Nähert sich ein Raumschiff einem schwarzen Loch, so vergeht die Zeit an Bord von außen betrachtet immer langsamer, je näher das Raumschiff dem Ereignishorizont kommt. An diesem Ereignishorizont steht die Zeit quasi still und das Raumschiff bleibt daran kleben, kommt nicht mehr vor oder zurück.
Wenn dem so ist, dann könnte doch niemals irgendetwas den Ereignishorizont erreichen oder gar überqueren (immer von außen betrachtet)?
Nichts und niemand ist je in ein schwarzes Loch gefallen oder wird das je tun?
Man sagt: Nichts kommt aus einem schwarzen Loch heraus. Müßte es nicht genau umgekehrt heißen: Nichts kommt hinein?
(womit klar wäre, warum nichts rauskommt, da ja nix reinkommt
)
Und auch eine Singularität gibt es überhaupt nicht, da ja auch bei der Entstehung des schwarzen Loches durch die Zeitdilatation der Zusammenfall des sterbenden Sterns immer langsamer, laaangsamer, laaaaaangsamer verläuft?
Hallo Mr Spock Du schreibst ja selbst: von außen betrachtet. Im Schiff geht die Uhr ihren gewöhnlichen Gang und fällt ohne Zögern weiter wie alles andere auch. Nur wir werden das nie sehen, weil sowohl das Licht, als auch das Fortschreiten des Einsturzes unendlich gravitations-rot-verschoben ist.
Nähert sich ein Raumschiff einem schwarzen Loch, so vergeht
die Zeit an Bord von außen betrachtet immer langsamer, je
näher das Raumschiff dem Ereignishorizont kommt. An diesem
Ereignishorizont steht die Zeit quasi still und das Raumschiff
bleibt daran kleben, kommt nicht mehr vor oder zurück.
Das sieht nur so aus, weil das Licht vom Ereignishorizont unendlich lange zum außenstehenden Beobachter unterwegs ist. Tatsächlich geht die Zeitdilatation aber erst in der Sigularität gegen unendlich.
Wenn dem so ist, dann könnte doch niemals irgendetwas den
Ereignishorizont erreichen oder gar überqueren (immer von
außen betrachtet)?
Doch, kann es, weil der Ereignishorizont sich durch die hinein fallende Masse ausdehnt.
Und auch eine Singularität gibt es überhaupt nicht, da ja auch
bei der Entstehung des schwarzen Loches durch die
Zeitdilatation der Zusammenfall des sterbenden Sterns immer
langsamer, laaangsamer, laaaaaangsamer verläuft?
Die Singularität kann sich zwar nicht durch einen Gravitationskollaps bilden, aber die ART verbietet nicht, dass sie existiert.
Hallo DrStupid, Hallo Eckhart Schilling
das sieht nur so aus - Nur wir werden das nie sehen
Aber passiert es dennoch?
Ihr meint, zwar sehe ich das Raumschiff am Ereignishorizont kleben, aber „in Wirklichkeit“ ( für den Rest des Universums)?
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Hallo Mr. Spock!
Die ART verbietet auch nicht die Existenz von grauen Mäusen
auf der Rückseite des Mondes 
Der war gut!
Ja, ich glaube, du hast die ART verstanden.
Grüße
Andreas
Doch, kann es, weil der Ereignishorizont sich durch die hinein fallende Masse ausdehnt.
Ja, das kenne ich. Aber wann passiert das nach meiner Uhr? In
10 hoch 1000 Jahren?
Das passiert, wenn sich das Objekt dem Ereignishorizont bis auf seinen eigenen Schwarzschildradius genähert hat. Ich weiß zwar nicht, wie man das ausrechnet, aber ich weiß, dass diese Zeit endlich ist und ich vermute, dass es schnell genug geht, um dabei zusehen zu können.
aber die ART verbietet nicht, dass sie existiert
Die ART verbietet auch nicht die Existenz von grauen Mäusen
auf der Rückseite des Mondes 
Deshalb ist es nicht erlaubt, aus der ART auf die Nichtexistenz von grauen Mäusen hinter dem Mond zu schließen. Entweder man findet andere Gesetze, die das verbieten, oder man muss hinfliegen und nachsehen.
aber ich weiß, dass diese Zeit endlich ist und ich vermute, dass es schnell genug geht, um dabei zusehen zu können.
