Manchmal habe ich das Gefühl, die Zeit bleibt stehen. (Das kam in der letzten Woche 2 mal vor.)
Das hält nicht lange an, maximal eine Minute, aber wenn es vorkommt, macht es mir Angst.
Ich weiß, es ist unrealistisch, aber in diesen kurzen Momenten glaube ich, dass alles vorbei ist und nur ich übrig bin - schwer zu beschreiben…
Dann mache ich meistens das Radio an oder beobachte eine Uhr - aber auch das hilft eher selten. Oft ist im Radio nur Musik, also kein wirkliches Leben und die Uhr verändert sich erst nach einer Minute.
Diese kurze Zeit reicht aus, um einen Panikanfall zu kriegen > Schweißausbrüche, Atemnot, Herzrasen.
Ich habe jetzt schon eine Uhr mit Sekundenzeiger geholt, aber auch die beruhigt mich in diesen Augenblicken nicht wirklich.
Meist rufe ich dann jemanden an, um zu gucken, ob er ran geht oder die Zeit bei ihm stillsteht - dann geht es wieder. Aber wenn ich keinen anrufen oder erreichen kann, habe ich - auf deutsch gesagt - Pech gehabt.
Nun würde ich gerne wissen, woher das kommen kann, ob es dafür eine medizinische Bezeichnung gibt (würde mir gerne Texte dazu suchen und durchlesen und mich selbst informieren) und ob es hier Leute mit Erfahrungen gibt.
Grüße, die Joé
PS: Ich weiß, ich bin hier schon bekannt.
Ich bin dezreit nicht in Behandlung, was sich aber bald ändern wird, wegen Depressionen, Angsstörung usw usw… Dieses Problem ist für mich aber vollkommen neu, darum wollte ich hier trotzdem mal in die Runde fragen, ob jemand etwas dazu weiß.
PS: Ich weiß, ich bin hier schon bekannt.
Ich bin dezreit nicht in Behandlung, was sich aber bald ändern
wird, wegen Depressionen, Angsstörung usw usw… Dieses
Problem ist für mich aber vollkommen neu, darum wollte ich
hier trotzdem mal in die Runde fragen, ob jemand etwas dazu
weiß.
Ja, ja, ich „verfolge“ Dich *g
Irgendwie scheinst Du in jedem neuen Symptom, das Dir so etwas wie eine von Dir interpretierte „Andersartigkeit“ bescheinigt, regelrecht verliebt zu sein.
Sei doch einfach so wie Du bist und pathologisiere nicht jede Beobachtung, sondern nehme sie als Bereicherung wahr.
Hmm, verliebt nicht unbedingt.
Ich informiere mich nicht, damit ich sagen kann „Aha, aha, siehst du? Ich bin anders!“, denn das weiß ich auch so schon. Ich habe scheinbar eine Störung, das ist wohl offensichtlich, da brauche ich keine Beweise zu sammeln. Außerdem kann man wohl auch den Standartsatz bringen: „Denn jeder Mensch ist verschieden.“
Ich interessiere mich schlichtweg sehr für den Bereich Psychologie und bin ein Mensch, der sich gerne weiterentwickelt.
Ich denke, in Anbetracht dessen, ist es ganz normal, dass man sich über Dinge informiert, um seinen Horizont zu erweitern. Es geht dabei ja nicht nur um mich oder Dinge, die mich betreffen. Ich informiere mich auch über Krankheiten/Störungen oder Symptome usw., die nur in meinem Umfeld vorkommen oder von denen ich ‚mal so höre‘. Als grobes Beispiel mal Bulemie, Klaustrophobie, Schizophrenie… Peter-Pan-Syndrom, Samariter-/Helfer-Syndrom… Ich habe hier viele Bücher zu solchen Dingen stehen und es macht mir Spaß, mich auch im Internet, in Bekanntenkreisen oder in Bibliotheken darüber zu informieren. Gleiches mache ich auch bei Themen wie Mittelalter, Inquisition oder Schifffahrt. (Mit 3 f *g* Das sieht vielleicht aus…)
Stumpf ausgedrückt: Ich interessiere mich für Störungen aller Art oder eher für den Menschen an sich und wie dieser ‚funktioniert‘.
