Kann mir jemand sagen wo mein Denkfehler ist wenn bei mir die Frage aufkommt für WEN die Zeit jetzt langsamer vergeht wenn ich mit einer Rakete nahe der Lichtgeschwindigkeit um die Erde herum fliege?!
So wie ich Aussagen aus dem Internet deute, ja für denjenigen in der Rakete, aber bewegt sich nicht der Mann, der auf der Erde steht mit der gleichen Geschwindigkeit von der Rakete weg, also müsste für in die Zeit auch langsamer ablaufen?
Sorry, aber ausser, dass meine Frage für Physik-Pro’s wohl relativ dämlich und trivial ist sagt mir das jetzt nicht so viel?! Und dass ich was falsch verstanden hab wusste ich ja eigentlich vorher schon .
Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt ich meinte nicht dass die Erde durch die Reactio beschleunigt wird sondern dass sie sich relativ zur Rakete genauso schnell bewegt wie die Rakete zur Erde. Und laut Einstein gibt es doch keine „absoluten bezugspunkte“ für die geschwindigkeit. Wenn die „relative Geschwindigkeit“ zueinander aber gleich ist, warum vergeht dann die Zeit „relativ zueinander“ (wenn ich das so ausdrücken kann) nicht gleich?
Gruß Kastenfrosch
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aber bewegt sich nicht der Mann, der auf der
Erde steht mit der gleichen Geschwindigkeit von der
Rakete
weg, also müsste für in die Zeit auch langsamer
ablaufen?
die zeit geht entsprechend der massen-energie-aquivalenz langamer bzw. schneller. wenn du so schnell fliegst, dass du die masse der erde ueberschreitest, vergeht die zeit bei dir langsamer, aber nicht so langsam wie in der naehe des jupiters, dazu muesstest du dann noch schneller fliegen.
zur gleichen zeit gilt aber auch die spezielle rt…ich denke, das deren einfluss auf deine wahrnehmung groesser waere und du wuerdest denken, auf der erde vergeht die zeit langsamer oder steht sogar, wenn du von der erde wegfliegst…
Kann mir jemand sagen wo mein Denkfehler ist wenn bei mir die
Frage aufkommt für WEN die Zeit jetzt langsamer vergeht wenn
ich mit einer Rakete nahe der Lichtgeschwindigkeit um die Erde
herum fliege?!
Du mußt erst einmal definieren, was Du mit „für WEN die Zeit jetzt langsamer vergeht“ meinst. Die eigene Zeit vergeht nämlich für niemanden langsamer, sondern höchstens die Zeit eines anderen Bezugssystems. Es genügt also nicht danach zu fragen, für wen die Zeit langsamer geht, sondern man muß gleichzeitg fragen, wessen Zeit für ihn langsamer geht.
So wie ich Aussagen aus dem Internet deute, ja für denjenigen
in der Rakete, aber bewegt sich nicht der Mann, der auf der
Erde steht mit der gleichen Geschwindigkeit von der Rakete
weg, also müsste für in die Zeit auch langsamer ablaufen?
Herzlichen Glückwunsch! Du hast da etwas erkannt, was viele nicht einmal verstehen, wenn man es ihnen erklärt: Ja, für beide vergeht die Zeit des jeweils anderen lansamer - zumindest, solange sie nicht beschleunigen. Da alle Inertialsysteme gleichberechtigt sind, macht es schließlich keinen Unterschied, ob sich die Rakete bewegt und die Erde ruht, oder umgekehrt. In beiden Fällen müssen die Beobachter in den jeweiligen Bezugssystemen die gleichen Beobachtungen machen.
Die Zeit vergeht natürlich für den in der Rakete langsamer.
Das hängt nämlich mit der Umkehrphase zusammen.
Nein, in seinem Beispiel kommt ja gar keine Umkehrphase vor, daher sieht jeder die Zeit des anderen langsamer gehen, und zwar jeder um den gleichen Faktor.
Sobald ein System beschleunigt wird, ist das ganze natürlich komplizierter, aber dann sind die beiden System auch nicht mehr gleich und es wundert also nicht mehr, dass hinterher dann auch keine gleichen Zeiten rauskommen.
Die Zeit vergeht natürlich für den in der Rakete langsamer.
Das hängt nämlich mit der Umkehrphase zusammen.
Nein, in seinem Beispiel kommt ja gar keine Umkehrphase vor,
daher sieht jeder die Zeit des anderen langsamer gehen, und
zwar jeder um den gleichen Faktor.
Quatsch! Nach jeder Erdumrundung können die Uhr am Boden und die Uhr im Raumschiff verglichen werden. Der Bodenbewohner und der Astronaut werden zu einem übereinstimmenden Ergebnis kommen, welche Uhr langsamer geht. (Freilich werden sie dafür unterschiedliche Erklärungen angeben.)
