Hallo Bethje,
Warum will er erst alleine sein?? In der Zeit sitzt er am
Computer und schaut fern - hat er das sooo vermisst?? Er
braucht das oefter, so seine Zeit alleine - aber warum, wenn
er gerade 1 Woche weg war? Das versteh ich nicht und wenn ich
ihn darauf anspreche, ist er gereizt und sagt nur ‚du weisst
doch, dass ich das brauche‘.
Ich weiss nicht wie die Verhältnise bei deinem Mann sind aber ich kenne das von mir auch.
Ich bin zwar nur wenig unterwegs, so total so 1-2 Wochen im Jahr und nur für die ganz hartnäckigen Fälle.
Meist lande ich irgendwie vor einer Fabrikhalle irgendwo in der Pampa (Industriezone).
Eigentlich hast du keine Ahnung wo du bist.
Nach diversen Begrüssungs-Zeremonien in den Chefetagen, da gibt es wenigstens einen Kaffee, lande ich dann irgenwie in der Fabrik-Halle und bei dem Sorgenkind.
Hier muss man dann erstmal eine Steckdose „organisieren“ und irgendwie eine Fläche finden auf der man arbeiten kann, ich kann ja nicht auch noch einen Campingtisch usw. mitschleppen.
Also fragen und organisieren. Zwischenzeitlich kommen noch dieverse Maschinenfhrer und Abteilungsleiter, welche dich begrüssen wollen und jede Menge Fragen haben. Eigentlich möchte ich ja nur möglichst schnell meine Arbeit erledigen um wieder nach Hause zu kommen.
Weiter geht es mit den ganz einfachen Dingen, wie etwas zu Trinken, zu bekommen. Meist kannst du an den Automaten nicht einmal mit Geld zahlen, sondern nur mit betriebsinternen Batchs. Also musst du dir jemanden suchen, der für dich bezahlt oder zumindest für dich den Automaten freischaltet.
Wo ist das WC ? Alles musst du dir erst mal erfragen.
Zuhause ist das alles kein Problem. Du weisst wo was ist und wie und wann du darauf zugreiffen kannst, auch wo der nächste Laden ist, der auch das hat was du willst.
Irgendwann, meist erst wenn es schon dunkel ist, lande ich in einem Hotel. Meist habe ich keinen Plan wo ich da eigentlich gelandet bin.
Das Nachtessen ist ein Arbeitsessen bei dem man noch bespricht wie man am nächsten Tag weier machen will.
Ich landen dann im Zimmer erst mal auspacken, zu Hause ist das einfacher, da steht die Zahnbürste immer an ihrem Platz.
Nach dem Duschen hätte ich eigentlich Lust auf einen Tee … fällt aber irgendwie aus, also mal sehen ob es in der Minibar etwas gegen meinen Durst hat, was ich auch mag.
Noch etwas Papierkram erledigen.
Fernsehen ist irgendwie unbequem, ich muss dazu aufs Bett liegen, dann ist aber der kleine Fernseher zu weit weg und im Stehen fersehen macht mir keinen rechten Spass. Zudem habe ich eigentlich immer noch Lust auf einen Tee.
Also ab ins Bett und schlafen, ist auch nicht wie zu Hause.
Der nächste Tag beginnt mit der suche nach dem Frühstücksraum.
Der Rest ist jetzt einfacher, ich kenne mich ja jetzt in der Halle notdürftig aus.
Beim Zusammenpacken muss man höllisch aufpassen, dass man auch ja nichts vergisst (in der Halle wie auch im Hotel). Wenn man zu Hause ist und etwas vergessen hat, kann man es nicht einfach schnell wieder holen.
Tja, und dann bin ich wieder zu Hause und möchte es einfach geniessen, dass der bequeme Sessel genau im richtigen Abstand zum Fernseher steht, ich genau weiss wo das WC ist und ich meinen Tee trinken kann wann ich will.
Hinzu kommt noch, dass ich beruflich schon in vielen Städten war, von denen ich einzig den Flughafen, den Weg zur Fabrickhalle und zurück und die Fabrikhalle gesehen habe. Andere beneiden mich weil ich schon in Berlin, München, Gent, DenHaag, Milano, usw. war.
MfG Peter(TOO)