Nun kommt eben neuerdings dieses „Zeit-steht-still“-Gefühl und ich möchte mehr darüber wissen, da ich zuvor nie davon gehört oder gelesen habe.
Ich habe scheinbar eine Störung, das ist wohl
offensichtlich, da brauche ich keine Beweise zu sammeln.
Keine Störung. Etwas ganz anderes ist offensichtlich und du sollst dich freuen statt dich so zu sorgen.
Jeder erlebt das mehr oder weniger ausgeprägt.
Z.B de ja vu. Altbekannt keine irgendwelche Störung.
Die das aber nicht merken oder wenn schon dann nicht ihre Gedanken darüber machen oder sich nicht wagen darüber zu berichten tun das weil ihnen das nicht normal vorkommt. Und wer stellt sich gern vor als Gestörte.
Das Gehirn gaukelt noch interessantere Sachen für uns vor. Darunter sind solche die wir nicht einmal merken können nur durch Denken erst ersichtlich sind. Das blindes Loch in unseren Augen ist vielleicht das bestes Beispiel dafür. Man weiss überhaupt nicht davon so lange bis man die Auge als optisches Apparat nicht untersucht. Dann erst wird uns bewusst, dass wir dauernd ein schwarzes Loch in der Mitte unseres Blickfeldes sehen müssten. Dieses Loch wird aber von dem Gehirn mit Informationen gefühlt die nicht vorhanden sein könnten.
Das zu demonstrieren braucht man nur ein Blatt weises Papier und ein Bleistift.
Du hast eine Beobachtung gemacht und möchtest wissen was dahinten Steck. Ohne diese Neugier ist kein Wissenschaft möglich.
Diese Beobachtungen sind außerordentlich wertvoll, nur diese ermöglichen uns über die komplizierteste Sache die uns je begegnet ist nämlich das Gehirn etwas näheres zu erfahren.
Mach weiter und schreibe deine Beobachtungen akribisch auf.
Der Zeitpfeil wird oft vom dem Gehirn manipuliert.
Man ertappt es und kann sogar experimentell im Labor hervorrufen.
Sehr interessantes Gebiet.
Freue dich, du hast was wichtiges erkannt.
So ähnlich sehe ich das auch.
Trotzdem - oder eben gerade deswegen - würde ich gerne wissen, ob das vielleicht schon mal beobachtet wurde, wie derjenige es benannt hat und wo man etwas darüber lesen kann.
Ich bezweifele stark, dass ich die erste Person bin, die solche Gefühle hat und ich bin außerdem fest davon überzeugt, dass sich sicherlich viele damit befasst haben, sei es nun medizinisch, psychologisch, philosophisch, […]…
würde ich gerne wissen,
ob das vielleicht schon mal beobachtet wurde, wie derjenige es
benannt hat und wo man etwas darüber lesen kann.
Damit kann ich heute leider nicht mehr dienen.
Ich bezweifele stark, dass ich die erste Person bin, die
solche Gefühle hat und ich bin außerdem fest davon überzeugt,
dass sich sicherlich viele damit befasst haben, sei es nun
medizinisch, psychologisch, philosophisch,
Sicher. Noch was. Wenn du das beobachtest dann wird dir wahrscheinlich auffallen, dass du mit der Zeit eine Art macht darüber bekommst. Ich meine, dass du dann willentlich herbeiführen kannst und auch abstellen.
Wenn du aber irgendwann die Interesse verlierst, dann verkümmert es sich. Jetzt da du mich erinnertest versuchte ich eine alte Phänomen was ich bei mir als erstes entdeckte und unter Kontrolle bringen konnte wieder hervorrufen und ging nicht:smile:
Auf jeden Fall dokumentiere und das möglichst mit allen Begleitumständen was du überhaupt erfassen kannst.
Hast du dann eine auswertbare Menge an Daten, dann wir man dich erst richtig ernst nähmen. Womöglich kommst dann bis zu dem Papst Vilayanur Ramachandran.