Sobald ein System beschleunigt wird, ist das ganze natürlich
komplizierter, aber dann sind die beiden System auch nicht
mehr gleich und es wundert also nicht mehr, dass hinterher
dann auch keine gleichen Zeiten rauskommen.
Eben. Und die Kreisbewegung ist schon seit Sir Isaac Newton eine beschleunigte Bewegung.
für WEN die Zeit jetzt langsamer vergeht wenn
ich mit einer Rakete nahe der Lichtgeschwindigkeit um die Erde
herum fliege?!
Um die Erde herum? Also auf einer Kreisbahn?
So wie ich Aussagen aus dem Internet deute, ja für denjenigen
in der Rakete, aber bewegt sich nicht der Mann, der auf der
Erde steht mit der gleichen Geschwindigkeit von der Rakete
weg, also müsste für in die Zeit auch langsamer ablaufen?
Bewegt sich die Rakete denn von der Erde weg?
Denk mal darüber nach, was die Rakete in die Kreisbahn bringt bzw. darin hält.
Und dann denk darüber nach, wie sich die Zeit in einem beschleunigten System verhält.
Eben. Und die Kreisbewegung ist schon seit Sir Isaac Newton
eine beschleunigte Bewegung.
In diesem Fall ist es allerdings ein echtes Inertialsystem. Hier herrschen keine Kräfte, wenn die Rakete satellitenähnlich frei bewegt wird und nicht angetrieben.
Ein freier Fall ist auch ein Inertialsystem, obwohl es wie beschleunigt für uns aussieht.
so richtig die ultimative antwort kam von noch keinem, da hier nicht nur die spezielle, sondern vor allem die allgemeine rt zutrifft.
wessen einfluss nun groesser ist, weiss ich nicht, aber wenn ich „nahe der lichtgeschwindigkeit um die erde“ fliege, haben wir 3 phaenomaene.
das 1. ist die zeitdilatation, die fuer beide gilt und die als folge fuer jeden boebachter den beobachteten kuerzer aussehen laesst und ebenso die uhr des beobachteten(nicht des beobachtenden) langsamer gehen laesst.
das 2. ist die energie, die unglaublich hoch wird(bzw. notwendig ist).
nimmt man an, dass das raumschiff sich nahe lichtgeschwindigkeit bewegt, wird es beginnen, die raumzeit stark zu kruemmen, was zur folge ein verlangsamen der zeit hat(vermutlich wuerde auch die erde auf das raumschiff fallen)
beachtet man als 3. auch noch die beschleunigung(aufgrund der sich aendernden geschwindigkeit), die der astronaut im raumschiff(oder das,was von ihm uebrig ist) aufgrund der kreisbewegung erfaehrt…sagen wir mal so, geht fuer seine restlichen epidermalen und osteozytalen ueberbleibsel die zeit langsamer.
Eben. Und die Kreisbewegung ist schon seit Sir Isaac Newton
eine beschleunigte Bewegung.
In diesem Fall ist es allerdings ein echtes Inertialsystem.
Hier herrschen keine Kräfte, wenn die Rakete satellitenähnlich
frei bewegt wird und nicht angetrieben.
Nein, denn der Satellit soll sich annähernd mit Lichtgeschwindigkeit bewegen. Es gibt keinen Free-Fall-Orbit, für den die Tangentialgeschwindigkeit so hoch ist. Und selbst wenn wir als Inertialsystem die erheblich langsamere ISS nehmen, die in ca. 90min die Erde umrundet, dann wäre das Bezugssystem, das in der Erde ruht, kein Inertialsystem!
Und ganz unabhängig davon: Man kann auch den Zeitunterschied beim Zwillingsparadoxon ohne allgemeine Relativitätstheorie erklären, indem man die Bewegung aus einem Polygonzug von gleichförmigen geradlinigen Bewegungen zusammensetzt. Aber auch hier sind die Beobachter nicht gleichberechtigt, da der eine in einem Bezugssystem bleibt, und der andere zwischen verschiedenen Bezugssystemen wechselt.
Nein, denn der Satellit soll sich annähernd mit
Lichtgeschwindigkeit bewegen. Es gibt keinen Free-Fall-Orbit,
für den die Tangentialgeschwindigkeit so hoch ist.
Ist mir klar, belasen wir es ruhig mal bei ISS mit Normalgeschwindigkeit im Beispiel. Nahe c ist ebenso völlig unrealistisch.
Und selbst
wenn wir als Inertialsystem die erheblich langsamere ISS
nehmen, die in ca. 90min die Erde umrundet, dann wäre das
Bezugssystem, das in der Erde ruht, kein Inertialsystem!
Kein Problem, machen wir eines draus: Nimm ein Flugzeug beim Parabelflug oder etwas im freien Fall im Vakuum-Fallturm. Beides sind annähernd ideale IS.
Nun wirds ganz witzig: mit der ISS stehen diese in einem beschleunigten Verhältnis