Bist du dir sicher? Ich war bisher der Meinung, daß die Zeitdilatation am Ereignishorizont gegen unendlich geht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Loch
„Von der Position eines in unendlicher Entfernung stationierten Beobachters, …, dauert es umgekehrt auch unendlich lange, bis ein Objekt in das Schwarze Loch hineinfällt.“
Wenn dem so ist, was soll dann das mit der Hawking-Strahlung (selbe Wiki-Seite):
„Tatsächlich entstehen Paare von virtuellen Teilchen in der unmittelbaren Umgebung, von denen nur eines in das Schwarze Loch gerät und dort anschaulich als negative Energie verrechnet werden muss“
…in das schwarze Loch gerät? Ja aber doch erst in unendlich langer Zeit? Da strahlt ja wohl dann mal gar nichts.
Ist dieser offensichtliche Widerspruch nur auf den Dilettantismus von wikipedia gegründet?
aber ich weiß, dass diese Zeit endlich ist und ich vermute, dass es schnell genug geht, um dabei zusehen zu können.
Bist du dir sicher? Ich war bisher der Meinung, daß die
Zeitdilatation am Ereignishorizont gegen unendlich geht.
Am Ereignishorizont wird nicht die Zeitdilatation unendlich, sondern die Retardierung der von dort in Richtung eines aussenstehenden Beobachters ausgehenden Lichtsignale. Unendliche Zeitdilatation gibt es nur in der Singularität.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Loch
"Von der Position eines in unendlicher Entfernung
stationierten Beobachters, …, dauert es umgekehrt auch
unendlich lange, bis ein Objekt in das Schwarze Loch
hineinfällt. "
Das gilt nur für ein schwarzes Loch konstanter Masse. Die Masse des Loches erhöht sich aber um die des hineinfallenden Objektes. Sobald sich dieses dem Ereignishorizont des Loches bis auf seinen eigenen Schwarzschildradius nähert, dehnt sich der Ereignishorizont auf den gemeinsamen Schwarschildradius aus und verschluckt dabei das Objekt. Das passiert auch für einen außenstehenden Beobachter in endlicher Zeit.
Wenn dem so ist, was soll dann das mit der Hawking-Strahlung
(selbe Wiki-Seite):
"Tatsächlich entstehen Paare von virtuellen Teilchen in der
unmittelbaren Umgebung, von denen nur eines in das Schwarze
Loch gerät und dort anschaulich als negative Energie
verrechnet werden muss "
Das Teilchen gerät nicht in das Loch, sondern es ensteht bereits dort.
Am Ereignishorizont wird nicht die Zeitdilatation unendlich, sondern die Retardierung der von dort in Richtung eines aussenstehenden Beobachters ausgehenden Lichtsignale. Unendliche Zeitdilatation gibt es nur in der Singularität.
Und damit habe ich richtig Probleme. Gerade bei Licht. Man denke an Einsteins Lichtuhren.
Wie bestimmt man, welche Zeit abläuft am Ereignishorizont? Ich werfe eine Uhr hin und schaue. Und egal wie ich auch diese Uhr konstruiere, alle hören -von mir aus betrachtet- auf zu ticken. Muß man dann nicht sogar sagen: Da steht die Zeit still!
…oder macht es in der Tat Sinn zu sagen: Nein, da steht die Zeit nicht still. Da läufts gewaltig, nur gibt es keine Möglichkeit -auch keine theoretisch phantasievolle- das festzustellen.
dehnt sich der Ereignishorizont auf den gemeinsamen Schwarschildradius aus und verschluckt dabei das Objekt.
Ich glaube, das habe ich jetzt erst richtig verstanden. Es ist falsch zu sagen, ich falle in ein schwarzes Loch. Vielmehr nähert man sich dem Ereignishorizont und wenn man dem Nahe genug kommt, stülpt sich das schwarze Loch über einen drüber.
Das passiert auch für einen außenstehenden Beobachter in endlicher Zeit.
Das würde mich brennend interessieren, in welcher Zeit.
Wäre eine Monster-Klausur-Aufgabe: Berechnen Sie, wieviel Erdzeit vergeht, bis die Enterprise von einem mittelschweren Schwarzen Loch geschluckt wird.