für Leute die schon „alles haben“…

Paul